Nach monatelangen Einschränkungen können ASUS und Acer ihre Notebook-Verkäufe in Deutschland wieder aufnehmen. Hintergrund ist eine Einigung beziehungsweise eine Lösung im Patentstreit mit Nokia, der Anfang des Jahres zu einem Verkaufsstopp geführt hatte.
Das Landgericht München hatte den Direktvertrieb bestimmter Notebooks untersagt, da Nokia Patentverletzungen im Zusammenhang mit der HEVC/H.265-Video-Technologie geltend machte. Da moderne Notebooks entsprechende Hardware- und Softwarefunktionen für die Videoverarbeitung nutzen, sind entsprechende Lizenzvereinbarungen erforderlich.
ASUS konnte den Konflikt offenbar durch eine Vereinbarung mit Nokia beilegen. Beide Unternehmen haben ihre rechtlichen Auseinandersetzungen eingestellt, wodurch ASUS seine Notebook-Produkte wieder uneingeschränkt in Deutschland anbieten kann.
Acer verfolgt hingegen einen anderen Ansatz. Das Unternehmen bestätigte auf einer Partnerveranstaltung in Hamburg, dass künftig sowohl Geräte mit als auch ohne vorinstallierten HEVC-Codec ausgeliefert werden. Bei Modellen ohne Codec können Nutzer die Funktion nachträglich über offizielle Drittanbieter-Software aktivieren.
Damit kehren zwei der größten Notebook-Hersteller wieder vollständig auf den deutschen Markt zurück. Ob Acer langfristig ebenfalls eine direkte Lizenzvereinbarung mit Nokia abschließen wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Quelle: Techpowerup





