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Corsair Void Surround 7.1 USB-Headset

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Zu einem ausgeprägten Spielerlebnis gehört schon seit langer Zeit ein ausgeprägter und durchdesignter Sound wie in jeder Kinoproduktion. Damit diese Soundkulisse anständig an den Mann gebracht werden kann, bieten eine Heerschar verschiedener Hersteller eine noch größere Anzahl an Headsets, welche mit einem schier endlosen Umfang an Features daherkommen. Längst geht es nicht mehr nur um Design und Dolby-Digital-Tauglichkeit.

Da fällt die Kaufentscheidung nicht leicht. Wie verhält es sich zum Beispiel, wenn ich das Headset über einen längeren Zeitraum trage? Soll ich lieber Klinke oder USB-Anschluss nehmen? Ist für dieses Headset eine Soundkarte empfehlenswert oder bringt das Headset alles mit, was ich brauche? Ist es benutzerfreundlich oder sollte ich mir etwas Zeit einplanen, um alles zu konfigurieren? Sicher können viele dieser Fragen schnell mit den eigenen Vorlieben abgearbeitet werden, aber wie sieht´s technisch aus!?

Natürlich hat Corsair auch einige Headsets im Angebot und bedient ein recht großes Feld, von der Einsteiger-Klasse bis zum kabellosen Surround-Headset mit RGB-Beleuchtung. Wir haben heute ein hybrides Stereo-Gaming-Headset im Test, welches über 7.1 Dolby Surround verfügt. Wie geht das zusammen? Das und noch einige mehr klären wir auf den folgenden Seiten und hoffen, dass ihr nach diesem Test etwas klarer seht, was es für euch auf die Ohren gibt.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen gilt unser besonderer Dank Corsair. Wir bauen auf eine weiterhin enge und starke Zusammenarbeit.

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Autor:
jamison80

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Verpackung / erster Eindruck

Das Headset kommt wie von Corsair gewohnt in einem durchgestylten Karton daher. Hier macht Corsair von je her keine Kompromisse. Gleich welcher Preisklasse, wird hier viel Wert auf die erste äußere Erscheinung gelegt.

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Die Kartonage ist in Schwarz und Gelb gehalten und kann schon der Optik nach der Gaming-Sparte zugeschrieben werden. Corsair weiß die Wertigkeit des VOID Surround Headsets schon mit der Verpackung zu vermitteln. Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Headset und dem Firmenlogo nur fünf aussagekräftige Icons, welche besondere Eigenschaften hervorheben, und drei Headlines, welche die Kernfeatures herausstellt. Corsair setzt hier zwar auf hochglänzende Applikationen, jedoch ohne quietschbunte Farbkombinationen, die den Bogen überspannen würden.

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Die Rückseite der Verpackung ist nicht mehr so zurückhaltend, jedenfalls was Informationen angeht. Farblich und optisch bleibt man der Corsair-Linie auch hier treu. Neben den technischen Daten wird auf der Rückseite direkt klargestellt, wie und wo die 7.1-Surround-Sound-Optionen zu erreichen sind. Eben durch den Einsatz eines USB-Adapters am PC oder Laptop und nicht an der Playstation4, wo das Void aber auch seinen Einsatzzweck erfüllen soll.

Unter der Decke des Kartons findet man das Corsair Void kontrastreich auf gelbem Hintergrund in Szene gesetzt. Uns gefällt gut, wie hier das Augenmerk auf die rot-schwarze Farbkombination gelenkt und das Mikro an der Ohrmuschel präsentiert wird.

Beim weiteren Auspacken finden wir andere Kleinigkeiten, welche sicher nicht kaufentscheidend sind, uns aber positiv auf das Nutzungserlebnis einstimmen. Zum einen hat man die eine Ohrmuschel in Folie geschlagen, die sich einfach mit einem angehobenen Klebestreifen abziehen lässt, anstatt es mühsam abzureißen. Der zweite kleine Detailpunkt befindet sich an der Mikrofonfixierung. Hier trifft man nicht auf die übliche Drahtfixierung, sondern auf eine Lösung mittels wiederverschließbarem Gummi.

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Der Lieferumfang kann als sehr überschaubar angesehen werden. Neben dem Headset selbst ist der USB-Adapter, sowie die obligatorische Kurzanleitung und ein Warranty-Guide beigefügt.

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Technische Daten / Detailansicht

Neben einem ersten guten Eindruck kommt es natürlich auch und gerade auf den Gesamteindruck des Headsets an. Die Verpackung kann zwar eine erste Idee auf die Detailverliebtheit des Herstellers hinterlassen, jedoch muss das Produkt hauptsächlich durch Verarbeitung, Haptik und schlussendlich technisch überzeugen.

Der Kopfhörer weiß auf den ersten Blick einen anständigen und äußerst hochwertigen Eindruck zu hinterlassen. Beim genaueren Betrachten findet man keine unsauberen Spalte und Klebereste, sondern noch mehr sinnvolle Details.

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Die Kopfhörerschalen lassen sich um bis zu 90° drehen, was den Transport und das Um-den-Hals-legen in der Spielpause vereinfacht.

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Das Mikrofon ist schön inszeniert und auch liebevoll umgesetzt worden. Ob es technisch überzeugt, schauen wir uns auf der nächsten Seite an.

Das Design gefällt, angefangen bei den rot eingesetzten Farbeffekten im Mikrofon, zu dem gefällige Kopfbügel mit Logo-Schriftzug. Die schwarzen Hochglanz-lackierten Ohrmuscheln sind eventuell Geschmackssache, passen aber sensationell gut mit der matt-rot gehaltenen Einfassung zusammen. Nichtsdestotrotz wird man sich hier auf Fingerabdrücke einstellen müssen.

Der ebenfalls hochglänzende USB-Adapter fügt sich gut ein, hätte aber durchaus wertiger und spannender daherkommen können. Dem ein oder anderen könnte dies ein Dorn im Auge seines High-End-PC-Schreibtisches sein. Schließlich sprechen wir längst nicht mehr nur von Arbeitsplätzen. Das 7.1 Dolby Surround spricht ja neben der Gaming Elite eben auch Cineasten an und nicht zuletzt all jene, welche zu diesem Headset greifen, weil es ins farbliche Design des PC-Themes passt.

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Die Größe des Headsets kann in einem guten Umfang angepasst werden. Tatsächlich sollte es hier für niemanden Problem geben. Auch die Umsetzung der Größenanpassung ist gelungen und macht „auf Anschlag“ einen guten und vor allem wertigen Eindruck.

Den Anschluss des Kabels, sei es an der 3,5mm Seite oder an der Headset-Seite, hätte man etwas unauffälliger umsetzen können und dadurch das Gesamtbild noch verstärkt, wobei das Grau sich auch nirgends im Kopfhörer wiederfindet. Selbst wenn man jetzt sagt, das zielt auf das Logo und das Mute-Zeichen auf der Ohrmuschel ab, so trifft man den Farbton nicht und erzielt kein einheitliches Bild. Soviel zu der Detailverliebtheit, welche gerade von Corsair sonst gut bedient wird.

[IMG] Technische Daten:

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Zur Design-Entwicklung hat Corsair auf seiner Homepage ein Video bereitgestellt, welches gut darstellt, wie detailverliebt man an die Entwicklung des Headsets herangeht. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

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Im Test

Kommen wir zum aussagekräftigsten Teil eines Headset-Tests. Im Folgenden muss sich das Corsair Void Surround 7.1 USB beweisen. Dazu nehmen wir uns nicht nur Spiele zur Hilfe, sondern schauen, wie es sich im Bereich von Film- und Musikwiedergabe schlägt. Als erstes geben wir einen kurzen Einblick in die Software.

Software:

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So schön die Corsair Utility Engine auch anzuschauen ist, ist hier der Nutzen ehrlich gesagt eher gering. Eine RGB-Funktion ist bei dem uns zur Verfügung gestelltem Headset nicht gegeben und für das Anlegen benutzerfreundlicher Soundprofile ist es schlicht nicht flexibel genug. Bei jedem Regler, den man anpassen möchte, bewegen sich bis zu 5 Regler automatisch mit. Dieses feste Verhalten schränkt die persönlichen Vorlieben dann schon etwas ein. Allerdings findet sich beim Betrieb von mehreren Corsair Produkten alles übersichtlich in dieser Software zusammen.

[IMG] Im Gamingeinsatz:

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Das Spielerlebnis von Metal Gear Solid steht und fällt mit der Geräuschkulisse. Gerade in Einsätzen, in den man versucht, unentdeckt Missionen abzuschließen und an möglichst allen Wachen vorbeizukommen, ist das Erlebnis mit einer „vollen“ Geräuschkulisse um ein Vielfaches spannender. Hier hat uns das Void Surround 7.1 im Einsatz mit dem USB-Adapter voll überzeugt. Auch wenn es in der einen oder anderen Situation durchaus etwas aufgeblasen wirkte, konnte das Headset hier deutliche Stärken präsentieren. Leider verliert es an der hier und da etwas an Lautstärke. Beim normalen Klinken-Betrieb in Verbindung mit einer ASUS Xonar D2X ist der Eindruck mindestens ebenso beeindruckend wie klang- und druckvoll. Hier hat man als Audiophil-veranlagter Mensch seinen Spaß und benötigt einen USB-Adapter nicht mehr wirklich. Auch das Klangbild kann durchaus noch weiter aufgewertet werden, wenn man denn gewillt ist, sich mit der Materie auseinander zu setzen.

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Battlefield 4

Battlefield lebt natürlich von beeindruckenden Explosionen, umherfliegenden Gewehrkugeln, Hubschraubern und allem, was man sich sonst noch in einer virtuellen Soundkulisse wünschen kann. Dass hier eine mitunter übertriebene Geräuschdichte herrscht, überrascht wohl kaum und so haben Headsets hier stets einiges zu leisten. In Verbindung mit dem Adapter haben wir ein herrliches, mitunter übertriebenes Soundbild erlebt. Atmosphärisch konnte das Void Surround hier überzeugen, auch die Ortung von Schritten und Gewehrschüssen gelang meist recht ordentlich. Das ein oder andere Mal hatten wir jedoch eine so überladene Geräuschkulisse, dass es schwierig war, Schritte, Schüsse oder Teammitglieder zu fokussieren.

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Musikeinsatz:

Hier kann das Headset nicht überzeugen, wenngleich wir darauf hinweisen wollen, dass Musik nicht zu den ausgerufenen Einsatzgebieten dieses Headsets gehört. Die Mitten und Höhen sind durchweg nicht kräftig genug, um ein ordentliches Klangbild zu erzeugen. Auch der zum Teil zu kräftige und ausgeprägte Bassbereich verschluckt einiges und verhindert ein volles und ausgewogenes Musikerlebnis.

Mikrofon:

Die Verarbeitung von Spracheingaben funktioniert gut. Ohne dass wir groß was an den Einstellungen drehen müssen, werden Stimmen gut verarbeitet. Auch das Mikrofon selbst sitzt für uns an einer guten Position, welche wir nach oben oder unten anpassen können. Allerdings ist der Mikrofonarm selbst nicht besonders flexibel. Zwar lässt sich das Mikrofon stets in die gewünschte Position bringen, jedoch brauchten wir dazu manchmal beide Hände.

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Tragekomfort:

Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit empfanden wir den Anliegedruck als überdurchschnittlich angenehm. Die Muscheln umschließen in unserem Falle die Ohren komplett und dies in einem angenehmen Umfang. Auch nach etlichen Stunden im Einsatz keine störenden Druckstellen oder ähnliche Störeinflüsse. Die von Corsair als Memory-Schaum beworbene Ohrpolsterung ist zwar angenehm vom Tragekomfort her, der angepriesene Memory-Effekt stellte sich allerdings nicht ein. Als Brillenträger ist der Tragekomfort nicht ganz so groß. Bei stärkeren Brillenbügeln wird es nach einiger Zeit schon etwas störend an den Ohren.

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Fazit

Corsair hat mit dem Void 7.1 Surround wieder mal ordentlich abgeliefert: Eine Verarbeitung, die ihresgleichen sucht, ein Design wie aus einem Guss, technisch auf der Höhe der Zeit und dank Kompatibilität zu XBOX und Playstation 4 spricht man hier wirklich eine sehr große Schnittmenge an Spielern an. Mit 90€ (stand 27.März 2016) liegt man auch preislich im ambitionierten Feld.

Ein Headset von Gamern für Gamer: Das kann man tatsächlich so zusammenfassen, ohne zu übertreiben. In Spielen wird durchweg eine Soundkulisse aufgebaut, welche ab der ersten Sekunde ein „Wow“ heraufbeschwört. Allerdings machte es den Eindruck, als wäre die spektakuläre Kulisse etwas überbetont.

So wird aus der Stärke leider ebenso eine Schwäche. Die Detailverliebtheit verliert sich in den Mitten und vernachlässigte Höhen werden von kräftigen und oft überladenen Bässen im Keim erstickt. Bei Spielen wie Battlefield ist das eine Stärke, da genau diese Soundkulisse bedient wird. Atmosphärische Spiele, in denen es eher um die stillen Töne geht, leiden an der handelsüblich basslastigen Ausrichtung aber deutlich. Ebenso unbefriedigend ist der vermeintliche Musikgenuss, bei dessen Test wir feststellen mussten, dass dieses Gebiet wohl zu Lasten von Spielen und Filmen vernachlässigt wurde.

Insgesamt kommt das Corsair Void USB 7.1 so auf einen guten Silber-Award.

Pro:
+ Verarbeitung
+ Design
+ Kräftiger Klang in Spielen
+ Mikrofoneigenschaften
+ Drehbare Ohrmuscheln
+ Optionale USB-Soundkarte

Contra:
– basslastige, unausgewogene Abstimmung

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Produktlink: Corsair Gaming Headset
Software: CorsairUtility Engine
Quick Start Guide: PDF
Preisvergleich: Geizhals.de

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