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Cooler Master Nepton 120XL

Das etablierte taiwanische Unternehmen Cooler Master, welches bekannt für diverse Computergehäuse, Mäusen & Tastaturen und Netzteilen sowie Kühlung ist, hat seit längerem die Nepton Reihe mit 120mm bzw. 240mm Radiatoren und Lüfter erweitert.
So soll es auch in kleineren Computergehäusen möglich sein, All-in-one Wasserkühler einzubauen.
Vor allem verspricht Cooler Master die oft geplagte zu laute Pumpe weiterentwickelt und endlich leise zum Funktionieren gebracht.
Dies haben wir mit dem Cooler Master Nepton 120XL getestet.
Dabei möchten wir uns bei Cooler Master herzlichst für die Bereitstellung des Models bedanken und hoffen auf weitere gute Zusammenarbeit.

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Autor: Alex J

Verpackung und Erster Blick

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Gut Verpackt kommt das Packet direkt von Cooler Master an.

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Im Inneren befinden sich der Radiator mit Pumpe und Block, 2 120mm Lüfter und alle Schrauben/Backplate, welche zur Montage des Wasserkühlers benötigt werden. Hinzu kommt ein Y-Adapter, sodass beide Lüfter nur einen Anschluss am Mainboard benötigen.

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Die Lüfter sind ein überarbeitet Eigenproduktion, welche ein Öllager enthalten, sodass das ein höheres Luftvolumen bei geringerer Lautstärke gefördert werden kann.
Zudem sind die Stromkabel gesleevt, welche mit 30cm auch an entlegenen Stellen angeschlossen werden können. Zu den Lüftern werden auch noch 2 Silikonhüllen beigelegt. Dies dient der Vibrationsdämpfung, denn sonst würden sämtliche Vibrationen vom Lüfter direkt an das Gehäuse weitergegeben und erzeugen somit weitere störende Geräusche.

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Auffällig ist, dass die Schrauben auch ein gewisses Gewicht aufweisen, was auf eine gute Qualität schließen lässt. Denn wer hat sich nicht schon einmal geärgert, wenn der (vor allem bei Kreuz-) Schlitz aufgrund von zu weichem Material verbogen und nicht mehr zu drehen war.

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Der Aluminiumradiator sieht ebenfalls im schlichten schwarzen Lack wertig aus- auch wenn einige Lamellen verbogen sind. Dies sollte aber nicht negativ in der Kühlleistung auffallen.
Die Schläuche sind aus Fluorpolymer, welche einen besseren Wasserfluss erzeugen sollen, da es nicht zum Abknicken des Schlauches kommt. Zudem wird das Verdampfen der Kühlflüssigkeit vermindert.

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Ebenfalls fällt auf, dass die Kupferfläche für die CPU fein geriffelt ist, was zur besseren Wärmeverteilung führen soll.
Insgesamt sieht die Aio Wasserkühlung ganz gut aus- hier und da ist etwas Kunststoff verbaut, aber kann dennoch optisch als auch haptisch punkten.

Einbau

Der Einbau wird, wie in der beigelegten piktographischen Anleitung ausgeführt.
Hat man sich entschieden, wo der Radiator eingebaut werden soll, ist noch zu überlegen, wo die Lüfter an das Gehäuse zu befestigen sind. Dabei steht erstmal die Option alle Lüfter und den Radiator innerhalb des Gehäuses zu verbauen, aber um z.B. Platz zu sparen kann auch ein Lüfter außerhalb des Gehäuses befestigt werden, wofür wir uns auch entscheiden.

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Dabei wird die Luft aus dem Gehäuse herausgeweht.
Hat man dann die Lüfter mit den passenden Schrauben an den Radiator befestigt und am Kühlblock die Ferderschraubenhalterung festgeschraubt, kann die Backplate vorbereitet werden. Dabei muss man auf die Sockel Art achten – also AMD oder Intel und welcher Typ; in unserem Fall der die LGA 1150. Anschließend an die Rückseite des Mainboards anbringen, mit Muttern auf der CPU Seite festschrauben, den Kühlkörper auf die CPU anlegen und die Federschrauben festziehen. Natürlich vorher die Wärmeleitpaste an die CPU anbringen.

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Dabei fällt auf, dass sich die Muttern beim Festziehen bzw. beim Abmontieren der Federschrauben mitdrehen. Dies ist sehr lästig, wenn man nicht den richtigen Abstand der Federschrauben auf Anhieb einstellt, denn dann müssen meist alle Schrauben abgeschraubt werden, um die Mutter wieder an die Backplate zu montieren. Abhilfe schafft ein leichter Klebefilm an den Muttern. Zudem Kommen die Schläuche leicht gegen den RAM-Riegel, also sind sie nicht sehr biegsam. Dennoch kommt es zu keinem Fehlerkennen des Riegels.
Beim Aufbau weiterhin fällt auf, dass die Maßen exakt stimmen- ergo nur sehr wenig Spielraum zur Korrektur freibleibt. So sind auch die Schrauben der Lüfter/Radiator keinen Millimeter zu kurz, was beim zu tiefen Festschrauben ärgerlich ist, denn dann passen die anderen Schrauben nicht sofort oder drücken sich aus der Windung wieder heraus. Auch an den Windungen am Radiator hat man nicht zu viel verschwendet. Sie sind nur 2-3mm tief, was nicht viel halt an den Schrauben bedeutet und es somit leichter zur Abnutzung kommt- falls man öfter als nur 1-2mal die Lüfter ab- und anmontiert.

Test

Getestet wird im offenen Case des Corsair Obsidian 750D Airflow Edition in einem Abstand von 1m, wobei alle anderen Lüfter abgetrennt sind. Die Raumtemperatur beträgt angenehme 18°C.
Die Wasserkühlung wird auf dem angegebenen System getestet:


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Der Test besteht aus in der ersten Runde aus einstündigen small FFT, FFT und Blend mittels des Programmes Prime95. Zwischen den Tests werden ca. 30min Pausen gemacht, damit sich die Temperatur normalisieren kann.
Zu Letzt wird die Alltagsnutzung mit diversen Programmen, Browser, einigen FEM (Finite Elemente Methode), Browser-Spiele und zum Abschluss auch 3 Stunden beim Spielen von The Witcher III.

Dies wird in 4 Einstellung über den MSI Command Center gesteuert und mittels HWInfo64 die Temperatur ermittelt. Dabei gibt es die Optionen 25%, 50%, 75% und 100% der Umdrehungszahl.Anzumerken ist, dass bei der Einstellung 75% ein Lüfter schon auf 100% läuft und der 2. Erst bei ca. 50%. Bei 100% werden beide Lüfter mit 2400 U/min betrieben.


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Wie zu erkennen läuft die CPU im Idle mit kühlen 25-30°C und unter maximaler Last auch nur maximal bis 63°C. Dabei steht aber das Verhältnis aus zusätzlicher Kühlleistung und Lautstärkeentwicklung in keinem Verhältnis. In den langsamsten Einstellung sind nur die Pumpgeräusche wahrzunehmen, doch schon ab 50% fangen die Lüfter wahrnehmbar an zu rauschen bzw. die Luft fängt stark an zu rauschen. Erhöht man die Kühlleistung noch ein wenig wird die Pumpe sehr störend.

Aber auch in den geringsten Einstellungen ist die Kühlleistung etwas mehr als ausreichend, sodass auch noch weiteres Übertakten möglich ist. Hier sollte auch noch erwähnt werden, dass die Stress-Tests von Prime weit aus mehr die CPU fordern als die meisten Spiele, wenn nicht sogar alle, also ist der Spielraum fürs Übertakten sogar größer.

Fazit

Im Test werden die Verbesserungen an den Lüftern eindeutig hörbar. Mit 32dB(A) sind sie und auch kaum Luftrauschen zu entnehmen. Umso schlimmer ist die Geräuschkulisse der Pumpe. Sie ist immer wahrnehmbar. Bei leichter Last bzw. langsam laufender Pumpe/Lüfter ist nur ein leichtes Geräusch zu vernehmen, aber schon bei 50% der maximalen Geschwindigkeit wirkt es störend.

Auch preislich gibt es viele AIO-Wasserkühler die gleich oder sogar bessere Pumpen, vllt. mit schlechteren Lüftern liefern. Momentan gibt es die Kühlung nicht für unter 80€ eher in Richtung 90-100€, was leider die Anschaffung relativ gesehen unrentable macht, denn für den Preis muss Cooler Master mit vielen guten Wasserkühlungen konkurrieren und ein leiser, aber dafür kleiner Lüfter ist nicht genug.
So ist der Lüfter zwar gut, doch bei einer höheren Umdrehungszahl hört man sehr gut ein etwas höher-frequentes Luftrauschen.

Die Kühlleistung lässt für sich sprechen: nach 1Std. The Witcher 3 erreicht es in der leisesten Einstellung gerade so 50°C. Bei 4GHz sind in 30min Office Betrieb maximal 43°C. So ist auch für Übertaktungen und neueren Spielen noch relativ viel Platz nach oben, weshalb wir dem Nepton 120XL den Bronze-Award geben.

Schlussendlich kann man sagen, Cooler Master liefert mit dem Nepton 120XL eine gute Kühlung, welches für ein eher kleines System gedacht ist. Und wenn man Sowieso Kopfhörer oder über eine Anlage Musik hört und spielt, ist die Geräuschentwicklung eindeutig verkraftbar.

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Positiv
+ gute Lüfter
+ gute Kühlung
+ kompakt

Negativ
– laute Pumpe
– relativ teuer

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