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Corsair Strafe RGB – Die erste leise Mecha-Tastatur?

Auf dem Tastaturmarkt tut sich erfahrungsgemäß selten etwas Neues. Wird eine kleine Veränderung für gut befunden, wird sie schnell von vielen Konkurrenten übernommen und etabliert sich bald als Standard. Der letzte große Umschwung war sicherlich die Verwendung von mechanischen Schaltern in High-End-Gaming-Tastaturen. Diese Tastaturen wurden danach einfarbig und später bunt beleuchtet und bekommen inzwischen auch hin und wieder eine Handballenablage oder Makro-Tasten spendiert. Die mechanischen Tasten halten länger, lösen schneller aus und lassen sich einzeln beleuchten. Allerdings gibt es einen wesentlichen Punkt, der uns zu Rubberdome-Zeiten besser gefallen hat, und das ist die Lautstärke der Tastenschläge. Besonders wenn im Nebenzimmer jemand schlafen möchte, ist das berühmte Klick-Gewitter der blauen Schalter aber auch das harte Aufschlagen der linearen Varianten unvorteilhaft. Dafür gab es zwar Dämpfringe, die aber separat erworben und mit mühsamer Fingerarbeit unter die Tastenkappen gebracht werden mussten.

Daher waren wir hoch erfreut zu hören, dass der Schalter-Hersteller Cherry in Zusammenarbeit mit Corsair an einer Silent-Variante ihrer MX-Switches arbeitet. Die dürfen wir heute zum ersten Mal in der neuen Corsair Strafe RGB Tastatur testen. Nachdem wir uns bereits die normale Corsair Strafe mit roter Beleuchtung angeschaut haben, sind wir gespannt, wie sich die RGB-Variante und besonders die MX-Silent-Switches im Test schlagen, da diese ein halbes Jahr lang exklusiv in Corsair-Produkten zu finden sein werden. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Autor: Kim​

Für die freundliche Bereitstellung des Testsamples geht unser besonderer Dank an Corsair. Wir hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Verpackung und technische Daten

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Der stabile Karton ist hauptsächlich dunkel mit gelben Akzenten bedruckt. Auf der Front zeigt sich die Tastatur in Großansicht mit mehreren Hinweisen auf die RGB-Beleuchtung und die neuen MX-Silent-Schalter. Die Rückseite präsentiert übersichtlich einige Features der Tastatur, wie etwa N-Key-Rollover, abnehmbare Handballenablage und besondere Gaming-Tastenkappen mit strukturierter Oberfläche. Auch die Kopplung der Beleuchtungsmodi an andere Corsair-RGB-Geräte wird kurz an Beispielen illustriert.

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Löst man Kleber und Papplasche, lässt sich der Deckel aufklappen. Im aufgeräumten Innern erwartet einen zu oberst die Handballenablage in einer eigenen Papplage. Darunter liegen Handbücher und die gesonderten Gaming-Tastenkappen mit Tastenheber. Letztere sind eingeschweißt, sodass sie nicht zerkratzen. Leider ist ihre Verpackung dadurch nicht wiederverwendbar. Direkt darunter folgt dann die Tastatur in schützender Plastiktüte. Das lange, dick ausfallende USB-Kabel findet in einer eigenen Papp-Kammer am oberen Rand Platz. An Inhalt haben wir also die Tastatur mit fest verbundenem USB-Kabel, die Handballenablage aus Plastik, Tastenheber, vier strukturierte Tastenkappen für Shooter und sechs für MOBAs und eine Kurzanleitung.

Technische Daten:

  • Oberflächenmaterial: Kunststoff
  • Schalter: Cherry MX-Silent
  • Beleuchtung: RGB LEDs in jeder Taste
  • Speicher: Integrierter Profilspeicher
  • Anschluss: USB 2.0, mit integriertem USB-Hub
  • Maße: 448 x 170 x 40mm
  • Gewicht: 1,27kg

Erster Eindruck

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Holt man die Strafe aus ihrer Verpackung, liegt sie mit ihren 1,27 kg Gewicht gewohnt schwer in der Hand. Die matten schwarzen Tasten und die ebenso gestaltete Oberschale wirken edel. Auffällig ist die strukturierte Oberfläche der Leertaste, die schön futuristisch daher kommt. Der obere Tastatur-Rand wird durch eine Rinne vom Tastenbett getrennt. Diese Auslegung erlaubt ein sehr aufgeräumtes Design der wenigen Elemente an dieser Stelle, allerdings hätte man diese wie bei anderen Tastaturen im Tastenbett integrieren können. Dadurch hätte die Tastatur nach oben hin 2cm weniger Platz auf dem Schreibtisch eingenommen, der hier leider verschenkt wird. Die Tasten sind kaum versenkt, sodass besonders am unteren Rand, aber auch zwischen den Tasten das weiße Bett durchschimmert. Die Farbe Weiß wurde hier gewählt, um die RGB-Beleuchtung zwischen den Tasten kräftiger reflektieren zu können. Im ausgeschalteten Zustand sieht das zusammen mit den hervorguckenden Schalter-Sockeln aber nicht wirklich gut aus.

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Die Anordnung der Tasten ist klassisch im QWERTZ-Layout gehalten. Lediglich eine zusätzliche FN-Taste erlaubt die Benutzung gängiger Multimedia-Funktionen wie Play und Lautstärke auf den Tasten F5 bis F12. Auf dem gesonderten oberen Rand befindet sich das beleuchtbare Segel-Logo von Corsair, LEDs für Num, Capslock und Scroll-Lock, sowie eine extra Taste zum Abschalten der Beleuchtung und eine Sperr-Taste, die die Windows-Keys deaktiviert. Die verwendeten Schriftsymbole sind verhältnismäßig kubisch und breit gestaltet. Uns sind beim Texte tippen klassische Schriftarten lieber, dieser hier ist aber noch akzeptabel und betont die Gaming-Auslegung der Strafe. Leider wurden bei den Zahlentasten die mit Shift genutzten Sonderzeichen nicht über sondern unter den Zahlen abgebildet. Das ist ein Zugeständnis an die Position an die LED unter der Tastenkappe, führt bei uns aber auch nach langer Eingewöhnungszeit immer noch zu leichten Irritationen, da die Sondersymbole traditionell oberhalb der Zahlen stehen.

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Die Vorderseite der Strafe ist sportlich nach unten geschwungen. Unter ihr befinden sich versteckt die Haltemulden für die Handballenablage. Die Seiten links und rechts sind interessanterweise weiß beklebt. Durch die Abhebung des Tastenbettes entsteht eine sportlich geschwungene Linie, die im Betrieb weiß ausgeleuchtet werden kann. Auch die Rückseite ist sportlich nach innen geschwungen. Hier findet sich das dicke USB-Kabel mit starkem Knickschutz und ein USB 2.0-Port, an den ein weiteres Gerät angeschlossen werden kann.

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An der Unterseite finden sich der obligatorische Produktaufkleber, die erwähnten Haltemulden für die Handballenablage und vier kleine Gummifüße. Um die Tastatur schräg zu stellen, sind zwei ausklappbare Plastikfüße vorhanden. Diese sehen leider nach brüchigem Plastik aus, wie wir ihn schon bei einigen Logitech-Produkten erlebt haben und sind zu allem Überfluss nicht gummiert. Stellt man die Tastatur also hoch, sind Rutschpartien zu erwarten. Das werden wir uns aber später genauer ansehen.

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Das USB-Kabel fällt wie erwähnt ungewöhnlich dick aus. Das liegt am integrierten USB-Hub an der Tastaturrückseite, der nicht wie so oft mit dem USB-Anschluss der Tastatur durchgeschleift wurde. Das würde zu Lasten der Tastatur-Performance gehen. Stattdessen sind tatsächlich zwei USB-Kabel im dicken Mantel gebündelt. Am anderen Ende gibt es demzufolge auch zwei USB 2.0-Stecker. Einer von ihnen ist mit einem Tastatur-Symbol und der andere mit einem USB-Symbol versehen, sodass es nicht zu Verwechslungen kommt. Die Stecker sind wie auch schon bei unserer Sabre Laser RGB Maus futuristisch in Schwarz-Gelb gestaltet. Leider fallen sie eine Spur zu dick aus, sodass beide Stecker nur schlecht in benachbarte USB-Buchsen passen. Hat der benachbarte USB-Stecker keine Überbreite, gibt es aber keine Probleme.

Die Tasten im Zubehör stellen ein WASD-Set für Shooter und ein QWERDF-Set für MOBAs dar. Sie haben eine graue, strukturierte Gummi-Oberfläche und sind leicht nach Innen geneigt. Dadurch soll das intuitive Erkennen der Tasten im hektischen Spielgetümmel erleichtert werden. Zum Wechsel zieht man einfach mit dem mitgelieferten Tool die alten Tastenkappen von den kreuzförmigen Stiften und steckt die neuen Kappen auf. Das Tool greift die Tasten sicher und präzise, sodass der Wechsel in 3 Minuten erledigt ist. Es funktioniert allerdings nicht für die breitere Enter-Taste.

Einrichtung

Wie zu erwarten funktioniert die Tastatur nach dem Einstecken sofort und erstrahlt in roter Beleuchtung. Die lässt sich mit zweimaligem Drücken der Beleuchtungstaste auf ihre volle Intensität bringen. Ein drittes Mal schaltet die Beleuchtung ab. Um den vollen Funktionsumfang der Tastatur nutzen zu können, benötigt man die Corsair Utility Engine. Die Software kann man sich hier vom Hersteller herunterladen. Ist sie installiert, erscheint automatisch bei jedem Start ein kleines Corsair-Logo im Tray, über das die Nutzeroberfläche aufgerufen werden kann. Wie auch bei unserem letzten Test wirkt die Software futuristisch und bietet sehr viele Funktionen. Gerade als neuer Nutzer ist man mit dem übervollen Layout aber schnell überfordert. Ist die Verwendung eines Tabs nicht sofort ersichtlich, empfiehlt es sich meistens, am oberen Tab-Rand auf das relativ unauffällige „Neu“ zu klicken. Erst bei Anlegen eines neuen Eintrags werden viele Funktionen nutzbar.

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Im ersten Reiter „Profile“ lassen sich Tasten belegen und beleuchten. Man kann neue Profile anlegen, benennen und an Executables binden. Sie lassen sich auf den Computer exportieren und in den Gerätespeicher legen. Innerhalb eines Profils lassen sich außerdem mehrere „Modes“ mit jeweils eigenen Settings festlegen. So kann man sich zum Beispiel ein League of Legends Profil anlegen und an die Exe des Spiels koppeln. Wird das Spiel gestartet, wird auch das Profil automatisch aktiv. Im Profil kann man für jede Klasse einen eigenen Mode definieren, sodass man die entsprechenden Makros als Jungler, Supporter, AD-Carry usw. mit einer eigenen Beleuchtungsfarbe hat. Hat man mehrere Corsair RGB-Geräte, so lässt sich unterhalb des Mode-Fensters die CUE-Link-Leiste benutzen. Hier stehen einige vorgefertigte Beleuchtungsanimationen zur Auswahl, die geräteübergreifend funktionieren. So wird zum Beispiel der bunte „Spiralregenbogen“ mit aktivem CUE-Link auf die eigene Corsair Sabre Laser RGB Maus und das Corsair Void RGB Headset ausgeweitet. Die Darstellung wirkt deutlich flüssiger, als noch bei der K70. Welches Corsair-Gerät man gerade verwaltet, kann übrigens am unteren Rand der Oberfläche ausgewählt werden, wo die angeschlossenen Geräte aufgelistet sind.

Die Tastenbelegung im ersten Reiter erfolgt im Unterreiter „Zuweisung“. Hier kann man die einzelnen Tasten anwählen und mit Funktionen wie Modus-/Profil-Wechsel versehen oder eigene Makros und Funktionen zuordnen. Im Unterreiter „Beleuchtung“ lassen sich einzelnen Tasten, Tastengruppen oder allen Tasten feste Farbwerte oder selbstdefinierte Farbverläufe zuweisen. Auch die weiße Linie an der Seite lässt sich hier einschalten. Im dritten Unterreiter „Leistung“ lassen sich für die Sperr-Taste am oberen Tastaturrand feste Tastenkombinationen wie Alt+F4 oder die Windowstaste deaktivieren.

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In den folgenden beiden Hauptreitern „Aktionen“ und „Beleuchtung“ lassen sich eigene Funktionen, Makros und Farbverläufe festlegen. An Aktionen hat man die Wahl zwischen aufgezeichneten Makros mit milisekundengenauer Anschlagsverzögerung ohne Obergrenze, eingegebenen Texten, Programm-Verknüpfungen, Multimedia-Funktionen und sogar Mausklicks und DPI-Änderungen. Bei der Beleuchtung wird je nach Animationsmodus die Farbe über einer Zeitachse dargestellt. Hier kann man Farben ändern und hinzufügen und dadurch Verläufe erzeugen oder das Licht dimmen oder pulsieren lassen.

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Der letzte Reiter Einstellungen ermöglicht Software- und Firmware-Updates und man kann die USB-Pollingrate festlegen. Außerdem lassen sich einige Einstellungen zur Nutzeroberfläche treffen und die unterstützten Mediaplayer verwalten. Im letzten Untertab bekommt man einige Links für diverse Supportforen und Kontakte, sowie eine kurze Systeminformation.

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Gerade das Erstellen gelungener Beleuchtungsanimationen ist sehr zeitaufwändig und in der Utility Engine nicht komfortabel umgesetzt. Zum Glück gibt es die Community, die ihre exportierten Profile zum Download anbietet. Davon lassen sich viele im Corsair-eigenen Forum finden, die man nach einer kostenlosen Registrierung herunterladen kann. Danach müssen sie in der Utility Engine importiert und als Standard-Profil gesetzt werden, um dauerhaft aktiv zu sein. Prinzipiell kann man sich auch bei den Profilen der K70 bedienen. Nach dem Download muss man die Datei mit einem Editor öffnen und den Abschnitt „<modelName>K70 RGB</modelName>“ in „<modelName>STRAFE RGB</modelName>“ ändern, damit der Import klappt.

Praxis mit MX-Silent

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Am meisten interessieren uns natürlich die neuen Cherry MX-Silent Switches. Sie sind linear, d.h. ohne hörbaren oder spürbaren Klick. Wie verhalten sie sich nun im Vergleich zu den anderen linearen Cherry-Schaltern wie Rot und Schwarz? Nach einigen tausend Tastenanschlägen würden wir das Anschlaggefühl der MX-Silent am ehesten als Mischung aus MX-Red und klassischem Rubberdome beschreiben. Man hat die lineare Charakteristik und den geringen Gegendruck der MX-Red, das Gefühl beim Aufschlag ist aber dumpfer, wie bei Rubberdome-Tastaturen. Und ja, das macht das Schreiben hörbar leiser. Bei herkömmlichen linearen Cherry-Switches macht das Klacken der Tastenkappen beim Aufschlagen und Zurückschnellen einen Großteil der Geräuschkulisse aus. Das wurde hier verbessert, wenn auch nicht vollständig eliminiert. Dafür hört man bei harten Anschlägen die Federn im Schalterinnern surren. Und gefällt uns das besser? Vom akustischen Gesichtspunkt auf jeden Fall. Das Anschlagsgefühl stellt für uns allerdings eine geringe aber dennoch vorhandene Verschlechterung zum MX-Red dar. Dementsprechend empfehlen wir die MX-Silent für Leute, bei denen leises Tippen oberste Priorität hat, die aber nicht auf das schnelle Auslösen mechanischer Tasten verzichten wollen. Wenn eine geringe Lautstärke für euch nur „nice to have“ ist, bleibt lieber bei euren bisherigen Lieblingsswitches.

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Im Alltag schlägt sich die Strafe RGB wie auch die normale Strafe ausgezeichnet. Die Tasten reagieren schnell, die Beleuchtungsanimationen sind schön flüssig und die Plastikfüße stellten sich trotz unserer anfänglichen Befürchtungen als stabil heraus. Auch verrutscht die Tastatur beim Spielen nicht, lässt sich aber leicht nach hinten rücken. Das moderne Schriftbild stört nicht weiter und die vielen Makro-Möglichkeiten erleichtern den Büroalltag. Dennoch müssen einige Kritikpunkte Erwähnung finden. An erster Stelle wäre da die Handballenablage. Sie ist so kurz, dass meine Handflächen sie beim Schreiben und Spielen überhaupt nicht berühren. Außerdem ist sie nicht wie bei der K70 gepolstert und auch die Plastikgreifer zur Aufhängung wirken nicht sehr stabil. Zur Beleuchtung sei gesagt, dass sie durch den weißen Untergrund auch zwischen den Tasten zur Geltung kommt, es aber nur im Dunkeln wirklich gut aussieht. Das haben wir bei der deutlich günstigeren Thermaltake Poseidon Z RGB mit reflektierender Unterseite schon deutlich kraftvoller gesehen. Des Weiteren stören die unter der untersten Tastenreihe hervorguckenden Schaltersockel die Optik und wir hätten die Sonderzeichen lieber oberhalb der Zahlen abgebildet gesehen.

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In Games spielt die Strafe RGB ihre Stärken aus. Das schnelle Auslösen der Tasten bringt bei jedem Anschlag einen kleinen Vorteil und die vielen Profile, Makros und Beleuchtungen unterstützen das Spielgeschehen. Die zusätzlichen Tastenkappen vermitteln dabei ein sicheres Feedback, wo sich die Finger befinden und sind schön rutschfest. Beim Schreiben fühlen sie sich anfangs etwas ungewohnt an, sodass man sich entscheiden muss, ob man die Tastatur lieber mit oder ohne Gaming-Keycaps verwendet. Synchrone Farbanimationen mit CUE-Link auf allen Geräten lassen die Konkurrenz auf LAN-Partys neidisch werden. Wie bereits erwähnt spielen sich die MX-Silent linear, was sie besonders für Spiele empfiehlt, in denen Tasten lange gedrückt gehalten werden, wie zum Beispiel Shooter oder RPGs. In Spielen mit hauptsächlich kurzen Tastenschlägen wie MOBAs und Strategie sind uns weiterhin die taktilen braunen und blauen Schalter lieber. Zum Glück bietet Corsair die Strafe anders als ihre bisherigen Modelle mit roten, braunen, blauen oder Silent-Switches an. Das N-Key-Rollover funktioniert bei alledem ausgezeichnet. Im Test von Aqua’s Key Test seht ihr alle Tasten gleichzeitig gedrückt (grau hinterlegt).

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Fazit

Corsair hat mit der Strafe RGB wie auch schon mit der Strafe eine sehr gute Gaming-Tastatur im Sortiment. Verarbeitung, Optik und die Qualität der Beleuchtung überzeugen. Es gibt umfangreiche Einstellungen zu Makros und Beleuchtung, extra gummierte Tastenkappen fürs Gaming, einen zusätzlichen USB-Anschluss und eine Handballenablage. Die Tastatur ist wahlweise mit roten, braunen, blauen oder Silent-Cherry-Switches erhältlich und N-Key-Rollover ist ebenfalls gegeben.

Dennoch gab es hier und da Kleinigkeiten zu bemängeln. Die mitgelieferte Handballenablage ist nicht gepolstert und so kurz, dass meine Hände sie bei der normalen Nutzung überhaupt nicht berühren. Außerdem sehen die herausguckenden Schaltersockel unvorteilhaft aus und die Abbildung der Sonderzeichen unterhalb der Zahlen verwirrt hin und wieder. Auch etwas schmalere USB-Stecker wären nicht verkehrt gewesen.

Die Premiere der neuen Cherry-MX-Silent-Switches verlief ordentlich. Sie spielen sich wie die linearen MX-Red gepaart mit dem dumpfen Aufschlag von Rubberdomes. Subjektiv sind sie sind nicht ganz so leise wie klassische Rubberdomes und nicht ganz so angenehm wie die MX-Red. Daher eigenen sie sich vor allem für Spieler, bei denen leises Tippen hohe Priorität hat.

Nach den hervorragenden Tastaturen Corsair K70 RGB und K95 RGB wurden unsere Erwartungen zugegebenermaßen nicht ganz erfüllt. Die Strafe RGB ist eine sehr gute Tastatur und wir stimmen Corsairs Vergleich ihrer Vorzüge gegenüber den überteuerten mechanischen Produkten von Logitech und Razer zu. Aber es bleiben die erwähnten problematischen Kleinigkeiten. Daher kommt der in unseren Augen größte Konkurrent von Corsair selbst in Form der K70 RGB. Für identische 180€ bekommt man mit ihr eine Alu-Oberfläche, eine gepolsterte Handballenablage und dedizierte Multimedia-Keys. Dafür sind ihre LEDs weniger hell, die Animationen nicht so flüssig und es gibt keine Silent-Switches. Insgesamt vergeben wir für die 180€ teure Corsair Strafe RGB mit MX-Silent-Switches unseren Gold- und Design-Award und eine Empfehlung an alle Spieler, die mechanisch aber trotzdem möglichst leise spielen wollen. Mit anderen Switches bekommt man die Strafe RGB schon für 150€.

Pro:
+ Verarbeitung, Formgebung und Optik insgesamt
+ hübsche, flüssige Beleuchtungsanimationen
+ schnelle mechanische Schalter von Cherry
+ 10 zusätzliche gummierte Gaming-Tastenkappen
+ integrierter, gesondert verbundener USB-Hub
+ großer Funktionsumfang in der Software
+ Community für Beleuchtungsprofile

Contra:
– besonders mit Silent-Switches teuer
– Handballenablage viel zu kurz und nicht gepolstert
– Schaltersockel sichtbar
– Sonderzeichen unterhalb der Zahlen
– Software überfordert leicht

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