Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideKomponentenMainboards

MSI Z170A Krait Gaming R6 SIEGE – „Kugelsichere Hardware für den schmalen Geldbeutel?“

Wenn die CPU das Gehirn eines Computers ist, dann ist das Mainboard definitiv das Herz, welches alle Daten durch die PC-Komponenten „pumpt“. So ist das Mainboard also unverzichtbar für den Computerbetrieb. Darum möchten wir in diesem Bericht das „MSI Z170A KRAIT R6 SIEGE“-Mainboard unter die Lupe nehmen und euch einen genauen Überblick darüber geben, was ihr von einem Mittelklasse-Mainboard erwarten könnt und was nicht.

Doch bevor es losgeht möchten wir uns recht herzlich bei MSI für das Sample und bei Mindfactory für den Support und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

[IMG]

Autor: Phil

Technischen Daten und Lieferumfang

[IMG]

Außerdem findet ihr im Paketinhalt:

  • 2x SATA-Kabel, einer mit 90°-Knick-Stecker
  • 1x SLI-Bridge für 2-Way-SLI
  • 1x I/O Blende
  • 12x SATA-Kabel-Label
  • 1x Handbuch
  • 1x Schnell-Installations-Anleitung
  • 1x Türklinkenschild
  • 1x Registrationskarte
  • 1x Drivers & Utilities CD
  • 1x Download-Key für „Rainbow 6 – Siege“-Game

Design

[IMG]

a. Chipsatz (HUBs)

Bei dem Mainboard handelt es sich um die einfache HUB-Architektur, was für moderne Mainboards üblich ist. Der Chipsatz wird in drei Klassen aufgeteilt (Dazu später mehr). Als erstes fallen uns die drei passiven Kühlkörper des Chipsatzes auf. Sie sind wie die Hauptplatine auch in schwarz grundiert und mit weißen Flächen und Streifen durchzogen. Auf dem I/O-Hub befindet sich die KRAIT GAMING Aufschrift, während auf dem PCIe-Controller das „G-SERIES“-Wappen (Drache) in schwarz aufgedruckt ist. Darunter befindet sich der MSI-Schriftzug. Der Aufdruck ist überaus sauber und klar aufgebracht und funkelt im Licht.

b. Hauptplatine
Die Hauptplatine ist in schlichtem seidenmatten schwarz gehalten. Sie wird von einen S- Förmigen Streifen entlang des Chipsatzes und um den CPU-Sockel durchzogen, was an eine ringelnde Schlange erinnert. Das ist jedoch kein Stilbruch, da der Begriff „Krait“ eine Schlangengattung bezeichnet. Ein ähnliches Element findet sich unterhalb der Peripherie-Anschlüsse. Eine beleuchtete Linie durchzieht den Audioprozessor hinunter bis zum Front-Audio-Steckplatz. Die Beleuchtungsfarbe ist rot, was bei der schwarz- weiß-Kombination besonders hervorsticht. Die einzigen Farbbrüche außerhalb der LED- Lichtlinie stellen die goldgrauen Elektrolytkondensatoren und die orange umrandeten Montage-Schraub-Löcher dar.

Wenden wir das Mainboard und betrachten wir uns die Unterseite, so fallen uns sofort die Feature-Schriftzüge und Zertifizierungsembleme in weißer Schrift auf schwarzer Oberfläche auf. Ansonsten funkelt das Mainboard aufgrund der vielen kleinen bis ungewöhnlich dicken Lötstellen. Verstärkt wird der CPU-Sockel auf der Rückseite durch eine metallische Platte.

3. Verarbeitung
a. Hauptplatine

Kein Element der Hauptplatine ist scharfkantig. Die nicht mit schwarzer Beschichtung überzogenen Lötstellen stechen zwar hervor, sind aber größtenteils sehr fein, solange wir auf die Oberseite schauen. Drehen wir das Mainboard um, sind die Lötstellen überaus deutlich erkennbar, was sehr gut ist, da diese wirklich dick aufgetragen sind. Besonders unter den RAM-, PCI-, Strom-, LAN- und CPU-Steckplätzen und unter allen Elektrolytkondensatoren sind besonders dicke Lötstellen vorzufinden. Laut MSI soll die Beschichtung als Feuchtigkeitsschutz dienen und elektrostatische Entladungen sowie elektromagnetische Störungen abmildern. Dies lässt sich auch visuell nachvollziehen, da beispielsweise die Datenkanäle des Audioprozessors sichtbar von den anderen Datenkanälen getrennt sind und breiter gefasst werden. Alle Steckplätze sind weiß auf schwarz sauber beschriftet und teilweise auch erklärt. Ein Beispiel dafür sind die DDR4 Steckplatzbeschriftungen. MSI gibt hier neben der Beschriftung an, welche RAM- Steckplätze als erstes belegt werden müssen (DIMM2 – DIMM4).

b. Chipsatz (HUBs)
Der Chipsatz wird durch jeweils einen passiven Kühler verdeckt und macht einen massiven Eindruck. Die extremen Over-Clocker von euch können aber auch die Kühlkörper abnehmen indem ihr jeweils zwei Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite des Mainboards abdreht. Jetzt könnt ihr sie durch leistungsstärkere Kühlkörper ersetzen. Umweltfeindliche Stoffe wie Blei oder Halogen werden nicht im Chipsatz verwendet, garantiert Intel.

c. I/O (Input/Output)

[IMG]

Die In- und Outputs für die Gehäuserückseite sind ebenfalls entgratet, d.h. es finden sich keine scharfen Kanten. Die Anordnung ist durchdacht und sinnvoll. An oberster Stelle finden sich SP/2-Combo-Port und zwei USB 2.0 Steckplätze für eure Maus und euer Keyboard. Unmittelbar darunter befindet sich der DVI-D Ausgang mit Gewindebolzen. Als nächstes folgen USB 3.1 der 2. Gen. in den Ausführungen A und C. Jetzt fragt ihr euch sicher, wo der Unterschied dieser beiden Typen liegt? Die Stromstärke liegt nach wie vor bei 900mA und die Ladestromstärke bei 1,5 – 5 A jedoch bieten sie im Gegensatz zum USB 3.1 der 1. Generation (ehem. USB 3.0) einen Datendurchsatz von ehem. 500MB/s auf 1212MB/s. Der Typ C Stecker ist im Gegensatz zum Typ A Stecker beidseitig nutzbar und muss nicht mehr gedreht werden. Zukünftig können auch Bildschirme mit USB-Typ-C angeschlossen werden. Nun weiter im Text; Es folgen wieder zwei USB 2.0 Steckplätze neben einem HDMI-Port. Gefolgt von LAN-Port und USB 3.1 der ersten Generation ist auch der Audiobereich hochwertig verarbeitet. Der optische S/PDIF-Out ist zwar umhüllt von Plastik, die Stereo-Klinke-Anschlüsse sind jedoch von innen vergoldet (lasst euch davon nicht täuschen, die Vergoldung ist nicht einmal an den Kontaktstellen sondern nur zur Verzierung. Die Kontaktstellen bestehen aus sauerstofffreiem Kupfer das ohnehin eine bessere Leitfähigkeit als Gold besitzt) und farblich für einen 7.1. Surround-Sound gekennzeichnet, was aber nicht bedeutet, dass auch einfache Lautsprecher oder Kopfhörer angeschlossen werden können. Im fünften Kapitel erklären wir kurz, wie diese an ein Audio-Endgerät angeschlossen werden müssen. Neben den Ports befinden sich kleine Aufschriften bzw. Symbole, welche den Port-Typ kennzeichnen.

d. Elektrolytkondensatoren

[IMG]

Kurz und knackig: ALLE Elektrolytkondensatoren und Spulen sind aus Titan mit Ferritkern gefertigt. Diese Elemente widerstehen aufkommender Hitze besser und ermöglichen einen 35° niedrigere Temperaturspitze und eine 30% höhere Strombelastbarkeit. Die Elektrolytkondensatoren sind laut MSI in eine DrMOS Schaltung eingebunden, was eine Energieeffizienz von 93% in der Stromversorgung garantieren soll. Als kleines Rechenbeispiel nehmen wir folgendes an:

Ihr befeuert euer System mit einem 600 Watt Netzteil bei einem Wirkungsgrad von 93 % gehen 42 W verloren.

e. Schaltungen, BIOS und Controller
Die BIOS-Batterie unterscheidet sich in keiner Weise zu anderen Mainboards die in den letzten Jahren erschienen sind. Was jedoch auffällig ist, sind die Controller für das Gaming-LAN, den 8 Kanal Audio Sound und den Kopfhörerverstärker. Erstere beiden haben eine Metallmütze erhalten und bieten ebenfalls hochwertige goldene Elektrolytkondensatoren. Der Kopfhörerverstärker ist offengelegt und schaut aus wie eine typische MosFet-Schaltung.

f. PCIe, RAM, CPU-Sockel und weitere Steckverbinder

[IMG]

Die meisten Steckverbinder bestehen aus einem Kunststoffrahmen, das ist die Regel für Stromstecker, Datenübertragungsstecker oder auch PCI x1 und PCI 3.0 x4. Was jedoch hervorsticht sind die (beiden) PCIe 3.0 x16 Steckplätze. Sie haben einen Aluminiumpanzer erhalten, was bei etwas schwereren Grafikkarten von Vorteil ist. Der CPU-Sockel wird von einer Kunststoffschutzklappe überdeckt und ist einfach mit dem Hebel zu lösen. Die CPU-Kontaktfedern sind üblicherweise aus Gold.

Montage
a. Anordnung der Komponentenanbindung

[IMG]

Verglichen mit dem „MSI Z170A Krait Gaming“ der Vorgängerversion des Mainboards wurden ein paar praktische Änderungen vorgenommen. So wurden die SATA Ports 3-6 horizontal aufgestellt, sodass das Kabelmanagement leichter und ohne Kabelknick von der Hand geht. Das gleiche gilt für den zusätzlichen USB 3.1 Front-Anschluss. Die Position des M.2 Steckplatzes ist nach wie vor zwischen CPU und PCIe x16 angesiedelt und birgt die Gefahr an der Stelle sehr heiß zu laufen. Also eher suboptimal, besser wäre es gewesen, den untersten PCIe x4 Slot einzusparen und an diese Position den M.2 Steckplatz anzubringen. Die CPU-Fans befinden sich rechts und links neben dem oberen Ende des Arbeitsspeichers. Dies empfinden wir als sinnvoll, da eine von für die CPU in unmittelbarer Reichweite liegt und die andere als Steckplatz für einen aktiven Arbeitsspeicherkühler verwendet werden kann falls ihr auf hohe Taktraten setzt. Die System-Fans sind für mein „ZALMANN Z 11“ auf einer guten Position angebracht. Die Abstände der PCI-Steckplätze erachten wir ebenfalls als nahezu sinnvoll. Lediglich den PCI x1 Steckplatz unter dem ersten PCIe x16 hätte MSI sich sparen können (oder kennt ihr eine Gaminggrafikkarte die nur einen Steckplatz in Anspruch nimmt?) Außerdem überreizen 4 PCI x1 und ein weiterer PCIe 3.0 die Lane-Kapazität des Mainboards ohnehin. Dazu aber später mehr. Zu guter Letzt möchten wir noch anmerken, dass die PCIe-Kippverschlüsse ruhig hätten etwas breiter sein können, da es im eingebauten Zustand schwierig werden wird, die Grafikkarte aus bzw. einzubauen.

b. RAM an das Mainboard
Das gleiche gilt für die RAM-Steckplätze. Auch diese Kippschalter könnten einen etwas längeren Heben besitzen.

c. CPU an das Mainboard
Beim Einbau der CPU an das Mainboard treten keine großen Überraschungen auf, da der Sockel von allen Seiten frei zugänglich ist und auch der Hebel für die Verschlussklappe sich mit etwas Gefühl einfach aus der Verankerung lösen lässt.

d. Einbau des Mainboards in einen ATX-Tower

[IMG]

Beim Einbau konnten wir alle Schrauben bis auf eine mühelos einsetzen. Die Schraube links neben dem CPU-Stromstecker ist je nach Gehäuse nur schwer einzusetzen. Darüber hinaus sind wir negativ darüber verwundert, dass ein ATX-Mainboard nur 6 Montageöffnungen zum Anbringen an das Gehäuse benötigt. Besonders auf der vorderen Seite klafft das Board über 7cm aus der Montagebucht hinaus. Mein altes Mikro-ATX hatte dafür 7 Montageöffnungen. Das macht sich bei der Stabilität im Gehäuse bemerkbar. Beim Anbringen des RAMs und besonders beim Einstecken des Hauptstromkabels macht sich das bemerkbar. Wir mussten aufpassen, da die Befürchtung groß war bei zu hohem Einsteckdruck das Mainboard in zwei Teile zu brechen. Darum empfehlen wir euch unbedingt den Arbeitsspeicher, Front-USB und wenn möglich das Hauptstromkabel schon vor der Mainboardmontage ans Board anzubringen.

Leistung
a. CPU vs. Arbeitsspeicher

Wie ihr bereits schon gelesen habt, unterstützt das Mainboard DDR4-Speicher bis zu 3600 MHz. Intel selbst gibt jedoch die CPU-Speicheranbindung für einen Core-Prozessor mit bis zu 2133 MHz bzw. 1866 MHz an. Es ist nun euch überlassen, ob ihr euch an den Richtwert von Intel aufhängt oder (und das ist durchaus technisch möglich) ihr euch einen schnelleren Speicher zulegt. Bevor wir es vergessen: Die gesamt zulässige Speicherkapazität beträgt bei allen Z170 Chipsätzen 64 GB. Im Normalfall sollten euch derzeit 16GB locker ausreichen.

b. PCIe, SATA & die „Lane-Zwickmühle“
Nun zum großen Aufreger und zum einzig wirklich schwerwiegenden Kritikpunkt.
MSI wirbt mit drei PCIe 3.0 x16 Slots, was für den ein oder anderen für euch sicher ein Kaufgrund ist. Ist ja auch logisch, das macht ein Mainboard zukunftssicher und unterstützt die Grafik- und Speicheranbindung. Das ist aber schlichtweg die Unwahrheit. Im Grunde genommen verfügt ein Z170 Chipsatz über 16 Lanes. Diese laufen in einem PCI-Controller zusammen, welcher die Aufgabe hat, die zu verarbeitenden Daten an die richtige(n) Komponente(n) zu leiten. In erster Linie wird das der PCI_E2 Slot sein. Er bekommt brutto die volle Lane-Bandbreite ab, SOLANGE er als EINZIGER PCIe Slot BELEGT wird. Steckt ihr eine zweite Grafikkarte auf PCI_E5, so teilt sich die Lane- Bandbreite genau auf. Das bedeutet im Klartext für die ersten beiden PCIe 3.0 werden nur noch jeweils 8 Lanes zur Verfügung gestellt, ob ihr diese nun nutzen wollt oder nicht. Dieses Lane-Sharing findet ihr auf allen Mittelklassemainboards und ihr erkennt es an den vier aneinandergereihten Miniaturschaltungen unterhalb des ersten PCIe 3.0 Slots. Jede dieser Schaltungen gibt zwei Lanes an die benötigte Schnittstelle ab. Umso mehr drängt sich der Verdacht auf, dass 16 Lanes für 7 PCI Slots, 4x SATA, 1x SATAe und 1x M.2 Steckplätze recht gering gehalten werden. Das spricht MSI recht kleingedruckt und nebenbei im Benutzerhandbuch an.
Fest stehen für PCI_E2 auf JEDEN FALL 8 Lanes zur Verfügung. Das heißt, mit den weiteren 8 Lanes müsst ihr euch überlegen, welche Geräte ihr anschließen wollt:

[IMG]

1x SATAe benötigt 2 Lanes, dafür werden SATA5_6 obsolet und nicht mehr brauchbar 2x SATA benötigen 2 Lanes
1x M.2 benötigt 2 Lanes
1x Grafikkarte sollte mit mind. 8 Lanes arbeiten
1x PCI benötigt 1 Lane und
der dritte PCIe Slot kann ohnehin maximal mit 4 Lanes betrieben werden.

Nun könnt ihr euch ausrechnen, welche Geräte ihr anschließen könnt, ohne die Geschwindigkeit eures Computers zu beeinträchtigen. Fest steht für uns, dass eindeutig zu viele PCI x1 Slots verbaut wurden, da wir zwei davon ohnehin wahrscheinlich nicht betreiben können. Aus dieser „Lane-Zwickmühle“ heraus resultiert für uns jedoch nicht, dass das Mainboard an sich schlecht ist (es ist höchstens im Zeichen der Zeit konstruiert) sondern sind wir darüber enttäuscht, dass MSI mit 52 Lane-Anbindung wirbt und somit den Kunden wissentlich verunsichert.

c. Netzwerk- und Audiochip

[IMG]

Der Intel I219-V Netzwerkchip ist in der aktuellsten Form auf dem Mainboard verbaut, das garantiert euch bis zum Jahr 2022 Intel-Support bevor die Produktion eingestellt wird. Der Chip hat eine Datentransferrate von 1 Gb/s. Die dazugehörige LAN-Büchse zeigt euch durch seine LEDs an, in welcher Transferrate augenblicklich übertragen wird:

Ist sie AUS ist eine 10 Mb/s-Verbindung etabliert
Ist sie GRÜN ist eine 100 Mb/s-Verbindung etabliert Ist sie ORANGE ist eine 1 Gb/s-Verbindung etabliert

[IMG]

Der Audiochip besteht aus zwei Teilen: Unter dem „Audio Boost 3“-Schriftzug verbirgt sich der abgeschirmte HD-Audio-Prozessor mit isoliertem Schaltkreis und fünf nebenstehenden Audiokondensatoren. Damit betreibt ihr die auf der Rückseite gelegenen Audio-Outs:

ORANGE: Mitte-/ Subwoofer-Ausgang
BLAU: Seitliche Lautsprecher ODER Line-In
SCHWARZ: Hintere Lautsprecher
GRÜN: Vorderer Lautsprecher ODER Line-Out
ROSA: Mikrophon Eingang

Legt ihr wert auf digitale Datenübertragung könnt ihr jedoch immer noch den S/PDIF Ausgang benutzen. Der zweite Audiochip dient als Kopfhörerverstärker und befindet sich ober- und unterhalb des Audioprozessors, der durch den JAUD1 an die Gehäusefront angebunden ist. Damit könnt ihr an der Gehäusefront ein Headset anschließen. Dieser Verstärker stellt euch eine Impedanz von 600 Ohm zur Verfügung was die Ausgangsleistung des Kopfhörers erhöht, jedoch auch die Gefahr von Überspannung in sich birgt.

Als Faustformel könnt ihr beachten:

Viel-Ohm-Lautsprecher an Wenig-Ohm-Verstärker
————————————————————————————————
NO PROBLEM dafür aber weniger Leistung
Wenig-Ohm-Lautsprecher an Viel-Ohm-Verstärker
————————————————————————————————–
mehr Leistung, dafür aber Überspannungsgefahr und höherer Verschleiß

d. Wartung und Fehleranalyse
Auf dem Mainboard, oberhalb des Hauptstromanschlusses hat MSI 3 Überwachungs- LEDs verbaut. Diese dienen der schnellen Fehleranalyse im Stromkreislauf, damit ihr bei Bootproblemen schnell die Fehlerquelle findet: RAM, CPU und Grafikkarte werden überwacht.

Features
Die Meisten Features beziehen sich auf die Verarbeitung und Materialauswahl des Mainboards. Over-Clocking und Boost bilden anschließend das zweite Standbein in der „MSI-Philosophie“. Beispielsweise kannst du im „CLICK BIOS 5“ deine Hardware mit wenigen Klicks übertackten und überwachen. Du kannst Einstellungen vornehmen um deine Lüfter zu regulieren oder die Bildschirmschärfe zu skalieren. Darüber hinaus könnt ihr eine Prioritätenliste erstellen um eure LAN-Bandbreite euren aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Das ist sicherlich beim Online-Gaming oder bei Streaming durchaus von Vorteil. Ihr könnt eure Mausfunktionen konfigurieren und die Abtastrate des Lasers einstellen. Ein weiteres Feature ist die MSI-Gaming-App: Hier könnt ihr übersichtlich im Live-Ticker die Leistungsdaten der CPU und der GPU einsehen und zwischen drei Modi (Silent/Gaming/OC) umschalten. In den Settings könnt ihr zudem verschiedene Displayanzeigen aktivieren, welche euch auch während des Zockens die Hardwaredaten und beispielsweise FPS-Raten anzeigen. Zuletzt möchten wir die CPU-Z ansprechen. Dabei handelt es sich um ein Anzeigeprogramm, welches euch so gut wie alle, in eurem Computer verbauten Hardwareleistungsdaten detailliert anzeigt.
Die Features sind unserer Ansicht ein „Nice-To-Have“ und erleichtern für Gamer das Übertakten, ein „Must-Have“ stellt es für uns jedoch nicht dar.

Haltbarkeit
Wie wir an vielerlei Stellen schon aufgezeigt haben, ist die Materialauswahl hochwertig, das wirkt sich selbstverständlich auch auf die Haltbarkeit aus. Beispielsweise hat Sauerstofffreies Kupfer eine Reinheit von über 99,99 % was die Ermüdungsbruch- festigkeit erhöht und nach Silber die höchste Leitfähigkeit besitzt. Titan hält Temperaturen bis 500°C auf Lötteilen aus und die Wärmedehnung von Ferrit ist gering. Allein die Materialauswahl scheint vielversprechend auszufallen beim vorsichtigen Wackeln und Schütteln sitzen alle Slots, Stecker, Kühlungen, Elkos etc. fest auf dem Board. Lediglich der große Kühlkörper des PCI-Hubs wackelt geringfügig hin und her, da ist die Passform oder Verschraubung wohl um ein Millimeterbruchteil unausgeglichen. Ansonsten können wir guten Gewissens behaupten, dass MSI hier ein Produkt mit langer Lebensdauer konstruieren wollte und es auch mit Bravur vollbracht hat.

Preis-/Leistungsverhältnis & Fazit
Stand 01.03.2016 kostet das Mainboard bei Mindfactory 151,55€. Die Frage ist, in welchem Preissegment liegen wir nun, wenn wir uns einen Großteil der 1151-Sockel-Mainboards anschauen? Im Durchschnitt bezahlt man im Anbetracht aller derzeitigen Modelle für ein Mainboard ca. 172 €. Das heißt wir liegen unter dem durchschnittlichen Preisniveau. Und können nun unser „MSI Z170A KRAIT“ mit dem „Durchschnittsmainboard“ vergleichen um so zu ermitteln ob wir für 151,55€ an dieser Stelle von MSI etwas Preisadäquates geboten bekommen:

———————————————————————————————————————————————-
Das nahezu baugleiche „MSI Z170A Gaming M5“ bietet für rund 175 € ein M.2 Anschluss mehr und eine Onboard-Temparaturanzeige.
———————————————————————————————————————————————-
Das „Biostar Gaming Z170X“ für ca. 200 € trumpft mit zwei 1Gb/s LAN-Buchsen
———————————————————————————————————————————————-

Aber wenn ihr so richtig Power haben wollt, dann kommt ihr an einem Mainboard ab ca. 350€ nicht vorbei. Das „Asus Z170-PREMIUM“ ist das günstigste Mainboard, auf das ein Lane-Switch verbaut wurde. Dieser Switch bereitet die Datenpakete vom Prozessor auf und übernimmt die 16 Lanes und gibt weitere 16 Lanes dazu. Somit können an die PCIe- Slots beispielsweise zwei Grafikkarten angebunden werden, die beide wirklich mit 16 Lanes arbeiten können. Ob euch das den Aufpreis von knapp 200€ wert ist, könnt ihr für euch selbst entscheiden und kommt darauf an, wozu ihr den Computer verwenden wollt und wie dick euer Portmonee ist.

Unsere Einschätzung und Empfehlung:
Für ein „made in China“-Produkt (was keine Wertung sein soll) erhaltet ihr einen außergewöhnlich hohen Qualitätsstandard mit größtenteils gut durchdachten Slot-Anbindungen und – Anordnungen. Lediglich der M.2 Steckplatz sollte in südlichere Gefilde wandern. Positiv

sind die horizontal angebrachten SATA und Front-USB Slots, da sie bei der Montage leicht mit Kabeln zu verbinden sind. Ein großes Problem stellt jedoch die Stabilität für uns dar. Wünschenswert wäre es gewesen, die Montageschraubenlöcher auf der rechten Seite weiter am Rand zu positionieren. Es wird beim Einstecken des Hauptstromkabels wirklich grenzwertig wackelig. Einen weiteren Negativposten stellen die doch etwas zu schmalen Befestigungsklemmen der PCIe und DDR Slots dar. Platz wäre genug vorhanden gewesen. Außerdem möchte wir MSI eine Rüge aussprechen, dass sie falsche Angaben zu der Anzahl der LANES macht. 16 Lanes ist der derzeitige Standard und es ist auch nicht verkehrt, solange ihr nicht über 350€ ausgeben wollt. Nur diese Trickserei stört uns sehr. Dafür finden wir das Design wiederum spitze. Schwarz auf weiß, sehr klassisch und zeitlos, edel und übersichtlich – das trifft unseren Geschmack absolut. Als positiv empfinden wir die Beigabe des Spiels „Rainbow 6 Siege“ was noch einmal eine deutliche Aufwertung des Preis-/Leistungsverhätnis bewirkt. Würden wir etwa 30€ für das Spiel vom Mainboardpreis abziehen, so stellt das Board für einen Nettopreis von 125 € ein Top P/L-Verhältnis dar und können unseres Wissens nicht durch andere mir bekannte Mainboards aufgeholt werden. Zudem werdet ihr die nächsten Jahre (bis 2018) Spaß mit dem Board haben, da der Chipsatz mit den nächsten Intel-CPU-Generationen Kaby-Lake und Cannonlake kompatibel bleiben soll.

Für das „MSI Z170A KRAIT GAMING R6 SIEGE“-Mainboard sprechen wir eine Kaufempfehlung aus, da es in der Gesamtwertung 9 von 10 Punkten erreicht hat. Für ein Mainboard das etwas unter dem Preisdurchschnitt liegt sind das unserer Ansicht nach sehr gute, aber nicht ausgezeichnete Werte.
Wer also weniger als 250€, ausgeben möchte, dem/der können wir guten Gewissens dieses Mainboard empfehlen. Es folgen die Pro- und Kontraargumente:

Pro:
+ Materialauswahl
+ Verarbeitung der Schnittstellen
+ Das beinhaltete Game
+ der Preis ist gerechtfertigt
+ es ist für die nächsten Jahre zukunftssicher
+ Over-Clocking-Features sind übersichtlich aufgearbeitet und zugänglich

Contra:
– Kundenverunsicherung
– Wackelige Hauptstromanbindung
– Nicht optimal platzierter M.2
– Zu kleine Befestigungsklemmen der PCIe und DDR
[IMG][IMG]