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Gigabyte GeForce GTX 970 Gaming G1 – Systemupgrade von Radeon auf GeForce

Mit der GeForce GTX 970 Gaming G1 bietet Gigabyte eine Version an, die sich im Gegensatz zur Referenz GTX 970 von Nvidia mit einem höheren Grund- und Boost Takt unterscheidet.

Wir haben uns dazu entschieden unsere aktuelle Asus R9 270X gegen eine leistungsstärkere Karte der Konkurrenz auszutauschen. Unterschiedlicher könnten beide Karten nicht sein. Doch konnten wir die Leistung spürbar steigern und hat sich das Update gelohnt?

Autor: ChirpingR0se (Nicole)

Um euch einen besseren Eindruck zu verschaffen, stellen wir euch auf unserem Youtube Kanal ein Video bereit.

Lieferumfang und Erster Eindruck

Stil typisch der Windforce Grafikkarten von Gigabyte, ist die Verkaufskartonage in einem mattierten Schwarz gehalten, auf dem ein das Logo der Serie, ein blaues futuristisch anmutendes Auge abgebildet ist. Hervorgehoben wird der Name der Serie G1 Gaming durch eine reflektierende Beschichtung. Dezent werden die Eigenschaften und Features der GTX 970 auf der Frontseite aufgeführt. Auf der Rückseite befindet sich eine Explosionsgrafik der Grafikkarte und eine Beschreibung der einzelnen Elemente. Hierbei stehen vor allem das Design der drei Lüfter des Kühlkörpers, Kupfer-Heatpipes, die steuerbare LED Beleuchtung und die mit einem G1 Gaming Logo eingravierte Backplate im Mittelpunkt. Die drei Lüfter weisen einen Durchmesser von 80 mm und ein spezielles Design der Blätter auf. Durch das Design dieser, soll eine bessere Verteilung, bei weniger auftretenden, Verwirbelungen des Luftstroms entstehen.

Öffnet man nun die Umverpackung, erscheint in dieser eine weitere schwarze Pappkartonage mit der Grafikkarte. In dieser befindet sich sicher verpackt, in einer antistatischen Hülle in einer passgenauen Schaumstoff Umverpackung, die GeForce GTX 970. Mitgeliefert werden zwei Adapter für den Stromanschluss, ein Quick Guide und eine Installations-CD für Treiber uns Software.

Mit sechs Anschlüssen bietet die Grafikkarte genug an, hiervon sind drei DisplayPort, ein HDMI und jeweils ein DVI-D und DVI-I. Durch diese Vielfalt und der Gigabyte I/O Technologie, können bis zu vier Monitore zur selben Zeit betrieben werden.

Technische Daten und Testsystem

Setup und Software

Im Gegensatz zu unserer „alten“ ASUS R9 270X, ist die GTX 970 von Gigabyte länger, wodurch wir für den Einbau einen unserer HDD-Käfige ausbauen mussten. Der Einbau ging anschließend ohne Probleme: Karte in den PCIe x16 Slot eingesteckt und von außen verschraubt, Strom angeschlossen und fertig. Für unser Display Setup bestehend aus drei Monitoren – einem Full HD 27“ LG 27MP55 als Hauptmonitor und zwei 19“ Samsung SyncMaster 930BF als 2. Und 3. Monitor- nutzen wir die Anschlüsse DisplayPort, HDMI und DVI-D.

Die Karte wird ohne Probleme erkannt, nachdem starten von unserem Windows 7 64bit laden wir uns auf der Nvidia Treiberseite die aktuellsten Treiber (Version 361.43) herunter. Zusätzlich zu dem Treiber installieren wir auch die Software GeForce Experience (Version 2.10.0.60). Von der Produktseite der GTX 970, downloaden wir die, auch auf der CD befindliche, Software „Gigabyte OC Guru II“.

Die Hauseigene Monitoring Software OC Guru, ist vom Funktionsumfang ähnlich wie der MSI Afterburner. Auch mit diesem Tool kann die Karte übertaktet und einzelne Werte überwacht werden.

Mit der Software GeForce Experience werden u. a. Updates des Grafikkartentreibers überwacht, Einstellungen für Spiele vorgenommen, Streaming, VR und unser Lieblingsfeature die LED Steuerung angeboten. Bei letzterem können ab der Treiber Version 320.49 und bei Grafikkarten mit einer LED-Beleuchtung der Baureihen GTX 690, 770, 780, Titan oder besser die LED via LED Visualiser angepasst werden.

Test

Wir möchten in unserem Test erfahren, ob sich für uns das Update von unserer ASUS R9 270X auf die Gigabyte GTX 970 gelohnt hat. Bevor es an die Leistung in Spielen geht, testen wir beide Grafikkarten mit den Benchmark Tools Cinebench und 3DMark Fire Strike – zum Vergleich nutzen wir eine MSI GTX 970, im Setup mit einem Xeon E3-1231 v3.

Gut im Cinebench zu sehen, ist dass wir nur eine geringe Leistungssteigerung erzielen konnten. Anders sieht es, bei unseren 3DMark benches aus. Hier haben sich beide Grafikkarten ein knappes „Kopf-an-Kopf“-Duell im Bereich der FPS geliefert. Während jedoch die GTX 970 mit generell einem höheren 3DMark und Graphic Score an der Radeon vorbeizog. Auch bestand die GTX 970 den Test im Fire Strike Ultra, wo die R9 270X aufgab.

Um einen Vergleich zwischen Software und dem Einsatz in Spielen zu erhalten, haben wir vier von uns am häufigsten gespielten Spielen, einen Benchmark mit neuer und alter Grafikkarte unterzogen.

Wie man in den Grafiken sieht, kann die GTX 970 – wer hätte es anders erwartet – einen größeren Leistungsvorteil gegenüber der R9 270X erzielen. Leider stößt die GTX 970 trotz guter Leistung, bei einigen Spielen mit sehr hohen Einstellungen wie 8x MSAA und VSync, an ihre Grenzen. Selbst bei einem älteren Spiel wie Grid 2, konnten wir bei aktiviertem VSync gerade einmal die Leistung unserer R9 270X herausholen. Einen wirklich großen Unterschied, ob mit oder ohne VSync, konnten wir bei keinem Spiel vermerken.

Im normalen Betrieb haben wir festgestellt, dass die Lautstärke der Grafikkarte für uns nicht zu unterscheiden ist, von unseren anderen Lüftern im Gehäuse. Jedoch haben wir bemerkt, dass die Lüfter selbst im Idle immer auf einer Auslastung von 34 % mit ca. 1500 RPM laufen.

Mittlerweile liegt es im Trend, dass man bei anderen Herstellern die Lüfter im Idle abschalten kann, bei Gigabyte hat sich dieses Vorgehen noch nicht durchgesetzt. Es ist auch nicht geplant, eine entsprechende Möglichkeit mittels BIOS Update nachzureichen. Möchte man dennoch im Idle stillstehende Lüfter haben, so muss man das BIOS der Grafikkarte selber anpassen. Hierfür gibt es im Internet einige Anleitungen. Dabei ist zu beachten, dass man die Karte vom richtigen BIOS startet – denn Gigabyte hat die Karte mit einem Dual-BIOS ausgestattet. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die einen Schalter zum Wechseln des BIOS verbaut haben, wird bei der Gaming G1 dieses über den entsprechenden DVI Port gesteuert. Eine Anleitung zum flashen einer neuen BIOS Version befindet sich auf der Herstellerseite.

Die Lüfter halten die Grafikkarte im Idle und unter geringer Auslastung bei 34 °C stabil kühl und die Geräuschentwicklung mit ca. 1500 RPM hält sich in Grenzen. Steig die Last längerfristig an, steigt auch die Temperatur bis auf 55 °C an mit 1800 RPM. Eine höhere Temperatur haben wir bisher noch nicht gemessen. Jedoch setzt sich nach einigen Stunden Spielzeit ein leises Surren der Lüfter einhergehend mit einem leisen Spulenfiepen ab.

Fazit

In unserem Testsystem konnten wir aus vielen Spielen dank neuer Grafikkarte einiges mehr an Qualität herausholen. Dem stand allein der Prozessor im Weg. Insgesamt konnte uns die GTX 970 von Gigabyte mit einer spürbaren Leistungssteigerung überzeugen. Einzig das Manko der nicht stillstehenden Lüfter war störend.

Positiv
+ stabile Leistung
+ ausreichende Leistung für aktuelle Spiele
+ höherer Grund- und Boosttakt

Neutral/Negativ
+- leises Spulenfiepen
+- Lüfter laufen immer

Wir vergeben für den die GTX 970 von Gigabyte eine Gesamtpunktzahl von 8,0 von 10 Punkten, sowie unseren Silber Award.