Microsoft experimentiert offenbar mit einer erweiterten Unterstützung für lokale KI-Funktionen in Windows. Statt ausschließlich auf dedizierte NPUs zu setzen, sollen bestimmte KI-Aufgaben künftig auch auf kompatiblen Grafikkarten ausgeführt werden können.
Entdeckt wurde die Funktion in einer experimentellen Version des Windows App SDK. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass NVIDIA GeForce RTX-Grafikkarten ab der RTX-30-Serie mit mindestens 6 GB VRAM unterstützt werden. Dabei kommen die Tensor-Kerne der GPUs zum Einsatz, die speziell für KI-Berechnungen ausgelegt sind.
Über die sogenannten Language Model APIs könnten Entwickler lokale KI-Funktionen wie Textzusammenfassungen, Umschreibungen oder Bearbeitungshilfen direkt auf der Hardware des Nutzers ausführen. Bislang standen viele dieser Funktionen hauptsächlich Copilot+-PCs mit integrierter NPU zur Verfügung.
Die Änderung bedeutet jedoch nicht das Ende der Copilot+-Anforderungen. Aktuell richtet sich die Unterstützung vor allem an Entwickler und nicht an Funktionen wie Recall. Dennoch deutet der Schritt darauf hin, dass Microsoft künftig einen flexibleren Ansatz verfolgt und bestehende RTX-Hardware stärker für KI-Aufgaben nutzen möchte.
Für Besitzer moderner GeForce-Grafikkarten könnte dies den Zugang zu zukünftigen Windows-KI-Funktionen deutlich erleichtern – ganz ohne den Kauf neuer NPU-basierter Hardware.
*Quelle: Windows Latest




