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Meizu M2 Note – Günstiges Mittelklasse Smartphone!

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Wie bereits vor einiger Zeit berichtet, gibt es einige unbekannte Smartphones aus Fernost, die trotz geringen Preises ordentliche Hardware bieten und dementsprechend besonders für preisbewusste Nutzer einen Blick wert sind.

Daher haben wir heute Meizus Mitteklasse-Gerät, das M2-Note im Test. Das überzeugt auf dem Papier mit einem 5,5-Zoll-Display, Full-HD-Auflösung, Octacore-Prozessor, Platz für zwei SIM-Karten, die neueste Software Android 5.1 und das alles für weniger als 200 Euro. Wo bitte ist der Haken?

​An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei Gearbest für die Bereitstellung des Testsamples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

 

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Autor: Haddawas​

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[nextpage title=“Verpackung / Lieferumfang“ ]Verpackung / Lieferumfang

Die weiße Pappschachtel des M2-Note hüllt sich wie viele große Konkurrenten von außen in stilvolle Schlichtheit. Nur Produktbezeichnung und die wichtigste Features finden sich hier. In ihrem Innern hebt sich das silbergraue Smartphone als Highlight ab. Das Zubehör in Form von einer Anleitung in Chinesisch, einem USB-Kabel und einem Stromstecker in der für uns leider nutzlosen Britannien/Hongkong-Ausführung ist ebenfalls weiß gestaltet.

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Ausgepackt liegt das 149 Gramm schwere Smartphone im Kunststoff-Unibody wirklich angenehm in der Hand und wirkt recht edel, besonders in Hinblick auf den geringen Preis von 180€.

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Technische Daten:

Größe – 150,9 x 75,2 x 8,7 mm
Gewicht – 149 g
Display – 5,5 Zoll Full-HD
Kamera-Auflösung – 13 Megapixel
Prozessor – MTK MT6753
Speicherkapazität – 16 / 32GB
Betriebssystem – Android 5.1
Erweiterbarer Speicher – bei Verzicht auf zweite SIM um 128GB erweiterbar
Front-Kamera-Auflösung – 5 Megapixel
Farbe – grau, weiß, pink, blau [/nextpage]

[nextpage title=“Erster Eindruck“ ]Erster Eindruck

Als erstes fällt die enorme Größe des Gerätes auf. Die Oberseite wirkt sehr dunkel, als wäre sie zusätzlich getönt. Meizu platziert sein Herstellerlogo in grau-schwarzer Farbe direkt auf der Hinterseite unter der Kamera. Auf der Unterkante des Gehäuses befindet sich wie üblich der USB-Port zum Laden des Akkus. Die silberne Außenschale fühlt sich sehr griffig an und bietet einen sicheren Halt. Ein Alu-Gehäuse können wir in dieser Preisklasse nicht erwarten.

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Sehr auffällig ist der Hardware-Button am unteren Rand, der starke Ähnlichkeit mit denen von Samsung-Produkten hat. Darüber sitzt das ziemlich große 5,5 Zoll IGZO-Display, welches über eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln verfügt.

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Wie gewohnt sind auf der linken Seitenkante die Volume-Knöpfe aber auch der Power-Button des Handys sitzt direkt darunter. Auf der rechten Seitenkante hingegen befindet sich ein kleiner Schlitten, der sowohl den Slot für die maximal 128GB fassende microSD Karte als auch den SIM-Kartenslot beinhaltet. Dieser lässt sich mit dem kleinen Schlüssel im Lieferumfang herausdrücken. Wir haben hier die Möglichkeit, eine Dual SIM (Nano-SIM, dual stand-by) zu verwenden.

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Das Gerät hat keinen Kunststoffdeckel, der sich öffnen ließe und dementsprechend ist der Akku wie bei inzwischen den meisten Smartphones nicht wechselbar. Und das, obwohl sich die Hardware in diesem Gerät eigentlich nicht zu verstecken braucht. Es verfügt über einen akzeptablen Octacore 1.3 GHz Cortex-A53, der von einen Mali T720-Grafikchip, sowie zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird.

Die rückwärtige Kamera schafft eine Auflösung von 13 MP (4208 x 3120 Pixel) und verfügt außerdem über einen LED-Blitz und einen optischen Bildstabilisator – Dieser gleicht Verwackler durch schwimmende Linsen aus, die nur träge auf den Bewegungsimpuls reagieren. Die vordere Kamera löst mit 5MP auf.

Die Optik als Ganzes ähnelt schon der von Samsungs Produktpalette, was allerdings kein Nachteil ist.

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[nextpage title=“Inbetriebnahme“ ]Inbetriebnahme

Nachdem wir den Akku aufgeladen haben, starten wir das Handy. Hierzu drücken wir mittig auf dem linken Rand den Power-Knopf und halten diesen kurz gedrückt, bis das Telefon den Start mit einer Vibration quittiert. Schon nach wenigen Sekunden erscheint das Android 5.1 Logo und wir dürfen uns jetzt an die Einstellungen bzw. Anmeldung machen.

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Nach erfolgreicher Anmeldung richtet sich das Handy automatisch ein. Es kommt ein Begrüßungstext, wie wir es von den Android-Systemen her kennen. Anschließend werden noch einige Apps eingerichtet und es erscheint dann die Android 5.1-Benutzeroberfläche.

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Das große HD-IGZO-Display wirkt scharf und alles ist klar zu lesen. Wir stellten beim Scrollen auch kein Ruckeln fest. Sogar die ersten Videoclips konnten wir in einem steilen Betrachtungswinkel unter hellem Sonnenlicht erkennen.

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Software

Das M2-Note wird mit der Android 5.1 Software ausgeliefert, kommt aber ohne jegliche Google-Dienste. Die vorinstallierte Flyme OS 4.5 Software von Meizu kommt komplett ohne bekannte Apps wie den Play-Store oder GMail aus. Hier muss man dann mehr Zeit für die Einrichtung des Smartphones investieren, wobei stellenweise Kenntnisse der chinesischen Sprache nicht verkehrt wären. Im App-Center von Flyme befindet sich glücklicherweise ein Google-Installer, der den Play-Store und die Google-Einstellungen auf dem M2-Note installiert. Damit können dann später alle vorinstallierten chinesischen Anwendungen deinstallieren werden. [/nextpage]

[nextpage title=“Geschwindigkeit und Speicher“ ]

Geschwindigkeit und Speicher

Der verwendete Prozessor reicht vollkommen für flüssiges Arbeiten. Verzögerungen oder ein Ruckeln konnten wir nur durch eine langsame Internet-Verbindung bedingt feststellen. Bei Spielen wie beispielsweise Modern Combat dagegen machte sich die Mittelklasse-Leistung schon eher bemerkbar. Intern befinden sich 14,5 GB Speicher. Davon sind noch ganze 10,6 GB frei. Kunden, denen das nicht reicht, können per microSD-Karte bis zu 128GB aufstocken.

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Beim AnTuTu Benchmark v5.7 erreicht das M2-Note zwischen 31.000 und 32.000 Punkte und liegt damit auf dem Niveau von Qualcomms Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 615, welcher zum Beispiel im HTC Desire 820 wiederzufinden ist.

Display

Der Bildschirm überzeugte uns mit einer hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Einziger Kritikpunkt sind die typischen Spiegelungen, die wir eigentlich von allen Smartphone-Displays her kennen. Spuren von Fingern auf dem Bildschirm sind stärker als bei meinem Samsung S5, was mich des Öfteren zum Putztuch greifen lässt.

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Sound

Der Mono-Lautsprecher befindet sich auf der Unterseite unseres Smartphones. Wir finden diese Positionierung nicht wirklich schlecht. Die gebotene Audioqualität können wir maximal als durchschnittlich einstufen. Zu viele Hoffnungen auf Tieftöne sollte man sich wie üblich nicht machen. Der Sound in höheren Lautstärkeregionen riss zum Glück aber nicht komplett ab, sondern blieb größtenteils stabil. Kopfhörer finden sich leider nicht im Lieferumfang.

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[nextpage title=“Kamera“ ]Kamera

Meizu spendiert dem M2 Note eine Kamera von Samsung, deren Sensor Bilder mit bis zu 13 Megapixeln aufnimmt. Die Bildqualität bleibt aber deutlich hinter der des Samsung Galaxy S5 zurück. Bei ausreichend Tageslicht hingegen liefert die Kamera gute bis sehr gute Fotos. Die Farben wirken auf uns sehr natürlich. Auch mit starken Kontrasten kommt die integrierte Kamera gut aus. Bei schlechterer Beleuchtung (auch Tageslicht) machen sich aber schnell Artefaktebemerkbar und das Bild wirkt milchig/trübe.

Die 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite liefert eine schlechtere Bildqualität als die von Samsung. Das macht sich gerade durch weniger Details und mehr Unschärfe sofort auf den geknipsten Bildern bemerkbar. Die Selfies bearbeitet die Kamera automatisch.

Selfie

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Bei der oben gezeigten Bildqualität muss allerdings beachtet werden, dass es sich hierbei um Mittelklasse-Gerät handelt und dementsprechend auch Abstriche gemacht werden müssen.

Ohne Blitz / HDR

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Mit Blitz

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[nextpage title=“Funk und Ausdauer“ ]

Funk und Ausdauer

Mit an Bord sind WLAN, Bluetooth 4.0, LTE und NFC-Empfang. Der Akku mit 3100 Milliamperestunden verfügt über eine größere Kapazität, als die meisten hochwertigeren Smartphones und kommt zusammen mit der verwendeten Hardware problemlos über den ganzen Tag, ohne ein Mal zwischenladen zu müssen. Wie weiter oben schon erwähnt lässt sich der Akku nicht austauschen, aber der wahlweise 16 oder 32 Gigabyte große interne Speicher kann mit einer microSD-Karte erweitert werden, wenn der Slot nicht schon von einer zweiten Nano-SIM belegt ist.

Weiterhin unterstüzt das Meizu M2 Note alle deutschen Frequenzen wie: 2G: GSM 850/900/1800/1900MHz, 3G: WCDMA 850/900/1900/2100MHz, 4G: FDD-LTE 1800/2100/2600MHz

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Akkuverbrauch

Bei intensiver Verwendung des Gerätes konnten wir uns über ganze 8,5h Akkulaufzeit erfreuen. Bei geringer Benutzung waren knapp 36h möglich. Das reicht normalerweise über den Tag, bis das Handy abends wieder auf die Ladestation muss.

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[nextpage title=“Fazit“ ]Fazit

Das Meizu M2-Note gehört zwar nicht zu den Schnellsten, was die Prozessor-Leistung angeht, reagiert dank Android 5.1 allerdings ohne Verzögerungen und läuft allgemein flüssig, gerade für ein Smartphone in dieser Preisklasse. Android 5.1 ist ein ausgereiftes Betriebssystem und lässt sich zudem kinderleicht bedienen. Es ist außerdem sehr übersichtlich und ermöglicht dem M2-Note ein flüssiges Arbeiten, sei es bei Office-Anwendungen oder auch mal dem einen oder anderen kleinen Spiel. Besonders die Akku-Laufzeit und auch der Dual-SIM-Support oder der alternativ um 128GB erweiterbare Speicher haben uns gut gefallen. Qualität von Kamera und Lautsprecher sind für den Preis angemessen.

Was allerdings abschrecken dürfte, ist der enorme Zeitaufwand, um die vorinstallierten chinesischen Apps zu deinstallieren und es den eigenen Bedürfnissen anzupassen, beziehungsweise einwandfrei nutzbar zu machen. Dafür muss hier eindeutig mehr Zeit eingeplant werden, als bei Android-Geräten ohne „China-Branding“. Durch den Preis muss auch beim Zubehör Abstriche gemacht werden. So ist das Ladegerät für die Steckdose in Deutschland nicht zu gebrauchen und es gibt keine Kopfhörer im Lieferumfang.

Verschiedene Shops wie beispielsweise Gearbest bieten das Meizu M2 Note derzeit für einen Schnapper-Preis von rund 190 Euro in Deutschland an.

PRO:
+ Günstiger Preis
+ Gute Verarbeitung
+ Hervorragendes Display
+ Lange Akkulaufzeit
+ Preis-Leistung

CONTRA:
– Software Flyme OS teilweise chinesisch
– Google-Apps müssen nachinstalliert werden
– Ladeadapter nicht für deutsche Steckdosen und keine Kopfhörer

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  • C
    • C
      clove31
    • 12. Oktober 2015
    testet ihr mehr von meizu
    sehen echt gut aus die handys
    C