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MSI Z170A XPOWER GAMING Titanium Edition – OC-Board für neuen Intel-Sockel






Fazit

Das MSI Z170A XPOWER GAMING Titanium Edition richtet sich in aller erster Linie an Übertakter. So überzeugt es neben seiner gelungenen Optik und hohen Wertigkeit mit zahlreichen OC-Möglichkeiten und BIOS-Recoveries. Außerdem gibt es einen ordentlichen Audio-Chip, neue Hochleistungsanschlüsse wie USB 3.1 gen2 und M.2 mit 32 GB/s und reichlich Zubehör. Für Grafikkarten gibt es 16 PCIe-Lanes, die zwei Nvidia-Karten im SLI oder vier AMD-Karten im Crossfire unterstützen. Das spiegelt sich natürlich auch im Preis von 280€ wieder, bei dem allerdings Fehler wie die kaum benutzbare Nahimic Audio Engine und fehlerhafte Strommodi nicht passieren dürften. Letztere verhindern die stromsparende Nutzung von EIST und den C-States beim Übertakten, wodurch oft doppelt so viel Leistung verbraucht wird, wie eigentlich nötig. Wir gehen davon aus, dass sich diese Probleme mit Software-Updates beheben lassen. Bis dahin gibt es anstatt des Gold- und OC-Awards lediglich unseren Silber-Award für das Z170X XPOWER GAMING und unseren Design-Award für dessen gelungene Optik.

Die MSI GTX980 GAMING 4G leistet sich in unserem Test keine Schwächen. Die Leistung stimmt in Benchmarks wie in Spielen und die komplett abgeschalteten Lüfter bis 60°C schonen die Ohren. Dazu gibt es zwei kleine OC-Stufen, die von der Garantie abgedeckt sind und ein einfarbiges LED-Logo. Unsere Hoffnung, dass die 500€ teure Karte uns in die 4K-Liga katapultieren würde, wurde aber etwas enttäuscht. Nichts desto trotz können wir endlich The Witcher 3 auf Ultra-Settings bewundern und die Karte bekommt unseren Gold-Award und für die 0dB-Lüfter auch unseren Silent-Award verliehen.

Der Intel Core i7 6700K ist Intels leistungsstärkster Skylake-CPU und präsentierte sich zumindest in den synthetischen Benchmarks auch so. Der geringe Leistungszuwachs in Spielen liegt eher an deren GPU-lastiger Optimierung, als an mangelnder CPU-Leistung. Beim Übertakten konnten wir mit Wasserkühlung die 4,9GHz zumindest in Benchmarks stabil kriegen. Das ist etwas weniger als die freudig propagierten Werte jenseits der 5GHz. Besonders, dass man wegen Intels neuer Heatsink-Verbindung erst mit geköpftem CPU optimale Temperaturen erhält, wird einem 350€ teuren Chip nicht gerecht. Daher gibt es von uns keinen OC-Award, dafür zeichnen wir aber die überzeugende Leistung mit Gold aus. Ein momentan gravierendes Problem ist die Verfügbarkeit. Selbst Monate nach dem Release listen die meisten Shops den CPU noch als „nicht verfügbar“ und die wenigen Verfügbaren kosten 80€ mehr als die UVP. Dadurch ist er momentan eine schlechtere Wahl als der 6-kernige i7 5820K. Für Spieler ist ansonsten der nur 250€ teure Core i5 6600K eine schwächere aber gute Alternative.

MSI Z170A XPOWER GAMING Titanium Edition: Score 7,3/10
Pro:
+Wertigkeit und Optik
+OC-Möglichkeiten und BIOS-Recovery
+Guter Soundchip
+Hochgeschwindigkeitsanschlüsse wie USB 3.1, M.2 32GB/s
+4Way-Crossfire

Contra:
-Software-Probleme, besonders mit Nahimic Audio Engine
-Spannungsmodi „Average“, „Override“ und „Offset“ funktionieren nicht wie erwartet
(EIST und C-States beim OC nicht nutzbar)
-„nur“ 2Way-SLI

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MSI GTX980 GAMING 4G: Score 8,9/10

Pro:
+Viel Gaming-Leistung
+0dB Lüfter bis 60°C
+Leichtes OC innerhalb der Garantie

Contra:
-Noch nicht genug Leistung für 4K
-Preis

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Intel Core i7 6700K: Score 8,5/10
Pro:
+Viel Leistung und Hyper-Threading
+OC bis 4,9GHz mit WaKü erfolgreich
+Freier Multi und BCLK

Contra:
-Schlechte Wärmeableitung durch nicht gelötete Heatsink
-Preis
-Verfügbarkeit beim Release

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