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ASUS Rampage V Extreme – Das Luxus-Mainboard im Test

Das erste Rampage-Board von ASUS erblickte im Jahr 2008 das Licht der Welt. Wohin die Rampage-Reise die kommenden Jahre gehen sollte, war zu dieser Zeit wohl noch nicht abzusehen. Es kamen noch einige Ableger zu der Rampage Serie hinzu. Teilweise eilt diesen „Brettern“ ein nahezu legendärer Ruf voraus. Wir sehen uns hier und heute in der Pflicht, den fünften Ableger dieser Serie unter die Lupe zu nehmen. Ob ASUS mit dem Rampage Extreme V einen ähnlich legendären Ruf aufbauen kann, wie mit einigen seiner Vorgänger, werden wir an dieser Stelle wohl nicht klären können. Wir sind aber sicher, dass die Zeit ihren Beitrag leisten wird.

Eine auffällige Besonderheit macht allerdings jetzt schon von dem Rampage V Reden, die den Interessierten unter euch Lesern vermutlich schon zu Ohren gekommen ist: Der OC-Sockel. Das ist nicht einfach nur eine willkürliche Bezeichnung, sondern ein eigens von ASUS patentierter Sockel, welcher über mehr Pins verfügt als üblich. Hierzu im Verlauf des Berichtes aber mehr.

Heute wollen wir vielmehr auf die Probe stellen, ob ASUS es wieder geschafft hat, ein Mainboard für Enthusiasten und Overclocker bereitzustellen, das dem Nutzer auch nach unzähligen Reboots ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Die folgenden Seiten sollen Aufschluss geben.

Autor: jamison80

Für die freundliche und vertrauensvolle Bereitstellung des Testsamples
geht unser besonderer Dank an ASUS.
Wir freuen uns auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

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Für die besondere Unterstützung und den guten Support während unseres Tests bedanken wir uns an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bei Intel. Auch und gerade für die Bereitstellung einer Core i7 5960x CPU und das damit entgegengebracht Vertrauen.

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Der Intel X99 Chipsatz

In den ersten Sätzen auf der hauseigenen Homepage stellt Intel klar, für wen und was der X99 Chipsatz ausgelegt ist. Entgegen jeder Vermutung werden nicht Enthusiasten genannt, sondern hier stehen tatsächlich Extreme-Gamer als Zielgruppe ganz vorn. Auch beim Herausstellen der primären Einsatzgebiete steht die maximale Leistung bei Computerspielen an erster Stelle, dicht gefolgt von den Übertaktungseigenschaften und der Gestaltung digitaler Medien.

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Neben den betonten Übertaktungsmöglichkeiten bringt der X99 Chipsatz einiges an weiteren Features mit sich, unter anderem den Einsatz von Raid 0, 5, und 10 für raschen und/oder extrem sicheren Zugriff auf die Festplatten.

Intels RST (Rapid-Storage-Technik) sorgt für den Schutz von Daten, sowie die Bereitstellung von Wiederherstellungspunkten, um das System nach einem kritischen Festplattenfehler wiederherzustellen. Natürlich verfügt der Chipsatz über den Support von USB 2.0 und 3.0 mit theoretischen Datenübertragungsraten von bis zu 5 Gbit/s. Auch SATA-Schnittstellen werden von dem Chipsatz unterstützt, egal ob extern (bis zu 3 Gbit/s) oder als aktuelle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle mit bis zu 6 Gbit/s für optimalen Datenzugriff. Die Möglichkeit der Deaktivierung von USB- sowie SATA-Ports bringt eine Menge Vorteile mit sich, nicht zuletzt die Sicherung des Systems gegen das Einschleusen von Schadsoftware.

Eine PCI Express 2.0 Schnittstelle gehört natürlich auch zum Funktionsumfang des X99 Chipsatzes, ebenso eine PCI Express 3.0 Schnittstelle, welche in verschiedenen Anbindungen konfiguriert werden kann (als 2-mal x16 und 1-mal x8 oder als 5-mal x8). Die Intel Ethernet-Schnittstelle I218-LM ist ebenfalls Teil des Chipsatzes. Zu guter Letzt hat Intel auf blei- und halogenfrei Komponenten gesetzt, um auch dem Umweltschutz gerecht zu werden.

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Das Diagramm veranschaulicht die Verbindungen der Komponenten in dem Chipsatz in Zusammenarbeit mit Core i Prozessoren der vierten und fünften Generation.

Intel Rapid Storage Technik:

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In den letzten Jahren stieg das Wachstum der Daten, welche erstellt, aufgezeichnet, bearbeitet und online verfügbar gemacht werden, exponentiell an. Diese Daten erfordern eine schnelle und zuverlässige Speicherlösung. Die Rapid Storage Technologie kommt mit schlagkräftigen Argumenten daher, wie zum Beispiel Reaktionsschnelligkeit, Leistungsvermögen mit Datenschutz oder der Smart-Response-Technik, welche automatisch erkennt, auf welche Daten besonders häufig zugegriffen wird.

Die technischen Spezifikationen nochmals detailliert dargestellt:

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Verpackung und Lieferumfang

Schon bei der Verpackung weiß ASUS einen Eindruck zu vermitteln, der Seinesgleichen sucht. Eine im typischen Rot gehaltene Verpackung mit, sagen wir mal „extended“ Ausmaßen, sorgt für eine ordentliche Haptik. Mit den Maßen 370x325x125mm ist die Kartonage größer als die meisten Mainboardverpackungen. Hinter der Deckelklappe lässt sich ein erster Eindruck des Mainboards erspähen und man ertappt sich irgendwie dabei, die eigene Objektivität über Board zu werfen. Erinnerungen an den ersten selbstgebauten Computer werden wach, feuchte Hände…
Aber zurück zum Test.

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Ist die Front noch angenehm überschaubar und auf das Nötigste beschränkt, sind die Innenseite des Klappdeckels und die Rückseite der Kartonage dagegen mit Features überhäuft. Allerdings stets strukturiert und linear aufgebaut, sodass der Leser nicht erschlagen wird. Dies ist bei vielen Mitbewerbern oft anders.

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Der erste Blick, den man durch die stabile Blisterverpackung auf das Ziel der Begierde werfen kann, offenbart alle Hardwarehighlights und lässt die Vorfreude weiter steigern. Selten haben wir so viel so gekonnt in Szene gesetzt gesehen.

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Nachdem wir die Verpackung noch einmal von allen Seiten bestaunt haben, geht’s endlich ans Auspacken. Der Inhalt splittet sich in zwei separate Kartons: Einer beinhaltet das Mainboard nebst OC Panel und der andere das üppige Zubehör.

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Wie bereits erwähnt, ist der Lieferumfang beeindruckend. Neben den üblichen Verdächtigen in Form von SATA-Kabeln und SLI-Bridges liefert ASUS noch einige „Nettigkeiten“ für die enthusiastische Käuferschaft. Den ganzen Lieferumfang haben wir hier mal aufgelistet:

Lieferumfang:
– I/O Shield
– Treiber & Software-CD
– Handbuch
– Schnellstartanleitung
– 10x SATA-Kabel
– ASUS 3T3R-Dual-Band-Antenne (Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac)
– 2-Way-SLI-Bridge
– 3-Way-SLI-Bridge
– 4-Way-SLI-Bridge
– 3 Temperatursensoren
– CrossFireX-Bridge
– X-Socket-2-Kit
– Q-Connectors
– ROG-Türschild
– ROG-Kabelaufkleber
– OC-Panel inkl. 5,25-Zoll-Einbaurahmen und Schrauben
– OC-Panel-Verbindungskabel

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Das ROG-Panel mit seinem beigefügten Einbaurahmen ist von einer beeindruckenden Verarbeitungsqualität und passt haargenau zusammen.

Nicht zu vergessen natürlich das Mainboard selbst, welches bei ASUS in einer Extraverpackung aufgehoben ist und sich den Platz nicht mit den übrigen Beigaben teilen muss. Wie in einem Bilderrahmen ist das Rampage V Extreme in dem schlichten matt-schwarzem Karton untergebracht. Gänzlich ohne Antistatik-Folie, welche den Blick auf das Mainboard trüben könnte.

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Auf der folgenden Seite widmen wir uns einigen Detailansichten des Mainboards, welche an dieser Stelle eher zur Kür als zur Pflicht gehören. Denn beim Betrachten des Boards wird auf Anhieb klar, dass hier nicht nur die besten Komponenten für solides Gaming und überragendes Overclocking zusammengestellt wurden. Vielmehr hat man zudem noch eine Menge Zeit, Energie und Herzblut in ein Design gesteckt, welches das Ganze standesgemäß in Szene setzt.

Detailansichten

Das Rampage V Extreme kommt in der klassischen Schwarz-Rot-Kombination daher, das in der präsentierten Mischung ziemlich (man verzeihe uns das Wortspiel) „ROGt“. Die Mischung ist wirklich nicht tot zu kriegen. ASUS schafft es sogar, durch die gute Wahl des Verhältnisses zwischen Schwarz und Rot die Kombination immer wieder in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

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Die Kühlkörper sind allesamt in einem angerauten, matten Schwarz gehalten und sehr gut verarbeitet. Das passt super ins Gesamtbild. Wie bei wohl jedem Bauteil hat ASUS sich bei über die Kühlkörper Gedanken gemacht und verbaut die hauseigene DirectCU Kühltechnologie aus Kupfer, welche mit einer besonders hohen Wärmeleitfähigkeit punktet.

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Der Anteil an roten Komponenten ist wohl dosiert gewählt und verhilft dem Mainboard zu einem schönen Farbspiel. Der ASUS OC-Sockel ist von jeweils vier Speicherslots links und rechts eingefasst, welche mit bis zu 3300MHz arbeiten. Dies soll sicher keine Begrenzung sondern vielmehr eine Richtlinie sein. So ein Unterbau ist wie geschaffen, um Richtwerte zu sprengen.

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Die Extreme Engine, welche sich rund um den Sockel befindet, stellt sich aus ausgesuchten Komponenten zusammen. Hier wurde das Bestmögliche verbaut um eine kompromisslose Leistung zu erzielen. Sei es bei der RAM-Spannungsversorgung oder bei der Effizienz der Spannungsregler.

Unnötig zu erwähnen, dass das Board mit genügend Lüfteranschlüssen und Temperatursensoren ausgestattet ist. Im Falle der Lüfteranschlüsse beläuft es sich auf ganze 8 Stück und bei den Temperatursensoren um auslesefreudige 7. Dabei sind vier der Temperatursensoren bereits im Board integriert und drei weitere können mittels beiliegender Thermal-Sensoren hinzugefügt werden. So besteht die Möglichkeit auch beim späteren „Wettrüsten“ stets alles unter Kontrolle zu haben und mittels direkt zugeordneter Lüfter effektiv Kühlen zu können.

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Das I/O Shield ist von einem ebenfalls sehr massiv wirkenden Kühlblock eingefasst. Eine schön umgesetzte Lösung eines wortwörtlichen I/O-Shields. Auf die einzelnen vorhandenen Anschlüsse gehen wir im weiteren Verlauf des Tests ein, aber optisch wird hier schon groß aufgetischt. Zwischen den rechten Speicherbänken und dem ATX-Stromanschluss befindet sich ein M.2 Sockel der dritten Generation, welche mit PCIe x4 angesprochen wird.

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Außerdem verfügt das Rampage V Extreme über vier PCI Express 3.0 Steckplätze, welche je nach Anzahl verfügbarer Lanes unterschiedlich angesprochen werden. Wie die Steckplätze beispielweise angesprochen werden können, stellt folgende Grafik dar:

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Wir wollen uns hier aber nicht in Details verlieren. Man könnte tatsächlich zu jedem einzelnen Bauteil einen Extraabschnitt verfassen. Das macht einmal mehr deutlich, dass es sich um ein Board für Enthusiasten handelt, welches zweifelsohne auch von eben solchen entwickelt und designt wurde. Im Folgenden wollen wir uns die technischen Daten sowie einige Keyfeatures genauer anschauen.

Technische Daten und Features

Beschäftigt man sich mit den technischen Daten, eröffnet sich einem eine Mammutaufgabe. Stellen Sie sich alles vor, was Sie sich von einem Mainboard wünschen, alles was Sie bei Mitbewerbern von ASUS bereits gesehen haben. Dann setzen Sie sich hin und lassen sich von einer Vielzahl weiterer Features und technischer Finessen beeindrucken. Diese haben Sie vielleicht noch nicht auf Ihrer Wunschliste gehabt, möchten sie in Zukunft aber garantiert nicht mehr missen. ASUS hat bei der Präsentation seiner Mainboards des Öfteren die Messlatte für die Mitbewerber aufgelegt, nur um sie bei einer der folgenden Präsentationen selbst zu überbieten.

Wir haben im Folgenden die technischen Daten zusammengefasst!

– Asus Spezifikationen

Die technischen Daten werden schnell trocken und theoretisch. Etwas anders sieht es bei den Features aus. Zwar ist die Featureliste beim Rampage V Extreme so umfangreich, wie bei anderen Herstellern die Liste der technischen Daten, dafür ist sie aber längst nicht so ermüdend. Daher haben wir sie an dieser Stelle ebenfalls gespoilert und wollen auf einige Keyfeatures näher eingehen.

– Asus Keyfeatures

Der ASUS OC-Sockel

Bereits vor dem Release des Rampage V Extreme machte ASUS mit dem OC-Sockel von sich Reden. Nicht zuletzt, da ASUS sich diesen patentieren ließ. Die zusätzlich verwendeten Pins sollen hier neben gesteigerter Stabilität höhere Speicherfrequenzen und strammere Latenzen ermöglichen. Aber auch für extreme Einsatzgebiete wie das Overclocking mit Flüssigstickstoff ist der OC-Sockel prädestiniert. Eine vollständige Unterstützung der CPUs für den Sockel LGA 2011-3 sorgt für eine ausgeprägte Kompatibilität.

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X-Socket II:

Für eine ausgeprägte Kompatibilität auch bei Kühlern ist dem Mainboard der X-Socket II beigefügt. Dieses aus drei Teilen bestehende Befestigungskit wird von hinten am Mainboard montiert. Hierzu entfernt man einfach die montierte Backplate und montiert den X-Socket. Alles, was man hierzu benötigt, liefert ASUS mit und erleichtert den einfachen Einbau durch die beiliegende Kurzanleitung.

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SupremeFX 2014:
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Sonic Radar II
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LANGuard / GameFirst III

Mit dem neuen RJ45 Anschluss verspricht ASUS neben einem höheren Durchsatz auch einen höheren Überspannungsschutz. Auch hier finden wir wieder ausschließlich Premium-Kondensatoren. So sollen elektrische Teile vor Überspannung geschützt werden, wie zum Beispiel durch statische Entladung und/oder sogar Blitzeinschlag.

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RAMDisk:
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OC Panel:
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KeyBot:

Mit dem KeyBot Feature liefert ASUS die Möglichkeit, Tastaturen um bis zu zehn Makrostasten zu erweitern. Schließt man sein Tastatur an den dafür vorgesehenen speziellen USB-Anschluss an, können bis zu 15 Tastenkombinationen pro Taste aufgezeichnet werden. Hierfür ist ein extra Prozessor verbaut, der ASUS KeyBot Prozessor. Man kann KeyBot auch dazu benutzen, den PC in einem speziellen Modus zu starten. Zum Beispiel liegt auf der Taste F12 hier standardmäßig der „XMP“ Modus. Dadurch werden hinterlegte XMP-Profile automatisch geladen.

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AISuite:

Zur ASUS AISuite muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Seit über zehn Jahren begleitet dieses Tool Mainboards aus dem Hause ASUS. Die beste Beschreibung für diese Software: Es ist die ultimative Schalt- und Überwachungszentrale. Von der CPU über die Lüfter, WiFi oder USB 3.1 kann hier alles kontrolliert und gesteuert werden.

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Weitere Tools & Software:

– ROG CPU-Z
– MEM TweakIt
– USB UEFI-Bios Flashback
– Kaspersky Anti Virus
– Daemon Tools Pro Standard
– ASUS WebStorage
– ASUS HomeCloud

Das UEFI/BIOS wollen wir uns im Folgenden anschauen und sind schon gespannt, mit was uns ASUS hier beschenkt. Die Zeiten, in denen ein BIOS nur nötiges Beiwerk darstellte, sind schon lange vorbei und so versuchen sich viele Hersteller gerade im Bereich der grafischen Darstellung des UEFIs zu übertrumpfen, während sich am Inhalt eher wenig ändert.

BIOS / UEFI

Das UEFI BIOS ist wirklich intuitiv aufgebaut. Das finden nicht nur wir so, sondern dieser Meinung sind eine ganze Reihe anderer Hardware-Redakteure. Auch aus dem Gaming-Bereich gibt es viel positives Feedback. Die knappen 5 Minuten, in denen wir alle Einstellungen für das intiale Setup getroffen haben, sprechen für sich.

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Am rechten Rand der BIOS-Übersicht sind stets die wichtigsten Systemdaten zu sehen. Neben der eingestellten Frequenz sind nicht nur die Spannung der CPU abgebildet, sondern auch die des Speichers, sowie der 12v-, 5v- und 3,3v-Verbindungen.

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Nach der Installation und dem ersten Hochfahren erscheint die „Mainstage“ des UEFI. Hier kann als erstes mal die Sprache eingestellt werden. Sicher kennen wir das alle: Man stellt im BIOS Deutsch ein und neben leichtem Schmunzeln über verkorkste Übersetzungen sieht man schnell, wo der Übersetzer-Enthusiasmus sein jehes Ende fand. Das gibt es beim Rampage V Extreme auch, es hält sich aber stark in Grenzen.

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Die Einstellmöglichkeiten des UEFI fallen mehr als nur umfangreich aus. Das ist eine positive Veränderung im Vergleich zu den zum Teil karg wirkenden früheren Versionen.

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Mittels F7 kommt man in den EZ Mode, in welchem man zwischen verschiedenen Voreinstellungen wählen kann. So steht neben einer „Quiet“- und „Performance“-Einstellung noch eine weitere besonders effiziente Voreinstellung zur Verfügung, welche mit „Energy Saving“ betitelt ist.

Des Weiteren stellt ASUS mit dem EZ Tuning Wizard ein BIOS-Tool bereit, welches Overclocking-Einsteigern das Übertakten erleichtern soll und die Installation eines RAID-Laufwerks deutlich komfortabler ablaufen lässt.

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Auch das Rampage Extreme V verfügt über die bereits bekannte Q-Fan Control. Hier können verschiedene Lüfterszenarien ausgewählt werden. Schön für Einsteiger ist hier die optische Darstellung des Drehzahlverlaufs.

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Im Verlauf des Tests durften wir mehrere BIOS-Versionen ausprobieren und erhielten mit der Version 1302 die stabilste. Allerdings konnten wir mit den Vorgängerversionen auch stets gute OC-Ergebnisse erzielen.

Bei einigen der Vorgängerversionen traten bei uns Probleme mit den internen USB-Anschlüssen auf, welche zu verzögerten Startsequenzen des BIOS oder zu nicht erkannten Geräten führten. Ein Aquaero 4.0 zum Beispiel war an diesen Anschlüssen einfach nicht lauffähig zu kriegen. Außerdem konnten wir auch Probleme mit Tastaturen feststellen. Wir haben den Test nachgestellt, indem wir eine Tastatur, welche am I/O Shield problemlos erkannt wurde, mittels Adapter an einen internen Anschluss angeschlossen haben. Wir mussten feststellen, dass diese auch nach mehreren Anläufen nicht erkannt wurde.

Testaufbau

Der Testaufbau geht flott von der Hand. Auf unserem Dimastech Benchtable macht sich das Rampage V trotz EATX-Maßen nicht sonderlich breit. Die Anschlüsse für die nötige Stromversorgung sind allesamt gut zugänglich und selbst im geschlossenen Einbau sollte es wohl in keinem Gehäuse mit EATX-Support zu Problemen kommen. Das war nicht immer so.

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Wir sind in der glücklichen Lage, gleich mit zwei Intel Prozessoren zu testen. Das verleiht dem Mainboard das „i“ Tüpfelchen auf der High-End-Sahnehaube. Unser Testaufbau sah wie folgt aus:

– Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64bit
– Systemplatte: Corsair Neutron XT 240GB
– CPU I: Intel i7 5960X
– CPU II: Intel i7 5820K
– Arbeitsspeicher I: Panram 16GB 3200MHz
– Arbeitsspeicher II: Corsair LPX 16GB 2800MHz
– PSU: Cooler Master M2 1500W

Wir verwendeten stets die aktuellsten Treiber- und Softwareversionen. Windows ist mit allen Updates versehen und ansonsten jungfräulich.

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Über das Mainboard verläuft eine „Lightbar“, welche im BIOS auch deaktiviert werden kann. Zu Gunsten der coolen Optik blieb sie bei uns angeschaltet. Neben der Beleuchtung um den Soundbereich ist auch der passive Kühler unter der CPU beleuchtet. Die Beleuchtung ist in passendem Rot gehalten und hilft dem Board, weiter an der Wertigkeitsmesslatte zu schrauben.

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Wir testeten in verschiedenen Hardwarekombinationen. Im Bereich Overclocking war das von uns erzielte Maximum für Takt und Speicherlatenzen zwar nicht überragend schnell, aber doch recht vorzeigbar ausgelotet. Für den maximalen Takt legten wir uns eine Spannungsgrenze von 1,35V fest, mit der wir folgende Taktraten erzielten:

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Beim Speicher-Overclocking wählten wir das vermeintlich potentere Set von Panram. Für das Übertakten des Speichers legten wir alle Einstellungen händisch fest und bewegten uns abseits jeglicher XMP-Profile. Als Maximalspannung legten wir uns hier 1,36V fest. Zwar ist der erreichte maximale Takt etwas ernüchternd ausgefallen, jedoch konnten wir sehr beachtliche Latenzen erzielen. Zwar sind die Latenzen von 15/15/15/15 ziemlich stabil, für den Alltagsbetrieb mit ausgedehnten Spieleinsätzen jedoch nicht stabil genug.

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Wie sich das Board außerhalb des Overclockingbetriebes verhält und ob in der kommenden Benchmarks ebenfalls beeindruckende Werte erzielt werden können, wollen wir im nun in Erfahrung bringen.

Benchmarks

Die folgenden Tabellen stellen dar, wie sich das Mainboard bei verschiedenen Benchmarks geschlagen hat. Wir verwendeten zum einen SiSoft Sandra und zum anderen AIDA64. Wir konnten alle Tests mit dem 5820k und dem 5960x durchführen und ermittelten einen Durchschnittswert nach drei Durchläufen.

Beim Speicher beließen wir es beim Corsair Kit und den XMP-Einstellungen aus dem ersten Profil. Ansonsten beließen wir die Einstellungen stets auf dem Standardwert.

SiSoftware:
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Beim Test mit AIDA64 verbauten wir ein etwas stärkeres RAM-Kit aus dem Hause Panram und spielten ein wenig mit den Einstellungen herum. Interessant, was hier heraus kam. Zwar sind die Timings von 15-15-15-15 für den stabilen Alltagsbetrieb nicht realistisch, jedoch konnten wir alle Testdurchläufe absolvieren.

AIDA64:

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Durchweg gute bis sehr gute Leistungen kann das Rampage-Kit hier präsentieren, was auch zu erwarten war. Den tatsächlichen Sprung veranschaulichen die Tabellen aber am besten.

Fazit

Bevor wir jetzt mit einer zusammenfassenden Lobeshymne auf das Board beginnen, seien auch Schattenseiten erwähnt. Gerade bei einem Preis von über 450,00 € (stand 14. März 2015) sind einige kleine Macken, die uns Testern die Nerven rauben, besonders enttäuschend. Hat man sich an diese gewöhnt, leistet das Rampage V Erstaunliches. Fairerweise sei gesagt, dass das angesprochene Bootproblem auch bei der Konkurrenz auftritt und wohl eher am Chipsatz liegt. So ist auch auffällig, dass es bei einem Großteil der User zu keinen derartigen Problemen kommt oder nur zu verzögerten BIOS-Starts. Das enthusiastische Käuferklientel sollte auch über ausreichend Erfahrung verfügen, um solcher Probleme Herr zu werden.

Bei der Verarbeitung und beim Design ist ASUS wieder über jeden Zweifel erhaben. Besonders die umfangreichen Features und Beigaben heben es sogar von der High-End-Konkurrenten ab. Auch das Verhalten beim Overclocking ist beeindruckend. Unsere erzielten Ergebnisse sprechen hier eine deutliche Sprache. Man wird den Eindruck nicht los, dass ein detailverliebter Overclocker hier sein eigenes Mainboard erschaffen und bei wirklich jedem Bauteil nur das Beste gewählt hat.

Das Board gab uns durchweg das Gefühl, auch die letzten Reserven aus der Hardware herauskitzeln zu können und das Overclocking hat so viel Spaß gemacht, wie schon lange nicht mehr. Dies liegt auch an dem wirklich guten und durchdachten BIOS. Die nötigen Stellschrauben sind schnell gefunden und gesetzt.

Wie bereits vermutet, verdient sich das Rampage V Extreme unseren Gold-Award. Zudem gesellt sich für das beeindruckende Overclockingverhalten der OC-Award.

Wir haben unsere neue Referenz für nachfolgende Overclocking-Tests gefunden und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei ASUS für den tollen Support und die enge Zusammenarbeit.

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Pro:
+ Hübsches Design
+ Tadellose Verarbeitung
+ Luxuriöse Bauteile und Features
+ Gutes OC-Verhalten

Contra:
– Hoher Preis
– Kinderkrankheiten bei den internen USB-Ports

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Produktlink: Rampage V Extreme
Treiber und Softwaredownload: ASUS.de

  • C
    • C
      clove31
    • 26. April 2015
    ist das board bei euch auch so instabil und bekommt bluescreens?
    C