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Intel X99 Chipsatz – ASRock und MSI im Mainboard-Vergleichstest


Die Zeiten, in denen man sich durch zwei- oder dreifarbige BIOS gequält hat, sind zum Glück vorbei und seit der Einführung von UEFI basierenden BIOS schreitet die Entwicklung weiter voran. Schon die grafische Darstellung im BIOS hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ob dies wirklich von Nöten war und nur Vorteile mit sich bringt, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter erörtern.

X99 Extreme4
Durch Betätigen der F2/Entf. Taste gelangt man direkt ins BIOS und blickt auf ein eine optisch ansprechende Oberfläche. Die Farbgestaltung lehnt sich an das Boardlayout an und kommt in einer sehr guten Qualität daher. Mit etwas Wehmut erinnern wir uns an die ersten noch etwas pixeligen UEFI zurück. Damit hat das hier nicht mehr viel gemein.

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Der Aufbau des BIOS ist eher klassisch gehalten. Auf der ersten Seite gibt es den bekannten Überblick. Die eingesetzte CPU und der Speicher wurden direkt erkannt und dies wird auf der Mainpage präsentiert. Des Weiteren ist die verwendete BIOS-Version zu sehen. In unserem Test ist es die Version P1.60 . Eine stets aktuelle Version gibt es hier zum Download. Die zweite Seite geht direkt in die Vollen und ist dem Overclocking gewidmet. Hier kann man zum Beispiel per Knopfdruck das XMP des Speichers in Verbindung mit einer automatischen Übertaktung auf 4GHz anwählen.

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Auf den nächsten beiden Seiten widmet man sich vielen Geräten, angefangen von der CPU über den Chipsatz bis hin zu den USB Anschlüssen. Auch die Auswahl des Full HD(!!!) UEFI kann hier getroffen werden. Die HDD Saver-Funktion wird hier ebenso konfiguriert wie ein eventuelles RAID Laufwerk.

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Sehen wir mal von der „Tool“ Seite ab, haben wir ein BIOS wie es klassischer nicht aufgebaut sein könnte, zudem noch übersichtlich und sehr ansehnlich.

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An Einstellschrauben fehlt es dem Extreme 4 sicher nicht. Auch wenn es sich hier nicht um die ausgesprochene „High-End-Overclocking-Lösung“ handelt, bietet es wohl allen ambitionierten Usern mehr als ausreichend Spielraum, um die CPU an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu treiben. Und sicher ist es hin und wieder ratsam, weniger Funktionen bereitzustellen, um einen gewissen Selbstschutz zu gewährleisten.


X99 Extreme6

Das UEFI des Extreme 6 unterscheidet sich optisch kaum von dem des Extreme 4 und liegt uns zum Testzeitraum als Version P1.50 vor. Zurzeit aktuell ist das P1.70

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Die VCore lässt sich zwischen 0.8V und 2.0V einstellen, der Offset zwischen -0.5V und +0.5V der Multiplikator lässt sich, je nach CPU, zwischen 12 und 120 frei wählen. Der BCLK lässt sich in dem Bereich zwischen 90 und 300MHz bewegen. Auch für den Speicher liegen unzählige Einstellschrauben bereit. Neben der Spannungsversorgung, welche zwischen 1.0V und 1.8V eingestellt werden kann, können verschieden Presets angewählt werden. Der Bereich des CPU-Cache kann zwischen 0.8V und 2.0V, der Offset Bereich zwischen -0.5V und +0.5V und die CPU Input Voltage im Bereich 1.2V bis 2.3V, mit einem Offset von -0.600V bis +0.400V angepasst werden. Selbstverständlich stehen auch weitere Einstellmöglichkeiten bereit, um die Spannungen weiter zu individualisieren. Dazu gehören die Spannungen der PCH (0.900V – 1.500V), die der PCH PLL (1.2V – 1.8V), ME Voltage 0.9V – 1.5V. Der einstellbare SAV Offset befindet sich in einem Bereich von -0.3 – +0.6V. Um nur einige zu nennen.

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Wie beim Extreme 4 ist das BIOS klar strukturiert und organisiert. Vom gewohnt klassischen BIOS-Aufbau profitiert das Extreme 6 ebenso wie der kleine Bruder.

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MSI X99S Gaming 7

Auch MSI hat bei seinem X99S Gaming 7 das UEFI nicht neu erfunden und so gelangt man auch hier durch klassisches Betätigen der Taste F2/Entf. ins BIOS. Hier erwartet die User ein voll-grafisches, in Rot gehaltenes UEFI, welches sich im Aufbau von dem aus dem Hause ASRock unterscheidet. Hier sind die verschiedenen Einstellmöglichkeiten nicht in Reitern aufgeteilt, sondern in „Fenster“-Bereiche. Neben den systemrelevanten Einstellmöglichkeiten im Bereich „Settings“ geht es weiter in dem „OC“ Bereich, gefolgt vom „M-Flash“, „OC-Profile“, „Hardware Monitor“, bis schlussendlich zum Board Explorer.

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Wir testeten das MSI X99S Gamig 7 mit der BIOS-Version 17.6 . Stets aktuelle Versionen erhält man auf der Homepage von MSI.

Während der Bereich unter „Settings“ recht unspektakulär ausfällt, ist der Bereich im Reiter OC umso umfangreicher. Mittels einfacher Auswahl kann der Speicher über „Memory Tryit!“ übertaktet werden. Hier kann man zwischen verschiedenen Speicherbaustein-Herstellern wählen und sein Glück mittels angepasster Einstellungen versuchen.

Hierzu ist zwar ein potentes Kit von Nöten, jedoch haben wir damit recht ordentliche und vorzeigbare Ergebnisse erzielen können und können dem MSI X99s Gaming 7 attestieren, dass es sich nicht um ein künstlich propagiertes Zusatzfeature handelt, sondern durchaus hilfreich sein kann.

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Der BCLK der CPU kann in einem Bereich 90.90MHz bis hin zu 300MHz angepasst werden und das in Schritten von 0.06MHz. Für einen stabilen Betrieb einer übertakteten CPU gehört aber natürlich mehr dazu, als das einfache Anpassen des BLCK. Stabile Spannungen sind unumgänglich und so hilft es, dass die Vcore in 0.001V Schritten von 0.8V bis zu 2.1V angepasst werden kann. Die Spannungsversorgung des Arbeitsspeichers kann ebenso vielfältig angepasst werden. Ein Bereich von 0.6V bis hoch auf 2.8V lässt wohl keine Wünsche offen. Die Speicher können über verschieden Teiler eingestellt werden, als Standardteiler stehen x8 (800 MHz), x10.67 (1067 MHz), x13.33 (1333 MHz), x14 (1400 MHz), x16 (1600 MHz), x18 (1800 MHz), x18.66 (1866 MHz), x20 (2000 MHz ), x21.33 (2133 MHz), x22 (2200 MHz) und x24 (2400 MHz) zur Verfügung. Ebenfalls bietet das BIOS des X99S einen Board Explorer an.

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