Die Preise für Grafikkarten steigen deutlich weiter. Laut aktuellen Erhebungen von TechSpot über zehn Länder haben die GPU-Preise innerhalb eines Monats durchschnittlich um 15 % zugelegt. Ohne die extreme Ausnahme RTX 5090 liegen Grafikkarten inzwischen rund 28 % über ihrer ursprünglichen UVP.
Besonders drastisch ist die Situation bei der GeForce RTX 5090. NVIDIA führt die Karte weiterhin mit einer UVP von 1.999 US-Dollar, doch das günstigste verfügbare Modell kostet in den USA mittlerweile fast 5.000 US-Dollar. Damit liegt die RTX 5090 dort rund 145 % über der UVP, weltweit sind es durchschnittlich etwa 136 %.
Auch andere GeForce-Karten werden deutlich teurer. Die Preise für GeForce-Modelle stiegen im Monatsvergleich um 19 %, während Radeon-Grafikkarten um rund 11 % zulegten. Besonders stark betroffen ist die RTX 5060 Ti mit 16 GB, die in den USA inzwischen 70 % über ihrer 429-Dollar-UVP liegt. Weltweit beträgt der Aufschlag etwa 53 %. Die 8-GB-Version fällt mit rund 14 % über UVP deutlich moderater aus.
Bei AMD fällt die Entwicklung etwas weniger dramatisch aus. Die Radeon RX 9060 XT 16 GB liegt weltweit etwa 28 % über UVP, während die RX 9070 mit einem Aufschlag von rund 13 % weiterhin vergleichsweise attraktiv bleibt.
Als möglicher Grund für die Entwicklung gilt die angespannte Speicherversorgung. Insbesondere GDDR7 soll zunehmend für KI-Hardware benötigt werden, wodurch weniger Speicher für Gaming-GPUs verfügbar sein könnte. AMD setzt bei seinen aktuellen Radeon-Modellen weiterhin auf GDDR6 und könnte dadurch momentan etwas besser dastehen.
Für PC-Spieler bedeutet die Entwicklung allerdings vor allem eines: Neue Grafikkarten werden zunehmend zum Luxusprodukt – und eine schnelle Entspannung der Preise ist derzeit nicht in Sicht.
*Quelle: TechSpot




