Mit dem Studio Max 2 schickt OneOdio die zweite Generation seines kabellosen DJ-Kopfhörers ins Rennen. Der Hersteller richtet sich damit ausdrücklich an DJs und Anwender im Studioumfeld, was sich bereits am Lieferumfang ablesen lässt. Ein drei Meter langes Spiralkabel und ein 6,35-mm-Adapter gehören ebenso dazu wie der M2-Transmitter, über den eine Funkverbindung mit lediglich 9 ms Latenz zustande kommt.
Technisch setzt OneOdio auf 45-mm-Neodym-Treiber, Bluetooth 6.0 mit Unterstützung für SBC, AAC und LDAC sowie eine Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden. Eine aktive Geräuschunterdrückung sucht man hingegen vergebens, was angesichts der Ausrichtung auf Monitoring nachvollziehbar ist, vor dem Kauf jedoch bekannt sein sollte. Der Listenpreis liegt bei 189 Euro.
Ob der Studio Max 2 in seinem eigentlichen Einsatzgebiet überzeugt und was er außerhalb davon leistet, klären wir auf den folgenden Seiten.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung


Der Studio Max 2 kommt in einem großformatigen, überwiegend schwarz gehaltenen Karton. Die Vorderseite zeigt den Kopfhörer großflächig und hebt die zentralen Eigenschaften hervor, darunter die Latenz von 9 ms, die Unterstützung von Hi-Res Audio sowie LDAC und die Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden. Trotz der hohen Informationsdichte wirkt die Gestaltung nicht überladen, da sich Produktname, Logo und Angaben klar von der dunklen Grundfarbe abheben. Die Rückseite führt die technischen Merkmale ausführlicher aus und ergänzt sie um weitere Abbildungen.
Beim Öffnen setzt sich dieser Eindruck fort. Der Kopfhörer sitzt sauber positioniert in passgenauen Einlagen, sämtliches Zubehör hat seinen festen Platz, und der Inhalt lässt sich ohne Mühe entnehmen. Die Verpackung dient hier erkennbar nicht allein dem Transportschutz, sondern ebenso der Präsentation. Insgesamt hinterlässt der OneOdio Studio Max 2 damit bereits beim Auspacken einen hochwertigen ersten Eindruck.
Lieferumfang

Beim Lieferumfang zeigt sich OneOdio großzügig. Neben dem Kopfhörer liegen der M2-Transmitter, ein drei Meter langes Spiralkabel von 3,5 auf 6,35 mm, ein 1,2 Meter langes gerades Kabel von 3,5 auf 3,5 mm samt 6,35-mm-Adapter, ein USB-C-Ladekabel, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung sowie ein Hartschalenkoffer aus EVA im Karton.
Besonders die Kabel verdienen Beachtung. Mit drei Metern ist das Spiralkabel deutlich länger bemessen als bei üblichen Consumer-Modellen und zielt damit klar auf den Einsatz am Mischpult oder im Studio. Beide Kabel machen zudem einen hochwertigen Eindruck. Der Hartschalenkoffer schützt den Kopfhörer im Transport zuverlässig und ist damit mehr als eine Beigabe.
Daten
| Technische Daten – OneOdio Studio Max 2 | |
|---|---|
| Bauweise | Geschlossener Over-Ear-Kopfhörer |
| Treiber | 45 mm Neodym |
| Frequenzbereich | 20 Hz bis 40 kHz |
| Impedanz | 34 Ohm |
| Unterstützte Codecs | SBC, AAC, LDAC |
| Verbindung | Bluetooth 6.0 / 2,4 GHz / Kabel |
| Low-Latency | 9 ms über M2-Transmitter |
| Angegebene / gemessene Akkulaufzeit | Bluetooth: 120 h / 119 h ULL: 60 h / 59,5 h |
| Ladeanschluss | USB Typ C |
| Audiokabel | 3,5 auf 3,5 mm / 3,5 auf 6,35 mm |
| Mehrfachverbindung | Dual Sync für zwei Geräte gleichzeitig |
| Mikrofone | zwei Mikrofone mit Umgebungsgeräuschunterdrückung |
| Gewicht | 330 g |
| Garantie | 24 Monate |
| Lieferumfang | M2-Transmitter, Audiokabel, Adapter, Ladekabel, Transportcase, Handbuch |
Details
Erster Eindruck

Der Studio Max 2 hinterlässt insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung des Kopfhörers ist sauber und vermittelt eine entsprechende Wertigkeit. Auch das Kopfband ist aufwendig ausgeführt und fügt sich optisch gut in das ansonsten überwiegend schwarze Design ein. Die Ohrmuscheln sind extrem flexibel, lassen sich in alle Richtungen bewegen und ermöglichen dadurch eine flexible Anpassung. Allerdings lassen sie sich nicht in einer bestimmten Position feststellen. Für den Transport lässt sich der Kopfhörer entsprechend kompakter verstauen. Auch bei der Größenanpassung setzt OneOdio auf eine klassische Lösung. Die ausgeführte Skala ermöglicht eine nachvollziehbare Einstellung des Kopfbands. An der Verarbeitung gibt es insgesamt wenig Anlass zur Kritik. Die Schwächen zeigen sich eher bei der Ergonomie. Die kreisrunde Form der Ohrmuscheln ist nicht optimal auf die natürliche Form des Ohres abgestimmt. Zusätzlich fällt die Polsterung nicht dick genug aus, wodurch die Ohren bei längerer Nutzung direkt auf beziehungsweise an den Lautsprechern liegen können. Für kürzere Hörsessions ist das noch unproblematisch. Ab etwa 4,5 bis 5 Stunden wird der Kopfhörer jedoch zunehmend unbequem. Wer regelmäßig über viele Stunden ohne Unterbrechung hört, sollte diesen Punkt berücksichtigen.
Materialwahl und Verarbeitung

Die Gelenke selbst weisen ein minimales Spiel auf, sitzen jedoch fest und geben weder Knarzen noch andere Geräusche von sich. Ein Mangel ist das also nicht. In dieser Preisklasse hätten wir uns bei den beweglichen Teilen dennoch eine massivere Ausführung gewünscht, denn ein Kopfhörer dieser Ausrichtung geht mit auf Tour oder wird täglich ein- und ausgepackt. Genau dort entscheidet sich nach Jahren, ob ein Gelenk eine unsanfte Behandlung übersteht, und genau dort spart OneOdio.
Tragekomfort

Mit 330 Gramm zählt der Studio Max 2 nicht zu den Leichtgewichten, verteilt dieses Gewicht jedoch ordentlich. Auffällig ist vielmehr die Auslegung des Bügels, denn dieser fällt großzügig dimensioniert aus und passt erkennbar besser auf größere Köpfe.
In der Praxis führt das zu zwei unterschiedlichen Erfahrungen. Wer etwa 1,80 Meter groß ist oder darüber liegt, erhält einen sicheren, festen Halt, muss dafür allerdings mit spürbarem Druck der Polster an den Ohren leben. Bei Trägern unterhalb von etwa 1,70 Metern kehrt sich das Bild um. Der Anpressdruck fällt dort geringer aus, was den Kopfhörer zwar angenehmer, bei Bewegung jedoch auch rutschfreudiger macht. Wer ihn unterwegs oder beim Sport nutzen möchte, sollte das bedenken.

Hinzu kommt die Form. Die kreisrunden Ohrmuscheln folgen nicht dem natürlichen Verlauf des Ohres, und die Polsterung fällt vergleichsweise dünn aus. In der Folge liegt das Ohr bei längerem Tragen zunehmend an der Treiberabdeckung an. Für kürzere Hörsitzungen bleibt das unproblematisch, ab etwa viereinhalb bis fünf Stunden wurde der Kopfhörer in unserem Test jedoch spürbar unbequem.
Ausdrücklich angemerkt sei, dass Tragekomfort eine höchst subjektive Angelegenheit bleibt. Kopfform, Ohrgröße und persönliche Empfindlichkeit unterscheiden sich erheblich, und andere Tester in unserer Redaktion loben die Polsterung des Studio Max 2 durchaus. Wer die Möglichkeit hat, sollte ihn vor dem Kauf aufsetzen.
Immerhin lassen sich die Ohrpolster abnehmen und waschen. Das hält sie nicht nur langfristig hygienisch, sondern eröffnet zugleich den Weg, sie gegen dickere Modelle zu tauschen. Wer mit der Serienpolsterung nicht zurechtkommt, hat damit einen einfachen Ausweg.
Abschirmung

Einen Punkt hat OneOdio dagegen mustergültig gelöst. Eine aktive Geräuschunterdrückung besitzt der Studio Max 2 zwar nicht, die geschlossene Bauweise arbeitet jedoch ausgesprochen wirkungsvoll. Selbst bei voller Lautstärke drang während unseres Tests nichts nach außen, der Sitznachbar bekam schlicht nichts mit. Für den Einsatz im Büro, in der Bahn oder im gemeinsam genutzten Raum ist das mehr wert als so manches Ausstattungsmerkmal. Dies gilt auch umgekehrt, ebenso sind wir akustisch von der Außenwelt abgeriegelt, auch schon, bei Lautstärken von um die 50 Prozent.
Anschlüsse und Bedienung

Bei den Verbindungsmöglichkeiten zeigt sich der Studio Max 2 ausgesprochen flexibel. Drahtlos stehen zwei Wege offen. Zum einen Bluetooth 6.0 mit Unterstützung für SBC, AAC und LDAC, zum anderen der mitgelieferte M2-Transmitter, der über USB-C angeschlossen wird und eine Latenz von lediglich 9 ms erreicht. Er arbeitet dabei nicht nur am Rechner, sondern ebenso am Smartphone, und wird in beiden Fällen ohne jede Treiberinstallation erkannt. Einstecken genügt.
Der dritte Weg führt über das Kabel. Beide beiliegenden Leitungen lassen sich direkt mit der Soundkarte oder einem Mischpult verbinden, wobei der 6,35-mm-Adapter den Anschluss an professionelles Equipment abdeckt. Damit deckt der Studio Max 2 sowohl den mobilen Einsatz als auch den Betrieb am Arbeitsplatz ab, ohne dass Zubehör nachgekauft werden müsste.

Der Wechsel zwischen den drahtlosen Betriebsarten erfolgt über einen physischen Schalter direkt am Kopfhörer. Eine Menüführung oder App ist dafür nicht erforderlich, ein Handgriff genügt.
Derselbe Schalter übernimmt zusätzlich eine zweite Aufgabe. Über die Dual-Sync-Funktion lässt sich der Kopfhörer gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden, zwischen denen sich anschließend ebenso unkompliziert hin und her wechseln lässt. Wer am Rechner arbeitet und nebenher das Smartphone im Blick behält, wird diese Lösung schnell zu schätzen wissen.

Die Steuerung erfolgt über physische Tasten, die sich blind ertasten lassen. Lautstärke und Wiedergabepause sind darüber direkt erreichbar, was im Alltag zuverlässiger funktioniert als so manche Touchfläche, die bereits auf eine streifende Berührung reagiert. Geladen wird über USB-C, ein Anschluss, für den in den meisten Haushalten ohnehin ein Kabel bereitliegt.
Praxis
Testaufbau
Um den Studio Max 2 unter verschiedenen Bedingungen zu beurteilen, kam er in unserem Test an mehreren Quellen zum Einsatz. Neben einer externen Soundkarte vom Typ Steinberg UR22MKII nutzten wir ein Mischpult der Marke Peavey, ein PV14, sowie den M2-Transmitter direkt am Rechner. Bluetooth kam am Smartphone zum Einsatz.
Bemerkenswert ist dabei ein Ergebnis, das wir so nicht erwartet hatten. Die Klangcharakteristik blieb über sämtliche Quellen hinweg identisch. Ob am Mischpult, an der Soundkarte oder drahtlos über den Transmitter, der Kopfhörer klingt in allen Fällen gleich. Der kabelgebundene Betrieb verschafft allenfalls einen minimalen Vorsprung, der im Alltag jedoch kaum eine Rolle spielt.
Klangcharakter

Die Abstimmung fällt zurückhaltender aus, als es die Verpackung vermuten lässt. Weder Höhen noch Tiefen sind überspitzt vorgemischt, der Studio Max 2 arbeitet erkennbar in Richtung eines Studiomonitors. Wer eine basslastige Wiedergabe erwartet, wie sie viele Consumer-Modelle ab Werk mitbringen, wird zunächst überrascht sein.
Besonders wohl fühlt sich der Kopfhörer bei elektronischer Musik. Synthesizerflächen stellt er klar und breit dar, und genau dort spielt er seine Stärken aus. Die Höhen werden vollmundig und sauber abgebildet, hier besteht kein Anlass nachzuregeln. Wer sich mehr Tiefton wünscht, greift zum Equalizer des Betriebssystems oder regelt direkt am Mischpult nach. Das ist weniger ein Mangel als eine Entscheidung des Herstellers, denn ein Monitor soll zeigen, was im Material steckt, und nicht, was gut klingt.
Bühne und Ortung

Eine Schwäche zeigt sich bei der räumlichen Abbildung. Bei großen Konzertaufnahmen differenziert der Studio Max 2 zwar sauber zwischen den einzelnen Klangkörpern, die Ortung einzelner Instrumente fällt jedoch schwer. Es entsteht der Eindruck, dass sich sämtliche Instrumente und die Stimme denselben Punkt auf der Bühne teilen.
Für elektronische Produktionen, die ohnehin künstlich im Panorama angelegt werden, fällt das kaum ins Gewicht. Wer hingegen klassische Aufnahmen oder große Live-Mitschnitte hört und dabei das Orchester vor sich sehen möchte, stößt an eine Grenze. Diese Eigenschaft wird uns später beim Gaming erneut begegnen.
Dynamik
Ausgesprochen fein löst der Studio Max 2 dagegen Lautstärkeverläufe auf. Crescendi und Decrescendi zeichnet er sauber nach, ohne dass leise Passagen verschwinden oder laute zusammenfallen. Besonders auffällig wird das bei Perkussion im Hintergrund. Ein Glockenspiel, das weit hinten im Mix sitzt, bleibt deutlich hörbar und geht nicht in der Gesamtdarstellung unter. Gerade diese Fähigkeit unterstreicht die Ausrichtung als Monitorkopfhörer.
Latenz im Studiobetrieb

Ein Vorteil des M2-Transmitters erschließt sich erst bei der Arbeit. Mit 9 ms liegt die Verzögerung so niedrig, dass sich auch beim Schneiden und Loopen präzise arbeiten lässt. Wer schon einmal versucht hat, über eine gewöhnliche Bluetooth-Verbindung einen Loop punktgenau zu setzen, weiß, warum das keine Nebensächlichkeit ist. Der Studio Max 2 löst damit eines der Grundprobleme drahtloser Kopfhörer im Produktionsalltag, und zwar ohne Kabel.
Gaming

Latenz
Beim Spielen zeigt sich der Studio Max 2 von zwei Seiten. Uneingeschränkt positiv fällt zunächst die Verbindung über den M2-Transmitter auf. Eine störende Verzögerung war zu keinem Zeitpunkt festzustellen, Bild und Ton bleiben eng beieinander. Gerade im Online-Multiplayer, wo Reaktionen über Erfolg und Misserfolg entscheiden, wirkt das Geschehen dadurch unmittelbar und nah. Wer bislang aus Sorge vor Latenz zum Kabel griff, kann diese Bedenken hier ablegen.
Ortung
Weniger überzeugend fällt die räumliche Ortung aus, und an dieser Stelle begegnet uns erneut jene Eigenschaft, die bereits bei der Musikwiedergabe auffiel. Die Bühne des Studio Max 2 fällt schmal aus, Klangquellen rücken enger zusammen, als sie sollten.
Im Test mit Dead by Daylight, einem Spiel, in dem die Ortung von Geräuschen unmittelbar über den Spielverlauf entscheidet, ließen sich Quellen nicht immer zuverlässig lokalisieren. Für Titel, bei denen akustische Hinweise den Ausschlag geben, ist das ein spürbarer Nachteil. Bei Spielen, die weniger stark auf präzise Sound-Cues setzen, reicht die Leistung hingegen vollkommen aus.
Mikrofone

Zwei Mikrofone mit Umgebungsgeräuschunterdrückung sind ebenfalls an Bord. Im professionellen Einsatz am Mischpult oder in der Produktion wird man sie kaum benötigen, dort übernehmen ohnehin andere Geräte diese Aufgabe. Ihren Wert entfalten sie an anderer Stelle, nämlich dann, wenn während der Arbeit oder mitten im Spiel ein Anruf auf dem Smartphone eingeht. In unserem Test verstanden uns unsere Gesprächspartner dabei durchweg gut, sodass der Kopfhörer für ein spontanes Telefonat nicht abgesetzt werden muss.
Einordnung
Damit bleibt der Studio Max 2 durchaus spieletauglich, seine eigentliche Bestimmung liegt jedoch erkennbar anderswo. Er ist kein Gaming-Headset, das nebenbei Musik wiedergeben kann, sondern ein Monitorkopfhörer, der sich auch zum Spielen verwenden lässt. Wer diesen Unterschied kennt, wird mit ihm zufrieden sein. Wer ein Headset für kompetitive Shooter sucht, findet passendere Geräte.
Akkulaufzeit

Bei der Ausdauer spielt der Studio Max 2 seine wohl beeindruckendste Eigenschaft aus, allerdings differenzierter, als es die Verpackung nahelegt. OneOdio wirbt prominent mit bis zu 120 Stunden, diese Angabe bezieht sich jedoch ausschließlich auf den Bluetooth-Betrieb. Für den Low-Latency-Modus über den M2-Transmitter nennt der Hersteller deutlich niedrigere Werte.
In unserem Test bestätigte sich beides. Über Bluetooth erreichte der Kopfhörer 119 Stunden und lag damit praktisch exakt auf der Herstellerangabe. Im ULL-Modus sank die Laufzeit erwartungsgemäß, mit gemessenen 59,5 Stunden übertraf der Studio Max 2 die offizielle Angabe von 50 Stunden jedoch sogar deutlich. Wer also den Transmitter nutzt, sollte mit etwa der Hälfte der beworbenen Ausdauer rechnen, bekommt dafür aber mehr, als OneOdio verspricht.
Für den Alltag bedeutet das in beiden Fällen Gelassenheit. Selbst im anspruchsvolleren Funkmodus reicht eine Ladung für gut zwei Arbeitswochen mit täglich vier Stunden Nutzung. Hinzu kommt, dass sich der Kopfhörer bei leerem Akku nicht verabschiedet, sondern über eines der beiden Audiokabel schlicht weiterverwenden lässt. Wer will, lädt ihn parallel über USB-C.
Fazit
Der OneOdio Studio Max 2 ist kein Kopfhörer für nebenbei, sondern ein Werkzeug mit klarer Ausrichtung. Seine Abstimmung fällt neutral aus, weder Höhen noch Tiefen sind überzeichnet. Die Höhen bildet er vollmundig und sauber ab, wer mehr Tiefton möchte, regelt über den Equalizer oder das Mischpult nach. Besonders wohl fühlt er sich bei elektronischer Musik und Lautstärkeverläufe löst er bemerkenswert fein auf. Selbst ein Glockenspiel weit hinten im Mix bleibt klar hörbar.
Seine Grenze liegt in der Räumlichkeit. Die Bühne fällt schmal aus, Instrumente und Stimme scheinen sich denselben Punkt zu teilen. Bei großen Konzertaufnahmen fehlt dadurch die Ortbarkeit einzelner Instrumente, und beim Spielen wirkt sich dieselbe Eigenschaft ein zweites Mal aus. In Titeln wie Dead by Daylight, in denen Geräusche über den Spielverlauf entscheiden, ließen sich Quellen nicht immer zuverlässig lokalisieren.
Technisch überzeugt der Studio Max 2 auf ganzer Linie. Der M2-Transmitter arbeitet über USB-C am Rechner wie am Smartphone, erreicht 9 ms Latenz und macht die Funkverbindung damit auch beim Schneiden und Loopen brauchbar. Bei der Ausdauer erreichten wir 119 Stunden über Bluetooth und 59,5 Stunden im ULL-Modus, womit der Kopfhörer die Herstellerangaben in beiden Betriebsarten bestätigt und im Funkbetrieb sogar übertrifft. Dual Sync, drei Verbindungswege und ein Lieferumfang mit drei Meter langem Spiralkabel und Hartschalenkoffer runden das Bild ab. Eine aktive Geräuschunterdrückung fehlt, dafür dringt selbst bei voller Lautstärke nichts nach außen.
Abstriche gibt es bei Material und Komfort. Was nach Metall aussieht, ist überwiegend Kunststoff, und gerade bei den Gelenken hätten wir uns eine massivere Ausführung gewünscht. Mit 330 Gramm und einem großzügig dimensionierten Bügel sitzt der Kopfhörer auf größeren Köpfen fest, auf kleineren dagegen lockerer und bei Bewegung rutschfreudig. Ab etwa viereinhalb bis fünf Stunden wurde er uns zunehmend unbequem, wobei Tragekomfort stets eine Frage der eigenen Kopfform bleibt. Immerhin lassen sich die Polster abnehmen, waschen und bei Bedarf ersetzen.
Für 189,99 Euro erhält man damit ein stimmiges Paket, sofern man weiß, wofür. Wer eine drahtlose Monitorlösung für Produktion, Schnitt oder DJ-Einsatz sucht und dabei nicht auf Kabel angewiesen sein will, findet hier ein ausgesprochen durchdachtes Gerät. Wer dagegen einen basslastigen Alltagsbegleiter, eine aktive Geräuschunterdrückung oder präzise Ortung für kompetitive Shooter erwartet, greift besser zu einem anderen Modell.
Pro:
+ Neutrale, monitornahe Abstimmung mit sauber gezeichneten Höhen
+ Sehr feine Auflösung von Lautstärkeverläufen
+ 9 ms Latenz über den M2-Transmitter, auch am Smartphone nutzbar
+ 119 Stunden über Bluetooth, 59,5 Stunden im ULL-Modus
+ Drei Verbindungswege sowie Dual Sync für zwei Geräte gleichzeitig
+ Umfangreicher Lieferumfang mit 3-Meter-Spiralkabel und Hartschalenkoffer
+ Sehr geringe Schallabstrahlung nach außen
Kontra:
– Eingeschränkte Ortung von Instrumenten und Spielgeräuschen
– Tragekomfort bei langen Sitzungen, Bügel auf größere Köpfe ausgelegt
– Metallische Anmutung täuscht, tragende Gelenke bestehen aus Kunststoff












