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ASUS ROG RYUJIN 360 im Test – Die Kühler Innovation?

Praxistest

Testsystem
Mainboard GIGABYTE X399 AORUS XTREME
Prozessor AMD RYZEN THREADRIPPER 1920X
Arbeitsspeicher 2x GEIL Superluce RGB – DDR4 – 3000 MHz – 8 GB
Prozessorkühler ASUS ROG RYUJIN 360
Grafikkarte ASUS RTX 2080 DUAL OC
M.2-SSD / SSD / Externe SSD SAMSUNG 960 EVO / CRUCIAL MX500 / SAMSUNG Portable SSD T5
USB-Stick SanDisk Ultra USB 3.0
Netzteil be quiet! Straight Power 11

Die ASUS ROG RYUJIN 360 AIO wird auf einem GIGABYTE X399 AORUS XTREME verbaut und kühlt einen AMD RYZEN THREADRIPPER 1920X. Der Prozessor ist nicht übertaktet und das UEFI des Mainboards ist, bis auf die Speicher- und Lüftergeschwindigkeit, im Standard Zustand. In diesem Zustand kann der Prozessor nur maximal 67,8 °Celsius warm werden und taktet dementsprechend herunter.

Software

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Dank der noch in der Beta befindlichen LiveDash Software kann die ASUS ROG RYUO den Bedürfnissen angepasst werden. So stehen einem bei der RGB- und OLED Gestaltung umfangreiche Optionen zur Verfügung (siehe „Software – Beleuchtung“). Die Beleuchtung gefällt uns persönlich sehr gut und ermöglicht ein komplettes Farbschema im PC.

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In der LiveDash Software kann man zwischen vielen Modi der Oled- Anzeige und Hardware-Monitoring wählen. Es ist sogar möglich, sich eigene Bilder hochzuladen, um diese dann auf der Oberseite des Kühlers anzeigen zu lassen. Aber nicht nur Bilder können auf dem Display angezeigt werden, sondern auch kurze Textpassagen wie „Hardware-Inside“ oder „ASUS forever“.

Über den in der Software befindlichen Equalizer und dem AUDIO-Ausgang lassen sich auch Titel, die gerade abgespielt werden auf dem Display synchronisieren (anzeigen) – eine tolle Idee, wie wir finden.

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Unter dem Reiter Air Cooler lassen sich Temperatur, Lüfterdrehzahl und beispielsweise der Wasserdurchfluss auf dem Oled-Display anzeigen. Die gezeigte Animation lässt sich nach Herzenswunsch anpassen, ob nun als Banner oder Einzelbild, mit der Software ist alles möglich (Siehe Video).

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Vorgefertigte Banner bringt die Software ebenfalls mit und die Bilder lassen sich um 180° drehen, falls der Kühler nicht standardgemäß montiert werden kann. Außer dem Oled-Display lässt sich auch die (RGB) Farbe rund um den Kühler einstellen, von blinkend bis statisch ist hier alles möglich.

OLED-Display

Temperaturen mit AMD Ryzen Threadripper 1920X

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Unsere Messergebnisse lassen uns deutlich erkennen, dass die ASUS ROG RYUJIN 360 nicht die besten Ergebnisse bei einem AMD Ryzen Threadripper abliefern kann. Das liegt vor allem an der geringeren Auflagefläche des Kühlerbodens. Sowohl die ENERMAX LIQTECH TR4 240 und der NOCTUA U14S TR4-SP3 haben eine angepasste Kontaktfläche, die den ganzen Prozessor abdecken. Die ASUS ROG RYUJIN 360 kühlt den Prozessor bei 100% Lüftergeschwindigkeit auf 64 °Celsius herunter und liefert damit das dritt beste Ergebnis. Bei 1000 Umdrehungen/s der Lüfter wir der Prozessor von 3.6 GHz auf 3.5 GHz heruntergetaktet. Bei 35% Lüftergeschwindigkeit liegt der CPU-Takt bei 3.4 GHz.

Temperaturen mit INTEL CORE i9-9900K

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Anders sieht es bei den Temperaturen aus, sobald die ASUS ROG RYUJIN 360 einen INTEL i9-9900K kühlen soll. Das der i9-9900K ein heißes Eisen ist, haben schon einige Testberichte gezeigt. Daher liegen die von uns gemessenen Temperaturen in einem sehr guten Bereich. Wir erreichen mit 100% Lüftergeschwindigkeit eine maximale CPU-Temperatur von 74 °Celsius. Mit einer Lüfterdrehzahl von 1000 Umdrehungen/min wird der Prozessor 78 °Celsius warm. Die höchste CPU-Temperatur messen wir mit 35% Lüftergeschwindigkeit. Obwohl die Temperaturen beim i9-9900K höher liegen, sind diese trotzdem in einem grünen Bereich, da der i9-9900K wärmer werden darf als ein AMD Ryzen Threadripper 1920X.

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Die Lautstärke der ASUS ROG RYUJIN 360 kann sich bei 35% und 1000 Umdrehungen/s sehen lassen und liegt bei 24 bzw. 25 dB(A). Bei 100% Lüftergeschwindigkeit, was einer Drehzahl von fast 2000 Umdrehungen/s entspricht, liegt der Geräuschpegel bei 35 dB(A). Die Lautstärke haben wir bei einer Entfernung von 50 cm bei geschlossenem Gehäuse gemessen. Die Pumpe verursacht keine Störgeräusche wie klackern oder surren.

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Zusätzlich haben wir uns den Einfluss des Lüfters, zwischen Pumpe und OLED-Display, auf die Temperaturen der VRM-Kühler des Mainboards angeschaut. Natürlich steigt durch eine höhere Drehzahl des 60 mm großen Lüfters auch die Lautstärke. Mit 100% Lüfterdrehzahl ist der Lüfter deutlich aus dem Testsystem rauszuhören. Bei 50% Lüftergeschwindigkeit sinkt die Lautstärke von 35 dB(A) auf 28 dB(A). Ab 25% Lüftergeschwindigkeit ist der Lüfter nicht mehr wahrzunehmen. Von den VRM-Kühler Temperaturen waren wir positiv überrascht. Mit 25% seiner maximalen Drehzahl kühlt der Lüfter den VRM1-Kühler, der über dem Sockel des ASUS MAXIMUS X HERO sitzt, von 54,4 auf 50,8 °Celsius herunter. Beim VRM2-Kühler sind es dagegen nur 1 °Celsius Unterschied. Sobald wir den Lüfter auf 50% stellen sinkt die Temperatur sogar über 10 °Celsius beim VRM1-Kühler. Die VRM2-Kühler Temperatur sinkt um circa 3 °Celsius. Den größten Unterschied messen wir natürlich bei 100% Lüfterdrehzahl. Hier messen wir bei VRM1-Kühler 40,2 °Celsius und bei VRM2-Kühler 42,7 °Celsius. Damit erreichen wir, im Vergleich ohne Lüfter, eine bis zu 14 °Celsius bessere Temperatur der VRM-Kühler. Allerdings würden wir aufgrund der Lautstärke dazu raten, die Lüfter auf maximal 50% Lüftergeschwindigkeit einzustellen.