Mit dem NF-A12x25 hat Noctua über Jahre einen 120-mm-Lüfter im Programm gehabt, der sich in vielen Gehäusen und auf zahlreichen Radiatoren als feste Größe etabliert hat. Im Sommer 2025 folgte mit der zweiten Generation, dem NF-A12x25 G2, der Nachfolger, der die bekannte Bauform technisch weiterentwickelt. Was zunächst fehlte, war eine vollständig schwarze Ausführung, denn die reguläre Variante setzt weiterhin auf das für Noctua typische beige-braune Farbschema. Seit Mai 2026 schließt die chromax.black-Edition diese Lücke.
Genau diese Version haben wir uns für den heutigen Test vorgenommen: den NF-A12x25 G2 PWM chromax.black, einen 120-mm-Lüfter, der vom Rahmen über den Rotor bis hin zu den Kabeln und dem Befestigungszubehör durchgängig in Schwarz gehalten ist. Damit richtet er sich an alle, die ihren Rechner optisch einheitlich aufbauen möchten, ohne bei der Kühlung Kompromisse einzugehen. Technisch entspricht er der regulären G2-Ausführung, der Unterschied liegt allein in der Farbgebung und im mitgelieferten Zubehör.
Neben dem einzelnen Lüfter liegt uns auch das Sx2-PP-Doppelpack vor, das zwei aufeinander abgestimmte Exemplare enthält und sich gezielt an Push-Pull- und Mehrlüfter-Konfigurationen richtet. Auf die Unterschiede zwischen beiden Optionen gehen wir im weiteren Verlauf ein. Ob der schwarze Ableger im Alltag überzeugt und wie er sich in puncto Lautstärke schlägt, klären die folgenden Zeilen.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung


Der NF-A12x25 G2 PWM chromax.black kommt in einem flachen, schwarz gehaltenen Karton, der am unteren Rand von einem braunen Streifen abgeschlossen wird. Braun und Beige sind die seit Jahren etablierten Hausfarben von Noctua, sodass dieser Akzent trotz der ansonsten komplett schwarzen Aufmachung sofort als Noctua-Verpackung erkennbar ist. Auf der Vorderseite ist der Lüfter großflächig abgebildet, sodass die durchgängig schwarze Optik bereits vor dem Öffnen klar zu erkennen ist. Rechts oben stehen die Modellbezeichnung NF-A12x25 G2 PWM chromax.black sowie der Zusatz, dass es sich um einen 120-mm-Premiumlüfter der nächsten Generation handelt. Links davon heben drei Symbole zentrale Merkmale hervor, nämlich das Sterrox-Flüssigkristallpolymer, die optimierte P/Q-Kurve und die weiterentwickelte G2-Technik. Rechts unten prangt der Schriftzug CHROMAX by NOCTUA, der untere braune Rand trägt den Hinweis auf eine Kühlung der nächsten Generation.
Auf der Rückseite erläutert Noctua die technischen Grundlagen des Lüfters. In kurzen Textblöcken werden die weiterentwickelte G2-Technik, das Sterrox-Material und die optimierte P/Q-Kurve beschrieben. Ergänzt wird das durch ein Diagramm, das den statischen Druck in Abhängigkeit vom Luftdurchsatz darstellt und den NF-A12x25 G2 dem Vorgänger sowie typischen Anwendungsfällen wie Radiator, Kühlkörper und Gehäuse gegenüberstellt. Insgesamt fällt die Rückseite informationsdicht aus und richtet sich an technisch interessierte Käufer.
Das Innere ist schlicht und schützend zugleich gelöst. Der Lüfter liegt in einem schwarzen Wellpappe-Einsatz, daneben sitzt eine separate, schwarz bedruckte Schachtel mit der Aufschrift ACCESSORIES, in der das gesamte Zubehör untergebracht ist. Das Doppelpack ist nach demselben Prinzip aufgebaut, lediglich um einen zweiten Lüfter erweitert.
Inhalt

Im Karton des einzelnen NF-A12x25 G2 PWM chromax.black befindet sich neben dem Lüfter selbst das folgende Zubehör:
- NA-RC7 Low-Noise-Adapter zur Reduzierung der Maximaldrehzahl von 1.800 auf 1.500 U/min
- NA-YC1 4-Pin-PWM-Y-Kabel zum Betrieb mehrerer Lüfter an einem Anschluss
- NA-EC1 Verlängerungskabel mit 30 cm Länge
- 4x NA-AV2 Anti-Vibrations-Befestigungen aus Silikon
- NA-AVG1 Anti-Vibrations-Dichtlippe für den Einsatz auf Wasserkühlungs-Radiatoren
- 4x Lüfterschrauben
Sämtliches Zubehör ist passend zur chromax.black-Edition ebenfalls in Schwarz gehalten. Der Lieferumfang deckt die gängigen Montageszenarien ab, vom Gehäuselüfter über den CPU-Kühler bis zum Radiator.
Das ebenfalls vorliegende Sx2-PP-Doppelpack bringt erwartungsgemäß den doppelten Lieferumfang mit, also zwei Lüfter, zwei Low-Noise-Adapter, zwei Verlängerungskabel, acht Anti-Vibrations-Befestigungen, zwei Dichtlippen und entsprechend mehr Schrauben. Eine Ausnahme bildet das Y-Kabel: Hiervon liegt nur ein einziges bei, was sich aus seiner Funktion erklärt, denn ein Y-Kabel verbindet bereits zwei Lüfter mit einem gemeinsamen PWM-Anschluss. Worin sich die beiden Lüfter des Sets darüber hinaus unterscheiden, klären wir im Praxisteil.
Daten
| Technische Daten – Noctua NF-A12x25 G2 PWM chromax.black | |
|---|---|
| Abmessungen (ohne Pads) | 120 x 120 x 25 mm |
| Abmessungen (mit Anti-Vibrations-Pads) | 120 x 120 x 27 mm |
| Lochabstand der Befestigung | 105 x 105 mm |
| Gewicht | 195 g |
| Material Rahmen | PBT/ABS GF30 |
| Material Rotor | LCP GF30 (Sterrox) |
| Material Anti-Vibrations-Pads | Silikon |
| Lagertyp | SSO2 |
| Drehrichtung | gegen den Uhrzeigersinn |
| Anschluss | 4-Pin PWM |
| Kabellänge | 200 mm, mit Verlängerung 500 mm |
| Nennspannung | 12 V |
| Anlaufspannung | 7 V |
| Drehzahl (max.) | 1.800 U/min |
| Drehzahl mit Low-Noise-Adapter (max.) | 1.500 U/min |
| Drehzahl bei 20 % PWM | 360 U/min |
| Luftdurchsatz (max.) | 107,3 m³/h (63,15 CFM) |
| Luftdurchsatz mit Low-Noise-Adapter (max.) | 87,2 m³/h (51,32 CFM) |
| Statischer Druck (max.) | 3,14 mm H₂O |
| Statischer Druck mit Low-Noise-Adapter (max.) | 1,71 mm H₂O |
| Lautstärke (max.) | 22,5 dB(A) |
| Lautstärke mit Low-Noise-Adapter (max.) | 18,1 dB(A) |
| Leistungsaufnahme (max.) | 1,8 W |
| Stromaufnahme (max.) | 0,15 A |
| MTTF | > 150.000 Stunden |
| Garantie | 6 Jahre |
| UVP | 34,90 Euro |
Details
Rahmen und Verarbeitung
Der Rahmen des NF-A12x25 G2 PWM chromax.black besteht aus glasfaserverstärktem PBT/ABS und ist im klassischen quadratischen 120-mm-Format mit einem Lochabstand von 105 x 105 mm ausgeführt. Anders als bei der regulären G2-Ausführung mit ihrem beige-braunen Farbschema ist hier alles in mattem Schwarz gehalten, vom Rahmen über den Rotor bis zu den vorinstallierten Anti-Vibrations-Pads in den Ecken. Diese Pads aus Silikon entkoppeln den Lüfter vom Untergrund und reduzieren die Übertragung von Vibrationen auf das Gehäuse oder den Radiator.
Auffällig ist die geringe Breite des Spalts zwischen den Rotorblättern und der Rahmeninnenseite. Noctua gibt diesen Abstand mit lediglich 0,5 mm an. Ein eng gefasster Spalt verringert Leckströmungen zwischen Impeller und Rahmen und kommt vor allem dann zum Tragen, wenn der Lüfter gegen einen Widerstand arbeiten muss, etwa auf einem Radiator oder einem dicht bestückten Kühlkörper. Die Innenseiten des Rahmens sind zudem mit Strömungskanälen versehen, die den Luftstrom an dieser Stelle führen sollen. Mit den vorinstallierten Anti-Vibrations-Pads ergibt sich eine Bautiefe von 27 mm, ohne die Pads bleibt es beim Standardmaß von 25 mm.
Rotor und Lager

Der Rotor besteht aus glasfaserverstärktem Flüssigkristallpolymer (LCP), das Noctua unter der Bezeichnung Sterrox führt. Dieses Material ist sehr steif und formstabil, was dem Rotor auch bei hohen Drehzahlen wenig Spielraum für unerwünschte Verformung lässt. Die Rotorblätter der G2-Generation folgen einer als Progressive Bend bezeichneten Geometrie und tragen an den Spitzen kleine Winglets, ergänzt um eine als Centrifugal Turbulator bezeichnete Struktur an der Nabe. Diese konstruktiven Merkmale zielen darauf ab, den Luftstrom über einen breiten Drehzahlbereich effizient zu führen.
Angetrieben wird der Rotor von einem einphasigen Motor mit vier Polen, der über den Treiber-IC NE-FD6 angesteuert wird. Noctua bezeichnet das zugrundeliegende Motorkonzept als etaPERF, die Funktion zur Beibehaltung der Drehzahl unter Last als SupraTorque. Für die Lagerung kommt das hauseigene SSO2-Lager zum Einsatz, das vollständig versiegelt ist und sich laut Hersteller nicht zerlegen lässt, ohne die Versiegelung zu zerstören. Die angegebene mittlere Lebensdauer (MTTF) liegt bei über 150.000 Stunden, die Garantie beträgt sechs Jahre.
Der Lüfter dreht gegen den Uhrzeigersinn und deckt einen Drehzahlbereich von 0 bis 1.800 U/min ab. Bei 0 Prozent PWM-Signal steht der Rotor still, was einen vollständig lautlosen Betrieb in Phasen ohne Kühlbedarf ermöglicht.
Anschlusskabel und Zubehör
Das Primärkabel des Lüfters ist mit 200 mm bewusst kurz gehalten, um bei typischen Einbauszenarien überschüssige Kabellänge zu vermeiden. Reicht die Länge nicht aus, lässt sich das mitgelieferte NA-EC1 Verlängerungskabel anschließen, das die Gesamtlänge auf 500 mm erweitert. Sämtliche Kabel sind mit einem schwarzen Geflecht ummantelt und passen damit zur durchgängig dunklen Optik der chromax.black-Edition. Der Anschluss erfolgt über einen vierpoligen PWM-Stecker.
Eine Besonderheit der chromax.black-Edition betrifft die Aderfarben: Während Noctua-Lüfter sonst eine farbcodierte Verkabelung nutzen, sind hier alle vier Adern in Schwarz gehalten. Die Belegung folgt dem üblichen Schema mit Masse an Pin 1, 12 V an Pin 2, dem Drehzahlsignal an Pin 3 und dem PWM-Signal an Pin 4. Für den optischen Gesamteindruck eines schwarzen Aufbaus ist das von Vorteil, bei einer eventuellen manuellen Zuordnung der Adern entfällt jedoch die sonst hilfreiche Farbunterscheidung.
Für den Betrieb mehrerer Lüfter an einem einzelnen Mainboard-Anschluss liegt das NA-YC1 Y-Kabel bei, über das sich zwei Lüfter gemeinsam regeln lassen. Der ebenfalls enthaltene NA-RC7 Low-Noise-Adapter senkt die maximale Drehzahl von 1.800 auf 1.500 U/min und lässt sich entweder zur dauerhaften Begrenzung oder als Deckelung der PWM-Regelung nutzen. Komplettiert wird das Zubehör durch vier Anti-Vibrations-Befestigungen aus Silikon für die werkzeuglose Montage als Gehäuselüfter, vier reguläre Lüfterschrauben sowie die NA-AVG1 Anti-Vibrations-Dichtlippe, die anstelle der Eckpads verwendet werden kann, um auf Radiatoren eine engere Abdichtung und damit einen gerichteten Luftstrom zu erzielen.
Praxis
Testsystem
Für den Praxistest kommen drei NF-A12x25 G2 PWM chromax.black als Frontlüfter in unserem Testsystem zum Einsatz. Das Fractal Design North bietet an der Front Platz für drei 120-mm-Lüfter, sodass sich die schwarze Optik der Noctua-Lüfter gut in den Aufbau einfügt. Die folgende Übersicht zeigt die verwendeten Komponenten:
| Testsystem | Komponente |
|---|---|
| Gehäuse | Fractal Design North |
| Mainboard | ASUS ROG STRIX B650E-E GAMING WIFI |
| CPU | AMD Ryzen 7 9800X3D |
| CPU-Kühler | Noctua NH-D12L |
| Grafikkarte | Zotac GeForce RTX 5090 Solid |
| Netzteil | Seasonic TX-1600 Noctua Edition |
Montage
Die Montage gestaltet sich unkompliziert und folgt dem bekannten Noctua-Schema. Als Gehäuselüfter lässt sich der NF-A12x25 G2 wahlweise mit den klassischen Schrauben oder den beiliegenden Anti-Vibrations-Befestigungen aus Silikon anbringen. Letztere werden zunächst mit der Lüfterseite durch die Befestigungslöcher des Lüfters und anschließend mit der Gehäuseseite durch die Bohrungen des Gehäuses gezogen. Das gelingt werkzeuglos, erfordert beim Durchziehen aber etwas Fingerspitzengefühl. Wer die überstehenden Enden als störend empfindet, kann sie nach der Montage kürzen, was eine spätere und erneute Installation allerdings erschwert.
Das kurze Primärkabel von 200 mm erweist sich bei drei übereinander montierten Frontlüftern als angenehm, da sich die Verkabelung über das mitgelieferte Y-Kabel sauber zusammenführen lässt, ohne dass überschüssige Kabellänge im Gehäuse verstaut werden muss. Reicht die Distanz zum Anschluss nicht aus, schafft die beiliegende 30-cm-Verlängerung Abhilfe. Die Adern sind durchgängig schwarz gehalten, was beim Anschluss keine Rolle spielt, da der vierpolige Stecker mechanisch kodiert ist und sich nur in einer Ausrichtung einstecken lässt. Optisch fügt sich die schwarze Verkabelung nahtlos in den Aufbau ein.
Hervorzuheben ist die Verarbeitung der Lüfter, die durchweg hochwertig ausfällt. Rahmen und Rotor sind sauber gefertigt, die Materialanmutung ist erstklassig und es gibt keinerlei Grate oder unsaubere Spaltmaße.
Lautstärke
Da der NF-A12x25 G2 weder über eine Beleuchtung noch über eine zugehörige Software verfügt, steht im Praxisbetrieb die akustische Bewertung im Vordergrund. Auch wenn in der Gehäusefront drei Lüfter ihren Dienst verrichten, messen wir die Lautstärke bewusst getrennt: zunächst an einem einzelnen Lüfter und anschließend am Zweier-Set aus dem Sx2-PP-Doppelpack. Der Grund liegt in der Akustik. Mehrere gleich laute Schallquellen addieren sich, sodass zwei gleichzeitig laufende Lüfter spürbar lauter ausfallen als einer. Ein an mehreren Frontlüftern gemeinsam abgenommener Wert würde die Charakteristik des einzelnen Lüfters daher verfälschen und ließe sich weder mit den Herstellerangaben noch mit anderen Lüftern sinnvoll vergleichen.
Gemessen haben wir mit den Lüftern in der Gehäusefront, jedoch ohne aufgesetzte Frontabdeckung, sodass der Schall ungehindert auf das Messgerät trifft. Der Abstand betrug jeweils 30 cm, exakt mittig ausgerichtet, beim Einzellüfter mittig zu diesem, beim Set mittig zwischen die beiden Lüfter. Die jeweils nicht benötigten Lüfter sowie der CPU-Kühler wurden über ein Aqua Computer OCTO deaktiviert, sodass ausschließlich die zu messende Konfiguration lief. Wichtig zur Einordnung: Die Messung fand nicht in einem schalltoten Raum statt, sondern im realen Umfeld. Unterhalb von etwa 1.000 U/min sinkt der Lüfter so weit ab, dass er vom Grundrauschen der Umgebung nicht mehr zu trennen ist. Tiefere Stufen geben wir daher bewusst nicht an, da hier keine belastbare Messung möglich wäre.
| Drehzahl | NF-A12x25 G2 | NF-A12x25 G2 PWM Sx2-PP |
|---|---|---|
| 100 % (1815 / 1750 U/min) | 41,2 dB(A) | 42,9 dB(A) |
| 1.500 U/min | 35,8 dB(A) | 39,5 dB(A) |
| 1.000 U/min | 32,3 dB(A) | 33,8 dB(A) |
Erwartungsgemäß liegt der Pegel beim Betrieb von zwei Lüftern über dem eines einzelnen, da sich mehrere Schallquellen addieren. Die gemessenen Unterschiede fallen mit 1,5 bis 3,7 dB(A) je nach Drehzahlstufe unterschiedlich aus. Eine exakte Aufschlüsselung der einzelnen Einflüsse ist im realen Messumfeld kaum möglich, da sich Schalladdition, der werkseitige Drehzahl-Offset des Sets und die Nähe zum Grundrauschen bei niedrigen Drehzahlen überlagern. Festhalten lässt sich, dass der Aufpreis an Lautstärke durch den zweiten Lüfter in allen Stufen moderat bleibt.
Entscheidend ist aber weniger der absolute Pegel als die Art des Geräuschs. Über den gesamten gemessenen Bereich gibt der Lüfter keinerlei mechanische Eigengeräusche von sich. Es gibt kein Klackern, kein Schleifen, kein Brummen, Summen oder Fiepen, wie man es von günstigeren Lüftern kennt. Was bei steigender Drehzahl wahrnehmbar wird, ist allein das Strömungsgeräusch der bewegten Luft, nicht der Lüfter selbst. Dieser saubere, gleichmäßige Lauf ist der eigentliche Qualitätsbeweis und der Grund, warum der Lüfter trotz der aus 30 cm gemessenen Werte subjektiv auch bei hohen Drehzahlen ausgesprochen unaufdringlich wirkt. Wer das Strömungsgeräusch weiter reduzieren möchte, kann die Drehzahl absenken. In unserem Test ließ sich der Lüfter bis auf knapp 370 U/min herunter regeln.
Varianten: Sx2-PP und LS-PWM
Das Sx2-PP-Doppelpack haben wir parallel zum Einzellüfter getestet. Es richtet sich an alle, die zwei Lüfter nebeneinander oder in einer Push-Pull-Konfiguration betreiben möchten, etwa auf einem 240- oder 360-mm-Radiator. Laufen zwei nahezu identische Lüfter mit fast gleicher Drehzahl dicht beieinander, kann es zu akustischen Schwebungen kommen. Noctua begegnet dem, indem die beiden Lüfter des Sets bewusst mit einem leichten Drehzahl-Offset von etwa ±50 U/min zueinander ausgeliefert werden. Zur Unterscheidung sind sie mit den Kürzeln PPA und PPB gekennzeichnet. Durch diesen Versatz wird verhindert, dass sich die Laufgeräusche zu einem hörbaren Pulsieren aufschaukeln. Der Lieferumfang des Sets fällt entsprechend doppelt aus, lediglich das Y-Kabel liegt nur einmal bei, da es ohnehin zwei Lüfter mit einem Anschluss verbindet.
Nicht getestet, aber der Vollständigkeit halber erwähnt sei die LS-PWM-Variante (Low-Speed). Sie begrenzt die Maximaldrehzahl auf etwa 1.100 U/min und richtet sich an Nutzer, denen ein durchgängig sehr leiser Betrieb wichtiger ist als die letzten Reserven bei der Kühlleistung. Sie eignet sich besonders für Szenarien mit geringem Kühlbedarf oder dort, wo der Lüfter dauerhaft im unteren Drehzahlbereich laufen soll. Anzumerken ist, dass die chromax.black-Edition nur als reguläre PWM-Version und als Sx2-PP-Set angeboten wird. Die LS-PWM-Variante ist ausschließlich im klassischen beige-braunen Noctua-Farbschema erhältlich. Wer ein vollständig schwarzes System aufbaut und gleichzeitig die Low-Speed-Variante bevorzugt, muss daher zur regulären PWM-Version greifen und die Drehzahl manuell begrenzen.
Fazit
Mit dem NF-A12x25 G2 PWM chromax.black liefert Noctua die schwarze Ausführung seines aktuellen 120-mm-Spitzenmodells nach. Wer die Optik der beige-braunen Standardlüfter bislang gescheut hat, bekommt hier denselben Lüfter in einem durchgängig schwarzen Gewand, das sich vom Rahmen über den Rotor bis zu Kabeln und Befestigungsmaterial konsequent durchzieht. Für viele Interessenten dürfte allein das den Ausschlag geben.
Die Verarbeitung bewegt sich auf dem hohen Niveau, das man von Noctua kennt, und der Lieferumfang fällt für einen einzelnen Lüfter außergewöhnlich umfangreich aus. Low-Noise-Adapter, Verlängerung, Y-Kabel, Anti-Vibrations-Befestigungen und eine Dichtlippe für den Radiatorbetrieb decken praktisch jedes Einbauszenario ab. Akustisch überzeugt der Lüfter weniger durch einen besonders niedrigen absoluten Pegel als durch die Art seines Laufs, denn bei voller Drehzahl von rund 1.800 U/min lässt sich ein sehr geringer Pegel allein schon deshalb nicht erreichen, weil die bewegte Luftmenge selbst ein Strömungsgeräusch erzeugt. Mechanische Eigengeräusche wie Schleifen, Brummen, Summen oder Fiepen treten dagegen nicht auf, das wahrnehmbare Geräusch ist allein die bewegte Luft. Dieser saubere, gleichmäßige Lauf hebt den Lüfter klar von günstigeren Modellen ab.
Einordnen muss man den Lüfter vor allem über den Preis. Mit einer UVP von 34,90 Euro für einen einzelnen 120-mm-Lüfter ruft Noctua einen Aufschlag auf, der deutlich über dem liegt, was solide Mittelklasse-Lüfter kosten. Dafür bekommt man eine sechsjährige Garantie, eine sehr lange angegebene Lebensdauer und ein Gesamtpaket, das in Verarbeitung und Ausstattung keine Wünsche offen lässt. Wer mehrere Lüfter benötigt oder gezielt einen Push-Pull-Aufbau plant, sollte zudem einen Blick auf das Sx2-PP-Doppelpack werfen, das mit seinem Drehzahl-Offset gegen akustische Schwebungen eine durchdachte Lösung für den Mehrlüfter-Betrieb mitbringt.
Unterm Strich ist der NF-A12x25 G2 PWM chromax.black ein Lüfter für alle, die kompromisslose Verarbeitung, leisen Betrieb und eine einheitlich schwarze Optik suchen und bereit sind, dafür den entsprechenden Preis zu zahlen. Wer Wert auf RGB-Beleuchtung legt, ist bei Noctua ohnehin an der falschen Adresse, denn die Marke richtet sich traditionell an eine qualitäts- und nicht effektorientierte Zielgruppe. Genau dieser Anspruch wird hier konsequent eingelöst. Ein Schnäppchen ist der Lüfter nicht, ein rundes Produkt aber ohne Frage.
Der NF-A12x25 G2 PWM chromax.black erhält unsere Auszeichnung Empfehlung Spitzenklasse. Er bewegt sich preislich klar im oberen Segment, rechtfertigt diesen Aufschlag aber mit einer herausragenden Verarbeitung, einem sehr leisen und mechanisch absolut sauberen Lauf sowie einem umfangreichen Zubehörpaket. Wer qualitativ das Maximum sucht und den Preis akzeptiert, bekommt hier einen 120-mm-Lüfter ohne nennenswerte Schwächen.
Pro:
+ Durchgängig schwarze Optik, auch bei Kabeln und Zubehör
+ Sehr hochwertige Verarbeitung
+ Umfangreiches Montagezubehör inklusive Low-Noise-Adapter und Dichtlippe
+ Im gesamten Drehzahlbereich frei von mechanischen Eigengeräuschen
+ Sechs Jahre Herstellergarantie
Kontra:
− Hoher Preis im Vergleich zu Mittelklasse-Lüftern


















