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Dimastech BenchTable Easy V3.0 – Nur für extreme Overclocker geeignet?

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Nicht nur extreme Overclocker benutzen ihn, sondern auch Hobbybastler und natürlich stehen auch in unserer Redaktion einige Modelle.

Die Rede ist von einem Benchtable. Diese besonderen Exemplare für die Beherbergung potentieller Hardware gibt es in genauso vielen Ausführungen wie die ausgewachsenen herkömmlichen Gehäuse. Das mag auf den ersten Blick etwas verwundern, brauch man doch eigentlich nur einen anständigen Untersatz für das Mainboard, mit der Möglichkeit ein Netzteil und entsprechende optische Laufwerke störungsfrei aufzunehmen.

Wir haben hier und heute ein besonders edles Exemplar aus dem Hause Dimastech, kein „Plastegestell“ oder vermeintlicher Versuch irgendwelche Insekten nach zustellen.
Dimastech stellt Benchtables für höchste Ansprüche her und legt dabei viel Wert auf Funktionalität und gute Verarbeitung. So verwundert es nicht, dass uns ihre Benchtables immer wieder unter die Augen kommen. Besonders oft eben dann, wenn’s extra solide und sicher sein soll.

Ob Dimastech seinem Ruf gerecht wird, oder dieser nur eine moderne Legende ist, wollen wir hier auf die Probe stellen.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen geht unser besonderer Dank an Caseking und natürlich Dimastech.

Autor: jamison80

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[nextpage title=“Verpackung / Lieferumfang“ ]

Der Benchtable kommt in einer unscheinbaren Kartonage daher, von außen ziert den Karton das Firmenlogo und ein Typenaufkleber. Weder sind hier technische Daten aufgelistet, noch Abbildungen vom Benchtable, ganz zu schweigen von grafischen Vorschauapplikationen.

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Beim Öffnen des Kartons strahlt einem eine hellweiße Styroporabdeckung entgegen. Gegen die üblichen Verpackungssitten in Folie eingeschlagener und in angepasste Styroporschalen eingelassener Gehäuse, setzt man sich hier ganz klar ab. Der erste Eindruck ist allerdings nicht negativ, sondern vielmehr kommt das Gefühl auf, dass hier jemand tatsächlich den Benchtable „händisch“ zusammengestellt und in den Karton gesetzt hat.

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Das Gefühl wird im weiteren Verlauf des Unboxings noch verstärkt! Hier sieht es so aus, als sei jedes einzelne Teil an den dafür vorgesehen Ort gelegt worden. Die Aufteilung ist hierbei durchweg durchdacht und logisch aufgebaut. Auch ohne Zuhilfenahme von Kabelbindern, Klebestreifen oder ähnlichen Hilfsmitteln befinden sich alle im Lieferumfang befindlichen Teile sicher an ihrem vorgesehenen Platz.

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Im ganzen Karton finden wir nur zwei „Folien-Tüten“. Die eine enthält die Vandalismustaster nebst zugehörigen Kabeln und die zweite enthält die Schrauben für die Montage des FlexFans.

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Alle anderen Teile sind ins Styropor eingefasst, oder wie bei den Schrauben in einem separaten Becher verschlossen. Von dem Umstand mal ganz abgesehen, welch wertiger Eindruck hier durch so kleine Details vermittelt wird, ist so ein kleines Behältnis gerade bei einem Benchtable sinnvoll. Allerdings wirft es auch die Frage auf, warum so wenig andere Hersteller an diese Details denken. Die meisten Gehäuse ab der Mid-Tower-Class könnten so eine Aufbewahrung gebrauchen.

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Der Benchtable an sich kommt vormontiert im neuen Heim an und weiß direkt zu überzeugen. Beim ersten Anfassen kann ein Verarbeitungsniveau vermittelt werden, welches von einigen High-Class-Herstellern nicht im Ansatz erreicht wird.

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Der Lieferumfang umfasst im Detail:

  • 1 DimasTech Easy V3 Bench Table
  • 1 DimasTech Festplattenkäfig (bereits montiert)
  • 1 DimasTech Optischer Laufwerkskäfig (bereits montiert)
  • 1 DimasTech Erweiterungskartenhalterung 8 Slots
  • 1 DimasTech Netzteilhalterung (bereits montiert)
  • 1 DimasTech „Brass Nuckles“ zur Organisation von 16/17 Schläuchen
  • 1 DimasTech FlexFan 120 V2.0
  • 4 Gummifüße
  • 10 DimasTech Abstandshalter 25mm
  • 2 DimasTech Vandalismustaster inkl. Kabelstrang (Reset & Power mit LED Beleuchtung)
  • 1 DimasTech Sticker (bereits vormontiert)
  • Umfangreiches Schraubensortiment bestehend aus verschiedenen Schrauben Thumbscrews und Entkopplungsgummis

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[nextpage title=“Aufbau“ ]

Der Dimastech BenchTable Easy V3.0 kommt vormontiert an und bedarf zur Inbetriebnahme nur weniger Handgriffe. So ist neben den Laufwerkskäfigen auch die Netzteilhalterung bereits montiert.

Der Benchtable:
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Neben den vier im Lieferumfang befindlichen Gummifüßen muss nur noch die Slotblende für die Erweiterungskarten installiert werden. Die Gummifüße sind im Handumdrehen eingedreht und machen nicht nur optisch einen ordentlichen Eindruck. Dank der Füße ist ein fester und durchweg sicherer Stand gewährleistet.

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Die Beschichtung des Benchtables ist sehr anfällig für Staub. Das Bild entstand ca. 15min nach dem Auspacken und weißt schon eine ordentliche Portion davon auf. Die Pulverbeschichtung ist allerdings von so ausgesprochener Güte und Verarbeitung, dass sie ihresgleichen sucht.

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Der untere Teil des Benchtables ist von außen mit Thumbscrews verschraubt und kann zur einfacheren Montage abgebaut werden. Der obere Teil ist im Gegensatz dazu „aus einem Guss“ und fügt sich zu einem passenden Gesamtbild zusammen. Die eingelassenen Gewinde schließen bündig mit der Oberfläche ab und fügen sich nahtlos in die hochwertige Verarbeitung ein.

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Die beiden beleuchteten Vandalismustaster machen einen guten und hochwertigen Eindruck, im Gegensatz dazu stehen ihre Anschlüsse. Diese wirken etwas „dünn“ und dieser Eindruck wird beim Anbringen der Power/Reset-Kabel noch etwas unterstrichen. Die gewebten Kabel finden dann aber wieder zur bisher präsentierten Qualität zurück. Die Montage der Taster und ihrer Kabel läuft insgesamt unspektakulär und reibungslos ab.

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Der Flexscan ist extrem massiv, was nicht nur dem Gewicht zuzutragen ist. Er ist äußerst flexibel und lässt sich so individuell mit einem 120mm Lüfter über dem Mainboard platzieren.

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Für die Montage der Slotblende sind zwei Führungsschienen vorgesehen. Mittels zweier Schrauben kann sie befestigt und an jedes Mainboard angepasst werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass sich unerfahrene User einen Benchtable zulegen, eher gering ist, wäre eine „Kurzanleitung“ mit Bildern oder mit Montagebeispielen nicht verkehrt gewesen. Dimastech legt allerdings nur eine kurze Anleitung zum Anschließen der Tasten sowie ein „allgemeines“ Übersichtsblatt bei.

Das Testsystem:

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Der Ein- und Aufbau unseres Testsystems lief herrlich problemlos und unkompliziert. Zwar liest man dies bei so ziemlich jedem Gehäusetest, da sich kein Hersteller nachsagen lassen möchte, dass es schon beim Einbau zu Komplikationen oder gar Problemen kommt, jedoch bringt der offen Aufbau eines Benchtables einige neue Bewertungsaspekte mit sich. Unser heutiges Testexemplar erweist sich als wahres Aufbau-Genie.

Nicht zuletzt durch den entfernbaren Boden lässt sich das „Untergeschoss“ modular aufbauen und erleichtert den Einbau von bis zu zwei 360mm Radiatoren ungemein.

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Wir entschieden uns bei diesem Test allerdings dazu, den FlexFan auf die Probe zu stellen. Kurzerhand montierten wir nicht nur einen Lüfter, sondern einen ganzen Single-Radiator auf dem FlexFan.
Mit Erstaunen konnten wir feststellen, dass der gute optische Eindruck nicht nur Schein ist, sondern hält, was er verspricht! Keinerlei Anzeichen von aufkommenden Schwachstellen oder Instabilitäten. Zu keinem Zeitpunkt hatten wir Sorge, dass der FlexFan unter der Last seiner Aufgabe zusammenbrechen würde.

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Die Montage des Netzteils, sowie der Laufwerke läuft auch ohne Entfernen des Unterbodens reibungslos. Das liegt zum einen natürlich daran, dass sämtliche Halterungen modular ein- oder ausgebaut werden können.
Selbst das Netzteil wird in einem stabilen und modularen Winkel eingebaut. Unser Netzteil liegt mit einer Länge von 220mm an der Grenze der angegebenen Maximallänge, allerdings können wir alle modularen Kabel noch problemlos einstecken und könnten durchaus 5-10mm weniger verkraften. Wären wir bereit, den 2,5″-Käfig zu entfernen, verschöbe sich die Grenze zu den Rändern des Benchtables.

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Selbstredend finden Mainboards von XL-ATX bis hin zu Mini-ITX mehr als ausreichend Platz auf dem Benchtable. Alle Kabel können gut und organisiert verlegt werden und der großzügige Aufbau vermeidet Blessuren durch zu enge oder gar scharfkantige Gehäusestellen.

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Um die Größe des Benchtables etwas besser zu verdeutlichen, haben wir nochmal ein Übersichtsbild beigefügt. Deutlich zu sehen: Unser eVga X58FTW wirkt etwas verloren bei so viel Platz. So bietet der Easy V3.0 mehr als ausreichend Raum für alle erdenklichen Einsatzgebiete.

 

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[nextpage title=“Fazit“ ]

Was bleibt am Ende eines jeden Testberichts? Das Resümee über die Eindrücke und Erwartungen in größtmöglicher Objektivität. Dies gestaltet sich zunehmend schwer, wenn vom ersten bis zum letzten Moment der Eindruck der Verliebtheit in das getestete Produkt durchscheint. Der Dimastech Easy V3.0 ist durchweg überzeugend. Von der Verarbeitung bis hin zur überlegten Zusammenstellung des Aufbaus.

Hier ist wirklich jedes mögliche Teil modular, kann also wahlweise entfernt oder ergänzt werden. Der Aufbau funktioniert durch die Möglichkeit, alles, wirklich alles demontieren zu können, unglaublich einfach und unkompliziert. Der einzige wirkliche Wermutstropfen sind die Vandalismustaster, die nicht auf dem überragenden Qualitätsniveau des restlichen Benchtables sind. Ansonsten konnten wir, selbst bei kritischster Herangehensweise, keine wirklichen negativen Aspekte aufzeigen. Natürlich könnte man sich mukieren, dass es keine USB-Anschlüsse gibt. Sich bei einem Benchtable über fehlende Windows zu beschweren, wäre ähnlich aussagekräftig.

Zusammenfassend sagen wir, der legendäre Ruf der Marke hat seinen guten und fundierten Grund. Auch der Preis von rund 130,00€ vermag nicht an dem gebotenen Gesamtbild zu rütteln!

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Aus diesen Gründen kommen wir nicht umhin, dem Dimastech Easy V3.0 unseren Gold-Award zu verleihen. Und wir freuen uns an dieser Stelle verkünden zu können, dass unser bisheriger Benchtable in die wohlverdiente Rente geht und durch dieses Schmuckstück ersetzt wird. Das bedeutet auch, dass wir in Zukunft immer mal wieder auf diesen Benchtable zurückgreifen werden, um euch weitere Möglichkeiten und Vorzüge aufzuzeigen.

Pro:
+ Gefälliges Design
+ sehr durchdachter Aufbau
+ Höchste Verarbeitungsqualität

Contra:
– Netzteil-Schiene etwas eng
– nichts auszusetzen

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Für das bereitgestellte Testsample und das damit entgegengebrachte Vertrauen wollen wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit.

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