AMD erweitert sein Desktop-Portfolio um zwei neue Sechskern-Prozessoren: den Ryzen 5 5500F für AM4 und den Ryzen 5 7500 für AM5. Die Modelle wurden am 10. September 2026 in AMDs Produktkatalog aufgenommen – fast genau zehn Jahre nach dem Start der AM4-Plattform.
Ryzen 5 5500F: Zen 3 für AM4
Der Ryzen 5 5500F basiert auf Zen 3 und Vermeer und bietet sechs Kerne sowie zwölf Threads. Der Basistakt liegt bei 3,0 GHz, während im Boost bis zu 4,4 GHz erreicht werden. Die TDP beträgt 65 Watt.
Auffällig ist der auf 16 MB begrenzte L3-Cache. Damit besitzt der Prozessor nur halb so viel Cache wie beispielsweise der Ryzen 5 5600. Eine integrierte Grafikeinheit fehlt ebenfalls, weshalb eine separate Grafikkarte erforderlich ist. Das „F“ im Namen weist entsprechend auf die fehlende iGPU hin.
AMD hat bislang keine offizielle Preisempfehlung genannt. Auch bei der Mainboard-Kompatibilität ist ein Blick auf die BIOS-Unterstützung wichtig. ASUS hat bereits Unterstützung angekündigt, bei anderen Herstellern sollte vor dem Kauf die jeweilige BIOS-Version geprüft werden.
Ryzen 5 7500: AM5 mit integrierter Grafik
Der Ryzen 5 7500 basiert auf Zen 4 und Raphael. Auch hier stehen sechs Kerne und zwölf Threads zur Verfügung. Der Prozessor arbeitet mit einem Basistakt von 3,7 GHz und erreicht bis zu 5,0 GHz im Boost. Dazu kommen 32 MB L3-Cache und eine TDP von 65 Watt.
Im Gegensatz zum bereits bekannten Ryzen 5 7500F verfügt der neue Ryzen 5 7500 über eine integrierte RDNA-2-Grafikeinheit. Diese besitzt zwei Compute Units und erreicht bis zu 2,2 GHz. Für anspruchsvolles Gaming ist sie nicht gedacht, ermöglicht jedoch die Bildausgabe und kann bei der Fehlersuche hilfreich sein – ganz ohne zusätzliche Grafikkarte.
Preislich positioniert sich der Ryzen 5 7500 zwischen dem 7500F und dem Ryzen 5 7600. Mit DDR5-Unterstützung und dem moderneren AM5-Sockel könnte er insbesondere für günstige Systeme und zukünftige Upgrades interessant werden.
Beide Prozessoren bringen keine neue Architektur mit. AMD erweitert damit vielmehr sein Angebot im unteren Preisbereich und hält gleichzeitig weiterhin an der inzwischen zehn Jahre alten AM4-Plattform fest.
*Quelle: AMD Ryzen 5 5500F, AMD Ryzen 5 7500





