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High End X470 Mainboards im Test – Das Duell der Giganten


MSI X470 Gaming M7 AC

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Das zweite MSI-Mainboard was wir uns in diesem Test anschauen, ist das X470 Gaming M7 AC. Mit einem Preis von 235 € zielt dieses auf Enthusiasten ab. Wie auch das CROSSHAIR VII HERO richtet sich das X470 Gaming M7 nicht nur an Gamer und Enthusiasten, sondern auch an übertaktungswillige Käufer. Des Weiteren bietet es ein paar Features mehr wie das X470 GAMING PRO CARBON. Welche das genau sind, schauen wir uns unter den Details an.

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Bevor wir uns das Mainboard näher anschauen, werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang.

  • Handbuch
  • Treiber-DVD
  • Quick-Installation-Guide
  • Danke-Schön-Karte
  • MSI-Sticker
  • Label für SATA-Kabel
  • 4 x SATA-Kabel
  • HB-SLI-Brücke
  • I/O-Shield
  • Y-Verlängerungskabel für 4-PIN-RGB-LED-Streifen
  • Verlängerungskabel für adressierbare RGB-LED-Streifen
  • Verlängerungskabel für adressierbare Corsair-Lightning-PRO-RGB-Streifen
  • W-LAN-Antennen
  • Fallabschaltbenachrichtigung

Details:

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Das Äußere des MSI X470 GAMING M7 AC ähnelt sehr stark dem Vorgänger Modell, dem X370 GAMING M7 AC. So wurden die VRM-Kühler leicht geändert und die Blende bei den PCI-Express-Slots fehlt. Im Vergleich mit dem X470 GAMING PRO CARBON fällt uns auf, das die VRM-Kühler kleiner sind und das auch keine Heatpipe die zwei VRM-Kühler verbindet. Wir sind gespannt, ob das Auswirkungen auf die VRM-Temperaturen hat. Wie auch beim X470 GAMING PRO CARBON, können wir auf sechs 4-PIN-PWM-Anschlüsse zurückgreifen. In dieser Preisklasse, würden wir uns einen zusätzlichen 4-PIN-PWM-Anschluss mehr wünschen.

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Wie auch das X470 GAMING PRO CARBON, bietet uns das X470 GAMING M7 AC zwei USB-2.0- und zwei USB-3.1-Gen1-Anschlüsse. Anders wie das X470 GAMING PRO CARBON wird auch ein USB-3.1-Gen2-Anschluss verbaut. Natürlich sind auch ein Audio-Frontpanel-Anschluss und sechs SATA-Anschlüsse vorhanden. Verwunderlich finden wir, dass das günstigere X470 GAMING PRO CARBON zwei SATA-Anschlüsse mehr hat als das X470 GAMING M7 AC. Die Frontpanel-Anschlüsse für den Power- und Reset-Taste sitzen unserer Meinung nach etwas zu weit links. Falls bei einem Gehäuse das Kabel für den Frontpanel-Anschluss zu kurz ist, können wir diesen nicht anschließen und somit den Rechner auch nicht mit der Power-Taste starten. MSI verbaut zusätzlich zu den ganzen Anschlüssen auch einige Features, die vor allem für Overclocker interessant sind. Darunter fallen die Power- und Reset-Tasten, die auf einem Benchtable sehr praktisch sind und die Diagnose-LED. Für alle, die sich nicht so gut mit Übertakten auskennen, bietet MSI den GameBoost Drehpoti. Sobald wir diesen nach rechts drehen, übertaktet sich das System automatisch bis zu 4,1 GHz. Allerdings müssen wir dafür im UEFI sein. Problematisch an diesem Modus finden wir die hohe CPU-Spannung, die angelegt wird. In unserem Fall wird eine CPU-Spannung von über 1,45 Volt für einen CPU-Takt von 4,1 GHz angelegt. In der Praxis gehen wir näher auf das Übertakten und die benötigten Spannungen ein.

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Das MSI X470 GAMING M7 AC bietet bis auf paar Kleinigkeiten die gleichen I/O-Backpanel-Anschlüsse wie das X470 GAMING PRO CARBON. Es sind zwei USB-2.0-, vier USB-3.1-Gen1- und zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse vorhanden. Die USB-3.1-Gen2-Anschlüsse sind einmal in Type-A und einmal in Type-C vorhanden. Des Weiteren gibt es auch einen PS/2-, einen RJ-45-, sowie einen optischen SPIDF-Out und fünf 3,5-mm-Klinkenanschlüsse. Zusätzlich zu diesen haben wir wie beim ASUS CROSSHAIR VII HERO auch zwei Anschlüsse für die beiliegenden W-LAN-Antennen. Auch für Übertakter gibt es am I/O-Backpanel ein hilfreiches Feature. Mithilfe der CMOS-Taste können wir das BIOS auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Das ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn wir etwas mit dem CPU- oder Speichertakt übertrieben haben und der Rechner nicht mehr starten möchte. Neben der CMOS-Taste finden wir die BIOS-FLASHBACK-Taste. Damit können wir nach einem misslungenen BIOS-Update, das BIOS, ohne das wir ein Bild haben, wiederherstellen. Allerdings muss dafür ein USB-Stick mit passendem BIOS bereitliegen. Der USB-Stick muss für das BIOS-FLASHBACK in den untersten USB-2.0-Anschluss gesteckt werden.

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Für Erweiterungskarten, wie Grafikkarten oder Soundkarten, verbaut MSI insgesamt sechs PCI-Express-Slots, wovon es sich bei drei Stück um PCI-Express-x1-Slots handelt. Damit ist ein PCI-Express-x1-Slot mehr wie beim X470 GAMING PRO CARBON, ASUS ROG CROSSHAIR VII HERO und ASROCK X470 Taichi verbaut. Auch bietet das X470 GAMING M7 AC drei PCI-Express-x16 Slots, wovon der Erste mit sechszehn, der Zweite mit acht und der Dritte mit vier PCI-Express-Lanes angebunden ist. Wie auch beim bei allen anderen Mainboards, sind nur die ersten beiden PCI-Express-x16-Slots mit PCI-Express-3.0 angebunden. Sobald in den beiden ersten PCI-Express-x16-Slots Grafikkarten verbaut sind, reduziert sich die Geschwindigkeit vom ersten PCI-Express-x16-Slot auf acht PCI-Express-3.0-Lanes. Für M.2-SSDs stehen uns auch beim MSI X470 GAMING M7 AC zwei M.2-Slots zur Verfügung. Der erste M.2-Slot ist mit vier PCI-Express-3.0- und der Zweite mit vier PCI-Express-2.0-Lanes angebunden.

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Auch beim X470 GAMING M7 AC finden wir es wieder vorbildlich, das zwei 8-Pin-EPS-Stromanschlüsse verbaut sind. Somit stehen uns auch hier 672 Watt für die CPU-Stromversorgung zur Verfügung.

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Wie schon zuvor erwähnt, sind die VRM-Kühler etwas kleiner wie beim X470 GAMING PRO CARBON. Ob das Auswirkungen hat, betrachten wir in der Praxis. Auch hier müssen wir die VRM-Kühler entfernen, um einen genaueren Blick auf die Spannungsversorgung werfen zu können. Unter den VRM-Kühlern warten insgesamt 30 MOSFETs auf uns. In welcher Kombination diese genutzt werden, schauen wir uns jetzt an.

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Wie auch beim X470 GAMING PRO CARBON kommt ein IR35201 PWM-Controller zum Einsatz. Wie wir schon Wissen kann dieser maximal acht Phasen steuern. Daraus schließen wir, dass MSI auch hier auf ein 6+1 Phasendesign setzt. Auch bei den MOSFETs handelt es sich um die gleichen wie beim X470 GAMING PRO CARBON, allerdings sind zwei MOSFETs mehr verbaut. Daher handelt es sich wieder um MOSFETs von On Semiconductor mit der Bezeichnung 4C024 (niedrige Frequenzen) und 4C029 (hohe Frequenzen). Jeder 4C024 MOSFET bietet eine durchschnittliche Stromstärke von 58 Ampere. Die MOSFETs mit der Bezeichnung 4C029 MOSFETs bieten eine etwas geringere Stromstärke von 34 Ampere. Pro Spannungsphase, die für die CPU zuständig ist, arbeiten vier MOSFETs zusammen, diese werden auf der Rückseite von Dopplern abwechselnd angesprochen. Der Spannungsphase, die für die SOC zuständig ist, stehen insgesamt sechs MOSFETs zur Verfügung, wovon aber nur drei gleichzeitig arbeiten. Wir sind sehr gespannt, wie sich diese Kombination im Vergleich zu der des X470 GAMING PRO CARBON schlägt.

UEFI und Programme:

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Das UEFI des X470 GAMING M7 AC ist wie beim X470 GAMING PRO GAMING gestaltet. Wir finden den Aufbau auch hier sehr übersichtlich und sehr einfach strukturiert.

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Möchten wir die RGB-LEDs auf dem Mainboard steuern, so müssen wir uns bei MSI das Tool Mystic Light herunterladen. Mit dem Tool können wir auch einzelne Bereich auf dem Mainboard steuern, wie zum Beispiel die RGB-LEDs am Chipsatzkühler. Die verbauten AURA-Sync Arbeitsspeicher lassen sich nicht steuern.

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  • P
    PurerHass
  • 25. Juni 2018
Die Analyse der Spannungsversorgung des Gaming Pro Carbon ist meiner Meinung nach fehlerhaft. Ich meine, dass auf der Rückseite keine Doppler verbaut sind, sondern Treiber. Denn im Gegensatz zu den IR MOSFETS der anderen Boards, haben die On Semiconductor keine integriert. Daher handelt es sich um einen 5x 2 + 2 Ausbau.
Auch beim CH7 liegt ein Fehlter vor. Durch die Anzahl der Doppler auf der Rückseite erfährt man, dass es sich um einen 5 + 2 Ausbau handelt.
Insgesamt aber ein recht guter Vergleich, auf jeden Fall besser als der Test des X470GTN. Aber auch hier wäre besserer RAM empfehlenswert gewesen.
<blockquote><div>PurerHass</div>Die Analyse der Spannungsversorgung des Gaming Pro Carbon ist meiner Meinung nach fehlerhaft. Ich meine, dass auf der Rückseite keine Doppler verbaut sind, sondern Treiber. Denn im Gegensatz zu den IR MOSFETS der anderen Boards, haben die On Semiconductor keine integriert. Daher handelt es sich um einen 5x 2 + 2 Ausbau.<br />
Auch beim CH7 liegt ein Fehlter vor. Durch die Anzahl der Doppler auf der Rückseite erfährt man, dass es sich um einen 5 + 2 Ausbau handelt.<br />
Insgesamt aber ein recht guter Vergleich, auf jeden Fall besser als der Test des X470GTN. Aber auch hier wäre besserer RAM empfehlenswert gewesen.</blockquote>Danke für dein Feedback. Wir bemühen uns so genau wie möglich zu arbeiten. Bedenke immer, wir machen dies ohne Bezahlung und Festanstellung. Arbeitsmaterialien wie Arbeitsspeicher müssen wir zum Beispiel zum größten Teil selber kaufen.
Hi PURERHASS,

vielen dank für dein Feedback :).

Ich werde das nachher nochmal prüfen. Falls deine Angaben stimmen, werde ich diese anpassen. Wie Seelenwolf schon erwähnt hat, versuchen wir immer so genau wie möglich zu arbeiten. Aber Fehler sind natürlich nie ausgeschlossen :). Finde es aber super, dass du ein Feedback gibst und dir auch Gedanken darüber machst.
So ich habe mal etwas recherchiert und irgendwie ist mir beim ASUS ROG CROSSHAIR VII HERO wirklich ein Fehler unterlaufen. Natürlich kann der Digi+ 1405 acht Kanäle steuern und daher handelt es sich um ein 5+2 Phasendesign. Ich habe das Review dementsprechend angepasst.

Das MSI X470 GAMING PRO CARBON bleibt allerdings so, da ich der Meinung bin das dort ein 5+1 Phasendesign eingesetzt wird.
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<blockquote><div>Seelenwolf</div>Danke für dein Feedback. Wir bemühen uns so genau wie möglich zu arbeiten. Bedenke immer, wir machen dies ohne Bezahlung und Festanstellung. Arbeitsmaterialien wie Arbeitsspeicher müssen wir zum Beispiel zum größten Teil selber kaufen.</blockquote>Mag ja sein, anderen Redaktionen geht es da aber auch ähnlich, meine ich. Außerdem betreibt ihr das Portal wohl nicht aus selbstantrieb, sondern werdet schon in gewisser Weise vergütet (nehme ich mal an). Passenden RAM hattet ihr doch jetzt gerade im Test. Der Screenshot des Vengeance RGB PRO zeigt doch eindeutig, dass es sich um Samsung B-Dies handelt, also perfekt für Ryzen.<br />
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<blockquote><div>Saibot</div>So ich habe mal etwas recherchiert und irgendwie ist mir beim ASUS ROG CROSSHAIR VII HERO wirklich ein Fehler unterlaufen. Natürlich kann der Digi+ 1405 acht Kanäle steuern und daher handelt es sich um ein 5+2 Phasendesign. Ich habe das Review dementsprechend angepasst.<br />
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Das MSI X470 GAMING PRO CARBON bleibt allerdings so, da ich der Meinung bin das dort ein 5+1 Phasendesign eingesetzt wird.</blockquote>Dass Feedback angenommen wird ist schonmal löblich ;) Bleibe aber dabei, dass es sich beim Gaming Pro Carbon um einen 5 (5x2) + 2 Ausbau handelt. Ihr könntet ja mal bei MSI nachhaken, was richtig ist. :)
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