Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideKomponentenMainboards

Drei Z170 Mini-ITX Mainboards im Vergleichstest

Wir testen heute mehrere mini-ITX-Untersätze für Intels aktuelle Prozessor-Generation in Form der Core-6000-Serie. Die neuen Skylakes benötigen wegen ihrer Unterstützung für DDR4-Arbeitsspeicher einen neuen Sockel und auch entsprechend neue Chipsätze. Dafür bekommt man nicht nur deutlich gestiegene CPU-Performance, sondern auch spürbar mehr integrierte Grafik-Power.

Alle drei von uns getesteten Boards werben auf mit einem hochqualifizierten Soundchip und besonderer Übertaktungsfreudigkeit. Das Asus Impact im Mini-ITX-Format unterstützt hierbei sogar Arbeitsspeicher bis zu 4.133 MHz mittels OC. Das MSI Gaming wirbt hingegen mit dem Slogan „GAMING“ innen und außen. Detailverliebt vom schwarz-roten Unterbau bis zur Beschriftung der Platine stechen die neuen GAMING Motherboards erneut aus der Masse heraus. ASRock ist besonders stolz auf seinen Fatal1ty-Maus-Anschluss. Alle drei Boards sind trotz ihrer Größe sehr gut ausgestattet und haben allesamt WiFi-Antennen im Zubehör. Wie viele der 20 möglichen PCIe-3.0-Lanes des Z170-Chipsatzes sich auf einer mITX-Platine verteilen lassen und natürlich auch, wie sich die Boards in allen anderen Bereichen schlagen, könnt ihr in diesem Artikel erfahren.

Hiermit bedanken wir uns herzlich bei Asus, ASRock und MSI für die zur Verfügung gestellten Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

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Design und Technik Asus

Ausgepackt sticht sofort das Asus-ROG-Style ins Auge. Daneben entdeckt man die typischen Features wie ROG-SupremeFX-Impact-Sound (ES9023P), zwei Mal USB 3.1 (1× Typ A, 1× Typ C), ein U.2-Port, zwei Lüfteranschlüsse, einen Gigabit-LAN-Controller von Intel (I219-V) mit integriertem WiFi- bzw. Bluetooth-Modul, XMP-Unterstützung und diverse Übertaktungsfeatures. Das Mainboard wirkt sehr aufgeräumt und verspricht viel Power auf kleinstem Raum.

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Beginnen wir bei dem Overclocking-Board mit den insgesamt 10 Leistungsphasen – sechs für die CPU, zwei für den DRAM und zwei für die iGPU. Klein aber Oho passt hier ganz gut, nicht umsonst ist das Board mit einem vorderen und hinteren Kühlkörper ausgesttatet. Sogar die Blende dient zur Isolierung der Rückseite und Leiterplatte gegen Kurzschluss. Über das „Impact Power III“-Modul der DDR4-Speicher auf Frequenzen bis zu 4133 MHz übertaktet werden.

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Die Onboard-Soundlösung des Maximus VIII Impact wurde aus einem ESS® ES9023P Digital-Analog-Wandler (DAC) mit Hyperstream™ Technologie mit extrem geringem Jitter, Audiokondensatoren von Nichicon, einem 2VRMS Kopfhörerverstärker, sowie Sonic SenseAmp realisiert. SupremeFX Impact III verfügt darüber hinaus über Sonic Studio II, mit dem sich unterschiedliche Audioeffekte für das optimale Entertainment einstellen und genießen lassen.

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Der LAN-Anschluss auf den Board besteht aus einem Intel I219-V-Gigabit-Controller und dank der Integration einer Intel Alpine Ridge Steuerung erhalten wir USB 3.1 Typ-A und Typ-C-Ports. Auf der Rückseite befindet sich auch ein spezielles Feintuning / Testmodul, welches einen LED Postcode anzeigt. Die Codes und deren Bedeutung befinden sich im Handbuch. Des Weiteren befinden sich wie es die Overclocker gerne haben ein Power, Reset-Knopf und ganz wichtig bei fehlgeschlagenen BIOS-Einstellungen die Asus USB BIOS Flashback sowie eine CMOS-Clear-Taste auf der Rückseite des I/O Panel.

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U.2 Geräte sind allerdings noch rar – nur Intels 2,5 Zoll 750 SSDs sind derzeit kompatibel und lieferbar. U.2-Hardware nimmt auch weniger Platz auf dem Mainboard ein und entwickelt kaum Abwärme. Unterstützt werden Speichermedien mit NVM Express (NVMe), der revolutionären Spezifikation, mit welcher Höchstgeschwindigkeit aus der SSD herausgekitzelt werden kann. Das Laufwerk wird hierbei lediglich an den integrierten U.2-Anschluss angeschlossen und schon sind Datenübertragungsraten von bis zu 32Gbit/s möglich.

Technische Daten

  • Chipsatz Intel Z170
  • Formfaktor Mini-ITX
  • CPU-Unterstützung LGA1151 kompatibel (Skylake)
  • Speicher-Unterstützung Dual-Channel, 2 Steckplätze, max 32GB
  • Sound Asus SupremeFX Impact III
  • Vernetzung Intel Gigabit LAN, WLAN 802.11ac
  • Ports 4 x SATA 6Gbps über Intel Z170, 1 x U.2, 6 x USB 3.0 (2 x via Header), 1 x USB 3.1 Typ A, 1 x USB 3.1 Typ-C, 1 x LAN, Audio-Ausgang, Line in, Mikrofon, HDMI 1.4
  • Abmessungen (mm) 170 x 170
  • Extras LED POST-Code ausgelesen, Power- und Reset-Knöpfe, Clear CMOS Button, dedizierte Soundkarte, Lüfternabe, Thermistor-Kabel

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Design und Technik MSI

Das PCB des Mainboards wurde sehr sauber und zudem auch noch sehr gut aussehend verarbeitet. Auf der Platine selbst gibt es keine Overclocking-Test-Tools wie beispielsweise den Power- oder Reset-Knopf. Den einzigen Knopf, den wir auf der Platine finden können, ist der CMOS-Clear-Button auf der Rückseite des I / O-Panels. Beide Lüfteranschlüsse sind genau dort, wo sie hingehören. Keiner der Anschlüsse stört die SATA 6Gbps Ports oder die DIMM-Steckplätze.

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Als WiFi-Modul setzt MSI einen Intel Dualband Wireless-AC 8260 Chip ein, welcher sich direkt neben dem PCH-Kühlkörper mit den Antennenanschlüsse auf der Rückseite des I/O-Panels befindet. Die beiden äußeren SATA 6Gbps-Anschlüsse sind Teil eines SATA-Express-Anschlusses. Der Sockel-Bereich sieht auch wirklich aufgeräumt aus und bietet eine Menge Platz für große Kühlkörper.

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Allerdings gibt es einen kleinen Haken bei dem Board: Es bietet nur Platz für M.2 SSDs bis zu einer Länge von 60 mm. M.2 SSDs mit 80mm wie beispielsweise die Samsung SM951 und demnächst erscheinende SSD 950 PRO würde nicht passen.

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Auf dem Backpanel hat MSI insgesamt vier USB-3.1-Ports auf der Rückseite neben zwei USB-2.0-Ports sowie Displayport und Standard-HDMI implementiert.

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Der Ton macht die Musik: In den letzten ein bis zwei Jahren steigerte sich der Onboard Sound enorm. Mit dem AUDIO BOOST 3 und Premium Audio-Komponenten bietet das Board höchste Audioqualität. MSI verspricht damit kristallklaren Klang und atemberaubende Musikqualität. Für einen besonders ausgewogenen, perfekten Sound für alle Audio-Kanäle sorgen die separaten Audio-PCB-Schichten.

Technische Daten

  • Chipsatz Intel Z170
  • Formfaktor Mini-ITX
  • CPU-Unterstützung LGA1151 kompatibel (Skylake)
  • Speicher-Unterstützung Dual-Channel, 2 Steckplätze, max 32GB
  • 8-Kanal-Sound Realtek ALC1150 Codec
  • Vernetzung Intel I219-V-Gigabit-Ethernet-
  • Ports 4 x SATA 6Gbps über Intel Z170, 1 x M2 (bis 60mm), 1 x SATA Express, 6 x USB 3.1 (2 via Header), 5 x USB 2.0 (2 x via Header), 1 x LAN, Audio-Ausgang, Line-in, Mikrofon, optisches S / PDIF-Ausgang, HDMI 1.4, Displayport
  • Abmessungen (mm) 170 x 170
  • Extras 5V USB-Audio-Anschluss, Clear CMOS Button, isolierte Audioschaltung

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Design und Technik ASrock

Auch ASrock hat sein neues Fatal1ty-Mini-ITX High-End-Motherboard für kleine Gaming-PCs im Programm. Zu den Highlights zählen unter anderem einzigartige Spannungsreglermodule, extreme Übertaktungsfähigkeiten, HDMI 2.0-Anschluss, ein 4K-Ausgang bei 60 Hz, USB 3.1 Typ-A und Typ-C-Ports, sowie 802.11ac Wi-Fi. Nicht sehr verwunderlich, dass auch dieses Board im beliebten Rot/Schwarz gehalten ist.

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Das Fatal1ty Gaming Z170-ITX / ac wird durch den Intel Z170 Core-Logic Chip versorgt und unterstützt die neuesten Prozessor-Generation wie beispielsweisen den 6700K (LGA 1151).

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Das Mainboard ist aus einer mattschwarzen Glasgewebeschicht-Leiterplatte gefertigt und verwendet hochwertige Komponenten, wie die Nichicon „12K Platin“ Kondensatoren mit einer garantierten Lebensdauer von mindestens 12.000 Stunden. Weitere Merkmale auf dem Board sind die digitalen Spannungsreglermodule mit acht Phasen (VRM).

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Weitere Features wie ein HDMI 2.0-Ausgang, der von einem speziellen Controller-Chip angesteuert wird, dürfen hier nicht fehlen. Der IC Ausgang mit 4K-Auflösung unterstützt 3840 * 2160 und 4096 * 2160 mit 60 Hz, welche mindestens erforderlich sind, um Ultra HD BluRay-Filme ruckelfrei wiedergeben zu können. Der HDMI 2.0-Anschluss funktioniert nur mit Intels integrierter Grafikeinheit.

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Weiterhin bietet das Board zwei DDR4 Speichersteckplätze, einen PCIe-3.0-x16-Steckplatz für Grafikkarten, einen High-Performance-M2-Anschluss (mit PCIe 3.0 x4-Schnittstelle) für High-End-Solid-State-Laufwerke im 2260/2280 Formfaktoren, einen SATA-Express-Anschluss, vier SATA-6Gbps-Anschlüsse, 7.1-Kanal-Audio, einem USB 3.1 Typ A und einem USB-Typ-C Port und sechs USB 3.0 Anschlüsse. Als WLAN-Chip wurde ein Intel-Gigabit Ethernet (I219-V) sowie ein 2 × 2 (2T2R) Dual-Band 2.4 / 5GHz 802.11 a/b/g/n/ac WLAN Mini-PCIe-Modul mit bis zu 867 MB/s Übertragungsrate und Bluetooth v4.0-Unterstüzung implementiert. Allerdings verwendet das Board nur drei analoge audio-Anschlüsse.

Technische Daten

  • Chipsatz Intel Z170
  • Formfaktor Mini-ITX
  • CPU-Unterstützung LGA1151 kompatibel (Skylake)
  • Speicher-Unterstützung Dual-Channel, 2 Steckplätze, max 32GB
  • 8-Kanal-Sound Realtek ALC1150 Codec
  • Vernetzung Intel I219-V-Gigabit-Ethernet-
  • Ports 1 SATA Express, 6 SATA3, 1 Ultra M.2 (PCIe Gen3 x4 & SATA3)2 USB 3.1 10Gb/s (1 Type-A + 1 Type-C), 8 USB 3.0 (2 Front, 5 Rear, 1 Fatal1ty Mouse Port)
  • Abmessungen (mm) 170 x 170
  • Extras 8 Power Phase design, Fatal1ty Mouse Port

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Ausstattung und Extras

Asus Maximus VIII-Impact

Asus schickt uns das Maximus VIII- Mainboard wie gewohnt in einer sicheren Einzelverpackung. Die eigentliche Verpackung des Mainboards ist optisch sehr ansprechend im typischen „ROG-Style“ gestaltet. Während auf der Front das ASUS-ROG-Logo, die Mainboardbezeichnung und einige Details wie beispielsweise Windows 10 Ready und Ultra 4K-Support zu finden sind, befinden sich auf der Rück-und Innenseite nochmals einige Features und kleine Bilder dazu.

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Asus gestaltet den Lieferumfang für ein Mainboard typisch „ROG“ mäßig groß: Vier SATA-6Gb/s-Kabel, I/O Blende, ein dickes Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard, ein CPU Installations-Tool und eine 2T2R-Dual-Band Antenne (WiFi) sowie eine Lüfter Extension Card. Reichlich Zubehör also und der Einbau kann sofort losgehen.

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Das Board überzeugt mit einer leistungsfähigen Kühlung, hervorragendem ROG-SupremeFX Impact III-Sound, Sonic Radar II, GameFirst III und Extreme Engine Digi+ III. Zudem finden sich fünf Lüfteranschlüsse, ein Gigabit-LAN-Controller von Intel (I2119-V), AMP-Unterstützung und diverse Übertaktungsfeatures.

MSI Gaming Pro AC

Auch MSI schickt uns das Z170i -Gaming Mainboard in einer sicheren Einzelverpackung. Die innere Hülle des Mainboards ist optisch sehr ansprechend im rot/schwarzen MSI „Gaming-Style“ gestaltet. Während auf der Front ein riesiger verschwommener Sportwagen angezeigt wird, befindet sich auf der Rückseite die Mainboardbezeichnung und einige Details, wie beispielsweise Gaming LAN und Turbo M2 Onboard.

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MSI gestaltet den Lieferumfang ähnlich, aber nicht so großzügig wie Asus: Zwei SATA-Kabel, I/O Blende, ein Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard befinden sich als Beilage im Karton. Als Gimmick liegen SATA-Beschriftungs-Aufkleber bei. Alles in allem ist mehr als ausreichend Zubehör vorhanden.

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An Extras bietet das Board einen universellem PS/2-Anschluss und sechs Audio-Buchsen für 7.1-Sound. Es werden sowohl Dual- und Triple-Monitor-Setups (Eyefinity), als auch 2-Way-CrossFire und Auflösungen bis 4K Ultra-HD unterstützt. Antennen für das WiFi-Netzwerk dürfen hier natürlich auch nicht fehlen.

ASRock Fatal1ty Z170 Gaming-ITX

Auch ASRock schickt uns das Fatal1ty Z170- Mainboard wie gewohnt in einer sicheren Einzelverpackung. Die Verpackung ist allerdings den beiden anderen Kontrahenten gegenüber etwas größer. Der Mainboardkarton ist eher unauffällig gestaltet. Auf der Front der Verpackung befindet sich das Fatal1ty Logo, während sich auf der Rückseite die Mainboardbezeichnung und einige Details, wie beispielsweise DDR4 Support bis 3400 + (OC) und der erwähnte Maus-Port befinden.

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ASRock gestaltet den Lieferumfang nicht unbedingt großzügig: Zwei SATA-Kabel, I/O Blende, WiFi-Antenne, ein Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard befinden sich als Beilage im Karton. Auf Gimmicks wurde allerdings verzichtet.

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An Extras bietet das Board einen universellem PS/2 und sechs Audio-Buchsen für 7.1-Sound. Zur weiteren Ausstattung des Fatal1ty Z170 Gaming-ITX/ac gehört ein PCIe-3.0-x16 Slot. Außerdem verfügt es über Gigabit-LAN, vier SATA3-Anschlüsse, einem M.2-Anschluss, sechs USB-3.0-Schnittstellen, eine USB-3.1-Typ-A-Schnittstelle sowie eine USB-3.1-Typ-C-Schnittstelle.

UEFI und Energiekonsum

Asus Maximus VIII-Impact

Das Asus-Mainboard erreichte uns mit einer der ersten BIOS-Versionen. Wir haben es beim ersten Start auf die derzeit aktuelle Version 1202 geflasht. Mit der geflashten Version werden mehrere Themenbereiche angesprochen, wie beispielsweise eine verbesserte Overclocking- und Systemstabilität. Wir haben mal einige selbsterklärende BIOS-Screens für euch bereitgestellt.

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Im Overclocking-Menü können sämtliche Übertaktungseinstellungen, wie das Einstellen verschiedener Spannung (CPU, GPU, RAM) u.v.m. vorgenommen werden. Auch zahlreiche Speichereinstellungen sind hier zu finden. Es gibt natürlich noch viel mehr interessante Overclocking-Einstellungen, wie beispielweise der GPU-Boost Modus. Hier passt sich die GPU automatisch der übertakteten CPU an. Es kann aber auch auf „manuell“ gestellt werden, um die gewünschte Frequenz selbst zu wählen.

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Die 5-Wege-Optimierung führt alle komplexen Einstellungen zur Leistungssteigerung mit nur einem Klick automatisch aus. Der ASUS Pro Clock ist eine dedizierter Basistakt- (BCLK) Generator, welcher speziell für Intel®-Prozessoren der 6. Generation entwickelt wurde und die Übertaktung des Basistakts auf bis zu 400MHz und darüber hinaus ermöglicht. Wenn ihr im BIOS die F11-Taste drückt oder mit der Maus am oberen Rand des Grundbildschirmes klickt, werden hier die EZ-Tuning-Wizard-Funktion angezeigt. Gerade für User mit weniger Erfahrung ist das ein hilfreiches Feature. Im UEFI-Modus ist es jetzt sogar möglich, die Lüftersteuerung mit grafischen Kurven zu regeln.

MSI Gaming Pro AC

Das MSI Mainboard erreichte uns gleich mit der neuesten BIOS-Version. Daher brauchten wir nicht umstandshalber vorher das Internet zu aktivieren. Mit der aktuellen 130er Version werden mehrere Bereiche angegangen, wie beispielsweise auch hier eine verbesserte Overclocking- und Systemstabilität.

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MSI bietet wie gewohnt das Click BIOS 4 an. Es ist das neueste UEFI-BIOS mit Optimierungen für Windows 10. Außerdem wurden Reaktionsschnelligkeit, Darstellungsqualität und Mausunterstützung verbessert. Über die Lüftersteuerung im BIOS kann jeder Lüfter separat angesteuert werden. Im Overclocking-Menü gibt es für alle relevanten Einstellungen zahlreiche Optionen.

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Das BIOS kann auch ohne Betriebssystem aktualisiert werden. Hierzu wird lediglich ein USB-Stick benötigt, um auf eine aktuellere Version zu flashen. Des Weiteren unterstüzt das Board DDR4 Speicher bis 3.600MHz. Mit der MSI „OC-Genie 4“-Übertaktungsfunktion lässt sich die Performance des PCs einfach per Knopfdruck steigern, sodass im Gaming-Einsatz stets die optimale Leistung abgerufen werden kann, ohne komplexe Einstellungen im BIOS vorzunehmen.

ASRock FATAL1TY Z170 Gaming

Board Nr. 3 erreichte uns auch mit der aktuellen BIOS-Version. Mit der aktuellen 1.5er Version werden mehrere Bereiche angegangen, wie beispielsweise auch hier eine verbesserte Systemstabilität und der CPU Update Microcode. Auch hier kommen wieder die Farben Rot/Schwarz zur Geltung.

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ASRock hat einige Verbesserungen der Übersicht durchgeführt und alles etwas schlanker gestaltet. Das UEFI-BIOS sieht einfach, aber auch gleichzeitig elegant aus. Das Menü wirkt am Anfang sehr klein und übersichtlich, lässt sich durch Drücken der F6 Taste aber erweitern.

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Die Lüftersteuerung und Performance-Einstellungen können sich auch hier wie bei den anderen beiden Modellen wirklich sehen lassen. Die Anpassung und Einstellungen sind schnell gemacht und auch für einen Laien verständlich. ASRock hat bei den Overclocking-Einstellungen allerdings nur das Nötigste und nicht so viele extreme Features wie bei dem Asus Mainboard eingefügt. Immerhin verspricht der Hersteller einen Support von bis zu DDR4 4000+ via OC.

Stromverbrauch

Die heutigen Mainboards unterscheiden sich kaum voneinander, zumindest was die Performance angeht. Deutliche Unterschiede hingegen sind bei dem Energieverbrauch zu spüren. Hier spielt nicht nur ein ausgereiftes BIOS eine gewisse Rolle, sondern auch die auf dem Mainboard vorhandenen Features.

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Das Asus Board verbraucht dabei weniger, als die Konkurrenten von MSI und dem leicht abgeschlagenen ASRock.

Benchmarks

Um die allgemeine Leistung aller drei Boards beurteilen zu können, haben wir neben einigen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen Szenarien gemessen. Wir verwendeten stets die aktuellsten Treiber- und Softwareversionen. Windows ist mit allen Updates versehen und ansonsten jungfräulich.

Für den Test verwendeten wir eine Wasserkühlung bestehend aus einem 480er Radiator, einer Pumpe und einem Ausgleichsbehälter, die sich problemlos installieren ließ.

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Das Testsystem:

  • CPU: Intel 6700K
  • CPU-Kühler: Alphacool NexXxoS Cool Answer 480 DDC/XT – Set
  • Speicher: 2x 8GB Kingston Hyper X DDR4-3600 MHz CL11-13-13-35 2T
  • Netzteil: Cooler Master Hybrid 1200W
  • Grafikkarte: IGP (OnBoard)
  • SSD: SanDisc 250 GByte
  • Betriebssystem: Windows 10 – 64bit

System Performance

Der von Futuremark entwickelte PCMark8 testet die Performance eines Rechners in alltagstypischen Szenarien und stellt somit einen guten Vergleich für die Alltagsperformance eines Systems dar. Wir haben uns hier für den 4K-Video-Mode entschieden.

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Cinebench R15

Das aktuelle Cinebench Tool R15 ist ein kostenloses Benchmark-Programm, das auf der bekannten 3D-Software Cinema 4D basiert. Das Tool eignet sich ideal, um die Leistung der CPU und GPU zu vergleichen. Nach Ablauf des Benchmark-Tests gibt das Tool einen Punktewert aus und kann mit einer integrierten Rangliste mit einigen Referenz-Rechnern verglichen werden. Hier macht ASUS das Rennen und liegt knapp vor dem Board von MSI und ASRock.

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Durchweg gute bis sehr gute Leistungen kann das Maximus-Kit hier präsentieren, was auch zu erwarten war. Den tatsächlichen Sprung veranschaulichen die Tabellen aber am besten.

Gaming Performance

Hier zeigen wir euch einmal den direkten Vergleich zwischen dem Standard-Takt und übertaktet auf 4.8 GHz. Hier zeigt das ASRock Board auch mal seine Reserven und kann im übertakteten Zustand auch ganz oben mithalten. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Boards aber kaum voneinander.

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Audio Performance

Der „RightMark Audio Analyzer“ ermöglicht es uns, die Soundkarte oder auch dessen Soundchip auf die Probe zu stellen. In einem Testlauf sammelt das Tool viele Infos zur Qualität der Wiedergabe und Aufnahme einiger Testtöne. Verzerrungen, Frequenzen, sowie Noise- und Stereo-Crosstalk-Level lassen sich beispielsweise ermitteln.

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Hier gewinnt ganz klar der FX-Soundchip von dem Asus Maximus VIII-Impact, gefolgt vom MSI Gaming Mainboard. Asus hat hier ganz klar an die Gamer gedacht und einen geradezu perfekten Suprem FX – Sound dem Maximus spendiert. Der Klang wirkt transparent und feinfühlig und von der gewohnten Dumpfheit und Verwaschenheit von Onboard-Lösungen keine Spur. Das ASRock Fatal1ty mit seinen drei Audio-Anschlüssen schafft es leider nur auf Rang 3.

Benchmarks (OC)

Um die allgemeine Übertaktungsleistung der drei Boards beurteilen zu können, haben wir in unserem Testsystem neben einigen aktuellen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen OC-Szenarien gemessen.

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Hier mal ein Ergebnis in CPU-Z, das ohne weiteres mit unserer im Test befindlichen Wasserkühlung bootbar war. Wir haben lediglich die CPU-Spannung ein wenig angepasst und alles Unnötige deaktiviert.

Speicherperformance

Mit ein bisschen Feintuning (Spannung anheben) im BIOS sind sehr gute Werte zu erzielen.

Everest

Everest ist ein kostenloses Programm zum Überwachen und Tunen des eigenen Systems. Das Tool bietet eine überschaubare Oberfläche an und ist leicht in der Handhabung. Neben Hardware- und Software-Informationen liefert das Tool auch nützliche Tipps um den PC zu optimieren.

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Nach einigen Versuchen konnten wir knapp 40300 MB/s erzielen (siehe Bild). Das Asus und ASRock-Board hingegen hatte nicht ganz so viele Leistungsreserven wie das von MSI und lies uns schon bei knapp 40150 MB/s im Stich und beendet den Bootvorgang mit einem Bluescreen.

Wprime

Das Benchmark-Tool wPrime ist ein Multicore-fähiges Programm, mit welchem die Geschwindigkeit der CPU (APU) für eine standardisierte komplexe Berechnung protokolliert werden kann. Hyper-Threading wird natürlich auch von dem kostenlosen Tool unterstützt.
Hier liegen alle drei Boards nah bei einander.

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Overclocking

Alle drei Mainboards liefen stabil mit knapp 4600 MHz, die Temperatur war dank unserer 480er (Radiator) Wasserkühlung auch immer sehr niedrig. Doch wollten wir die Spannung nicht unnötig in die Höhe schrauben, um Schäden an der CPU zu vermeiden.

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In den Benchmarks steht das Board von Asus leicht besser dar, als seine Konkurrenten. Insgesamt sind wir mit der Performance und Leistung aller im Test befindlichen Mainboards sehr zufrieden.

Fazit

Kommen wir jetzt zur Endbewertung:

Sehr gut haben uns an allen drei Boards Features wie HDMI, PS/2-Combo-Port, Display-Port (MSI) und der USB-BIOS-Flashback-button (ASUS) gefallen. Beim Onboard-Sound gab es bei allen drei nicht viel zu beanstanden, der von Asus klingt im direkten Vergleich aber am besten. Wir hatten bei allen im Test befindlichen Games immer einen kristallklaren Klang.

Alle drei Boards bestehen die angeworbene Leistung seitens der Hersteller mit Bravour. Die Performance stimmt absolut und die Boards sind dank ausgereiftem BIOS stabil.

Was das Overclocking angeht, hat Asus hier einen kleinen Vorsprung dem MSI und ASRock Board gegenüber. Allerdings hat das Z170I-Gaming-AC mit ein wenig Fingerspitzengefühl im BIOS auch noch Leistungsreserven in der Pipeline, die das Board nicht nur zu einem Gamer-Untersatz macht, sondern auch Overclocking tauglich ist.

Bei der Ausstattung können das MSI und Asus Board gleichauf punkten. ASRock hat hier nur Standards dem Lieferumfang beigefügt. WIFI Antennen in unterschiedlichen Designs bieten alle drei Boards. Beim Asus-Board hingegen befindet sich im Lieferumfang ein zusätzliches CPU Installation Tool und eine Fan Extension Card, um weitere Lüfter anschließen zu können.

Energiesparwunder sind alle drei Boards und die im Test befindliche CPU dank der BIOS-Optionen mit Sicherheit auch. Hier kann man einiges herausholen.

Insgesamt sind alle getesteten Mainboards empfehlenswert. Das Asus Board lässt sich besser übertakten und hat bei einigen Benchmark-Ergebnissen die Nase vorn, das schlägt sich aber auch im Preis nieder. Dafür ist das günstigere MSI Board nicht ganz so empfindlich und allgemein ein wenig nutzerfreundlicher, gerade für Anfänger, für die das BIOS böhmische Wälder sind. Das ASRock Board wirkt auch sehr ausgereift und machte im gesamten Testdurchlauf keine Sperenzien. Hier fanden wir das BIOS allerdings noch nicht so ausgereift und auch nicht wirklich auf Overclocking zugeschnitten.

Vor dem Kauf eines Mini-ITX-Boards sollte man sich allerdings im klaren sein, das man durch den kleinen Formfaktor mit weniger RAM- und PCI-e Slots auskommen muss.

Derzeit ist das ASUS MAXIMUS VIII IMPACT GAMING Z170 für knapp 230,00€ und das MSI Z170i-Gaming-Pro-AC für knapp 155,00€ zu haben, während das ASRock Z170 Gaming-ITX/ac für 190,00€ über unseren Partner Geizhals.de verfügbar ist.

Bewertung Asus MAXIMUS VIII IMPACT

Positiv
+ Sehr stabil
+ Overclocking-Potenzial
+ Sehr gute Performance
+ Intel NIC + ROG Gamefirst III
+ Großzügiger Lieferumfang
+ Umfangreiches und leicht zu bedienendes UEFI-BIOS
+ Gut klingender Onboard-Sound (SupremeFX Impact III)
+ Kühlkonzept

Negativ

– n.a

Zusammenfassend können wir dem Asus MAXIMUS VIII IMPACT verdient einen Gold und OC Award verleihen.

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Bewertung MSI Z170i-Gaming-Pro-AC

Positiv
+ Sehr stabil
+ Übersichtliches BIOS
+ LAN-Performance
+ Preis-Leistung
+ Gut klingender Onboard-Sound
+ Kühlkonzept

Negativ
– n.a.

Zusammenfassend können wir auch dem MSI Z170i-Gaming-Pro-AC verdient einen Gold und den Preis/Leistungs-Award verleihen.

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Bewertung ASrock Z170 Gaming-ITX/ac

Positiv
+ Sehr stabil
+ Übersichtliches BIOS
+ LAN-Performance
+ Preis-Leistung
+ Gut klingender Onboard-Sound
+ Kühlkonzept

Negativ
– Nur drei analoge Audio-Anschlüsse

Zusammenfassend können wir auch dem ASRock Z170 Gaming-ITX/ac verdient einen Gold Award verleihen.

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