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Cloud-Lösungen zur Entwicklung der Spieleszene

Heutzutage findet immer mehr Leben in der Cloud statt. Dies ist ein recht komplexer Begriff, bezieht sich allerdings leicht ausgedrückt auf andere Cloud-Dienste der großen Anbieter wie Google, Microsoft oder Apple. Dies wird auch für immer mehr Online-Spiele relevant, ganz gleich, ob es sich hier um Esport oder Social Gaming handelt. Denn um im umkämpften Markt einen leichteren Einstieg zu haben, bauen viele Anbieter auf bereits bestehende Software-Lösungen, die nicht lokal entwickelt wurden. Im Folgenden einige Beispiele, wie sich der virtuelle Spielemarkt diese Art der Kooperation zunutze machen kann.

Vorteile durch Vernetzung

Die Verlagerung intensiver Spielelösungen in die Cloud bietet eine Menge Vorteile und für viele Aspekte der Spielebranche:

  • Konsolenspiele kennen den Trend von lokalen Speichermedien wie Kassetten, DVDs oder anderen optischen Medien zum digitalen Herunterladen und zum Streamen des gesamten Spielerlebnisses. Ein gutes Beispiel für ein Spielerlebnis, bei dem nun alles in der Cloud passiert, ist Google Stages. Es ist zudem ein großer Vorteil, Teile des Spielerlebnisses von mobilen Spielen über eine Cloud-Lösung bereitstellen zu können. Da diese Arten an Spielen oft von der Skalierbarkeit der in der Cloud laufenden Spiel-Engine profitieren, lohnt sich diese Art der Bereitstellung besonders dann, wenn man ein neues Spiel an den Markt bringen will. Es gibt Strömungen auf dem Markt die der Überzeugung sind, dass in der näheren Zukunft Spiele ausschließlich über Cloud Computing stattfinden werden, man also keine eigene hochwertige Hardware mehr benötigt.[1]

 

  • Besonders im Hinblick auf Online-Spiele und Casinos bieten die Bereitstellung von Spielen viele Vorteile, ohne sich auf lokale Server auf der ganzen Welt verlassen zu müssen. Für die Glücksspielbranche geht es hierbei nicht ausschließlich um Skalierbarkeit und Geschwindigkeit der Lösung. Denn nebst Cloud-Lösungen wird es zunehmend leichter, persönliche Informationen auf eine Weise zu verwalten, die in Bezug auf verschiedene Lizenzierungsschemata in Märkten auf der ganzen Welt korrekt ist.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Server_Client_Modell_Cloud-Gaming.jpg

Welches Potenzial hat Cloud-Computing?

Fraglos gibt es nicht nur die eine „Cloud“ und für viele Unternehmen wird die erste Entscheidung darin bestehen, zu entscheiden, in welcher Intensität man hier einsteigen möchte. Für jene, die dringend allumfassende Kontrolle wünschen, ist „Infrastruktur als Service“ wohl die beste Option. Innerhalb dieser Kategorie gibt es auch differenzierte Optionen, je nach dem, ob man physische Server oder virtuelle Maschinen benötigt. Durchaus gängiger aber ist hier „PaaS“.

Wie funktioniert PaaS für Spieleentwickler?Für das Gros ist eine Zwischenlösung mit einer sogenannten „Platform as a Service“ im Handumdrehen sicherlich angebrachter. Diese Option ist für Spieleentwickler geeignet, die verschiedene Dienste in der Cloud ausführen möchten – dabei jedoch auf standardisierte Lösungen bauen, für die keine Anpassungen erforderlich sind; Dropbox in etwa ist eine solche Plattform. Der Erfolg von Dropbox spricht hier für sich, wie die Umsatzmaximierung von 18% im ersten Quartal 2020 beweist[2]. Allerdings geht der Trend immer mehr dahin über, kundenorientierte Dienstleistungen zu nutzen[3], da Dropbox eher für das Teilen von Dokumenten verantwortlich zeichnet.

Quelle: https://www.deraktionaer.de/artikel/medien-ittk-technologie/dropbox-nach-27-kurssprung-jetzt-zugreifen-20197229.html

Vorteile von Cloud-Computing

Rein aus finanzieller Natur liegen die Gründe für die Nutzung von Cloud-Computing auf der Hand:

  • Einer der attraktivsten Gründe für den Wechsel in die Cloud sind die Kosteneinsparungen. Mit Cloud Computing entfällt sofort die Notwendigkeit, große Mengen an Festplatten- und Speicherplatz zu bezahlen, sowie die Notwendigkeit, teure Software zu kaufen, zu installieren und zu aktualisieren.[4]
  • Die Cloud bietet im Vergleich zu typischen Festplatten- und Serverlimits praktisch unbegrenzte Speicherkapazität und ist flexibel. Wenn ein Unternehmen mehr Speicher benötigt, kann man jederzeit ein Upgrade durchführen. Außerdem hält die Cloud die Software mit den neuesten Versionen auf dem neuesten Stand, sodass man sich nie um Software-Updates selbst kümmern muss. Die Dateisynchronisierung mit allen Geräten sowie Dateisicherungen sind ebenfalls vollautomatisch. Daten werden auf allen verwendeten Geräten kontinuierlich konsistent und auf dem aktuellsten Stand gehalten. Diese operative Effizienz kann für bis zu 30% an Kosteneinsparungen verantwortlich sein.[5]
  • In Bezug auf die Spielewelt wird es auch Beispiele für „Software as a Service“ geben, etwa wenn ein Unternehmen über mehrere Einzelhändler „White-Label“ -Dienste anbietet. Dies kann insbesondere bei Glücksspielen und Anbieter für Slot Spiele der Fall sein, bei denen die Branche zwischen Unternehmen aufgeteilt ist, die die Spiele und Plattformen selbst herstellen – und anderen Unternehmen, die das Endprodukt vermarkten.

Wer besitzt das Spiel

Auch wenn diese Arten der Dienstleistungen konstant zunehmen und immer relevanter werden, es gibt auch kritische Stimmen. So wurde in der letzten Zeit vermehrt Kritik daran geäußert, dass man bei Käufen von Spielen auf Stream Seiten keine Chance hat, diese weiterzuverkaufen. Allerdings widerspricht dies grundsätzlichen Freiheiten des Handels. Erste Schritte sind hier allerdings schon eingeleitet. Wie sich das alles auf die Arbeit mit der Cloud auswirkt kann heute noch nicht gesagt werden.


Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass sich dieser Trend noch ändern wird. Die Zukunft aller Arten von Spielen liegt in der Cloud.

[1] https://www.netzpiloten.de/cloud-computing-und-cloud-gaming/

[2] https://www.deraktionaer.de/nachricht/dropbox-schafft-in-corona-krise-ersten-quartalsgewinn-20354501.html

[3] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Magenta-Gaming-Deutsche-Telekom-laesst-Gamer-in-der-Cloud-spielen-4500582.html

[4] Bräuninger, M., Haucap, J., Stepping, K., & Stühmeier, T. (2012). Cloud Computing als Instrument für effiziente IT-Lösungen (No. 71). HWWI policy paper.

[5] https://www.crisp-research.com/cloud-computing-es-geht-um-agilitat-und-flexibilitat-und-sekundar-um-die-kosten/