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NZXT MANTA – MiniITX auf viel Raum?

NZXT, eine Firma aus Los Angeles, Californien ist in der Computerbranche bekannt für seine außergewöhnlich designten Gehäuse wie dem Phantom oder dem H440. Die im Jahre 2004 gegründete Firma ist eigentlich spezialisiert auf Midi-/BigTower für Mainboards im ATX Format und hat mit dem Manta sein Mini-ITX Debüt vorgestellt.

Wir wollen euch dieses in vielerlei Hinsicht beachtliche Gehäuse in unserem Review einmal vorstellen.

Für die Bereitstellung des Testsamples wollen wir uns bei unserem Partner NZXT herzlich bedanken.

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Autor: Drayygo

Als das Manta bei uns ankam, dachten wir erst der Bote hat das falsche Paket gebracht.

Erwartet hatten wir ein Mini-ITX Gehäuse, von der Verpackung ausgehend haben wir allerdings einen Midi-Tower bekommen. Dementsprechend gespannt waren wir, als wir den Karton auspackten und tatsächlich das richtige Case zugestellt wurde.

Verpackung:

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Die Verpackung war, wie oben erwähnt, relativ groß und schwer. Während des Transportes von Hermes wurde die Qualität der Verpackung scheinbar intensiv getestet, bei Eintreffen in der Redaktion war nämlich eine Ecke des Kartons deutlich eingedellt. Dank der Umsicht des Herstellers war das Gehäuse selbst aber vollkommen unbeeindruckt sowie unbeschädigt. Der Karton selbst ist schwarz und während auf der einen „Breit-„Seite eine Detailaufnahme des Mantas zu sehen ist, sieht man dieses auf der gegenüberliegenden Seite in voller Pracht.

Die schmalen Seiten nutzte NZXT, um einige Vorzüge sowie technische Details und die ausgewählte Farbe (in unserem Fall schwarz/rot) aufzuzeigen.

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Wenn man den Karton öffnet, blickt man zuerst auf eine Transportsicherung aus Styropor. Das Gehäuse selbst ist noch zum Schutz vor Feuchtigkeit und Staub in eine Plastikhülle eingepackt. Die Verpackung ist von unserer Seite aus durchaus als tadellos zu bezeichnen.

Lieferumfang:

Das Zubehör ist an der Unterseite zwischen die Standfüße geklemmt und fällt recht ordentlich aus.

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Technische Daten:

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Erster Eindruck:

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Den ersten Eindruck beschreibe ich am Besten mit einem Wort: Überrascht.
Wir haben nicht nur mit einem deutlich kleineren Gehäuse gerechnet, sondern sind auch hinsichtlich des relativ hohen Gewichts und ob des interessanten Designs überrascht. Das hohe Gewicht resultiert aus hochwertigen Materialien, so ist z.B. sehr wenig Kunststoff und mehr Stahl beim Bau des Mantas verwendet worden, was einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Auch die mattschwarze Lackierung weiß zu gefallen, obwohl sie ein klein wenig zu anfällig für Fingerabdrücke ist.

Detailansicht:

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Der Innenraum ist sehr „clean“ und gut für ein ordentliches Kabelmanagement geeignet. Dank ausreichend Kabeldurchführungen und der Netzteilabdeckung lädt das Seitenfenster geradezu ein, einen Blick auf seine Hardware zu werfen. Etwas schade ist jedoch, dass bei den kleineren Durchführungen für z.B. das 8 Pin CPU-Kabel auf Gummidichtungen verzichtet wurde. Gefahr für Kabel besteht dennoch nicht, da die Ecken und Kanten sehr gut verarbeitet und entgratet wurden. Sehr ansprechend dagegen ist allerdings der breite Kabelschacht für das 24-Pin Mainboardkabel, die von einer Metallschiene mit NZXT Schriftzug verdeckt wird.

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Ein weiterer Pluspunkt des Mantas sind die beiden im Innenraum angebrachten SSD-Halterungen, die eine einfache Montage und Unterbringung der Solid-State Drives ermöglichen. Von Werk sind 3 hauseigene 120mm Lüfter installiert, 2 in der Front und 1 im Heck. In der Front können theoretisch auch 140mm Lüfter angebracht werden; alternativ ein 240-280mm Dual Radiator, während man hinten auf einen 120mm Lüfter beschränkt ist.

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Eine weitere Besonderheit ist der mit LEDs beleuchtete Schriftzug der Netzteilabdeckung. Gerade in dunklen Räumen ist dieser ein weiterer Blickfang, der das Gehäuse optisch noch weiter aufwertet. Gesteuert werden die LEDs durch die kleinere der beiden Platinen, die zudem noch die I/O-LED mit Strom versorgt. Diese befindet sich auf der Rückseite über dem I/O-Panel und sorgt dafür, dass man auch bei schlechten Lichtverhältnissen die richtigen Anschlüsse findet. Die größere Platine wiederum ist ein PWM-Hub, an den man seine Lüfter anschließen und sie zentral regeln kann.

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Auf der Oberseite befindet sich links der Powertaster,rechts die Audioanschlüsse und 2 USB 3.0 Ports. Auf einen Reset-Taster wurde verzichtet, Gründe dafür sind uns nicht bekannt.

Praxistest

Komponenten:
– AMD A10 7890K
– AMD Wraith Kühler
ASRock A68M-ITX
– 8GB Corsair Dominator 1600MHz
– BeQuiet L7 530W
– 1TB WD Green

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Der Einbau der Hardware ging wie erwartet ziemlich einfach, dank dem geräumigen Inneren und den vormontierten Abstandshaltern waren wir nach ca. 5 Minuten fertig. Die Netzteilabdeckung machte ihren Job gut, sodass man durch das Fenster auf einen relativ cleanen Innenraum blickt. Empfehlen würde ich, CPU-Kühler sowie RAM im ausgebauten Zustand auf dem Mainboard zu montieren.
Platz für optische Laufwerke sucht man beim Manta vergeblich, was uns ein wenig verwundert, da definitv genug Platz gewesen wäre.

Nach dem Einbau starteten einen kleinen Stresstest für die CPU und den 3D Mark 06, um Gaming Last zu simulieren.

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Die Temperaturen fallen sehr niedrig aus, was zum Einen an unserem Testaufbau liegt, da wir keine dedizierte Grafikkarte eingebaut haben und zum Anderen daran, dass das Gehäuse einen ziemlich guten Airflow bietet. Nicht ganz unbeteiligt an den niedrigen Temperaturen sind die Lüfter, die ab Werk leider ihren Dienst leider mit sehr hoher Drehzahl und damit leider deutlich hörbarer Lautstärke verrichten. Für den Office-Betrieb, oder wie bei uns geplant, als optisch ansprechende Steambox fürs Wohnzimmer, sollte man die Lüfter definitiv runterregeln.

Fazit

Es fällt uns schwer, ein eindeutiges Fazit zu formulieren: Das Manta ist riesig – zumindest für ein Mini-ITX. Auffällig ist die schiere Größe des Gehäuses, die abgerundete Form und die Farbgestaltung. All dies kann man als Vorteil, je nach Anforderungen aber auch als Nachteil ansehen.
Für welche Zielgruppe ist das Manta empfehlenswert? Für Leute, die ein möglichst kleines System haben wollen? Nein. Für Leute, die sich ein High End System in einem auffälligen Gehäuse inklusive Wasserkühlungssupport bauen möchten? Auf jeden Fall!
Wer es aufgeräumt mag, hat mit dem Manta seine Freuden. Anders als bei den meisten Mini-ITX Gehäusen bietet das Manta Kabelmanagement, dass vielen Midi-Towern in nichts nachsteht.

Wem es also nicht an Platz mangelt, wem ein Midi-Tower zu groß ist, wer auf eine einzigartige Optik und gute Vearbeitung Wert legt, wem der Preis von ~150€ nicht zuviel ist, der sollte unbedingt das NZXT Manta als Option in Betracht ziehen.

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Pro:
+ außergewöhnliches Design
+ sauberer Innenraum dank durchdachtem Kabelmanagement
+ hochwertige Materialien
+ 3 vormontierte Lüfter
+ Staubfilter an der Unterseite
+ sehr groß
+ 2 Dual-Radiatorplätze (2x max 280mm)
+ I/O-Panel – LED
+ PWM – Hub
+ haptisch sehr wertige Oberfläche…

Contra:
– .. die leider enorm anfällig für Fingerabdrücke ist
– die vormontierten Lüfter sind ungeregelt sehr laut
– sehr groß (für ein Mini-ITX)
– kein Reset-Taster
– trotz der Größe kein Platz für ein optisches Laufwerk
– Preis von derzeit ~140€

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Aufgrund der überwiegenden positiven Eigenschaften verdient sich das NZXT Manta einen Score von 6,5 Punkten und erhält damit den Bronze-Award.
Dank des außergewöhnlichen Designs und der Innenraumgestaltung kriegt es zudem noch den Design Award.