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Thermaltake Core P5 – Benchtable oder Showgehäuse?

Ist das jetzt ein Benchtable oder doch eher was Hübsches für die Wand? Das ist die erste Frage, die man sich beim Auspacken des Core P5 von Thermaltake stellt. Laut Hersteller soll das Gehäuse für Erfinder konzipiert worden sein und das “Maker Movements” unter Moddern und PC-Enthusiasten unterstützen. Thermaltakes Core P5 ist durch die riesige Plexiglasscheibe offen ausgelegt und bietet vielfältige Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen und entsprechend zu demonstrieren. Kein Aufbau wird dem anderen ähneln. Was unsere Begegnung mit dem außergewöhnlichen Show-Gehäuse hervorzauberte, lest ihr auf den kommenden Seiten!

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei unserem Partnern Thermaltake, MSI und Aquatuning für die Bereitstellung der Testsamples bedanken und freuen uns auch weiterhin auf eine gute und lange Zusammenarbeit.

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Autor: Haddawas​

Verpackung / Lieferumfang / Technische Daten

Das Core P5 Gehäuse kommt in einem einfachen Pappkarton daher, der auf den Seiten mit Logos bedruckt ist. Außerdem sind auf den schmaleren Seiten der Verpackung die wichtigsten Informationen aufgelistet.

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Nach dem Öffnen des Kartons sehen wir zunächst eine weitere Verpackung aus Styropor. Zubehör und das Core P5 wurden darin förmlich eingearbeitet. So ist das schwarz gehaltene Gehäuse vor Stößen und Kratzer geschützt.

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Die Plexiglasplatte wurde von beiden Seiten mit einer Schutzfolie beklebt. Das Chassis des Gehäuses wurde zusätzlich in Folie verpackt.

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Technische Details:

  • Maße: 570 x 608 x 333 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 12,2 kg
  • Material: Stahl, Kunststoff, Acryl
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Lüfter möglich: 4x 120 mm oder 3x 140 mm
  • Radiatoren möglich: max. 1x 480 mm bzw. 420 mm
  • Laufwerksschächte: 4x 3,5- bzw. 2,5-Zoll (einer davon sichtbar, die restlichen versteckt)
  • Netzteil: 1x Standard-PS2-PSU (optional)
  • Erweiterungsslots: 8
  • I/O-Panel: 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x HD-Audio
  • Maximale Grafikkartenlänge: 280 mm (mit Reservoir); 320 mm (ohne Reservoir)
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 180 mm
  • Maximale Netzteil-Höhe: 200 mm

Hier noch eine Übersicht vom Lieferumfang:

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Detailansicht Innen

Heute müssen wir umgekehrt anfangen, da das Gehäuse ja schon zerlegt ausgeliefert wird. Ausgepackt fällt sofort der modulare Aufbau mit dem riesigem Panoramafenster, komplett offenen Seiten und Mounts für die Wasserkühlung auf. Das Gehäuse bietet dermaßen viel Platz, dass hier wirklich jeder sein System gestalten kann, wie er möchte.

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Vier modulare 3.5”- oder 2.5”-Festplattenschlitten gestatten einen schnellen Wechsel von Festplatten oder SSDs. Wer in der Rückseite lieber die vollen 45mm Platz für das Kabelmanagement hätte, kann die Schlitten auch herausnehmen. Die Kabeldurchführungen sind alle gummiert, sodass hier kein Stromkabel oder Wasserkühlungsschlauch zu Schaden kommen kann.

Für die maximale Personalisierung möchte Thermaltake demnächst auch Dateien für 3D Drucker bereitstellen, mit denen Nutzer ihr Core P5 weiter anpassen können.

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Man kann sofort erkennen, dass das Core P5 zu 100% auf die Verwendung einer Wasserkühlung ausgelegt ist. Wie an der rechten Seite gut zu erkennen, wird ein Radiator mit einer Länge von 120mm bis 480mm unterstützt. Lange Grafikkarten können horizontal oder vertikal montiert werden und diverse Montagepunkte für eine Pumpe und Ausgleichsbehälter ermöglichen den Einbau der Wasserkühlung ohne viel Vorbereitung. Spielerische Lichteffekte und anspruchsvolle Modifikationen sind dank des offenen Designs immer sichtbar.

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Der modulare Aufbau des Gehäuses erlaubt uns insgesamt drei verschiedene Möglichkeiten für die Positionierung. Montagepunkte für eine Befestigung an der Wand und eine entsprechend stabile Konstruktion prädestiniert das Core P5 für eine Anbringung an der Wand. Alternativ kann das Core P5 mit den mitgelieferten Füßen senkrecht aufgestellt oder einfach horizontal wie ein Benchtable hingelegt werden.

Der Zusammenbau

Das Gehäuse ist wie ein Benchtable zu behandeln. In der beigefügten Anleitung wird alles Schritt für Schritt mit Illustrationen erklärt. Alle wichtigen Schrauben befinden sich im Zubehör. Als erstes haben wir das Netzteil mit der entsprechenden Halterung montiert. Es ist wirklich genug Platz auf dem Core P5, um so ziemlich jede handelsübliche Computer-Stromversorgung installieren zu können.

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Dank des riesigen Platzangebots und der Gehäuse-Abmessungen von 570 x 608 x 333 mm (B x H x T) fasst das Core P5 Mainboards mit ATX-, Micro-ATX-, und Mini-ITX-Formfaktoren. Um unsere Hardware entsprechend kühlen zu können, kann das System entweder mit Luft- oder Wasserkühlung ausgestattet werden, wobei das Core P5 eindeutig für Wasserkühlungen ausgelegt wurde. Normale Gehäuselüfter erzeugen aufgrund der Bauweise keinen Luftstrom an der verbauten Hardware.

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Besonders gut gestaltet ist die Unterbringung der Grafik- und anderen Erweiterungskarten. Statt diese wie üblich direkt auf das Mainboard zu stecken, kommt hier ein Riser-Kabel zum Einsatz, mit dessen Hilfe die Karte um 90 Grad gedreht montiert wird und somit im mittleren Gehäusebereich aufrecht steht.

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Auf optische Laufwerke verzichtet Thermaltake. Dafür lassen sich insgesamt vier 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke auf schnell wechselbaren Festplattenschlitten installieren, wobei sich einer dieser Slots komplett sichtbar auf der Vorderseite des Gehäuses befindet und die restlichen drei versteckt an der Rückseite. Zusätzlich befinden sich am seitlich platzierten I/O-Panel je zwei USB 3.0 und 2.0 Anschlüsse, HD-Audio In/Out, sowie der Power- und Reset-Button.

Die Kabeldurchführungen sind zum größten Teil gummiert, sodass kein Kabelbruch oder ein Einreißen des Kabel-Sleeves entstehen kann. Wir konnten die Stromkabel überwiegend gut im Gehäuseinneren verstecken. Sichtbare Kabel tauschen wir gegen Kabel-Sleeve aus, um so die Optik des Gesamtpakets zu verbessern.

Installation Wasserkühlung

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Und so sieht das System in Gänze aus. Wir warten jetzt nur noch auf die Lieferung der Hardtubes und weiteres Zubehör, damit wir mit dem Verbinden der Kühlkomponenten beginnen können.

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Installation / Betrieb:

Unser bei diesem Review verwendetes Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

– Mainboard: MSI Z170A Gaming M9 ACK
– Prozessor: Intel 6700K
– CPU Kühler: Wasserkühlung (Aquatuning)
– Speicher: Kingston DDR4-3600 Dual Channel
– Grafik : MSI R9 390X Gaming 8G
– Festplatte: Samsung HM1000, SATA III (3,5″)
– Festplatte: ADATA SSD 250GB
– Netzteil: Cougar GX 600Watt
– Betriebssystem: Windows 10 (64-Bit)

Der Einbau verlief erfreulich einfach. In der beigefügten Anleitung ist die Installation sehr verständlich erklärt und sollte unserer Meinung nach auch für unerfahrene Bastler zu keinerlei Problemen führen. Im Gehäuse selbst könnten sehr viel mehr Kabel als die Verwendeten untergebracht werden.

Mit den Alphacool D-RAM Modulen haben wir unseren Arbeitsspeicher bestückt. Dazu werden die Speichersteine mit Hilfe der beiliegenden Wärmeleitpads fest in die Module gespannt, um optimale Kühlergebnisse zu erzielen. Nach erfolgter Montage werden die separat erhältlichen D-RAM Kühler in der benötigten Größe verschraubt.

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Als erstes lösen wir die Heatspreader mit einem Heißluftföhn und ziehen sie dann ganz vorsichtig ab. Nach dem die Module abgekühlt sind, bekleben wir den Arbeitsspeicher mit den Wärmeleitpads.

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Für unsere Wasserkühlung verwendeten wir Hardtubes. Das sind transparente Acrylröhren, die dafür vorgesehen sind, hitzebehandelt zu werden, um sich dann den Anforderungen entsprechend biegen zu lassen. Jede Röhre ist dabei circa 500 mm lang und besitzt einen inneren Durchmesser von 10 mm, während der äußere Durchmesser 12 mm beträgt.

Nach dem wir einige Stunden damit verbracht haben, die Hardtubes zu biegen und anzupassen, sieht das System jetzt so aus. Leider war der Wasserkühler für die Grafikkarte zum jetzigen Zeitpunkt nicht lieferbar.

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Wir haben uns nach langen hin und her für ein Kühlmittel in weiß entschieden, jetzt befüllten wir das System und starteten anschließend einen Probelauf nur mit der Pumpe. Nach dem wir die Übergänge und Anschlüsse auf Dichtigkeit überprüft haben, schließen wir auch den Rest des System an, um mit den Benchmarks unseres Gamer-System zu beginnen.

Video

Weitere Bilder befinden sich in unserer Galerie

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Fazit

Ob das Gehäuse nun mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht oder mit dem Rücken zur Wand hängt, in jedem Fall ist das Thermaltake Core P5 eins der ungewöhnlichsten Gehäuse unserer Testerkarriere. Entsprechend klein ist die Zielgruppe von Casemoddern und Enthusiasten, die ihre Hardware auf Messen oder LAN-Partys präsentieren wollen. Eine Wasserkühlung mit einem bis zu 480mm langen Radiator, sowie ein längerer Ausgleichsbehälter sind bei dem Design eigentlich schon Pflicht. Andernfalls wäre ein sehr großer Teil des Chassis ungenutzt, was optisch nicht ganz so viel hermacht.

Die Verarbeitungsqualität des Core P5 konnte in der Redaktion überzeugen und ist unserer Meinung nach auch größtenteils durchdacht. Besonders gut gefallen hat uns der um 90 Grad gedrehte Grafikkarteneinbau. Hier kann wirklich jeder sehen, welchen Pixelbeschleuniger das System zu bieten hat.

Die offene Konstruktion ist allerdings sehr anfällig was Staub und Lautstärke angeht. Denn eine Schalldämmung ist schier unmöglich. Die Option für ein optisches Laufwerk hat uns auch ein wenig gefehlt, genau wie nicht im Lieferumfang befindlichen Gehäuselüfter.

Wer also derzeit ein auffälliges Show-Case sucht und nicht zwingend Extrem-Hardware verbauen möchte, der darf gern zugreifen – denn wirklich viele Alternativen gibt es in dieser Preisklasse nicht. Wir denken, gerade für Modder ist das Gehäuse ein besonderer Leckerbissen. Der derzeitige Preis von knapp 135 Euro ist gemessen an der kleinen Zielgruppe auf jeden Fall gerechtfertigt.

Positiv
+ Gute Verarbeitungsqualität
+ Optionale Wandmontage
+ Als Show-Case einsetzbar
+ 90 Grad gedrehter Grafikkarteneinbau möglich
+ Versteckte Plätze für Festplatten und SSDs
+ Platz für einen Radiator bis zu einer Länge von 480 mm
+ Seitliche Anschlüsse (HD-Audio, 2x USB 2.0, 2x USB 3.0)

Negativ
– Optisches Laufwerk nicht möglich
– Offene Konstruktion staubanfällig und ohne Geräuschisolierung

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Aufgrund der vielen Pluspunkte verdient das Core P5 einen Score von 8.9 Punkten. Dadurch bekommt es auch unseren beliebten Gold- und Design Award.

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Extra Seite

Benchmarks MSI R9 390X Gaming 8G-Grafikkarte

Die MSI R9 390X ist derzeit das schnellste Modell der Radeon Serie. Diese verfügt über die „Grenada Pro“-GPU, welche mit satten 2.560 Shader-Einheiten ausgestattet ist. Außerdem verfügt die Karte über ein mit 512 Bit extrem breites Speicherinterface mit 8 Gigabyte GDDR5-Speicher. Der Takt der GPU liegt bei 1.060 MHz, der Speicher arbeitet mit 3.050 (effektiv 6.100) MHz.

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In unserem heutigen Test möchten wir die Leistung der R9 390X in Spielen testen. Hierzu haben wir die Grafikkarten mit den Benchmark-Tools Cinebench und 3DMark FireStrike antreten lassen – zum Vergleich nutzen wir eine GTX 970, GTX 980 und eine R9 290X im Setup.

Aktuelle Spiele wie GTA V und Battlefield 4 dürfen hier natürlich auch nicht fehlen.

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Gut zu sehen bei Battlefield, dass unsere im Test befindliche R9 390X nur eine geringe Leistungssteigerung gegenüber der R9 290X erzielen konnte. Anders sieht es bei unserem anderen Game GTA V aus. Hier haben sich beide Grafikkarten GTX 970 und R9 390X ein knappes „Kopf-an-Kopf“-Duell im Bereich der FPS geliefert, während die GTX 980 mit generell höheren 3DMark- und Grafik-Scores an der Radeon vorbeizog.

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Wie man auf unseren Tabellen gut erkennen kann, schafft die R9 390X leider nicht die GTX 980 vom Thron zu stoßen. Schneller als die GTX 970 ist die R9 390X aber meistens.

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Benchmark MSI Z170A GAMING M9 ACK/CPU

​Bei dem MSI Z170A Gaming M9 ACK handelt es sich um ein Z170-Overclocker Mainboard im ATX-Format. Das Mainboard ist mit vorinstalliertem Wasserkühler auf der Spannungsversorgung um den CPU-Sockel herum ausgestattet. Das in schwarz-rot gehaltene Gamer-Board mit großen, ebenfalls schwarzen Kühlkörpern und roten Akzenten verfügt über vier DIMM-Slots für DDR4-Arbeitsspeicher. Für Grafikkarten stellt das Board zwei PCIe-3.0-x16-Slots bereit. Das Board unterstützt sowohl NVIDIAs SLI- als auch AMDs CrossFireX-Technologie. Ein weitererer Slot im x16-Format ist mit acht Lanes an den Chipsatz angebunden, für weitere Steckkarten stehen drei PCIe-x1-Slots zur Verfügung.

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Für unseren Mainboard-Test haben wir das Benchmark-Tool 3DMark (FireStrike verwendet). Mit dem Tool testeten wir die Leistung der integrierten GPU auf unserem Prozessor.

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Hier muss sich Intel allerdings geschlagen geben. AMD hat hier ganz klar die Nase vorn und schlägt unsere auf dem 6700K befindliche GPU um Längen.

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Auch die Speicherperformance kann sich sehen lassen. Wir führten unsere Benchmarks mit AIDA 64 durch. Unsere im Test befindliche CPU in Verbindung mit dem DDR4 Speicher ist fast doppelt so schnell, wie das AMD A-10 7850K System.

Temperaturen

Um die Temperaturen unseres Systems zu ermitteln, verwendeten wir das Tool AIDA 64. In unserem Test macht sich das offene Gehäuse zumindest was die Temperaturen angeht schon negativ bemerkbar. In einem geschlossenen Gehäuse ist es durch den Luftstrom im Gehäuseinneren ein wenig kühler, als unser offener, lüfterloser Aufbau.

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Das Phanteks Gehäuse hat hier die besseren Werte durch den internen Luftstrom. Es kühlt fast 10°C besser, als unser im Test befindliches Core P5 System. Da sich unter dem Radiator des Core P5 ein Loch befindet und dadurch zwar die inneren komponente mit Frischluft versorgt werden, kann der größte Teil der Luft leider nicht sofort entweichen.