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Antec H2O H600 Pro

Anfang Februar erweiterte Antec seine Produktpalette um zwei weitere All-in-One Wasserkühlungen. Beide AiOs sollen sich durch eine großflächige Kupfer-Coldplate, einen Radiator dessen Rippen einen Abstand von 0,2 mm aufweisen und einen besonders leisen 120 mm Lüfter für eine optimale Wärmeabfuhr auszeichnen. Erhältlich sind einmal die Antec Kühler H2O H600 Pro und die H1200 Pro und schlagen mit einem Einführungspreis von 50 und 80 € zu Buche.
Auch andere Hersteller werben mit ähnlichen Eigenschaften ihrer Komplett-Wasserkühlsysteme, doch sind diese zu meist teurer. Kann Antec hier den Markt mit einer günstigeren Alternative auf lockern? Für unseren Test wurde uns die kleinere Variante, die H600 Pro bereitgestellt. Wir werden klären, was uns wirklich geboten wird.

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Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns herzlich bei Antec. Wir hoffen in Zukunft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Autor: ChirpingR0se (Nicole)​

Lieferumfang und Erster Eindruck

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Schon nach dem Öffnen des uns zugestellten Paketes erblicken wir die Auffällig gestaltete Kartonage der H600 Pro AiO Wasserkühlung. Auf der Frontseite sieht man die H600 fertig montiert und in Betrieb – hier kann man bereits erahnen, dass der Schriftzug „Antec“ auf dem Pumpenblock beleuchtet wird. Während sich auf der Rückseite eine Detailreiche und mit Bildern unterstützter Lieferumfang, sowie die Highlights der Pumpe dargestellt werden. Auf einer der Seiten stehen die technischen Daten und auf den anderen Informationen zu H600.

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Nachdem wir die Kartonage geöffnet haben, erblicken wir eine sorgfältig und sicher verpackte Wasserkühlung. Im Lieferumfang enthalten ist die bereits vormontierte und vorgefüllte Wasserkühlung, bestehend aus einem 120 mm Radiator und dem Pumpenblock. Die Schläuche sind fest mit Radiator und Pumpe verbunden und sind relativ stabil, was ein Abknicken verhindern sollte. Typisch fertiger Wasserkühllösungen, sind auch bei der Antec die Verbindungen zu den Schläuchen fest, und lassen sich nicht einfach Öffnen oder gegen andere austauschen. Die Coldplate wurde aus Kupfer gefertigt und die Pumpe selber besitzt ein aus Keramik und Graphit gefertigtes Lager. Zur aktiven Kühlung des Radiator liegt ein 120 mm Static Pressure Lüfter mit blauer LED Beleuchtung bei. Weiterhin ist ein Montage-Kit für AMD und Intel Sockel. Schrauben zur Befestigung und Wärmeleitpaste enthalten.

Technische Daten und Testsystem
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Einbau

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Einsatz findet die kleine H600 auf unserem ITX Mainboard dem GA-F2A88XN-WIFI von Gigabyte. Mit ihrem kleinen 120 mm Radiator ausgestattet, eignet sie sich ideal für kleine Gehäuse im ITX/Micro-ITX Segment. Durch unseren Vergleich Test der beiden Micro-ITX Gehäuse Aeneas und Styx von Raijintek, stehen uns diese zum Testen des Einbaues bereit.

Zur Vorbereitung gehört erst einmal, die alte Stock-Backplate mit der Mitgelieferten auszutauschen. Bei der Backplate handelt es sich um eine aus Kunststoff gefertigte und kombiniert für AMD und Intel Sockel einsetzbare. Beide Seiten der Backplate sind einmal mit AMD und einmal mit Intel beschriftet. Zur Befestigung der Backplate, kleben wir zwei Polsterungen auf und bringen anschließend die Backplate in Position. Nun werden vier Schrauben durchgesteckt – zur Fixierung, fixieren wir diese mit Klebeband. Im nächsten Schritt tragen wir die Wärmeleipaste auf die CPU auf.

Um die Pumpe zu montieren, wird das Bracket auf diese aufgelegt und die Pumpe in Position auf der CPU gebracht. Zum Schluss wird das Bracket mit Schrauben verschraubt.

(Entgegen der Bilder, haben wir den Pumpenblock später umgesetzt, die Schläuche liegen nun über den Kondensatoren und beide RAM-Slots sind verwendbar.)

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Nachdem wir die Wasserkühlung montiert haben, bauen wir unser Mainboard zunächst in das Raijintek Aeneas und anschließend in das Raijintek Styx Gehäuse ein. Im Aeneas haben wir relativ viel Platz, und wir beschließen den Radiator im oberen Bereich des Gehäuses unterzubringen. Um den Lüfter außerhalb des Gehäuses zu haben, setzten wir diesen im Deckel des Gehäuses in Pull Richtung ein. Die Schläuche liegen hier lockerer im Gehäuse und knicken durch ihre Steifigkeit nicht ab.

Im Gehäuse Styx montieren wir, wie zuvor, den Radiator im oberen Bereich des Gehäuses. Aufgrund des kompakteren Platzangebotes montieren wir den Lüfter in Push Richtung auf dem Radiator. Hier waren uns bei der Montage der Grafikkarte die Schläuche etwas im Weg. Wir mussten die Grafikkarte vor dem Radiator montieren. Die Schläuche liegen gespannt und unflexibel an der Grafikkarte an.

Angeschlossen wird die Pumpe über einen SATA-Stromanschluss und der Lüfter über einen 4-Pin PWM Anschluss auf dem Mainboard.

Test

Zum Testen der Kühlleistung testen wir die H600 Pro in einem 1 ½ Stündigen Stresstest mit Prime95 im Small FFT Modus. Um einen Vergleich zu erzielen, tritt sie gegen die Luftkühler SilverStone Argon AR06 und dem Stock Kühler an. Wir messen zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten unsere Werte. Einmal zu Beginn im Idle und nach ca. 1 ½ Stunden im Load. Zwischendrin schauen wir uns immer wieder die Temperatur, sowie Lautstärke Entwicklung an.

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Wenn wir uns einmal die Konkurrenz im 280er Segment betrachten, startet die H600 mit einem deutlich höherem Idle Wert – liegt jedoch noch weiter unterhalb der beiden Luftkühler, auch in Anbetracht der Lautstärke. Hier ist einzig der Argon deutlich leiser. Nach wenigen Minuten steigen die Temperaturen auf 55 °C an und die Drehzahl des Lüfters nimmt um ca. 350 RPM zu. Wir fangen an ein leiseres Luftrauschen wahrzunehmen. Die Temperatur steigt nach weiteren Minuten auf knapp 70 °C an, während die Lüfter mit ca. 1800 RPM und 38 dB hörbar sind. Die Temperatur von ca. 70 °C wird bis zur Beendigung unseres Testes gehalten.
Neben den erreichten Idealwerten in unserem Versuchsaufbau, testen wir die kompakte AiO auch im Alltagstest. Wir verrichten normale Arbeit, ohne aufwendige Programmen o. ä. In diesem Test lag die Geräuschentwicklung der Antec bei den leicht wahrnehmbaren 32dB, die jedoch von unserer Grafikkarte mit 36 dB übertönt wird. Auch die Temperatur wurde bei leicht schwankenden 38 °C +- 3 °C gehalten.

Fazit

Mit der kleinen 120 mm All-in-One Wasserkühlung H600 Pro hat Antec eine brauchbare Alternative zu Luftkühlen und zu den teils teureren Konkurrenten auf den Martk gebracht. Wir sehen ihr Einsatzgebiet in kompakten ITX Towern, mit moderater Gaming Hardware – auch für angehende Silent PCs wird hier etwas geboten. Lediglich die Kühlleistung ist etwas bedürftig ausgefallen, konnte, zwar mit erhöhten, aber relativ stabilen Werten in Load und Idle Punkten.

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Positiv
+ günstiger Einstiegspreis
+ Gute Verarbeitung
+ stabile Kühlleistung

Neutral
+- Schläuche könnte durch ihre Steifigkeit, bei manchen Gehäusen im Weg sein

Negativ
– Kühlleistung könnte besser sein

Wir vergeben für die Antec H600 Pro eine Gesamtpunktzahl von 7,0 von 10 Punkten mit unserem Bronze Award.

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cool ey !!!
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