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MSI 970A Krait-Edition

Heute testen wir das auf der CeBIT 2015 erstmals vorgestellte MSI- MSI 970A SLI Krait Edition Mainboard. Damit ist MSI weltweit der erste Hersteller, der ein Mainboard mit AMD-Chipsatz und USB 3.1-Support (Superspeed+) in den Handel gebracht hat. Als Teil der Krait-Serie glänzt das 970A SLI Krait Edition zudem mit einem edlen schwarzweißen Look.

Dazu unterstützt das AM3+ Board alle aktuellen AMD FX-CPUs mit bis zu 125 Watt TDP und der Bereitstellung von vier Speicherbänken für bis zu 32 GByte DDR3-RAM (bis 2133MHz OC). Des Weiteren können 2-Wege-SLI als auch den 2-Wege-Crossfire genutzt werden, was anspruchsvollen Gamern Multi-GPU-Konfigurationen für besonders hohe Grafikleistung erlaubt.

Hiermit bedanken wir uns herzlich bei MSI und AMD für das zur Verfügung gestellte Testsample und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

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Autor: Haddawas​

Lieferumfang und technische Daten

MSI schickt uns das 970A SLI-Krait-Edition-Mainboard in einer sicheren Doppelverpackung. Die innere Hülle des Mainboards ist optisch sehr ansprechend im neuen MSI “Krait-Style” gestaltet. Während auf der Front eine riesige Cobra, Mainboardbezeichnung und einige Details, wie beispielsweise USB-3.1-Onboard zu finden sind, prangern auf der Rückseite nochmals ein paar Features und kleine Bilder dazu.

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Dazu gibt es von MSI ein paar SATA-Kabel, I/O Blende, ein Handbuch und Treiber-CD für das Mainboard. Das Standard-Paket also.

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Technische Details:

– Unterstützt AMD FX / Phenom™ II / Athlon™ II / Sempron™ Prozessoren für Sockel AM3+
– Unterstützt DDR3-2133(OC) Speicher
– 2x USB 3.1, 10Gb/s USB-Speed
– USB 3.1 + SATA 6Gb/s
– OC Genie 4: Übertaktung in Sekundenschnelle
– Click BIOS 4: Einfaches Fine-Tuning des Systems
– Multi-GPU: NVIDIA SLI & AMD CrossFire Unterstützung
– Fast Boot: Schneller Systemstart in sekundenschnelle
– Command Center: Kontrolle und Konfiguration der PC Systemeinstellungen

Ausstattung und Features

Ausgepackt kommt auch gleich das neue Krait-Layout zur Geltung. Die PCIe-Steckplätze und Speicherbänke wurden in einem edlen Weiß lackiert, während der Chipsatz und der entsprechende Kühler schwarz gehalten sind. Besonders auffällig: Der schräge weiße Balken und das MSI-Logo auf den Kühlkörpern.

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Mit USB 3.1 setzt das 970A SLI Krait Edition auf die neueste und derzeit leistungsfähigste USB-Ausbaustufe. Des Weiteren bietet das Board zahlreiche interne Schnittstellen an: 6x SATA-6G-Ports, ein Header (max. 2 Ports) für USB 3.0, sowie drei Header für USB 2.0 (max. 6 Ports), ein 3-Pin- und zwei 4-Pin-Lüfter-Anschlüsse.

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An der Mainboard-Rückseite lassen sich über das I/O-Shield weitere Geräte und Komponenten via 2x USB 3.0 und ganzen 6x USB 2.0, Gigabit-LAN, zwei PS/2-Anschlüssen oder sechs Audio-Buchsen für 7.1-Sound anschließen. Der ganz neue USB-3.1-Anschluss ist per ASMedia ASM1142 Controller angebunden. Pro Port sind Datenübertragungsraten von bis zu 10 GBit/s möglich, was der doppelten Leistung von USB 3.0 und der zwanzigfachen von USB 2.0 entspricht.

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Sehr schön auf dem linken Bild zu erkennen, dass MSI hier viel Platz für größere Luftkühler gelassen hat. Hier stört nicht ein Kondensator. Zwischen dem AM3+ Sockel und Chipsatz-Kühler prangt der zum neuen Layout passende Schlangenkopf. Auffällig sind auch die wenigen Kondensatoren. Man blickt förmlich auf ein nacktes PCB.

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MSI hat auch ein Herz für Gamer und stattet das Board mit zwei PCIe-2.0-Grafikkarten-Slots aus, die einmal mit 16 Lanes und einmal mit 8 Lanes angesprochen werden können. Zusätzlich sind zwei weitere PCIe-x1-Slots sowie zwei klassische PCI-Steckplätze auf dem PCB vorhanden. Vermissen tun wir allerdings einen auf dem PCB befindlichen Reset bzw. CMOS-Clear-Schalter.

UEFI und Energiekonsum

Das MSI Mainboard erreichte uns mit eines der ersten BIOS-Versionen. Daher haben wir es umgehend auf die derzeit aktuelle Version V25.1b1 beta geflasht. Mit der Version werden mehrere Bereiche angegangen, wie beispielsweise eine verbesserte Overclocking- und Systemstabilität.

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MSI bietet wie gewohnt das Click BIOS 4 an. Es ist das neueste UEFI-BIOS mit Optimierungen für Windows 8.1. Außerdem wurden Reaktionsschnelligkeit, Darstellungsqualität und Mausunterstützung verbessert. Über die Lüftersteuerung im BIOS kann jeder Lüfter separat angesteuert werden. Im Overclocking-Menü gibt es für alle relevanten Einstellungen zahlreiche Optionen.

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Das BIOS kann auch ohne Betriebssystem aktualisiert werden. Hierzu wird lediglich ein USB-Stick benötigt, um auf eine aktuellere Version zu flashen. Des Weiteren unterstützt das Board DDR3 Speicher bis 2.133MHz Taktgeschwindigkeit.

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Mit der MSI “OC-Genie 4″-Übertaktungsfunktion lässt sich die Performance des PCs einfach per Knopfdruck steigern. Dadurch kann im Gaming-Einsatz stets die optimale Leistung abgerufen werden, ohne dafür komplexe Einstellungen im BIOS vorzunehmen zu müssen.

Energiekonsum

Heutige Mainboards unterscheiden sich kaum noch voneinander, zumindest was die Performance angeht. Deutliche Unterschiede hingegen sind bei dem Energieverbrauch zu spüren. Hier spielt nicht nur ein ausgereiftes BIOS eine gewisse Rolle, sondern auch die auf dem Mainboard vorhandenen Features.

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Erstaunlich ist die geringe Leistungsaufnahme des Mainboards. Hier ist allerdings auch die Raumtemperatur während unseres Benchmark-Parcours zu berücksichtigen. Diese lag bei satten 25°C bei den Tests.

Benchmarks

Um die allgemeine Leistung des Boards beurteilen zu können, haben wir neben einigen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen Szenarien gemessen.

Das Testsystem:

– CPU: AMD FX-8320E, 8x 3.20GHz
– CPU-Kühler: Alphacool NexXxoS Cool Answer 480 DDC/XT – Set
– Speicher: 2x 4 GByte TEAM-GROUP DDR3-2400 MHz CL11-13-13-35 2T
– Netzteil: Cooler Master Hybrid 1200W
– Grafikkarte: MSI Radeon Lightning R9-290X
– SSD: Corsair Neutron XT 250 GByte
– Betriebssystem: Windows 8.1 – 64bit

Cinebench R15

Das aktuelle Cinebench Tool R15 ist ein kostenloses Benchmark-Programm, das auf der bekannten 3D-Software Cinema 4D basiert. Das Tool eignet sich ideal, um die Leistung der CPU und GPU zu vergleichen. Nach Ablauf des Benchmark-Tests gibt das Tool einen Punktewert aus und kann mit einer integrierten Rangliste mit einigen Referenz-Rechnern verglichen werden.

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Linkes Bild (Standard) und auf dem (rechten) Overclocking@4400MHz.

SiSoft Sandra

SiSoft Sandra ist ein hervorragendes Systemanalyse-Programm, das mit über 60 Werkzeugen eine prima Hard- und Software-Erkennung bietet. Wir haben hier Mal die wichtigsten Benchmarks aufgeführt. Wir haben ein mal die Prozessor Arithmetik (links) und die Prozessor-Leistung Multimedia (rechts) – Overclocking@4400MHz. gemessen.

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Unigine Heaven 4.0

Der Heaven-Benchmark testet die Grafikkarte auf ihr Leistungspotential. Unterstützt wird neben DirectX 9, DirectX 10 und DirectX 11 auch OpenGL. Bei DirectX 11 kommt zudem die Tessellation-Technik zum Einsatz.

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Linkes Bild (Standard) und auf dem (rechten) Overclocking@4400MHz.

Overclocking

Um die allgemeine Übertaktungsleistung beurteilen zu können, haben wir auch hier neben einigen aktuellen Spielen und Benchmarks auch die Leistungsaufnahme in verschiedenen OC-Szenarien gemessen.

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Hier mal ein Ergebnis in CPU-Z, das ohne weiteres möglich war. Wir haben lediglich die CPU-Spannung ein wenig angepasst und alles Unnötige deaktiviert. Das MSI Mainboard lief stabil mit knapp 4400 MHz, die Temperatur war dank unserer 420er Wasserkühlung auch immer sehr niedrig.

Speicherperformance

Mit ein bisschen Feintuning im BIOS konnten wir sehr gute Werte erzielen. Mit den Team-Group-Speicher lief das Board ohne Probleme und lieferte sogar sehr schöne Ergebnisse (siehe Bild). Nach einigen Versuchen und Anhebung des CPU-Ref-Clock konnten wir knapp 23750 MB/s erzielen – für ein Mainboard mit dem abgespeckten 970er Chipsatz eine tolle Leistung.

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Overclocking Grafikkarte Radeon R9 290X

Die MSI R9 290X Lightning kommt mit 4 GB GDDR5-Speicher daher und ist derzeit ein absolutes High-End-Flaggschiff der R9-Reihe. Die Karte mit GCN-Architektur hält sich leistungsmäßig über jeglichem Niveau bisheriger Radeon-Karten und schlägt damit auch die HD 7970. Die Grafikkarte benötigt 2-Slots im Gehäuse und besitzt einen großen Kühlkörper im Custom-Design mit drei PWM-Lüftern.

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Werte:

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Ausgepackt eine wirklich riesige Karte, doch was leistet diese? Die Karte besticht mit ihrem leistungsstarken Hawaii XT Chip, taktet mit bis zu 1.080 MHz maximalem Boost und der Speicher mit 2.500 MHz (5.000 effektiv). Der RAM ist dabei starke vier Gigabyte groß und über ein 512-Bit-Interface angebunden. Die Karte ließ ich sehr einfach über das MSI-Afterburner-Tool Übertakten und wir konnten auch sehr gute Ergebnisse erzielen.

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Benchmarks Unigine Heaven 4.0

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Es steckt wirklich sehr viel OC-Potential in der Karte, doch bei den gezeigten Werten wird die Grafikkarte ziemlich laut und man bekommt durch die Lautstärke der Lüfter während des Spielens nichts mehr vom Game mit.

Fazit

Kommen wir jetzt zur Endbewertung:

Sehr gut haben uns an dem Board die Features wie USB-3.1- und die Unterstützung von DDR3-2133(OC) gefallen. Beim Onboard-Sound gab es nichts zu beanstanden. Wir hatten bei allen im Test befindlichen Games immer einen kristallklaren Klang.

Das MSI Mainboard bestehet die angeworbene Leistung seitens der Hersteller mit Bravour. Die Performance stimmt bei dem Board dank ausgereiftem BIOS ebenfalls. Auf einen USB.3.1- Test haben wir wegen nicht vorhandener Komponenten vorerst verzichtet.

Was das Overclocking angeht, braucht sich das MSI-Board mit dem abgespeckten 970er Chipsatz keineswegs verstecken. Im BIOS befinden sich wie bei den größeren Brüdern alle erforderlichen Einstellungen, um aus seinem System mehr herauszukitzeln.

Die Ausstattung ist eher mager, Features wie Schilder für die Tür (um die Abwesenheit anzukündigen) sind im Lieferumfang nicht enthalten.

Ein Energiesparwunder ist das SLI-Krait allemal und auch die im Test befindliche CPU dank der BIOS-Optionen mit Sicherheit. Hier kann man dank der zahlreichen Einstellungen einiges herauszuholen.

Insgesamt ist das Mainboard empfehlenswert, das MSI Board ist nicht empfindlich und im Allgemeinen sehr nutzerfreundlicher, gerade für Anfänger, für die das BIOS böhmische Wälder sind.

Derzeit ist das MSI 970A SLI-Krait-Edition Mainboard über unseren Partner Geizhals.de für knapp €94,00 verfügbar.

Positiv

+ Läuft sehr stabil
+ Schönes Layout
+ Übersichtliches BIOS
+ Preis-Leistung
+ Übertaktbarkeit
+ Gut klingender Onboard-Sound
+ Kühlkonzept

Negativ
– Schmaler Lieferumfang

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Zusammenfassend können wir dem MSI-SLI-Krait verdient einen Gold Award verleihen.

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