Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideGehäuse

Thermaltake Core V51 – das Gehäuse mit vollmodularen Laufwerksschächten und weiteren Features

Gute Neuigkeiten: Heute ist ein neues Testgerät aus dem Hause Thermaltake eingetroffen.

Nachdem mit dem Core V71 der Big-Tower-Bereich abgedeckt wurde und das Core V1 als vielseitiges Mini-Gehäuse seit August 2014 auf dem Markt ist, kommt das Core V51 als erster Midi-Tower der Serie zum weltweiten Release auch in Deutschland auf den Markt.

Das gebogene Mesh-Gitter an der Front bleibt auch weiterhin das Markenzeichen der Thermaltake Core V Gehäuse. Genauso, wie das modulare Design mit herausnehmbaren Laufwerkkäfigen, viel Platz für DIY/AIO-Wasserkühlungen und werkzeuglose Montage.

Im Jahre 1999 wurde das Unternehmen Thermaltake gegründet mit Hauptsitz in Taiwan entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Kühllösungen, Netzteile sowie Gehäuse für Computer. Die Europazentrale von Thermaltake befindet sich in Norderstedt bei Hamburg.

Für die freundliche Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen geht unser besonderer Dank an Thermaltake.​

Wir freuen uns weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit.

Autor: Seed300

Verpackung und technische Daten

Das Core V51 Gehäuse kommt in einem braun-schwarzen Karton, der auf der Außenseite das Gehäuse zusammen- und auseinandergebaut zeigt. Dabei wird der modulare Aufbau hervorgehoben.

[​IMG] [​IMG]

Auf den Seiten stehen die technischen Daten des Gehäuses. Unter anderem die Maße und welche weiteren Lüfter und Radiatoren zu den 3 bereits vorinstallierten 120mm-Lüftern unterstützt werden. Die Anleitung auf den Seiten des Kartons ist in zwölf Sprachen aufgedruckt und dadurch auch international verständlich hinterlegt.

[​IMG]

Das Gehäuse mit den Styroporschutz passt auf den Millimeter genau in den Karton. Das Zubehörmaterial ist im Gehäuse im Käfig für die Festplatten fest gemacht und klappert beim Herausnehmen aus der Verpackung nicht. Beim ersten öffnen des Kartons schaut man direkt auf die Front des Gehäuses und sieht gleich wie diese Perforiert ist.

[​IMG] [​IMG]

Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden packt Thermaltake das Gehäuse zusätzlich noch in eine Folie. Die Anleitung liegt im Karton in einem ZIP-Beutel bei. Die Anleitung präsentiert verschiedene Bestückungsszenarien des Gehäuses. Dazu findet man noch die möglichen Radiator-Größen und Positionen. Auch die Maximallänge der Grafikkarte von 310mm ist hier zu finden. Die Anleitung ist wie die Beschriftung auf der Verpackung in 12 verschiedenen Sprachen geschrieben.

[​IMG]

Erster Eindruck

Die Vorderseite wird von der Mesh-Optik geprägt. Durch das Gitter schimmern schwarze Waben, hinter denen sich zwei Lüfter verstecken. An der Vorderseite befinden sich auch 2 5,25″-Schächte. Deren Abdeckungen sind eingeklickt. Entfernen kann man sie, indem man die Front ab nimmt und die Abdeckungen herausdrückt. Darüber findet man das Frontpanel mit Kopfhörer- und Mikrofonanschluss links. Der große Powerknopf mit blauer Beleuchtung setzt einen tollen Akzent. Links daneben eine LED zur Status-Anzeige und der kleinere Reset-Knopf. Rechts vom Power-Button finden sich noch 2 zeitgemäße USB-3.0-Anschlüsse.

[​IMG]

Das Seitenfenster ist zur Sicherheit mit einer Folie abgeklebt um diese vor Kratzer zu schützen. Schon jetzt sieht man, wie groß es im Vergleich zu anderen Gehäusen ausfällt.

[​IMG]

Das Staubschutzgitter auf der Gehäuseoberseite kann entfernt werden, um Radiatoren mit genug Frischluft zu versorgen. Das Gitter wird magnetisch an Ort und Stelle gehalten und lässt sich leicht abnehmen. Allerdings erweckt es den Eindruck, als könnte es beim Transport des Gehäuses leicht abfallen. Dafür erleichtert es das Reinigen der darunterliegenden Kühlkomponenten sehr. Unterhalb liegt die erste Befestigung für eine Wasserkühlung. So kann man dort entweder einen Radiator im 360mm- oder sogar im 420mm-Format einbauen. Gerade für einen Midi-Tower ist das wirklich enorm. Dazu finden Radiatoren der gleichen Größe auch noch unter der abnehmbaren Front Platz. Zur Reinigung des vorderen Staubfilters muss die Front abgezogen werden. Das ist leider etwas umständlich gelöst.

[​IMG]

Der dritte mögliche Radiatormount befindet sich auf dem Gehäuseboden rechts vom Netzteil. Hier passen bis zu 240mm. Wem das alles noch nicht reicht, kann am Heck einen vierten 120mm-Radiator mit dem Hecklüfter kombinieren. Ich kenne wirklich kein Gehäuse dieser Größenordnung, dass man mit so vielen Radiatoren beladen kann.

[​IMG]

Durch den hohen Stand kann vom Gehäuseboden her viel kühle Luft angesaugt werden. Das kommt auch dem Netzteil zu gute. Auch hier ist das Gehäuse durch einen Staubfilter geschützt. Die Gehäusefeatures findet man als Überblick in diesem Video von Thermaltake:

Detailansicht innen

Ein Blick ins Innere überzeugt mit dem großzügigen Platzangebot. Zentral befindet sich wie üblich die Montagefläche für das Mainboard, links darunter der Mount für das Netzteil. Dafür ist eine spezielle Halterung vorhanden, die sich je nach Netztteillänge einstellen lässt.

Auf der rechten unteren Seite befindet sich der Festplattenkäfig. Dieser besteht aus einem Zweier- und einem Dreier-Modul, die unabhängig voneinander je nach Belieben ausgebaut werden können. Die Montage der Festplatten ist über ein werkzeugloses Klick-System realisiert und funktioniert ohne Probleme. Über dem Festplattenkäfig finden sich 2 5,25″-Schächte für optische Laufwerke. Auch hier erfolgt die Montage werkzeuglos.

[​IMG]

Gut gefallen die zahlreichen, gummierten Kabelführungen, die später bei der Montage ausgiebig genutzt werden. Das Gehäuse fasst Erweiterungskarten mit einer Länge von bis zu 310mm.

Auf der Gehäuserückseite findet sich viel Platz zur Kabelführung und sogar ein senkrechter Mount für 2 weitere Festplatten. Außerdem befindet sich unterhalb des CPU-Sockels eine große Aussparung, sodass CPU-Kühler mit Halterahmen verbaut werden können, ohne das Mainboard lösen zu müssen. So wünscht man sich das.

Einbau der Hardware

Der Einbau gestaltet sich überaus einfach. Zum Anpassen des Netzteilrahmens muss man zwar zum Schraubenzieher greifen, dafür erhält man aber eine Vibrationsentkopplung für den Netzteillüfter. Auch das Mainboard findet ohne Probleme auf den vorgesehenen Abstandhaltern Platz und es gibt genügend Spielraum zu allen Seiten.

Festplatten und optische Laufwerke lassen sich wie bereits erwähnt einfach einklicken. Das Kabelmanagement lässt sich durch die Kabelführungen bequem zur Gehäuserückseite führen und so optisch hübsch verstecken. Wir wollen durch das große Fenster ja keinen Kabelsalat bewundern.

Die Laufwerkschächte sind größtenteils fest. Nur der Unterste hängt leicht durch, was den Gesamteindruck ein wenig trübt. Die Laufwerke sitzen trotzdem fest und verrutschen auch beim Transport nicht.

[​IMG]

Auf dem oberen Bild sieht man das Gehäuse mit Mainboard ASRock Extreme 4 und einer Palit GTX 660 ti. Nur der kleinere der Festplattenkäfige ist noch verbaut. Möchte man in der Front Platz für einen zusätzlichen Radiator schaffen, kann man den zweiten Käfig ebenfalls entfernen, denn Festplatten finden in ihrem Entkopplungsrahmen auch in der Gehäuserückseite Platz. Durch den großzügig dimensionierten Raum zur Kabelführung findet sich senkrecht genug Platz für 2 Festplatten. Diese hängen dort fest und vibrationsgekoppelt. Super Lösung!​

[​IMG]

In obigem Bild kann man den großen Raum in der Rückseite für Kabel und Festplatten bewundern.

Fazit

Bei dem Thermaltake Core V51 handelt es sich definitiv um ein High-End-Gehäuse. Ihr wollt eine wirklich große Wasserkühlung in eurem PC, aber kein riesiges Gehäuse? Dann ist das hier genau das, was ihr braucht. Dazu bekommt ihr werkzeuglose Montage und modulare Gehäuseteile.

Besonders der dezente Look des Gehäuses hat mir gefallen. Er ist nicht zu auffällig, offenbart bei genauerer Betrachtung jedoch hübsche, futuristisch anmutende Elemente. Durch das riesige Seitenfenster kommt die geschätzte Hardware richtig zur Geltung und auch Casemods sind eine Option.

Auch sehr gut gelungen ist das große Platzangebot. Lange Grafikkarten und bis zu 7 Festplatten sind kein Problem. Sogar mehrere gigantische 480mm Radiatoren können montiert werden.

Wen die fehlende Geräuschisolierung nicht stört, kann ohne Bedenken für 83€ zum Core V51 greifen (Preisvergleich).

Pro
+ Saubere Verarbeitung
+ Einfache Montage
+ Sehr viel Platz für Wasserkühlungen
+ Schicke und schlichte Optik
+ Preis-Leistung absolut stimmig

Kontra
– Staubfilter etwas umständlich zu reinigen

[​IMG]

Aufgrund des Gebotenen bekommt das Core V51 Gehäuse folgende Awards von uns verliehen:

[​IMG]

0