Modder des brasilianischen YouTube-Kanals TecLab haben eine GeForce RTX 5090 erfolgreich mit drei klassischen 8-Pin-PCIe-Stromsteckern betrieben. Damit umgehen sie den bei High-End-Grafikkarten immer wieder für Probleme sorgenden 16-Pin-Anschluss.
Für den Umbau wurde eine Galax GeForce RTX 5090D HOF OC LAB XOC vollständig zerlegt. Die beiden originalen 16-Pin-Anschlüsse wurden entfernt und stattdessen drei 8-Pin-Buchsen direkt an die Spannungsversorgung der Platine gelötet. Zusätzlich wurden die Sense-Pins angepasst, damit die Grafikkarte weiterhin die volle Leistungsaufnahme anfordern kann.
Bis zu 900 Watt über drei Kabel
In einem Livestream steigerten die Modder die Leistungsaufnahme schrittweise von 400 auf 900 Watt. Dabei flossen mehr als 120 Ampere durch die drei Kabel, während die GPU mit einem Takt von bis zu 3.400 MHz betrieben wurde.
Auch mit zwei Anschlüssen wurden bei 3.200 MHz noch 66 Ampere erreicht. Selbst ein einzelner 8-Pin-Anschluss lieferte bei 3.100 MHz rund 65 Ampere. Die Modifikation erfolgte ausschließlich auf Hardware-Ebene – Änderungen am BIOS oder an der Software waren nicht notwendig.
Eine Flüssigkeitskühlung sorgte während der Tests für kontrollierte Temperaturen. Die modifizierte RTX 5090 blieb innerhalb der vorgegebenen Leistungs- und Temperaturgrenzen und absolvierte die Tests erfolgreich.
Erneuter Umbau der Stromversorgung
Für TecLab ist dies bereits der zweite Umbau einer RTX 5090 innerhalb kurzer Zeit, bei dem die problematische 16-Pin-Stromversorgung umgangen wird. Zuvor hatte das Team die Stromkabel sogar direkt mit den Leiterbahnen der Platine verbunden. Diese Lösung ist allerdings für normale Anwender völlig unpraktikabel.
Seit dem Start der RTX 5090 gibt es immer wieder Berichte über geschmolzene 16-Pin- beziehungsweise 12V-2×6-Stecker. Die aktuellen Tests zeigen zumindest, dass auch eine sehr leistungsstarke Grafikkarte grundsätzlich über mehrere klassische 8-Pin-Anschlüsse versorgt werden kann. Für Endkunden dürfte eine solche Modifikation allerdings keine praktikable Lösung darstellen.
*Quelle: TecLab on YouTube





