webweites

Lenovo ThinkPad X1 Fold im Test

Huawei, Samsung und kürzlich auch Motorola haben es vorgemacht und Smartphones mit faltbarem Display auf den Markt gebracht. Nun hat das chinesische Unternehmen Lenovo den Trend aufgegriffen und die Falt-Technik auf sein neues Tablet, das ThinkPad X1 Fold, übertragen. Was das ThinkPad kann, erfahrt ihr in unserem Test. 

Zwei separate Bildschirme optimal für Multitasking

Erst vor Kurzem feierte Lenovos ThinkPad X1 Fold auf der Consumer Electronics Show, kurz CES, in Las Vegas Premiere. Dass knickbare Handys seit letztem Jahr in aller Munde sind, ist hauptsächlich dem Samsung Galaxy Fold und dem Huawei Mate X zu verdanken. Motorola zog mit einer Neuauflage seines Klassikers, dem Razr, nach. Was beim Smartphone funktioniert, wird sich auch beim Tablet bewähren. Das wird sich auch der Technikriese Lenovo gedacht haben. Mit dem ThinkPad X1 Fold bringt der Computerhersteller nach eigenen Angaben „den weltweit ersten faltbaren PC“ heraus. Ob es sich also bei dem ThinkPad um ein Tablet oder einen Taschencomputer handelt, ist nicht ganz eindeutig. Mit dem insgesamt 13,3 Zoll großen Display in Knick-Optik verschwimmen die Grenzen da. Wie aus einer Meldung von PC Games Hardware hervorgeht, stehen dem Nutzer im Laptop-Modus zwei Bildschirme mit jeweils 9,6 Zoll zur Verfügung. Die können sowohl im Hoch- als auch im Querformat genutzt werden. Praktisch dabei ist, dass auf jedem Bildschirm unterschiedliche Anwendungen aufgerufen werden können. Möchte man zum Beispiel bei der nächsten Videokonferenz gleichzeitig ein On-Screen-Dokument durchgehen, ist das mit dem ThinkPad X1 Fold problemlos möglich. Dem Multitasking sind damit keine Grenzen gesetzt: Die Zeitung lesen und nebenbei auf dem zweiten Touchscreen das Wetter checken könnte nicht unkomplizierter sein. Arbeitet man normalerweise im Büro mit zwei Bildschirmen, kann man das dank Laptop-Modus auch von unterwegs tun. Mit einem Gewicht von knapp einem Kilogramm ist das ThinkPad deutlich leichter als ein herkömmlicher Laptop und passt bequem in die Handtasche. 

Immersives Spielerlebnis mit 13,3 Zoll großem Display

Auch im ausgeklappten Zustand erweist sich Lenovos Tablet als äußerst praktisch. Das OLED-Display mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel sorgt für lupenreine Unterhaltung. Filme und Serien lassen sich auf dem 13,3 Zoll großen Touchscreen angenehmer schauen als auf einem herkömmlichen Smartphone. Auch zum Bücherlesen bietet das X1 Fold mehr Fläche. Durch die faltbare Mitte kann man es sogar wie ein „richtiges“ Buch halten. Gut eignet es sich auch fürs mobile Gaming, da das großzügige Display für eine noch intensivere Spielerfahrung sorgt. Besonders bei Multiplayer- und Rollenspielen hat man so das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Neue Technologien machen sich den Trend der Riesenbildschirme zunutze. Bei Tischspielen kann man im Online Casino zum Beispiel via Livestream mit dem Croupier kommunizieren und wird dank guter Auflösung und großem Screen mit einem immersiven Gaming-Erlebnis belohnt – und das einfach unterwegs. Wer ein ThinkPad erwerben möchte, muss sich leider noch ein wenig gedulden. Nach Angaben des Herstellers wird der kompakte Alleskönner erst Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Bis dahin hat man wenigstens noch etwas Zeit, sich das nötige Kleingeld zusammenzusparen. Das X1 Fold ist nämlich alles andere als günstig. Laut Lenovo wird das gute Stück ab 2.499 US-Dollar zu haben sein. Umgerechnet ist das ein Startpreis von knapp 2.250 Euro. 

Faltbare Smartphones wurden bereits von einigen Herstellern entwickelt. Ein Tablet, das sich knicken lässt, ist allerdings ein Novum. Auf der CES hat Lenovo sein ThinkPad X1 Fold vorgestellt. Mit einem 13,3 Zoll großen OLED-Display, das sich in zwei separate Bildschirme aufteilen lässt, hat der chinesische Computerhersteller ein Gerät konzipiert, das praktisch für unterwegs ist. Mit einem Gewicht von knapp 1.000 Gramm beschwert es die Reise nicht unnötig. Das ThinkPad soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen und mindestens 2.250 Euro kosten.