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Corsair Flash Voyager GTX128 – USB-Stick mit SSD-Qualitäten

CORSAIR.

Eigentlich sollte der Firmenname schon als Einleitung reichen. Was gibt es zu Corsair zu sagen, was noch nicht gesagt wurde oder was jeder, der sich auch nur ansatzweise für Computer interessiert, nicht schon weiß oder zumindest als Gerücht gehört hat. Unbestritten ist, dass Corsair schon seit je her mit die Speerspitze im High-End-Computer-Business besetzt und in einem Atemzug mit Intel genannt werden kann.

Die Corsair Dominator Reihe, zum Beispiel, verfügt über einen schon nahezu legendären Ruf und das nicht ohne Grund. Und auch in den Produktgruppen, in denen Corsair sich erst später positioniert hat, konnte man schnell Überragendes und vor allem Innovatives erwarten. So entstehen zunehmend auch Mods in der Elite-Szene aus Corsair-Hardware.

Aber auch im Peripherie-Bereich hat man sich problemlos in die Führungsriege manövriert. Wir testen heute einen USB-Stick aus dem Hause Corsair, wobei diese Bezeichnung dem Stück Hardware nicht ganz gerecht wird. Nimmt man nämlich eine Speicherkapazität von bis zu 256GB, sowie einen SSD-Controller hinzu, wird das Ganze schon etwas interessanter.

Bei dem uns zur Verfügung stehenden Stick handelt es sich um die „kleine“ Variante mit 128GB und einer, laut Corsairs technischem Datenblatt, maximalen Schreibgeschwindigkeit von 450MB/s. Was der Corsair Flash Voyager GTX zu performen vermag, wollen wir uns auf den folgenden Seiten etwas genauer anschauen und sind schon gespannt, ob die genannten Daten halten können was, die Optik und der Ruf des Hauses versprechen.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen geht unser Dank an Corsair.

[​IMG]Autor: jamison80​

Verpackung / Erster Eindruck

Der Corsair Voyager Flash GTX kommt recht simpel verpackt daher. Eine einfache Blisterverpackung, welche auf der Vorderseite die wichtigsten Key-Features mittels kleiner Symbole auflistet, beschränkt die Verpackung auf das Wesentliche. Das in Schwarz und Rot gehaltene Design ist besonders in Verbindung mit dem ebenfalls schwarzen Stick äußerst ansprechend und findet sich auch auf der Rückseite wieder.

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Die Rückseite gibt recht beeindruckende Werte Preis. Neben einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 450MB/s (ATTO) gibt Corsair eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 360MB/s an. Im Crystal Disk Mark sollen es immer noch 430MB/s beim Lesen und 190 MB/s beim Schreiben sein. Für normale USB-Sticks sicher eher utopische als realistische Werte, aber das Corsair hier keinen typischen USB-Stick liefert, liegt wohl auf der Hand. Zu den technischen Daten aber auf der nächsten Seite mehr.

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Die Verarbeitung des Sticks liegt auf Corsairs üblich hohem Niveau. Der Stick kommt in einem Gehäuse mit Zinklegierung, welches alles in allem den Eindruck macht, als sei es aus einem Stück gefrästem Aluminium. Die Schutzkappe verfügt zudem noch über ein Kunststoff-Inneres, was den USB-Anschluss sicher aufnimmt und ein versehentliches Lösen der Kappe nahezu unmöglich macht, jedenfalls im Neuzustand. Ob das nach einem Jahr im Gebrauch auch noch so aussieht, ist eine andere Frage, welche ruhig aufgeworfen werden kann, wenn man den Anschaffungspreis mit einfließen lässt. Sicher legt man sich nicht regelmäßig einen USB-Stick mit einer derartigen Größe zu.

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Neben dem USB-Stick selbst ist nur noch ein kleiner Beipackzettel in der Packung, welcher über die von Corsair gewährte Garantie informieren soll.

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Unser Testmodell profitiert stark von der einheitlichen schwarzen Lackierung. Einzig der Corsair-Schriftzug, die Beigabe GTX, sowie eine kleine LED zur Aktivitätsanzeige verzieren den Flash Voyager GTX und werten das Gesamtbild auf.

Technische Daten

Corsair bietet den Flash Voyager in zwei verschiedenen Größen an. Zum einen wie unser Testsample mit 128GB und zum anderen mit 256GB. In Sachen Kapazität bleiben hier wohl keine Wünsche offen. Sogar viele „vollwertige“ SSDs bieten weniger Speicherplatz.

[​IMG] Technische Daten:

Der Corsair Voyager Flash USB-Stick verfügt über schnellen NAND Speicher, welcher auf SSD-Niveau liegt und dementsprechend auch über einen SSD-Controller verfügt. So soll die Performance an die einer in normalen Desktop-PCs verbauten SSDs heran kommen. Bei Lesegeschwindigkeiten von bis zu 450MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 360MB/s sind selbst große Dateien im Handumdrehen kopiert und bereit für den mobilen Einsatz.

Die verwendetet USB 3.0 Schnittstelle ist uneingeschränkt kompatibel mit USB 2.0 und sichert so den Einsatz an auch etwas älteren Computern, was den Nutzer besonders dann freut, wenn er den Stick am betagten PC der Uni oder bei den Eltern verwenden will.

[​IMG] Kompatibilität:

Treiberlose Unterstützung von Microsoft Windows, Max OSX und Linux. Wie bereits erwähnt, tut der USB-Standard-A-Anschluss sein Übriges, um eine größtmögliche Kompatibilität zu gewährleisten.

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[​IMG] Schreib- & Leseraten laut Hersteller:
Corsair gibt auf seiner Homepage Schreib- und Leseraten des USB-Sticks an, die sich wirklich sehen lassen können. Wir werden diese natürlich testen, auch wenn Corsairs Angaben im Vorfeld definitiv die Erwartungen schüren.

  • Max. sequentielle Lesegeschwindigkeit (ATTO): bis zu 450 MB/s
  • Max. sequentielle Schreibgeschwindigkeit (ATTO): bis zu 360 MB/s
  • Max. sequentielle Lesegeschwindigkeit (CDM): bis zu 430 MB/s
  • Max. sequentielle Lesegeschwindigkeit (CDM): bis zu 190 MB/s
  • Max. Random-Lesegeschwindigkeit QD32 (IOMeter): 33k IOPS
  • Max. Random-Schreibgeschwindigkeit QD32 (IOMeter): 6k IOPS

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Ob die Werte auch in unserem Test erreicht werden können, werden wir auf der nächsten Seite prüfen.

Benchmarks

Im Folgenden werden wir den Corsair Voyager GTX auf die Probe stellen und sehen, ob die propagierten Schreib- und Leseraten der Realität entsprechen. Wir setzen bei unserem Test auf ein aktuelles Testsystem in Form eines Intel 5820K auf einem ASUS Rampage V Extreme.

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Der Test erfolgt auf einem frisch installierten Windows 7 Ultimate, mit dem aktuellsten BIOS und den aktuellsten Treibern.

Den ersten Test vollziehen wir mit AIDA64. AIDA liest nicht nur alle Hardware aus dem System aus, sondern gibt auch Aufschluss über anliegende Spannungen und Temperaturen. Zudem bringt AIDA auch eine Reihe von Benchmarks mit, welche die Hardware aussagekräftig auf die Probe stellen.

Folgende Werte konnten wir erreichen.

AIDA64 Version 5.00.3300

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Bei der Freeware CrystalDiskMark handelt es sich um eine Software, welche die Lese- und Schreibgeschwindigkeit anhand verschiedener Tests ausliest.

CrystalDiskMark Version 5.02. x64
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Die Benchmarks zeigen den USB-Stick in einem etwas anderen Licht, als von Corsair angegeben. Zwar sind die vom Hersteller angegebenen Werte in der Regel immer höher, als man es im Alltag nachstellen kann, jedoch ist der Unterschied hier schon gravierend. Leider konnten wir in keinem unserer Benchmarks Schreibraten erzielen, welche in die Nähe der von Corsair versprochenen 190MB/s reichen. Auch die Leseraten liegen deutlich unter den angegebenen 450MB/s. Alle Ergebnisse lagen derart neben denen des Herstellers, dass wir die Benchmarks an zwei weiteren PCs gegengetestet haben, um Fehler auszuschließen. Wir konnten aber in keinem der anschließenden Tests bessere Werte erreichen.

Zu guter Letzt noch ein Benchmark mittels ATTO Disk Benchmark, da Corsair ja genau mit diesem die recht eindrucksvollen Schreib- und Leseraten erreicht hat.

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Wie sich der Stick im Alltag schlägt und ob sich die Testwerte dort widerspiegeln, wollen wir auf der nächsten Seite darlegen.

Im Alltag

Neben Benchmarks ist natürlich das Verhalten im Alltag ausschlaggebend. Das Handling des Corsair Flash Voyager GTX ist makellos, keinerlei Probleme beim Betrieb. Da es sich nicht um einen normalen USB-Stick handelt, ist das nicht selbstverständlich. Der verbaute SSD-Controller könnte da durchaus für ein ähnliches Verhalten sorgen, wie das eben bei SSDs ist. Aber nichts dergleichen. Einstecken und glücklich sein ist hier tatsächlich die Devise.

Um ein kleinen Einblick in tägliche Performance-Werte zu geben, haben wir 1GB große Photoshop-Daten auf den Stick kopiert. Dies wiederholten wir drei Mal und ermittelten einen Durchschnittswert.

Im Folgenden einmal grafisch dargestellt: Gute 13 Sekunden sind schon ein ganz akzeptabler Wert und das Ergebnis deckt sich mit den Benchmarks aus der vorherigen Seite. Die bei uns verbaute Corsair Neutron arbeitet nicht schneller, als der Stick.

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Fazit

Das Fazit fällt uns etwas schwer, denn wir haben zum einen einen USB-Stick, der in seiner Verarbeitung und technischen Ausstattung seinesgleichen sucht. Zum anderen bleibt er doch merklich hinter den erwarteten und vom Hersteller propagierten Schreib- und Leseraten zurück. Nichts destotrotz haben wir einen USB-Stick, der sich im Alltag nicht vor einer ausgewachsenen SSD verstecken muss. Das ganze Paket erwirbt man zu einem recht amtlichen Preis von derzeit rund 114,00€ (Geizhals stand 09.08.2015). Das ist sicher kein Schnäppchen, aber durchaus auf dem üblichen Niveau für USB-Sticks namhafter Hersteller in dieser Speichergrößenordnung.

Wir kommen leider nicht drum herum, dem Corsair Flash Voyager GTX 128GB unseren Gold-Award zu verwehren. Schreib- und Leseraten liegen hier einfach zu weit von dem entfernt, was uns Corsair suggeriert. Die Verarbeitung ist aber derart hoch und die verwendete Technik so potent, dass es für unseren Silber- und High-End-Award reicht.

Pro:
+ Verarbeitung
+ Design
+ Technische Ausstattung

Contra:
– Schreib- und Leserate bleiben hinter den Erwartungen zurück

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Für das bereitgestellte Testsample gilt unser besonderer Dank Corsair! Wir freuen uns auf eine weiterhin enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Herstellerseite
Produktlink
Preisvergleich

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