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INTEL CORE i9-9980XE – Kühler als i9-7980XE?

Praxis

Testsystem
MainboardASUS ROG RAMPAGE VI EXTREME OMEGA
ProzessorINTEL CORE i9-9980XE
Arbeitsspeicher2x GEIL Superluce RGB – DDR4 – 3000 MHz – 8 GB
ProzessorkühlerENERMAX LIQTECH 2 280 
Custom Wasserkühlung (EK Supreme EVO, Alphacool Eispumpe, 2 x MagiCool 360 Slim, 6 x Noiseblocker eLoop 120 Black Edition
GrafikkarteASUS GeForce DUAL RTX 2080 OC-Edition
M.2-SSD / SSD / Externe SSDSAMSUNG 960 EVO / CRUCIAL MX500 / SAMSUNG Portable SSD T5
USB-StickSanDisk Ultra USB 3.0
NetzteilASUS ROG THOR 1200P
BetriebssystemWindows 10 1809
Infrarot-TemperaturmessgerätETEKCITY Lasergrip 774
Strommessgerätbrennenstuhl pm231e

Um den INTEL CORE i9-9980XE ausgiebig testen zu können, verbauen wir diesen auf einem ASUS ROG RAMPAGE VI EXTREME OMEGA. Dabei handelt es sich um eines der besten Sockel 2066 Mainboards, da die Spannungsversorgung stark auf das Übertakten von Prozessoren ausgelegt ist. Des Weiteren messen wir die Temperaturen des Prozessors mit einer ENERMAX LIQTECH 2 280 AiO und einer Custom Wasserkühlung. Damit wir nicht durch das Netzteil limitiert werden, setzen wir auf ein 1200 Watt Netzteil von ASUS.

Temperatur ohne OC

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Sehr gespannt sind wir auf die Temperaturen des i9-9980XE. Bevor wir die CPU-Temperatur messen, lassen wir 10 Minuten Prime95 ohne AVX mit 8K laufen. Der CPU-Takt liegt unter Volllast bei 3.6 GHz und damit 400 MHz höher als beim Vorgänger. Die CPU-Temperatur liegt mit der ENERMAX AiO bei 77 °Celsius. Allerdings müssen die Lüfter auf der AiO auf 100 Prozent gestellt werden. Dennoch finden wir es gut, dass sich der Prozessor auch mit einer AiO kühlen lässt. Dennoch werden wahrscheinlich die wenigsten, die so viel Geld für einen Prozessor ausgeben, auf eine All in One Wasserkühlung setzen. Deshalb testen wir das Ganze auch mit einer Custom Wasserkühlung. Mit dieser erreichen wir 5 °Celsius niedrigere Temperaturen und liegen somit bei 72 °Celsius. Allerdings müssen wir auch bei diesem Test die verbauten Noiseblocker eLoop Lüfter auf 100 Prozent stellen. Wir hätten hier etwas weniger CPU-Temperatur erwartet, müssen aber auch beachten, dass der CPU-Takt auf 18 Kernen bei 3.6 GHz liegt.

OC

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Neben den CPU-Temperaturen mit OC schauen wir uns auch den maximalen CPU-Takt an, den wir erreichen können. Mit der ENERMAX LIQTECH 2 280 können wir die CPU-Spannung auf maximal 1.1 Volt stellen, bevor wir eine zu hohe CPU-Temperatur erreichen. Mit dieser Spannung erzielen wir einen CPU-Takt von 4.4 GHz. Da die Custom Wasserkühlung den i9-9980XE besser gekühlt bekommt, können wir die CPU-Spannung auf 1.15 Volt erhöhen. Damit erreichen wir dann einen CPU-Takt von 4.5 GHz und liegen damit 100 MHz höher als mit der AiO. Die CPU-Temperaturen liegen mit der AiO bei 96 °Celsius und mit der Custom Wasserkühlung bei 94 °Celsius. In Anbetracht der verlöteten CPU, ist es unserer Meinung nach ein etwas zu hoher Wert. Allerdings müssen wir auch hier berücksichtigen, dass 18 CPU-Kerne um 800 MHz bei der AiO und 900 MHz bei der Custom Wasserkühlung übertaktet sind.

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In Cinebench R15 erreichen wir mit 4.5 GHz gute 4315 Punkte. Es ist uns sogar möglich einen Cinebench R15 Lauf mit 4.7 GHz laufen zu lassen. Dafür ist eine CPU-Spannung von 1.25 Volt nötig und die erreichten Punkte liegen mit 4479 Punkten nochmal etwas höher als mit 4.5 GHz.

Benchmarks

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In Cinebench R15 liegt der i9-9980XE ganz klar vor allen anderen Prozessoren, die wir getestet haben. Das Ergebnis steigt mit OC nochmals um über 600 Punkte an.

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Auch in Handbrake kann der i9-9980XE von seinen 18 Kernen profitieren. Im Vergleich zum 12-Kerner von AMD, liegt er gute 14 Sekunden vorne bei einer Dateigröße von 232 MB. Mit Übertaktung verbessert sich das Ergebnis um etwa 4 Sekunden.

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In TrueCrypt kann der i9-9980XE ganz klar von seinem hohen CPU-Takt und den 18 Kernen profitieren. Somit liegt dieser deutlich vor der Konkurrenz.

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Auch in TrueCrypt steigt die Leistung mit OC wieder an. Dementsprechend erreichen wir eine höhere Bandbreite.

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Eine sehr gute CPU-Punktzahl erreichen wir in 3D Mark Timespy Extreme. Hier liegen wir mit Standardtakt bei 7810 Punkten und liegen somit 3500 Punkte über einem AMD THREADRIPPER 1920X. Mit einer Übertaktung auf 4.5 GHz steigt das Ergebnis auf 9222 Punkte an.

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Neben der Leistung in Anwendungen, möchten wir auch Wissen wie gut sich der CORE i9-9980XE zum Spielen eignet. Da wir nur alte Ergebnisse anderer CPUs vorliegen haben, in denen ein älterer Grafikkartentreiber verwendet wurde, können wir den i9-9980XE nur mit einem AMD Threadripper 1920X vergleichen. Da dieser einen niedrigeren CPU-Takt hat, ist das Ganze etwas unfair. Dennoch schauen wir uns das Ergebnis an. In Battefield 5 liegt der CPU-Takt, dank des Turbos, zwischen 4.1 und 4.2 GHz. Dementsprechend ist das Ergebnis etwas besser als mit einem Threadripper 1920X. Wir erreichen gute 3 Bilder in der Sekunde mehr als mit dem AMD Prozessor. Mit OC steigt die Bildrate minimal an.

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Auch in Shadow of the Tomb Raider erreichen wir bessere Bildraten mit der INTEL CPU und liegen auch hier 3 FPS höher. Mit OC steigen die FPS von 80 auf 81 an.

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Das War Thunder besser mit INTEL Prozessoren skaliert, konnten wir schon in der Vergangenheit feststellen. Daher sind wir über das Ergebnis nicht verwundert, dass deutlich besser für den i9-9980XE ausfällt. Mit OC können erreichen wir 2-3 FPS mehr.

Stromverbrauch

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Das viel Leistung auch viel Strom benötigt ist kein Geheimnis. Daher liegt der Stromverbrauch deutlich höher als bei zuvor getesteten Prozessoren. Im Idle liegen wir bei hohen 102 Watt, was zum Teil auch am verwendeten Mainboard liegt. Unter Volllast liegen wir bei sehr hohen 398 Watt. Mit OC wird das Ganze dann nochmals übertroffen und wir erreichen 563 Watt. Da es sich beim verwendeten RAMPAGE VI EXTREME OMEGA um ein OC-Mainboard handelt, sind auch beim Standardtakt keine Begrenzungen feststellbar und somit dürfte der Stromverbrauch mit einem anderen Mainboard niedriger sein. Allerdings erreichen wir mit dem RAMPAGE VI EXTREME OMEGA dementsprechend auch mehr Leistung.

S
Bei dem hohen Preis aber nicht wirklich interessant
Der Preis ist wirklich zu hoch. Wir können nur hoffen das Intel diese reduziert.

Ich denke aber, dass es spätestens ab den neuen Ryzen Prozessoren gemacht werden muss. Da wie die Gerüchte behaupten, einen 16 Kerner für 500€ rum bei AMD geben wird.
S