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Intel X99 Chipsatz – ASRock und MSI im Mainboard-Vergleichstest

Zur Computex 2014 wurden die ersten Vorserienmodelle mit Intels neuem Chipsatz vorgestellt. Zu den ersten Modellen gehörten unter anderem die von ASRock, EVGA und MSI. Ein großer Hype entstand und wie beim Sockel 2011 sollte auch der Nachfolger in Form des 2011-E mehr als nur ein Sockel und Chipsatz für Enthusiasten bleiben. Schnell wurden die ersten Boards ins Rennen geschickt, anfangs noch mit Unterstützung für 64 GByte RAM, später sollten Boards mit Unterstützung für 128GByte folgen. Doch wie ist der Stand der Dinge heute? Was von all dem Versprochenen konnte gehalten werden, was nicht?

ASRock und MSI waren von Anfang an dabei, da liegt es natürlich nahe, Mainboards beider Hersteller auf die Probe zu stellen. Mit dem ASRock Extreme4, dem Extreme6 und dem MSI X99 Gaming 7 haben wir eine gute Basis, um aussagekräftige Tests durchzuführen und neben der Frage, was der Chipsatz zu leisten vermag, auch gleich mal zu schauen, wie das von den Boardpartnern umgesetzt wird.

Autor: jamison80​

Unser besonderer Dank für die Bereitstellung der Testsamples geht an ASRock für die Bereitstellung des ASRock Extreme 4 sowie des Extreme 6. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und bauen auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

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Ebenso möchten wir uns an dieser Stelle bei MSI für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung bedanken. Mit dem X99 Gaming 7 hat MSI einen ebenbürtigen Kandidaten für den Test bereitgestellt. Wir freuen uns auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit.

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Für die besondere Unterstützung und den guten Support während unseres Tests bedanken wir uns an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bei Intel. Auch und gerade für die Bereitstellung einer Core i7 5960x CPU und das damit entgegengebracht Vertrauen.

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Der Intel X99 Chipsatz

In den ersten Sätzen auf der Intel Homepage stellt Intel klar, für wen und was der Chipsatz ausgelegt ist. Entgegen jede Vermutung werden nicht Enthusiasten genannt, sondern hier stehen tatsächlich Extreme-Gamer in der Zielgruppe ganz vorn. Auch beim Herausstellen der schwerlastigen Einsatzgebiete steht die maximale Leistung bei Computerspielen an erster Stelle, dicht gefolgt von den Übertaktungseigenschaften und der Gestaltung digitaler Medien.

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Neben den klar herausgestellten Möglichkeiten des Übertaktens bringt der X99 Chipsatz einiges an weiteren Features mit sich, unter anderem den Einsatz von Raid 0, 5, und 10 für raschen und/oder extrem sicheren Zugriff auf die Festplatten.

Intels RST (Rapid-Storage-Technik) für den Schutz von jedweder Daten sowie die Bereitstellung von Wiederherstellungspunkten, um das System nach einem katastrophalen Festplattendefekt wiederherzustellen. Natürlich verfügt der Chipsatz über den Support von USB 2.0 und 3.0 mit theoretischen Datenübertragungsraten von bis zu 5 Gbit/s. Auch SATA Schnittstellen werden von dem Chipsatz unterstützt, egal ob mit externer Schnittstelle (bis zu 3 Gibt/s) oder als Hochgeschwindigkeitsschnittstelle der nächsten Datenspeicher-Generation mit Übertragungsraten von bis zu 6 Gbit/s für optimalen Datenzugriff. Die Möglichkeit der Deaktivierung von USB- so wie SATA- Ports bringt eine Menge Vorteile mit sich, nicht zuletzt um zu verhindern, dass böswillig Daten vom System gelöscht werden können.

Eine PCI Express 2.0 Schnittstelle gehört natürlich auch zum Funktionsumfang des X99 Chipsatzes genauso wie die PCI Express 3.0 Schnittelle, welche in verschiedenen Anbindungen konfiguriert werden kann (als 2-mal x16 und 1-mal x8 oder als 5-mal x8). Die Intel Ethernet-Schnittstelle I218-LM ist ebenfalls Teil des Chipsatzes. Zu guter Letzt hat Intel auf blei- und halogenfrei Komponenten gesetzt, um auch dem Umweltschutz gerecht zu werden.

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Das Diagramm veranschaulicht die Verbindungen der Komponenten in dem Chipsatz in Zusammenarbeit mit Prozessoren der vierten und fünften Generation.

Intel Rapid Storage Technik:

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In den letzten Jahren stieg das Wachstum der Daten, welche erstellt, aufgezeichnet, bearbeitet und Online gestellt werden, exponentiell an. Diese Daten erfordern eine schnelle und zuverlässige Speicherlösung. Die Rapid Storage Technologie kommt mit schlagkräftigen Argumenten wie zum Beispiel Reaktionsschnelligkeit, Leistungsvermögen mit Datenschutz, so wie die Smart-Response-Technik, welche automatisch erkennt, auf welche Daten besonders häufig zugegriffen wird.

Die technischen Spezifikationen nochmals detailliert dargestellt:

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Die Testkandidaten

Wir befinden uns in der glücklichen Lage, nicht nur ein Mainboard mit dem Chipsatz X99 testen zu dürfen, sondern gleich 3 (in Worten DREI!). Zu dem noch aus zwei verschiedenen Lagern, zum einen aus dem Hause MSI, welches uns das X99S Gaming 7 zum Test bereitstellt und zum anderen stellt uns ASRock mit dem Extreme 4 und dem Extreme 6 gleich zwei Mainboards zur Verfügung.

ASRock:
Als Produzent von Mainboards und Industrie Computern so wie HTPCs hat sich ASRock einen beachtlichen ruf seit der Gründung 2002 erarbeitet. Das klingt weniger verwunderlich, wenn man weiß, dass das in Taiwan sitzende Unternehmen im Gründungsjahr von ASUS ausgegliedert wurde. Nachdem Börsengang 2009 wurden die Pläne, das Unternehmen an die Spitze der Branche zu führen, geschmiedet und bereits im Jahr 2011 konnte ASRock acht Millionen Mainboards an den Mann bringen. ECS sowie MSI kamen in diesem Jahr auf etwas sieben Millionen Mainboards. Damit ist ASRock, DigiTimes zufolge, mittlerweile der drittgrößte Mainboardhersteller weltweit.

X99 Extreme 6

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Das Extreme 6 überschlägt sich schon auf der Verpackung mit einer wahren Flut an Daten und Features, welche sich nur durch den beschränkten Platz der Verpackung in Grenzen zu halten scheint. Augenscheinlich hat man hier viel Wert auf Details und Funktionsumfang gelegt.

X99 Extreme4

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Das Extreme 4 kommt etwas zurückhaltender daher, von den Ausmaßen bis zur Featureliste ist es immer noch mehr als umfangreich und beeindruckend und braucht sich hinter dem großen Bruder nicht zu verstecken. Sicher hat das Extreme 4 hier von der Entwicklung des großen Bruders profitieren können.

MSI:
Micro-Star International wurde als Hersteller von Computerhardware 1986 in Taiwan gegründet. Als Hersteller von Mainboards und vor allem Grafikkarten konnte sich MSI einen Namen machen. Aber auch im Bereich Komplett-PCs, Notebooks und Computerzubehör arbeitet man sich stark nach vorn. So hat MSI auf der Computex 2012 sein erstes Slider-Ultrabook vorgestellt, welches auch als Tablet verwendet werden kann. Sogar für den Linux Markt bietet MSI unter dem Namen „Winki“ Flash-Speicher, welche bereits mit einer Vorinstallation von Linux daherkommen.

MSI X99S Gaming 7

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MSI stellt mit dem Gaming 7 schon in der Bezeichnung die Ausrichtung klar, dass das Gaming hier im Vordergrund stehen soll. Das der Zusatz „S“ auf einen eingeschränkten Lieferumfang hindeutet oder gar Abstriche beim Funktionsumfang befürchten lässt, wollen wir an dieser Stelle mal in Frage stellen und kommen im späteren Verlauf des Test nochmal genauer auf den Zusatz zu sprechen.

Verpackung und Lieferumfang

Wir wollen uns nicht allzu lang mit Verpackung und unzähligen beigelegten Kabeln aufhalten. Deutlich zu erkennen ist jedoch, wie schnell ASRock und MSI beim Design der Verpackung vorgegangen sind.

ASRock

X99 Extreme6

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ASRock verpackt seine Boards recht stoßfest in Schaumstoff eingefasst im Karton. Natürlich wird das Board auch von antistatischer Folie geschützt. Dies gefällt uns beim Extreme 6 genauso gut wie beim Extreme 4 und vermittelt ein wirklich gutes Gefühl. Gerade die ersten „Berührungen“ lösen beim geneigten User ja schnell mal feuchte Hände und eine gewisse Unsicherheit aus.

Lieferumfang:

Treiber / Software CD
ASRock 3Way SLI Bridge
ASRock 2Way SLI Bridge
I/O Shield
4 SATA3 Kabel
Schnellstartanleitung
Software Setup Guide
SATA Power Kabel
I/O Shield

X99 Extreme4

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Das Extreme 4 sowie das Extreme 6 kommen mit recht auffälligen, hochglänzenden Verpackungen daher. Ist die Vorderseite der jeweiligen Verpackungen noch recht überschaubar gehalten, überschlägt sie sich auf der Rückseite förmlich. Viele Grafiken, eine Menge an technischen Daten sowie Produktfeatures sind farbenfroh angeordnet und suggerieren einen unglaublichen Produktumfang. Hier gibt es zwischen den beiden Extreme Boards von ASRock auch keinerlei (designtechnischen) Unterschiede. Durchaus ein positiver Aspekt, denn so kommt hier nicht der Eindruck auf, dass man sich mit dem etwas kleineren Ableger nur eine Sparversion ins Haus holt.

Lieferumfang:

Treiber / Software CD
Schnellstartanleitung
Software Setup Guide
4 SATA3 Kabel
SATA Power Kabel
ASRock 3Way SLI Bridge
ASRock 2Way SLI Bridge

MSI X99S Gaming 7

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MSI geht etwas anders an die Verpackung heran. Zwar arbeitet man hier mit viel „Bling-Bling“ in Form von hoch-glänzenden Applikationen und einer schwarz glitzernden Grundfarbe, jedoch sind die Features auf der Rückseite der Verpackung deutlich linearer und durchstrukturierter aufgelistet und können ebenso einen wertigen und runden Gesamteindruck vermitteln. Anders als ASRock liefert MSI das Board nicht in einer Schaumstoffverpackung aus. Einzig in die obligatorische Antistatik-Folie eingeschlagen befindet es sich im Karton. Allerdings befindet sich das Mainboard beim Auspacken, wiederum in einer Kartonage, welche bombensicher sitzt und ein Hin- und Herrutschen unmöglich macht.

Lieferumfang:

Treiber/Software CD
6 SATA3 Kabel
2 2Way SLI Bridges
gepolstertes I/O Shield
Handbuch
Software-Anleitung
Audio – Power Adapter
Türschild
SATA Kabel-Etiketten

Lieferumfang im Vergleich:
ASRock begrenzt den Lieferumfang auf das Wesentliche. Nette Giveaways oder Goodies sucht man vergebens, allerdings fehlt es uns im Großen und Ganzen aber auch an nichts. MSI geht etwas anders an die Sache heran. Hier spricht man eher den „Liebhaber“ schöner Hardware an und gibt ihm neben einem netten Hinweis-Türschild noch einen Case Badge mit. Sicher ist dies nicht wirklich von Nutzen oder gar kaufentscheidend, allerdings demonstriert es schön, wie man an den geneigten User herantritt.

Technische Daten / weitere Ansichten

Wenden wir uns als erstes den technischen Daten zu. Diese doch eher trocken gehaltenen Eckdaten reizen die Konzentration aus, gerade wenn man wirklich technisch vergleichen möchte. Um das Ganze etwas zu vereinfachen, haben wir das mal in einer Tabelle zusammengefasst.

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Schnell wird klar, der Teufel liegt im Detail! Alle drei Mainboards unterstützen (theoretisch) bis zu 128GB Arbeitsspeicher, auch bei der Kompatibilität scheint es technisch keine Unterschiede zu geben. Von 1600MHz bis zu 3000MHz wird von jedem Board alles unterstützt. Wie das im reellen Tagesablauf aussieht, verrät uns die Tabelle allerdings nicht. Es würde uns wundern, wenn tatsächlich alles problemlos erkannt und übernommen wird. Neben einiger kleinerer Unterschiede bei der Anschlussvielfalt unterscheiden sich die drei Kandidaten am ehesten wohl beim verwendeten Netzwerkanschluss. Setzen die beiden ASRock Boards auf den „Standard“ Intel Gigabit I217-V, so weicht MSI vom Standard ab und setzt hier auf die Atheros Killer E2205 Ethernet Schnittstelle.

X99 Extreme 4
Als Erstes wollen wir uns mal das „kleine“ Extreme 4 anschauen, wobei „klein“ sich im Moment noch auf die Typenbezeichnung bezieht. Weitere Unterschiede werden sich später offenbaren.

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Wie ASRock auf der Homepage visuell darstellt, hält das Extreme 4 eine Menge an technischen Features bereit. Neben der 12Phasen-Spannungsversorgung verfügt das Board natürlich über Quad Channel DDR4 Speicher Support für bis zu 128GB (Einhundertachtundzwanzig!!!) Arbeitsspeicher.

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Der Schaumstoff, in welchem das Mainboard eingefasst ist, weiß zu gefallen. Nicht immer nur die obligatorische Antistatikfolie. Das der Schaumstoff optisch zum Board passt, mag nur Zufall sein glauben wir aber nicht. Es gibt dem Ganzen einen schönen wertigen Rahmen.

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Die Verbindung zwischen Blau und Schwarz passt sensationell zusammen und hat weder etwas von den „alltäglichen“ noch von den allzu bunten Kombinationen, die uns mitunter in die Finger geraten. Ins Auge fällt uns mit als Erstes die Spannungsversorgung, welche mit 12Phasen und den neuen 60A-Spulen daherkommt. Diese neuen Spulen sollen den Sättigungsstrom für die Stromversorgung nahezu verdreifachen.

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Die großen Kühlkörper, welche neben den Mosfets auch den Chipsatz kühlen, sind mit einer speziellen Aluminiumlegierung ausgestattet und bringen dem Mainboard einen unheimlich soliden und wertigen Eindruck. Auch die Spulen für den Speicher verfügen über eine spezielle Legierung, welche neben einer geringeren Temperatur auch für eine stabilere Spannungsversorgung durch Resistenz gegen magnetische Einflüsse sorgt.

Was uns optisch aber mit Abstand am besten, ist die Purity Sound 2 Audio Einheit. Der 7.1-CH-HD-Audio-Chip mit dem Audio-Codec ALC1150 von Realtek ist so gekonnt und dominant in Szene gesetzt, dass klar wird, dass es sich hier nicht nur um einen üblichen Standard Audio Einsatz handelt, sondern vielmehr hat hier wohl jemand mit viel Liebe für audiophile Ansprüche gearbeitet.

ASRock stellt auf der Homepage eine schöne aussagekräftige Grafik für diesen besonderen Bereich bereit.

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Passend zum Boardlayout verbauten wir Corsair LPX Speicher in Schwarz. Dieser fügt sich fließend ins schwarze PCB-Layout ein und mit der verbauten CPU haben wir ein beeindruckendes System.

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Software:

ASRock A-Tuning
ASRock Disk Health Report
ASRock USB Key
ASRock APP Charger
ASRock XFast LAN
ASRock XFast RAM
ASRock Restart to UEFI

X99 Extreme 6
Im Anschluss an das Extreme 4 schauen wir uns das größere Modell aus dem gleichen Hause an. Auf den ersten Blick fällt auf, dass es im Gegensatz zum kleinen Bruder einen weiteren mit Aluminium legierten Block über dem I/O Shield hat. Dies wertet das Mainboard nicht nur optisch auf, sondern sorgt zudem noch für eine verlängerte Heatsink, welche durch die größere Oberfläche noch bessere Kühlleistung bringen soll.

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Auch für das Extreme 6 hat ASRock auf der Homepage eine Grafik bereitgestellt, welche auf den ersten Blick der des Extreme 4 zum Verwechseln ähnlich sieht. Man muss (von der I/O-Shield-Abdeckung mal abgesehen) schon genau hinsehen, um die Unterschiede zu erkennen. Neben den Power- und Reset-Switches direkt auf dem Board verfügt das Extreme 6 noch über einen Mini PCIe Slot auf dem unteren Bereich des Boards.

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Im Gegensatz zum Extreme 4 ist der Sockel beim Extreme 6 schwarz. Dies ist natürlich kein Zeichen von ausgezeichneter Verarbeitungsgüte, jedoch allemal ein Hingucker und ein Detail mehr, mit welchem sich das Extreme 6 vom kleinen Bruder absetzt.

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Ein verbauter M2-Sockel darf bei dem ASRock Extreme 6 natürlich erwartet werden und selbstverständlich liefert ASRock auch hier ordentlich ab. Nach eigenen Angaben ist ASRock sogar der erste Hersteller, welcher eine PCIe-Gen3-x4-Anbindung auf seinen Mainboards anbietet, was eine theoretische Leistung von 32 Gb/s Übertragungsraten bedeuten würde. M2-Lösungen der Gen2-x1 Anbindung limitieren bei 5Gb/s.

Außerdem sind auf dem Mainboard Reset- und Power-Tasten verbaut, so wie eine Post-Code Anzeige um etwaig auftretende Fehler möglichst schnell zu lokalisieren und zu beseitigen.

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Gern reiten wir auch hier nochmals auf dem beeindruckenden Bereich rund um den „Purity Sound“ herum und lassen es uns nicht nehmen, eine weitere von ASRock zur Verfügung gestellte Grafik zu präsentieren.
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Die Grafik basiert auf einem Test in welchem ein normales Headset mit 32 Ohm simuliert wird. Es wird deutlich aufgezeigt, dass „Purity Sound“ einen lineareren Umgang mit niedrigeren Frequenzen an den Tag legt, als herkömmliche Lösungen. Ein nahezu durchweg linearer Frequenzbereich soll so gewährleistet werden.

Software:

ASRock A-Tuning
ASRock XFast LAN
ASRock App Shop
ASRock Cloud
ASRock Disk Health Report
ASRock USB Key
ASRock APP Charger
ASRock XFast RAM
ASRock Restart to UEFI

MSI X99S Gaming 7
Den starken Mitbewerbern entgegen stellt sich ein weiteres X99 Mainboard aus dem Hause MSI. Man stellt uns ein X99S Gaming 7 zur Verfügung und ist wohl frohen Mutes, damit den Vergleich für sich zu entscheiden. Ob das gegen zwei so beeindruckende Boards wie dem Extreme 4 und dem Extreme 6 gelingen mag, werden wir herausfinden.

Der Zusatz „S“ in der Typenbezeichnung lässt darauf vermuten, dass es sich um ein ähnlich ausgestattetes Board handelt, wie das Extreme 4. Auch ein geringerer Liefer- und/oder Feature-Umfang wäre möglich. Da wir diese Vermutung beim Lieferumfang schon deutlich widerlegen konnten, müssen wir die Einsparungen im Moment noch bei Ausstattung oder Verarbeitung vermuten, aber schauen wir es uns etwas näher an.

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Hier und da kommt ein „Das-kommt-mir-doch-bekannt-vor-Gefühl“ auf und so sieht man sich schnell dazu hingerissen, optische Parallelen zu ziehen. Unsere erste Assoziation galt nicht mal einem Mitbewerber aus dem Mainboard-Bereich, sondern schaut man sich das Bild direkt über diesem Textblock an, so kommt uns eine italienische Sportwagenmarke in den Sinn. Ob man in Sachen Performance und Verarbeitung mithalten kann, bleibt noch abzuwarten, aber wir gehen mal positiv an die Sache heran.

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Schwarz und Rot ist nicht gerade die neueste oder ausgefallenste Farbkombination, aber sicher eine der beliebtesten und so passt es auch hier wunderbar zusammen. Das PCB ist in einem tiefen beeindruckenden Schwarz gehalten und auch die Speicherbänke machen da keinen Unterschied, was dazu beiträgt, dass die roten Akzente der Kühlkörper besonders gut zur Geltung kommen.

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Eine aufwendige Abdeckung über dem I/O Panel sucht man vergebens. Überhaupt ist das Board sehr schlicht und überschaubar gehalten. Darf man den Webseiten einschlägiger Mainboardhersteller glauben, ist das eigentlich unmöglich zu realisieren, müssen doch neben mindestens 12 Phasen für die Spannungsversorgung auch etliche weitere Kondensatoren montiert sein. Vielleicht hat MSI einfach den Aufbau etwas durchdacht und alle nötigen Teile etwas zentriert, um ein etwas entspannteres Auftreten zu vermitteln und nicht gleich mit der Technik-Keule ins Haus zu fallen. Hierauf werden wir aber sicher noch einmal zurückkommen.

Die „Steuereinheit“ auf dem Mainboard ist ebenfalls in Schwarz gehalten und fügt sich gut ins Bild ein. Hier gibt es unzählige andere Montagebeispiele, in denen es fast so wirkt, als hätte man den Power- und Reset-Schalter aus vorhandenen Resten noch eben auf Board gelötet. Neben den beiden Buttons verbaut MSI einen weiteren Schalter mit der Bezeichnung „OC Genie“, mit welchem es möglich sein soll, einen PerformantBoost von bis zu 20% zu erreichen und das auf Knopfdruck.

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Natürlich legt man auch im Hause MSI äußerst viel Wert auf Soundliebhaber, auch wenn man das optisch nicht ganz so beeindruckend auf dem Mainboard zu präsentieren weiß wie bei ASRock. Hier baut man auf „Audio Boost“, was den meisten sicher ein Begriff sein dürfte. Auch der Support der Sound Blaster Cinema 2 Technologie verhilft zu einem festen und selbstbewussten Stand im Audiobereich. Hier muss man sich sicher nicht verstecken. Vergoldete Anschlussbuchsen im I/O Bereich runden den wertigen Eindruck, welcher auch durch die auf dem Mainboard verbauten „High Quality“ Kondensatoren unterstrichen wird, weiter ab.

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Der verbaute Lotes Sockel macht in der Farbwahl keine Ausnahme: Dezent kräftiges Schwarz. Auch wenn die Farbe des Sockels sinniger Weise keinerlei Hinweise auf dessen Qualität oder Beschaffenheit zulässt, ist so ein farbiger Sockel immer ein aufwertender Blickfang. Nicht zuletzt wegen genau diesem farbigen Sockel schließt sich das Design des Boards zu einem passenden, großen Ganzen.

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Auch MSI steht in Sachen veranschaulichende Grafiken auf Ihrer Homepage den Mitbewerbern in nichts nach. Und so präsentieren wir auch hier die ein oder andere Grafik. Schließlich haben sich schlaue Köpfe Gedanken gemacht, wie man mittels möglichst weniger verwirrender Worte das Nötigste rüberbringt.

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Neben der Post Code Anzeige, der Schaltereinheit und dem MultiBIOS, welches wir in den technischen Daten bereits erwähnten, weiß man an dieser Stelle noch den Clear CMOS Button auf der Rückseite des Boards fachgerecht einzubauen und entsprechend seinem Nutzen zu präsentieren.

Software:

MSI Eco Center
MSI Fast Boot
Killer Network Manager
MSI Live Update
MSI Gaming App
MSI Extreme Tuning Utility
Sound Blaster Cinema 2
MSI Smart Utilities
MSI Super Charger

BIOS / UEFI

Die Zeiten, in denen man sich durch zwei- oder dreifarbige BIOS gequält hat, sind zum Glück vorbei und seit der Einführung von UEFI basierenden BIOS schreitet die Entwicklung weiter voran. Schon die grafische Darstellung im BIOS hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ob dies wirklich von Nöten war und nur Vorteile mit sich bringt, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter erörtern.

X99 Extreme4
Durch Betätigen der F2/Entf. Taste gelangt man direkt ins BIOS und blickt auf ein eine optisch ansprechende Oberfläche. Die Farbgestaltung lehnt sich an das Boardlayout an und kommt in einer sehr guten Qualität daher. Mit etwas Wehmut erinnern wir uns an die ersten noch etwas pixeligen UEFI zurück. Damit hat das hier nicht mehr viel gemein.

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Der Aufbau des BIOS ist eher klassisch gehalten. Auf der ersten Seite gibt es den bekannten Überblick. Die eingesetzte CPU und der Speicher wurden direkt erkannt und dies wird auf der Mainpage präsentiert. Des Weiteren ist die verwendete BIOS-Version zu sehen. In unserem Test ist es die Version P1.60 . Eine stets aktuelle Version gibt es hier zum Download. Die zweite Seite geht direkt in die Vollen und ist dem Overclocking gewidmet. Hier kann man zum Beispiel per Knopfdruck das XMP des Speichers in Verbindung mit einer automatischen Übertaktung auf 4GHz anwählen.

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Auf den nächsten beiden Seiten widmet man sich vielen Geräten, angefangen von der CPU über den Chipsatz bis hin zu den USB Anschlüssen. Auch die Auswahl des Full HD(!!!) UEFI kann hier getroffen werden. Die HDD Saver-Funktion wird hier ebenso konfiguriert wie ein eventuelles RAID Laufwerk.

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Sehen wir mal von der „Tool“ Seite ab, haben wir ein BIOS wie es klassischer nicht aufgebaut sein könnte, zudem noch übersichtlich und sehr ansehnlich.

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An Einstellschrauben fehlt es dem Extreme 4 sicher nicht. Auch wenn es sich hier nicht um die ausgesprochene „High-End-Overclocking-Lösung“ handelt, bietet es wohl allen ambitionierten Usern mehr als ausreichend Spielraum, um die CPU an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu treiben. Und sicher ist es hin und wieder ratsam, weniger Funktionen bereitzustellen, um einen gewissen Selbstschutz zu gewährleisten.


X99 Extreme6

Das UEFI des Extreme 6 unterscheidet sich optisch kaum von dem des Extreme 4 und liegt uns zum Testzeitraum als Version P1.50 vor. Zurzeit aktuell ist das P1.70

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Die VCore lässt sich zwischen 0.8V und 2.0V einstellen, der Offset zwischen -0.5V und +0.5V der Multiplikator lässt sich, je nach CPU, zwischen 12 und 120 frei wählen. Der BCLK lässt sich in dem Bereich zwischen 90 und 300MHz bewegen. Auch für den Speicher liegen unzählige Einstellschrauben bereit. Neben der Spannungsversorgung, welche zwischen 1.0V und 1.8V eingestellt werden kann, können verschieden Presets angewählt werden. Der Bereich des CPU-Cache kann zwischen 0.8V und 2.0V, der Offset Bereich zwischen -0.5V und +0.5V und die CPU Input Voltage im Bereich 1.2V bis 2.3V, mit einem Offset von -0.600V bis +0.400V angepasst werden. Selbstverständlich stehen auch weitere Einstellmöglichkeiten bereit, um die Spannungen weiter zu individualisieren. Dazu gehören die Spannungen der PCH (0.900V – 1.500V), die der PCH PLL (1.2V – 1.8V), ME Voltage 0.9V – 1.5V. Der einstellbare SAV Offset befindet sich in einem Bereich von -0.3 – +0.6V. Um nur einige zu nennen.

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Wie beim Extreme 4 ist das BIOS klar strukturiert und organisiert. Vom gewohnt klassischen BIOS-Aufbau profitiert das Extreme 6 ebenso wie der kleine Bruder.

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MSI X99S Gaming 7

Auch MSI hat bei seinem X99S Gaming 7 das UEFI nicht neu erfunden und so gelangt man auch hier durch klassisches Betätigen der Taste F2/Entf. ins BIOS. Hier erwartet die User ein voll-grafisches, in Rot gehaltenes UEFI, welches sich im Aufbau von dem aus dem Hause ASRock unterscheidet. Hier sind die verschiedenen Einstellmöglichkeiten nicht in Reitern aufgeteilt, sondern in „Fenster“-Bereiche. Neben den systemrelevanten Einstellmöglichkeiten im Bereich „Settings“ geht es weiter in dem „OC“ Bereich, gefolgt vom „M-Flash“, „OC-Profile“, „Hardware Monitor“, bis schlussendlich zum Board Explorer.

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Wir testeten das MSI X99S Gamig 7 mit der BIOS-Version 17.6 . Stets aktuelle Versionen erhält man auf der Homepage von MSI.

Während der Bereich unter „Settings“ recht unspektakulär ausfällt, ist der Bereich im Reiter OC umso umfangreicher. Mittels einfacher Auswahl kann der Speicher über „Memory Tryit!“ übertaktet werden. Hier kann man zwischen verschiedenen Speicherbaustein-Herstellern wählen und sein Glück mittels angepasster Einstellungen versuchen.

Hierzu ist zwar ein potentes Kit von Nöten, jedoch haben wir damit recht ordentliche und vorzeigbare Ergebnisse erzielen können und können dem MSI X99s Gaming 7 attestieren, dass es sich nicht um ein künstlich propagiertes Zusatzfeature handelt, sondern durchaus hilfreich sein kann.

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Der BCLK der CPU kann in einem Bereich 90.90MHz bis hin zu 300MHz angepasst werden und das in Schritten von 0.06MHz. Für einen stabilen Betrieb einer übertakteten CPU gehört aber natürlich mehr dazu, als das einfache Anpassen des BLCK. Stabile Spannungen sind unumgänglich und so hilft es, dass die Vcore in 0.001V Schritten von 0.8V bis zu 2.1V angepasst werden kann. Die Spannungsversorgung des Arbeitsspeichers kann ebenso vielfältig angepasst werden. Ein Bereich von 0.6V bis hoch auf 2.8V lässt wohl keine Wünsche offen. Die Speicher können über verschieden Teiler eingestellt werden, als Standardteiler stehen x8 (800 MHz), x10.67 (1067 MHz), x13.33 (1333 MHz), x14 (1400 MHz), x16 (1600 MHz), x18 (1800 MHz), x18.66 (1866 MHz), x20 (2000 MHz ), x21.33 (2133 MHz), x22 (2200 MHz) und x24 (2400 MHz) zur Verfügung. Ebenfalls bietet das BIOS des X99S einen Board Explorer an.

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Testaufbau

Die Testsysteme bauen wir jedes Mal gleich auf, um die größtmögliche Vergleichbarkeit zu bieten. Für jede Konfiguration installierten wir ein frisches Windows Home Premium 64bit und versorgten es mit allen Updates, sowie den aktuellsten Treibern der Hersteller-Homepages. Gekühlt haben wir dabei die Intel 5960x CPU mit einer All-in-One-Wasserkühlung aus dem Hause Cooler Master. Mit der Nepton 240M lief die CPU stets im grünen Bereich. Als potentes Speicherkit stellte sich Corsairs LPX heraus und so wundert es nicht, dass dieses Kit in unseren Testaufbau Einzug hält.

Um den maximalen Takt aus der CPU auszuloten, bewegten wir uns in einem Bereich von maximal 1,32V. Weitere Feineinstellungen nahmen wir nicht vor, um etwaige Vor- bzw. Nachteile auszuschließen. Beim Speicher loteten wir den Max-Takt sowie die maximalen Latenzen mit einer Spannung von höchstens 1,38V. Auch hier begnügten wir uns mit den Standardwerkzeugen, um ein maximales Ergebnis zu erreichen.

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Das MSI X99 Gaming 7 stellt sich als sehr genügsam dar und kann mit seinen „Nehmerqualitäten“ überzeugen. So ziemlich jede Einstellung wird übernommen und versucht zu booten. Etwaige Übertreibungen werden mit einem Neustart und einer Fehlermeldung quittiert. Das BIOS macht es einem durch die strukturierte Aufteilung leicht, neue Settings zügig vorzunehmen. Sowohl beim CPU-Takt als auch beim Speicher-Overclocking kann sich das MSI Board behaupten, wenn beim CPU Takt auch nur mit einem geringen Vorsprung. Allerdings geht das Board unglaublich solide und unkompliziert mit all unseren Versuchen um, ein ganz klarer Vorteil. Detailwerte in den folgenden Tabellen.

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Beim ASRock Extreme 6 steht uns ein BIOS zur Verfügung, welches an Einstellungsmöglichkeiten keine Wünsche offen lässt. Auch vom Layout sind wir vollends überzeugt. Allerdings haben wir hier mit dem von uns verwendeten Speicher die meisten Probleme. Das zweite XMP Setting des Speichers bekamen wir nur schwer zum Laufen und mussten uns recht langwierig herantasten. Auch beim Übernehmen der Einstellungen im BIOS gab’s Probleme. Nicht bootfähige Einstellungen wurden mit einem versuchten Neustart quittiert, nachdem das Board einige Minuten zur Regeneration brauchte. Einstellungen, die direkt übernommen wurden, liefen für unsere kurzen Test jedoch stets stabil. So konnten wir beim Speicher einen maximalen Takt von rund 3000MHz erreichen. Hier mussten wir uns allerdings an die im XMP hinterlegte Taktrate herantasten. Im XMP waren 1499MHz hinterlegt bei einem Takt von 1498MHz konnten wir problemlos starten, bei 1499MHz funktionierte dies schon nicht mehr. Auch an den Latenzen ließ sich in diesem Taktbereich nichts verändern.

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Das Extreme 4 hat mit ähnlichen Problemen beim Speicher zu kämpfen wie der große Bruder. Allerdings werden nicht bootfähige Einstellungen hier benutzerfreundlicher behandelt. Zwar ist auch hier etwas mehr Geduld von Nöten als beim MSI Kollegen, im Großen und Ganzen ist es aber längst nicht so anfällig wie das Extreme 6. Den Speicher bekamen wir auch hier nicht besser zum Laufen. Wir mutmaßen allerdings, dass das am BIOS und Speicher-Support liegt. Beim maximalen CPU-Takt hat das Extreme 4 leider das Nachsehen und ist das Schlusslicht in unserem Test. Allerdings meckern wir hier auf hohem Niveau. Ein Takt von 4397,4MHz ist schon ganz ordentlich. Wie dicht beieinander die Board tatsächlich liegen, ist sehr interessant. Wie sich das in den Benchmarks widerspiegelt, schauen wir uns im Anschluss an.

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Von dem Bootproblem, welches der X99 Chipsatz hin und wieder mitbringt, ist bei keinem unserer getesteten Boards etwas festzustellen. Allerdings handelte es sich auch um einen minimalistischen Testaufbau, mit recht wenigen genutzten USB-Anschlüssen, welche wohl die Fehlerquelle darstellen. Da es hier aber noch keine verlässlichen Aussagen gibt, behandeln wir dieses Problem mit entsprechender Vorsicht.

Benchmarks

Im Folgenden seht ihr die Ergebnisse, welche wir mit den verschiedenen Benchmarks erreicht haben. Wir behielten hier alle Einstellungen im Standard, um auch hier ein größtmögliche Vergleichbarkeit zu erzielen. Dies bedeutet in Zahlen, dass der Intel i7-5960X Extreme Edition mit 3.00GHz (Turbo – 3.5GHz) läuft. Den Corsair-Speicher beließen wir im ersten XMP Profil mit 2800MHz und den Latenzen 16-18-18-36 sowie den Standardspannungen.

SiSoft SANDRA

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AIDA64

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Cinebench

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Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie eng die Kandidaten doch beieinander liegen, zumindest im Standardbetrieb. Für den ambitionierten Übertakter ist im Testfeld natürlich auch was dabei, aber dazu mehr im Fazit auf der nächsten Seite.

Fazit

Der Intel X99 Chipsatz ist eine wirklich spannende Basis für Extreme Gamer und Übertakter. Die Einstellmöglichkeiten und die Performance sind ebenso beeindruckend, wie der gebotene Funktionsumfang. Allerdings braucht es für diesen Unterbau schon den richtigen Enthusiasten. Eine ähnliche Leistung kann man nämlich auch um einiges günstiger erreichen, wobei auch der noch recht teure Speicher sein Zutun hat.

X99 Extreme 4

Das Extreme 4 war der erste Kandidat in unserer Testreihe und hat einen guten Eindruck hinterlassen. Wie sich im späteren Verlauf herausstellen sollte, würde es nicht nur positiv weitergehen. Beim Extreme 4 konnten wir weder bei der Installation noch beim Boardlayout gröbere Patzer ausmachen. Auch in allen Bereichen der Performance schlägt es sich tapfer. Da es in unserem Test auch mit Abstand am günstigsten ist, erhält es neben dem Gold-Award auch den Preis-Leistungs-Award, da es schon ab195€ zu haben ist. Zwar lässt sich auch das Extreme 4 beim Übernehmen von Overclockingeinstellungen hin und wieder etwas bitten, aber zusammenfassend hat es einen guten Eindruck hinterlassen und schafft es immer noch rechtzeitig vor Einsetzen der Frustrationsgrenze den Dienst wieder aufzunehmen.

Für den aufgerufenen Preis liefert ASRock ein beachtliches Brett ab und bietet eine optimale Einstiegsbasis. Vielleicht spendiert man dem Board noch ein paar weitere Kabel und „Enthusiasten-Giveaways“ und kann so ein noch stimmigeres Bild abliefern.

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Pro:
+ Design
+ Verarbeitung
+ Preis

Contra:
– Speicherprobleme
– mitunter etwas zickig beim Overclocking
– puristischer Lieferumfang

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MSI X99S Gaming 7

MSI hat uns mit dem Gaming 7 nicht nur eine beeindruckende Spielebasis zum Test bereitgestellt, sondern zeigt auch anschaulich, dass Overclocking nicht unbedingt frustrierend sein muss. So konnten wir alle in unserem Test angepeilten Ergebnisse erreichen, ohne einen Gedanken daran verschwenden zu müssen, wann denn endlich das neueste BIOS erscheint. Das BIOS erschien uns hier von alle Kandidaten am „ausgereiftesten“ und am „entspanntesten“. Da wir auf jedem Mainboard die gleiche CPU verwendet haben, ist ein schöner Rückschluss möglich.

Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen und gröbere Patzer können auch hier nicht festgestellt werden. Neue Speichergenerationen machen gern Ärger und verlangen nach den „perfekten“ Einstellungen, um die Arbeit wunschgemäß zu erledigen. Das ist natürlich auch beim MSI X99S Gaming nicht anders, jedoch ist das „Herantasten“ an die optimalen Einstellungen mit diesem Unterbau eine dankbare Aufgabe.

Aber das Hauptaugenmerk liegt tatsächlich im Gamingbereich. Hier findet man an jeder Ecke Spitzen, welche das Gaming bis ans Maximum zu treiben. Mit dem guten Overclocking und die ausgesprochenen Nehmerqualitäten kämpft sich MSI an die Spitze im Bereich des anwenderfreundlichen Übertaktens und das krönen wir mit unserem OC-Award. Zwar gehört das MSI X99S Gaming 7 nicht zu den günstigsten Mainboards (ab 243€), kann aber durchweg überzeugen. Deshalb gibt es zusätzlich unseren Gold-Award.

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Pro:
+ Design
+ Verarbeitung
+ Overclockingverhalten

Contra:
– nichts

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X99 Extreme 6

ASRock ist mit dem Extreme 6 in den meisten Benchmarks an der Spitze und erkämpft sich die Leistungskrone mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Das UEFI/BIOS hält eine wahre Flut an Einstellungsmöglichkeiten bereit. Das Design und das Boardlayout gefallen uns von Anfang an. Dazu tragen die massiven Kühlkörper ihr Nötiges bei.

Leider hatten wir bei unserem Speicherkit etwas Pech und anscheinend verstand sich das Corsair-Kit nicht so recht mit dem ASRock Extreme 6. Klarer Minuspunkt, da Corsair gerade bei einem neuen Enthusiasten-Sockel oft die erste Wahl darstellen dürfte. Auch beim Übernehmen der erweiterten Overclocking-Eigenschaften tut sich das Extreme 6 etwas schwer. Längere Zwangspausen mussten eingelegt werden, da das Board einfach einen Moment brauchte, um sich wieder zurück zusetzen. Stellenweise war das nah an der Frustrationsgrenze.

Hat man sich mit dem Thema Overclocking auseinandergesetzt, weiß man aber schnell an dem Board Gefallen finden, da es im Umgang mit der CPU durchweg überzeugt. Bei einem Preis von aktuell 236€ ist das Extreme 6 in unserem Test preislich im Mittelfeld, leistungstechnisch meist jedoch an der Spitze. Für alles, was wir mit dem Extreme 6 erfahren konnten und durften, kommen wir nicht umhin, auch hier einen Gold-Award zu verleihen.

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Pro:
+ Design
+ Verarbeitung
+ Preis

Contra:
– Speicherprobleme
– puristischer Lieferumfang

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Was wir empfehlen? Eine Frage, die es tatsächlich schwer zu beantworten fällt.
Mit dem Extreme 4 habt ihr den mit Abstand günstigsten Einstieg, ohne größere Kompromisse eingehen zu müssen.
Beim MSI X99S Gaming 7 gilt eine klare Kaufempfehlung, wenn ihr euch als ausgesprochene High-End Gamer seht und wenn ihr zudem noch möglichst unkompliziert beachtliche Overclocking-Ergebnisse erzielen möchtet.
Das Extreme 6 ist dann zu empfehlen, wenn ihr euch nicht scheut, Zeit für das Finden der optimalen BIOS-Einstellungen zu investieren und stets die höchstmögliche Leistung aus der vorhandenen Hardware ziehen wollt.

Für die Bereitstellung der Testsamples wollen wir uns bei unseren Partnern in aller Form bedanken, auch und vor allem für den guten Support und das entgegengebrachte Vertrauen.

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