Nachdem wir vor Kurzem die ScreenBar Halo 2 getestet haben bringt BenQ als führender Anbieter von Technologieprodukten und -lösungen nun gleich zwei neue Monitorleuchten auf den Markt: die ScreenBar Max für Dual-Monitor-Setups und die iScreenBar, die erste speziell für den iMac entwickelte Monitorlampe.
Wir möchten uns in diesem Test der BenQ ScreenBar Max widmen und ansehen, wie eine Monitor- beziehungsweise Tischbeleuchtung in einem Setup mit zwei Monitoren aussehen kann. Diese Monitorleuchte soll bei langen Arbeitszeiten am Bildschirm unterstützen und Augenkomfort, Produktivität und Arbeitsplatzgestaltung verbessern. Zudem soll die ScreenBar Max ein ästhetisches Gesamtbild am Arbeitsplatz oder Gamingsetup herstellen. Wie sich die Beleuchtung in der Praxis gestaltet und wie praxisorientiert die Bedienung ausfällt, erfahrt ihr in folgendem Test.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung
Die BenQ ScreenBar Max kommt in einer Umverpackung mit dezenter Beschriftung. So gibt es eine schwarze Aufschrift auf dem Kartonhintergrund mit dem Herstellerlogo, dem Modellnamen und einer kurzen Produktbeschreibung. An einer Seite der Umverpackung befindet sich ein Aufkleber mit Herkunftsland und den technischen Daten, jedoch nicht in deutscher Sprache. Der Lieferumfang ist kompakt verpackt und wird mit Kartonschlaufen herausgehoben.
Inhalt

Im Inneren befindet sich mittig ein kleiner Karton mit dem Zubehör. Der Großteil des Volumens der Verpackung ist mit zwei weiteren Kartonagen ausgefüllt, sodass das Produkt sicher beim Endverbraucher ankommt. Am Rand sind die Lampe und die zugehörige Tischklemme in Folie gehüllt. Zusammengefasst befindet sich im Lieferumfang Folgendes:
- ScreenBar Max Leuchte mit integrierter Touch-Bedienung
- ScreenBar Max Tischklemme mit Höhen- und Tiefenverstellung
- Netzteil mit 180 cm Kabel
- Schnellstartanleitung
- Service Information
- 2x Schrauben, 2x Ersatzschrauben
- Langer Sechskantschlüssel
Daten
| Technische Daten – BenQ ScreenBar Max | |
|---|---|
| Lichtquelle | Dual Color LED |
| Farbwiedergabeindex (CRI) | Ra≥95 (Frontlicht) |
| Farbtreue (Rf) | Rf≥96 (Frontlicht) |
| Beleuchtungsstärke | 1400 Lux (Höhe 71 cm) |
| Beleuchtete Fläche (bei 500 Lux) | 135 x 58 cm |
| Produktfarbe | Dunkelgrau |
| Materialien | Aluminiumlegierung, PC / ABS, Zinklegierung |
| Stromeingang | 100-240 V, 50/60 Hz |
| Stromverbrauch | max. 36 W |
| Abmessungen und Gewicht Maße (B x T x H in cm) Nettogewicht Bruttogewicht Kabellänge Maximale klemmbare Dicke | 85 x 37,4 x 75,5 2,65 kg 5,35 kg 180 cm 6 cm |
| Preis | 269 € |
Details
Die BenQ ScreenBar Max besitzt ein überwiegend dunkelgraues Design. Das Material setzt sich aus einer Aluminiumlegierung, Polycarbonat, Zinklegierung und ABS-Kunststoff zusammen. Hauptsächlich ist die Lampe metallisch, sodass kein Kunststoff auf den ersten Blick ersichtlich ist – man muss wirklich danach suchen. Frontal ist das Herstellerlogo mittig in weißer Schrift platziert. Gleich darüber befinden sich die Bedienelemente, mehrheitlich ebenfalls in weißer Schrift. Ausgenommen sind hier die zwei Bedienelemente für warmes oder kaltes Licht, die jeweils mit rotem bzw. blauem Symbol gekennzeichnet sind. Insgesamt befinden sich hier acht Bedienelemente, die über Touch-Eingabe funktionieren. Die Touch-Bedienelemente für die Helligkeit und die Farbtemperatur funktionieren hierbei wie Schieberegler.
An der Oberseite über den Bedienelementen befindet sich der Helligkeitssensor für die automatische Anpassung an die Helligkeit der Umgebung. Die Umrandung der Leuchte besitzt eine gebürstete Oberfläche und die Seiten der Leuchte heben sich durch ein helleres Grau ab. Frontal, aber seitlich ist der Modellname ScreenBar Max abgebildet. Die Rückseite trägt mittig die elektrische und physikalische Verbindung zur Tischklemme. Hier sind auch die zwei Leuchten für die Hintergrundbeleuchtung zu sehen. Im Inneren der Leuchte wird das Licht durch das ASYM-TriZone Light – Feature präzise gerichtet, um den Schreibtisch auszuleuchten und gleichzeitig die Augen nicht zu blenden.
Der Korpus des Standfußes beziehungsweise der Tischklemme besitzt einen Durchmesser von etwa 42 mm. Auch zeigt sich das Design in einem sehr dunklen Grau mit angerauter Oberfläche. An der Oberseite ist wieder das Herstellerlogo zu sehen. Die Klemme an der Unterseite fällt auch stabil aus und ist im Inneren gummiert, sodass keine Kratzer oder Druckstellen am Schreibtisch entstehen. Der Drehknauf besitzt eine ovale Form, die dafür sorgt, dass das feine Gewinde mit Leichtigkeit am Tisch festgezogen werden kann. Die Rückseite des Standfußes besitzt eine Kabelführung, die das Anschlusskabel nach der Montage am Schreibtisch unsichtbar macht. In dieser Kabelführung sind zwei Schrauben platziert, die gelöst werden müssen, um die Höhe der Leuchte in drei Stufen verstellen zu können. Frontal an der Oberseite wird die Leuchte platziert und festgeschraubt, wobei das verschraubte Teil um 10,5 cm nach vorn herausgeschoben werden kann, um die Leuchte passend über den Monitoren zu platzieren.
Die Leuchte sowie der Standfuß haben ein stabiles Erscheinungsbild mit gebürsteten und rauen Elementen. Die Oberfläche zeigt sich im Ganzen hochwertig verarbeitet. Mit einem Nettogewicht von 2,65 kg wirkt das Produkt im Ganzen robust, solide und die Beschichtung beständig. Die Höhe des Aufbaus kann in drei Stufen verstellt werden und beträgt 75,5 cm, 67,5 cm und 59,5 cm über dem Tisch.
Praxis
Heutzutage ist ein Zweimonitor-Setup am Schreibtisch im Büro oder im Homeoffice glücklicherweise Standard. Zwei Monitore und mehr erhöhen die Produktivität beim Arbeiten an einem Computer und umgehen das umständliche Umschalten zwischen Programmen oder mehreren virtuellen Desktops. Hier muss nur kurz der Blick auf einen anderen Bildschirm gewandt werden, der sogar mit mehreren Programmen belegt werden kann. Damit man nach mehreren Stunden der Arbeit oder des Vergnügens nicht ermüdet, wird eine ausreichende und komfortable Beleuchtung benötigt. Hier kommt die BenQ ScreenBar Max ins Spiel, die den Schreibtisch und die Monitore über eine große Fläche beleuchtet.


Der Aufbau der BenQ ScreenBar Max ist simpel, denn es müssen nur vier Schrauben mithilfe des beiliegenden Sechskantschlüssels festgezogen werden. Der Rest des Aufbaus ist Plug and Play. Im Idealfall wird die Tischklemme vor dem Platzieren am Schreibtisch bereits auf die optimale Höhe eingestellt. Die Höhenverstellung kann jederzeit vorgenommen werden. Da jedoch die meisten Schreibtische an der Wand stehen, ist es zwar etwas umständlich, an die zwei Schrauben heranzukommen, aber nicht unmöglich. Für die Höhenverstellung müssen die zwei Schrauben in der Kabelhalterung an der Rückseite der Tischklemme entfernt werden. Hierbei wäre ein System willkommen, bei dem man die Schrauben nicht komplett herausdrehen müsste. Wir könnten uns vorstellen, die Kabelhalterung nur zu lockern, anzuheben und währenddessen die Höhe der Leuchte zu verstellen. Anschließend können die zwei Schrauben fixiert werden. Nun wird die Leuchte am obersten Punkt in die Halterung eingeschoben und ebenfalls mit zwei beiliegenden Schrauben fixiert. Zudem sind zwei weitere Ersatzschrauben im Lieferumfang enthalten. Im letzten Schritt wird die Neigung der Leuchte jeweils links und rechts um 2,5° angepasst. Der Aufbau ist somit recht schnell abgeschlossen und eher für ein statisches Setup ausgelegt, bei dem jedes Gerät auf dem Schreibtisch seinen Platz hat.

Die Bedienung der Touchoberfläche ist recht intuitiv und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kennt man die Funktionen auswendig. Von links nach rechts befinden sich die Präsenzfunktion, der Wechsel zwischen Front- und Hintergrundbeleuchtung, Helligkeitseinstellung, automatische Helligkeit, Statusanzeige, Bildschirm-Lesemodus, Farbtemperatureinstellung, Favoritenspeicher und die Ein- und Austaste auf der Touchoberfläche.
Die Präsenzfunktion erkennt Bewegungen und schaltet die Leuchte automatisch ein oder aus – praktisch bei einer Rückkehr aus einer kurzen Kaffeepause. Mit dem Wechsel der Monitorbeleuchtung oder der Hintergrundbeleuchtung kann die Leuchtstärke unabhängig voneinander angepasst werden. Leider kann hierbei die Farbtemperatur nicht unabhängig voneinander eingestellt werden. Die Farbtemperatur wird hierbei simultan auf Front- sowie Hintergrundbeleuchtung übernommen. Selbstverständlich kann auch entweder nur die Monitorbeleuchtung oder lediglich die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet werden. Es müssen nicht beide Seiten gleichzeitig leuchten. Wir nutzen gerne eine gleichzeitige Beleuchtung beider Seiten mit einer schwächeren Hintergrundbeleuchtung im Gegensatz zur Monitorbeleuchtung. Beim Lesen oder Filmschauen aktivieren wir gerne ausschließlich die Hintergrundbeleuchtung, was für ein gewisses Wohlfühl-Ambiente sorgt. Auch wenn die Funktion über die Touch-Bedienelemente tadellos funktioniert, hätten wir uns eine optionale Fernbedienung auf dem Schreibtisch gewünscht.
Zur Veranschaulichung dienen die Bilder der Schreibtischbeleuchtung, die wir mit einem ISO-Wert von 125, einer Verschlusszeit von 1/30 s und einem Weißabgleich von 5000 K erstellt haben. Schon bei einer Beleuchtung von 1 % Leuchtkraft macht sich ein deutlicher Unterschied auf dem Schreibtisch bemerkbar. Zur besseren Darstellung haben wir die Helligkeitsstufen 10 %, 50 % und 100 % gewählt. Abgebildet werden hier jeweils Frontbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung und beide Leuchten simultan. Die Ausleuchtung auf dem Schreibtisch funktioniert super. Die breite Auswahl der Leuchtstärke und der Farbtemperatur setzt keine Grenzen in der Individualität. Selbst bei nur einem Prozent der Leuchtkraft ist ein deutlicher Unterschied zur kompletten Dunkelheit wahrzunehmen. Die Leuchtstärke bei aktiver Front- und Hintergrundbeleuchtung erfolgt simultan und fällt und steigt mit gleichem Prozentpunkt. Sind bei einer Leuchte 100 % Leuchtkraft erreicht und wird die Helligkeitseinstellung weiterhin betätigt, folgt die zweite Leuchte ebenfalls der maximalen Leuchtkraft. Genauso verhält sich die Leuchtstärke im unteren Bereich von 1 %.
Im Praxistest ist uns jedoch auch aufgefallen, dass eine sehr dunkle Umgebung dafür sorgt, dass die Touchbedienung schwer zu sehen ist, wenn bestimmte Elemente nicht gerade leuchten. Nach einer Eingewöhnungszeit zur Steuerung stellt dies aber kein Problem dar. Die individuelle Einstellung der Leuchtstärken der beiden Leuchten, sowie die Anpassung der Farbtemperatur sorgen für ein angenehmes Wohlbefinden im Arbeits- oder Gaming-Bereich und erhöhen die Konzentration zur späten Stunde oder in dunkler Umgebung. Das Arbeiten am Schreibtisch wirkt angenehmer und fällt leichter mit der BenQ ScreenBar Max und spart mit maximaler Leistung von 36 Watt hierbei Strom im Gegensatz zur Zimmerbeleuchtung. Der Vorteil ist hierbei das breite Ausleuchten des Arbeitsbereichs ohne unnötige Schattenentwicklung oder ungewollte Blendeffekte. Mit dem ASYM-TriZone Light Feature wird das Licht unterhalb von 36 ° ausgeleuchtet, ohne dass der Anwender das Licht in die Augen bekommt, und ist somit auch für breite Tische und Setups geeignet.
Fazit
Die BenQ ScreenBar Max integriert sich in das Setup, als wäre dieses Leuchtsystem schon immer ein Bestandteil gewesen. Das Licht wird auf der ganzen Breite des Tisches verteilt und durch die Verstellung nach vorn wird auch die Ausleuchtung vor oder hinter den Monitoren angepasst. Durch das ASYM-TriZone Light Feature wird die Beleuchtungsstrahlung so geleitet, dass der Nutzer sich auf seine Arbeit oder das Gaming konzentrieren kann, ohne geblendet zu werden. Die Verarbeitung der Lampe ist hochwertig und stellt designtechnisch ein i‑Tüpfelchen für das Setup dar. In Anbetracht der etwas umständlichen Montage und der nicht vorhandenen optionalen Fernbedienung für den Schreibtisch ist der Preis von 269,00 € doch recht hoch. Wer jedoch eine wirklich hochwertige Ausleuchtung des Arbeitsplatzes oder des Gaming-Setups sucht, das mithilfe von zusätzlicher rückseitiger Ambient-Beleuchtung die Konzentration auch über mehrere Stunden am Schreibtisch aufrecht erhält oder gar erhöht, ist mit der BenQ ScreenBar Max an der richtigen Adresse.
Pro:
+ Hochwertiges Design
+ Große Helligkeitsspanne
+ Große Lichttemperatur-Bandbreite
+ Synchrone und entkoppelte Hintergrundbeleuchtung
+ Einfache und intuitive Bedienung
+ Bewegungssensor
+ Schneller Zugriff auf eine favorisierte Einstellung
+ Automatische Umgebungsanpassung
Kontra:
– Keine optionale Fernbedienung
– Montage am Tisch etwas umständlich
– hoher Preis



















































