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Intel X99 Chipsatz – ASRock und MSI im Mainboard-Vergleichstest

Die Testsysteme bauen wir jedes Mal gleich auf, um die größtmögliche Vergleichbarkeit zu bieten. Für jede Konfiguration installierten wir ein frisches Windows Home Premium 64bit und versorgten es mit allen Updates, sowie den aktuellsten Treibern der Hersteller-Homepages. Gekühlt haben wir dabei die Intel 5960x CPU mit einer All-in-One-Wasserkühlung aus dem Hause Cooler Master. Mit der Nepton 240M lief die CPU stets im grünen Bereich. Als potentes Speicherkit stellte sich Corsairs LPX heraus und so wundert es nicht, dass dieses Kit in unseren Testaufbau Einzug hält.

Um den maximalen Takt aus der CPU auszuloten, bewegten wir uns in einem Bereich von maximal 1,32V. Weitere Feineinstellungen nahmen wir nicht vor, um etwaige Vor- bzw. Nachteile auszuschließen. Beim Speicher loteten wir den Max-Takt sowie die maximalen Latenzen mit einer Spannung von höchstens 1,38V. Auch hier begnügten wir uns mit den Standardwerkzeugen, um ein maximales Ergebnis zu erreichen.

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Das MSI X99 Gaming 7 stellt sich als sehr genügsam dar und kann mit seinen „Nehmerqualitäten“ überzeugen. So ziemlich jede Einstellung wird übernommen und versucht zu booten. Etwaige Übertreibungen werden mit einem Neustart und einer Fehlermeldung quittiert. Das BIOS macht es einem durch die strukturierte Aufteilung leicht, neue Settings zügig vorzunehmen. Sowohl beim CPU-Takt als auch beim Speicher-Overclocking kann sich das MSI Board behaupten, wenn beim CPU Takt auch nur mit einem geringen Vorsprung. Allerdings geht das Board unglaublich solide und unkompliziert mit all unseren Versuchen um, ein ganz klarer Vorteil. Detailwerte in den folgenden Tabellen.

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Beim ASRock Extreme 6 steht uns ein BIOS zur Verfügung, welches an Einstellungsmöglichkeiten keine Wünsche offen lässt. Auch vom Layout sind wir vollends überzeugt. Allerdings haben wir hier mit dem von uns verwendeten Speicher die meisten Probleme. Das zweite XMP Setting des Speichers bekamen wir nur schwer zum Laufen und mussten uns recht langwierig herantasten. Auch beim Übernehmen der Einstellungen im BIOS gab’s Probleme. Nicht bootfähige Einstellungen wurden mit einem versuchten Neustart quittiert, nachdem das Board einige Minuten zur Regeneration brauchte. Einstellungen, die direkt übernommen wurden, liefen für unsere kurzen Test jedoch stets stabil. So konnten wir beim Speicher einen maximalen Takt von rund 3000MHz erreichen. Hier mussten wir uns allerdings an die im XMP hinterlegte Taktrate herantasten. Im XMP waren 1499MHz hinterlegt bei einem Takt von 1498MHz konnten wir problemlos starten, bei 1499MHz funktionierte dies schon nicht mehr. Auch an den Latenzen ließ sich in diesem Taktbereich nichts verändern.

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Das Extreme 4 hat mit ähnlichen Problemen beim Speicher zu kämpfen wie der große Bruder. Allerdings werden nicht bootfähige Einstellungen hier benutzerfreundlicher behandelt. Zwar ist auch hier etwas mehr Geduld von Nöten als beim MSI Kollegen, im Großen und Ganzen ist es aber längst nicht so anfällig wie das Extreme 6. Den Speicher bekamen wir auch hier nicht besser zum Laufen. Wir mutmaßen allerdings, dass das am BIOS und Speicher-Support liegt. Beim maximalen CPU-Takt hat das Extreme 4 leider das Nachsehen und ist das Schlusslicht in unserem Test. Allerdings meckern wir hier auf hohem Niveau. Ein Takt von 4397,4MHz ist schon ganz ordentlich. Wie dicht beieinander die Board tatsächlich liegen, ist sehr interessant. Wie sich das in den Benchmarks widerspiegelt, schauen wir uns im Anschluss an.

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Von dem Bootproblem, welches der X99 Chipsatz hin und wieder mitbringt, ist bei keinem unserer getesteten Boards etwas festzustellen. Allerdings handelte es sich auch um einen minimalistischen Testaufbau, mit recht wenigen genutzten USB-Anschlüssen, welche wohl die Fehlerquelle darstellen. Da es hier aber noch keine verlässlichen Aussagen gibt, behandeln wir dieses Problem mit entsprechender Vorsicht.