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Fractal Design Kelvin T12 im Test

Mit der kleinsten der drei verfügbaren All-In-One-Wasserkühlungen, dem Kelvin T12, ausgestattet mit einem 120mm Radiator mit zwei Lüftern. Fractal Design verspricht uns hier neben einer fantastischen Kühlleistung auch noch die Möglichkeit, das System um weitere Komponenten zu erweitern. Aktuell kann man die Kelvin T12 für knapp 100€ im Handel erwerben (Stand 05/15). Ob dieser Preis gerechtfertigt ist und die AiO-Wasserkühlung eine Alternative zu den viel verbreiteten Lüftkühlern ist, könnt ihr hier im Testbericht erfahren.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns herzlich bei Fractal Design. Wir hoffen auf eine weiterhin gute und ergiebige Zusammenarbeit.

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Autor: Merlin

Verpackung und Lieferumfang

Die Kelvin T12 erreichte uns in einem schwarzen Karton mit überwiegend blauen Akzenten. Die Front wird mit mit dem Namen des Herstellers und des Produktes, sowie einem hochauflösendem Produktfoto geziert. Drei Wörter preisen die Kaufargumente an. Powerful, Quiet und Expandable. An den Seiten befinden sich weitere Informationen und Details zum Produkt, sowie die genauen Abmaße. Die Rückseite zeigt uns noch weitere Produktfotos und erklärt ausführlich in einem kleinen Text die Vorzüge der Wasserkühlung.

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In der Verpackung finden wir gut und sicher verpackt den Radiotor, zwei 120mm Lüfter, eine Kabelpeitsche, die Bedienungsanleitung und die Brackets für gängige Intel und AMD CPUs. Alle teile waren rutschfest verstaut, sodass beim ersten Öffnen uns kein Chaos entgegen sprang.

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Technische Daten

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Design und Verarbeitung

Die All-In-One-Lösung bietet, wie der Name schon sagt, eine komplett fertige, vorgefüllte Wasserkühlung, die nur noch eingebaut werden muss. Am Radiator angeschlossen befinden sich zwei Schläuche mit einer spiralförmigen Metallwicklung umhüllt, welche vor zu starkem Biegen der Schläuche schützt. Diese Schläuche führen in den Kühlkörper für die CPU. Alle Teile bestehen teilweise aus Metall (Kühlkörper, Radiatorlamellen, und Schlachumwicklung) und Plastik. Pianolack-farbenes, schwarzes Plastik verleiht den Teilen einen hochwertigen Eindruck, hinterlässt aber auch sehr schnell sichtbare, durch Finger verursachte Fettabdrücke.

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Einen nicht ganz so guten Eindruck hinterlässt die schwarze Lackierung der Radiatorlamellen. Durch die schwer zu erreichenden Zwischenräume ist hier noch sehr deutlich das Kupfer zu erkennen. Im Allgemeinen macht dies aber nichts weiter aus, da der Radiator sowieso mit Lüftern bestückt wird. Jedoch befanden sich auch an den Verbindungsstücken zu dem CPU-Kühlkörper einige Krater, die den kupferfarbenen Untergrund haben durchscheinen lassen. Die Lüfter passen optisch in schwarz/weiß perfekt zu dem Kühler und machen auch sonst einen durchaus guten Eindruck. Alle Kabel an der Wasserkühlung sind zudem mit einem schützenden, gewebtem (Kunst-?)Stoff umwickelt. Mit dem beigelegten Kabel kommt man dem Käufer ein wenig entgegen, denn die Steuerung der Pumpe im CPU-Kühlkörper benötigt schon einen Stromanschluss, die Lüfter nochmal jemals einen, insgesamt werden also drei Lüfteranschlüsse benötigt, wovon zwei durch das Kabel abgedeckt werden können. Jedoch sollte bedacht werden, dass ein Anschluss der Lüfter am Netzteil direkt dazu führt, dass weder die Umdrehungen ausgelesen, noch automatisch geregelt werden können.

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Montage

Der Einbau verlief weitgehend ohne größere Probleme. Jedoch sind einige Unannehmlichkeiten aufgetreten. Die AMD-Halterung, welche in die Spuren am CPU-Kühlkörper geführt werden, ließen sich nur mit enormen Kraftaufwand ein- geschweige denn ausbauen. Zum Ausbauen mussten zusätzliches Werkzeug benutzt werden, da es mit Händen nicht mehr möglich war, die Halterungen zu trennen. Sofern der Radiator samt Lüftern nicht außerhalb des Gehäuses liegen kann, benötigt dieser ein klein wenig Platz, was in kleinen Gehäusen leicht zu klaustrophobischen Zuständen führen kann.

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Testsystem und -methodik

Mit dem folgenden Testsystem wurde die Kelvin T12 mit diversen Spielen und Benchmarks auf ihre Fähigkeiten überprüft:

MoBo: Gigabyte GA-F2A88XN-WIFI
CPU AMD Athlon X4 860K
GPU: MSI R9 270X Gaming 2G
RAM: 8 GB G.Skill DDR3 1600 MHz
PSU: be quiet! Pure Power 350W
SSD: ADATA Premier Pro SP900 256 GB

Der AMD Athlon X4 860K läuft unter Vollast mit einer Frequenz von 3,7 GHz pro Kern.

Temperatur:

Anhand der Grafik ist zu erkennen, dass die Kelvin T12 die Temperatur einigermaßen gut reduzieren kann. Im Vergleich zu dem Boxed Kühler des AMD Athlon X4 360K wurde die CPU im Schnitt um ca 6,5°C besser gekühlt. Natürlich ist diese Angabe mit Vorsicht zu genießen und kann auf unterschiedlichen System auch zu Abweichungen führen.

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Geräuschpegel:

Ein sehr positiver Aspekt macht sich bei der Geräuschentwicklung bemerkbar. Hier ist die Kelvin T12 mit ihren maximal 1300 U/min der beiden Radioator-Lüftern deutlich im Vorteil gegenüber dem Boxed Kühler des AMD Athlon X4 360K. Die vom Hersteller angegebenen und etwas lauten 1700 U/min wurden nur erreicht, wenn man die Lüfter ohne Spannungsregulierung hat laufen lassen. Die geringen Umdrehungen sorgen für eine angenehme Lautstärke bei etwa 33 db. Das sind unter Volllast knapp 18 db Unterschied im Vergleich mit dem Boxed Kühler.

Die Pumpe ist bei ausgeschalteten Gehäuse- und Grafikkartenlüftern auch mit ihren 2400 U/min nur minimal zu hören, im Betrieb fällt sie nicht weiterhin auf. Sie gibt eine hohe, aber dennoch sehr leise Frequenz von sich, die fast nie wahrnehmbar war.

Insgesamt schneidet die Wasserkühlung für ihre Größe ziemlich gut ab. Die Kühlleistung für das kleinste Modell von Fractal Designs All-In-One-Wasserkühlungen schon annehmbar gut, wie gut schneiden dann erst die größeren 240 und 360 mm Modelle ab?

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Fazit

Es musst ja nicht immer ein Luftkühler sein. Die All-In-One-Wasserkühlung von Fractal Design beweist mit ihrer geringen Größe, dass eine gute und effektive Wasserkühlung nicht zwingend viel Raum benötigt. Bei der Installation stößt man leider auf einige Schwierigkeiten, die teilweise mit roher Gewalt bewältigt werden müssen. Die erbrachte Leistung jedoch lässt sich sehen. So hat man für knapp 100€ eine Wasserkühlung, die man bei Bedarf noch erweitern kann. Hat man die Möglichkeit, den Radiator außerhalb des Gehäuses anzubringen, kriegt man seine CPU selbst in engen Gehäusen, bei denen manch ein Luftkühler Platzangst bekäme, mühelos unter. Diejenigen, die sich immer mal an eine Wasserkühlung wagen wollten, es sich aber bisher noch nicht zugetraut haben, wird mit der Fractal Design Kelvin T12 ein guter und einfacher Einstieg geboten.

Vorteile

+ Gute Kühlleistung
+ Schickes Design
+ Fast lautlos

Nachteile

– Benötigt etwas mehr Raum
– kein einfacher Einbau
– Preis

Die All-In-One-Wasserkühlung ist ein gutes Allround-Paket für den Einstig und hat sich somit eine Punktzahl von 7,6 verdient und wird mit dem Silber Award belohnt.

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