Ein Hardware-Enthusiast hat eine besonders ungewöhnliche Grafikkarte realisiert: eine modifizierte Version der NVIDIA GeForce RTX 3070 Ti mit 16 GB GDDR6-VRAM. Zum Einsatz kommen eine angepasste Platine und speziell beschaffte Speicherchips.
Die ursprüngliche RTX 3070 Ti wurde in einer anderen Speicherkonfiguration veröffentlicht. Durch den Umbau konnte der Modder die Speicherkapazität jedoch auf 16 GB erhöhen. Dafür waren umfangreiche Anpassungen an der Speicheranbindung notwendig.

Aufwendiger Umbau
Die Herausforderung bestand nicht lediglich darin, neue Speicherchips aufzulöten. Der Modder musste die Speicherschnittstelle, Signalwege und Controller-Anbindung der Grafikkarte entsprechend anpassen. Auch Taktraten und Signalqualität mussten stabil funktionieren.
Die zusätzlichen 16 GB VRAM können insbesondere bei hohen Auflösungen, umfangreichen Texturen und professionellen Anwendungen Vorteile bringen. Die Rechenleistung des GPU-Chips selbst verändert sich durch den Umbau allerdings nicht.
Gerade bei modernen Spielen kann eine größere Speicherkapazität helfen, wenn der VRAM zum limitierenden Faktor wird. Eine RTX 3070 Ti wird dadurch jedoch nicht automatisch zu einer deutlich schnelleren Grafikkarte – die zusätzliche Kapazität ist vor allem bei speicherintensiven Szenarien interessant.
Beeindruckendes Modding-Projekt
Der Umbau zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten sich durch tiefgreifendes GPU-Modding eröffnen. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt, wie komplex solche Veränderungen sind. Neben fundierten Kenntnissen der GPU-Architektur sind präzise Lötarbeiten, Kenntnisse über Signalintegrität, Spannungsversorgung und Kühlung erforderlich.
Für normale Anwender ist ein solcher Umbau daher keine realistische Aufrüstungsmöglichkeit. Als Demonstration der technischen Möglichkeiten moderner Grafikkarten ist die 16-GB-RTX-3070-Ti jedoch äußerst interessant.
*Quelle: Tom’s Hardware





