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Ozone RAGE 7HX – Ein Gamer-Headset mit starker Optik

[nextpage title=“Einleitung“ ]Ozone Gaming Gear ist ein spanischer Hersteller für Gaming-Peripherie. Sie unterstützen viele Teams im e-Sports-Bereich und in ihrem Sortiment finden sich Mäuse, Headsets, Tastaturen, Mousepads und Accessoires. Bei all ihren Produkten fällt auf, wie viel Wert man auf ein ansprechendes Äußeres legt. Die martialisch-futuristische Designsprache aus Rot und Schwarz lässt sich auch bei unserem Testexemplar, dem Ozone Rage 7HX, wiederfinden.

Das ohraufliegende Rage 7HX ist mittlerweile das achte Headset aus dem Hause Ozone und trumpft mit virtuellem 7.1 Surround-Sound, einem modularen Mikrofon, Kabel-Bedienelement und komfortablem Tragegefühl auf.

Ob das 60 Euro teure Headset hält, was es verspricht, durfte ich in den letzten Tagen selbst herausfinden und möchte euch nun von meinen Erfahrungen berichten.

Wir bedanken uns bei CaseKing für das Testsample und das entgegengebrachte Vertrauen und hoffen weiterhin auf gute Zusammenarbeit.

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Autor: Kim

Und allen Lesern wünsche ich viel Spaß mit diesem Artikel.​

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[nextpage title=“Verpackung & technische Daten“ ]

Geliefert wurde das Rage 7HX in einem stabilen schwarzen Karton mit 2 Sichtfenstern, durch die man die beiden Ohrmuscheln bewundern kann. Der Karton kommt ohne Tesa-Film aus und lässt sich an der Oberseite aufklappen. Das Herausziehen des Headsets gestaltet sich leider als fummelig, da es sich in einer Plastikschale befindet, die gerne im Karton hängen bleibt. Hat man sie in der Hand, müssen auf der Rückseite 2 Drähte aufgezwirbelt werden, um das Headset zu lösen. Das ist nicht so viel Arbeit, ich habe aber schon bessere Lösungen gesehen. Das knapp 3m lange Anschlusskabel ist mit einem Draht zusammengefasst.

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Unterhalb der Plastikschale befinden sich eine Kurzanleitung (mit ein paar Grammatik-Fehlern) und eine Tüte mit Treiber-CD, dem ansteckbaren Mikrofonarm und einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation auf Deutsch.

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Mikrofon-Membran: Φ6.0×5.0mm

Mikrofon-Widerstand: ≤2.2KΩ

Mikrofon-Ausrichtung: Richtungsunabhängig

Mikrofon-Empfindlichkeit: -38dB bei 1kHz

Kopfhörer-Membran: ø40mm

Kopfhörer-Widerstand: 32Ω

Kopfhörer-Bauart: Dynamisch, geschlossen

Kopfhörer-Spektrum: 20Hz-20kHz

Kopfhörer-Empfindlichkeit: 99dB bei 1kHz

Kabel: 2,9m, USB 2.0

Bedienelement: Eigener Sound-Chip mit Lautstärkenkontrolle

Gewicht: 344g
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[nextpage title=“Erster Eindruck“ ]Der Kopfhörer sieht sehr hochwertig aus und liegt gut in der Hand. Er wirkt nicht zu schwer und hat eine angenehme Oberfläche. Das absolute Highlight sind die matt-roten LEDs, die sich super in das Erscheinungsbild integrieren.

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Der Kopfbügel besteht oben aus Kunstleder mit einem Ozone-Schriftzug, die Unterseite aus einem Schaumstoff-Pad mit schwarzem Mikrofaser-Überzug. An den Seiten geht er in einen matt-schwarzen Plastikrahmen über, in dem die Rasterung für die Größeneinstellung verläuft.

Die Ohrmuscheln bestehen außen aus demselben Plastik mit Einsparungen für die roten LEDs. Unter dem roten O3-Druck ist der ozone-Schriftzug eingeprägt. Der Übergang zu den Pads ist in Kunstleder gefasst und man sieht keinerlei Nähte oder Falten. Die Pads selbst sind wie beim Kopfbügel aus Schaumstoff mit Mikrofaser-Überzug, was sich angenehm anfässt.

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Unterhalb der linken Ohrmuschel findet man die 3,5mm-Klinkenbuchse für das ansteckbare Mikrofon. Durch 2 eckige Aussparungen in der runden Öffnung lässt sich das Mikrofon präzise justieren. Dieses ist etwa 15cm lang und geht hinter dem Stecker in einen flexiblen Arm über. Dieser lässt sich in alle Richtungen verbiegen, schenkt aber leider immer ein kleines Stück zurück. Am Ende befindet sich dann der Kopf mit einer kleinen Schallöffnung und einer roten LED auf der Rückseite.

Ebenfalls unter der linken Ohrmuschel befindet sich das USB-Kabel, das relativ dünn und flexibel ist. Mit 2,9m ist es ausreichend lang, um auch hinten an den PC gesteckt zu werden. Die Biegeschutzkappen sind aus Gummi und erwecken den Eindruck, dass man sie auf Dauer nicht zu stark belasten sollte, um Kabelbruch zu vermeiden.

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60 cm kabelabwärts befindet sich das Bedienelement, in dem sich auch die USB-Soundkarte versteckt. Es wird durch 6 leuchtend-rote Balken geziert und hat links 2 Knöpfe zum Abschalten von Mikrofon und Sound. Rechts sind 2 weitere Knöpfe zur Steuern der Lautstärke. Dabei ist der Druckpunkt der Knöpfe relativ ungenau und sie lassen sich manchmal nicht präzise mit dem Zeigefinger bedienen.

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Alles in allem macht das Rage 7HX äußerlich einen sehr überzeugenden Eindruck.

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[nextpage title=“Handhabung und Tragekomfort“ ]USB-Stecker verbunden, Mikrofon eingeführt und den aktuellen Treiber von der Herstellerseite installiert, dann ein Systemneustart und das Headset ist einsatzbereit. Die Rasterung der Größenverstellung könnte präziser sein, da sie in jeder Stufe noch 2mm Spielraum hat und nur ein schwammiges Feedback vermittelt. Sie kann auf beiden Seiten 4cm weit ausgefahren werden.

Die Ohrmuscheln passen sich durch die Bügelkrümmung leicht an die Kopfform an und liegen an den Rändern auf. Dabei erzeugen sie wenig Anpressdruck, was zum einen ein angenehmes Tragegefühl erzeugt, zum anderen aber den Kopfhörer sehr locker sitzen lässt. Das hat zur Folge, dass er bei schnellen Kopfbewegungen hin und her rutscht und dabei Reibegeräusche erzeugt. Runtergefallen ist er allerdings nie. Auf Dauer tragen sich die Kopfhörer angenehm leicht und werden nicht zu warm. Dadurch, dass sie ohraufliegend sind, nehme ich sie aber gerne nach 2-3 Stunden kurz ab.

Das Mikrofon stört nicht und lässt sich flexibel positionieren. Ist es eingeschaltet, leuchtet die rote LED auf der Rückseite.

Das Bedienelement fühlt sich etwas klapprig an und könnte präzisere Druckpunkte haben. Die Lautstärke-Regler verschieben die Lautstärke unter Windows mit jedem Klick um 2 von 100, was für mich ein angenehmes Verhältnis ist.

Am PC kann man den Klang des Headsets mit der RAGE7HX Gaming Surround 7.1 Software anpassen. Das Interface ist an das klassische von Realtek angelehnt und in 5 Tabs untergliedert. Auf dem ersten befinden sich Einstellungen zu Quellsignal, 7.1-Simulation und Lautstärkenverhältnis. Dabei stehen nur 2 Channel als Eingangssignal mit entweder 44,1kHz CD-Qualität oder 48kHz DVD-Qualität zur Verfügung. Hier währen eigentlich bis zu 8 Channel angebracht, um das eingehende Surround-Signal besser umsetzen zu können. Bei eingeschalteter 7.1 Simulation, kann man mit dem Virtual 7.1 Speaker Shifter die virtuelle Position der Quellen einstellen. Ich empfehle aber, die Positionen unverändert zu lassen.

Im 2ten Tab finden sich die grundlegenden Regler zur Lautstärkeneinstellung und einer für die Rechts/Links-Balance. Diese haben zumindest bei mir aber keine Auswirkung auf die Wiedergabe! Hier werden die meisten ohnehin die Windows-Optionen verwenden und nicht die Treiber-Software bemühen.

Der 3te Tab enthält einen 10-Band-Equalizer mit 12 Presets und der Möglichkeit, eigene Presets zu erstellen und zu Speichern. Außerdem verschiedene Einstellungen für Raum-Effekte (Die ich aber alle samt für sinnlos halte) und zur simulierten Raumgröße.

Der 4te Tab beinhaltet einige For-Fun-Einstellungen zur Mikrofon-Verzerrung und im letzten Tab finden sich Informationen zur Treiberversion.

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[nextpage title=“Audio, Gaming und Surround“ ]Spätestens ab hier folgte dann die große Ernüchterung. Dieser Kopfhörer klingt in keiner Situation in keinem Musik-Genre wirklich gut. Er klingt durchweg dumpf mit viel zu breitem Oberbass und kaum vorhandenen Höhen. Ich bin dazu übergegangen, alles nur noch mit dem Rock-Preset des Equalizers zu hören, da der Sound so zumindest ein bisschen ausgeglichener wird. Die maximale Wiedergabelautstärke ist in Ordnung.

Filme klingen ähnlich. Der Sound ist breiig und Surround-Feeling kommt auch bei eingeschalteter Simulation nicht auf.

Und wie sieht‘s bei Spielen aus?

Titanfall: Hier tut sich der Kopfhörer schwer mit der Abbildung der vielen Geräusche. Man kann zwar die Richtung des Gegners orten, nicht aber die Entfernung. In Counterstrike: GO klappt es dank ärmerer Geräuschkulisse etwas besser, ist aber auch noch nicht überzeugend.

Amnesia – A Machien For Pigs: Viele von euch kennen sicherlich den Vorgänger: The Dark Descent und ich benutze dieses Spiel gerne wegen seiner sehr dichten und atmosphärischen Geräuschkulisse. Hier schlägt sich der Kopfhörer klanglich bisher am besten, auch wenn alles etwas dumpfer klingt, als es sollte.

Flatout – Ultimate Carnage: Ein Rennspiel mit viel Action und einem tollen Soundtrack. Hier versagt der Kopfhörer leider völlig. Man hört nur permanent dumpfe Motorengeräusche, die sowohl den Soundtrack verschlucken, als auch die Annäherungsgeräusche anderer Autos.

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Kommunikation

Aufnahmen mit dem Mikrofon haben erstaunlich wenig Grundrauschen, dafür leider ein zyklisches Fiepen, das sich durch den Hintergrund zieht. Ich habe euch mal ein Beispiel aufgenommen, auf dem man das gut hört. Meine Stimme klingt im Vergleich zum Original etwas dumpf, ist aber gut verständlich. Gut ist auch die Aufnahmelautstärke, die ich normalerweise bis zum Anschlag aufdrehen muss. Hier kann ich sie für ein normal lautes Ergebnis im unteren Drittel lassen.

Die Kommunikation mit Skype oder Teamspeak hat keinerlei Probleme bereitet.

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[nextpage title=“Fazit“ ]

Das Ozone Rage 7HX offenbart vor allem im klanglichen Bereich erhebliche Schwächen. Dafür sieht es gut aus, ist hervorragend verarbeitet und trägt sich angenehm.

Pro
+ Ansprechendes Design
+ Gute Verarbeitung

Contra
– Schlechte Audiowiedergabe
– Schlechte räumliche Ortung
– Fiepende Mikrofonaufnahmen

Daher kann ich leider keine Kaufempfehlung für das Gerät aussprechen, auch wenn es auf den ersten Blick einen guten Eindruck gemacht hat. Hier geht’s zum Preisvergleich.

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