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Panram Ninja-V 16GB DDR4-3200 – das Speicher Kit mit beeindruckenden 3200MHz

Nachdem wir vor kurzem mit dem Corsair LPX bereits ein äußerst potentes Speicherkit der DDR4-Genration testen durften, reiht sich hier schon das nächste Kit ein, um an der Performancekrone zu kratzen. Von Caseking und Panram zur Verfügung gestellt erhielten wir ein Kit mit beeindruckenden 3200MHz. Und damit nicht genug: Das Kit kommt auch mit ziemlich guten Latenzen daher.

Besagtes Arbeitsspeicher-Kit kommt, wie bereits erwähnt, aus dem Hause Panram. Vielleicht geht es dem ein oder anderem auch so und der Name erinnert eher an eine amerikanische Fluggesellschaft aus den 20er Jahren. Drei Jahre nach dem finanziellen Aus für Pan American Airways im Jahre 1991 erblickte Panram im Jahre 1994 das Licht der IT-Welt. Hierzulande ist Panram wohl den wenigstens ein Begriff, wenngleich die Aufholjagd auf die Großen der Branche in vollem Gange ist. Das liegt wohl daran, dass Panram bisher vorrangig als Auslieferer und Erstausstatter agierte.

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[​IMG]Autor: jamison80

An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank Caseking und Panram für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit.​

Erster Eindruck und technische Daten
Das Panram-Kit kommt in einer recht unscheinbaren Verpackung daher, welche bis auf den Blistereinsatz ohne jegliche Hochglanzapplikationen auskommt. In Bordeaux-Rot und Schwarz gehalten, finden sich auf der Verpackung einige Grafiken, welche das Thema „Ninja“ aufgreifen. Neben einigen Ninja-Sternen ist noch der Umriss eines Schattenkriegers abgebildet. Das war’s dann aber auch schon. Ansonsten ist die Verpackung recht schlicht gehalten und gibt auf der Rückseite gerade noch die technischen Spezifikationen Preis.

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Die vier weißen Speicherriegel sind fest in einer Blisterverpackung eingefasst und lassen einen schönen Blick auf die Riegel zu. Ins Auge fällt auch gleich das schwarze PCB, was in Verbindung mit den weißen Kühlblechen einen schönen Kontrast darstellt.

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Technische Details:

– Gesamthöhe: 34,5 mm
– Speichertyp: DDR4
– Kapazität: 16 GB / 4x 4 GB (Dual-/Quad-Channel)
– Takt: 3.200 MHz
– Latenzen: CL 16-18-18-39
– Spannung: 1,35 V
– Herstellergarantie: limitiert lebenslang (10 Jahre)

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Panram bietet das Kit in verschiedenen Taktraten an. Neben dem von uns getesteten Kit mit 3200MHz bietet Panram das Kit noch mit 2133, 2400, 2800, 3000 und sogar 3300MHz an. So hat hier wohl jeder geneigte User die passende Taktung zur Auswahl. Weitere Farbvarianten bietet Panram allerdings nicht an.

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Selbstverständlich verfügt auch das Panram 3200MHz Kit über den mittlerweile schon standardmäßigen XMP-Support. Allerdings ist hier nur ein Profil hinterlegt, welches den garantierten Takt von 3200MHz gewährleisten soll. Was neben dem XMP-Profil sonst noch in den Riegeln steckt, wollen wir auf den nächsten Seiten genauer in Erfahrung bringen.

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Die weißen Heatspreader fassen das schwarze PCB vollends ein und geben den Riegeln einen wertigen Rahmen. Der Name der Serie sowie der Herstellername sind sehr passend in die lackierten Kühlbleche eingefräst. Verarbeitungsqualität und Design liegen auf einem derart hohen Niveau, dass es Seinesgleichen sucht und sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken braucht. Bei einer derart hohen Qualität dürfen wir gespannt sein, was in Zukunft noch aus dieser Schmiede zu erwarten ist.

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Im Test

Um das Kit auf seine Performance zu testen, bedienten wir uns nur der potentesten Hardware. Neben einem Intel Core i7 5960x verbauten wir den Speicher auf einem Asus Rampage V Extreme, was zusammen wohl die Speerspitze der High-End-Hardware darstellen dürfte. Die weiteren Komponenten des Testaufbaus sahen wie folgt aus.

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Der Ein- und Aufbau des Testsystems geht gewohnt leicht von der Hand. Aber Arbeitsspeicher ließ sich schon immer verhältnismäßig leicht installieren, genauso auch hier.

Standardmäßig startet der Speicher mit 2133MHz, wenn man nicht auf das hinterlegte XMP-Profil zurückgreift. Dass wir uns mit dem Standardtakt nicht zufrieden geben, ist natürlich klar und so starten wir direkt mit dem XMP-Profil und den anliegenden 3200MHz.

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Neben dem hinterlegten XMP-Profil testeten wir das Kit auch außerhalb der hinterlegten Spezifikationen. Besonders überrascht waren wir über das Potential bei den Latenzen. Hier war wirklich viel Spielraum, um das Kit weiter an seine Grenzen zu treiben. Während im XMP-Profil Latenzen von 16-18-18-39 anliegen, konnten wir das Kit auch mit 3200MHz und den Latenzen von 15-16-16-34 betreiben und haben einen beachtlichen Leistungsschub beim AIDA64 Copy Benchmark verzeichnen können. Des Weiteren haben wir das Kit mit einem Takt von 3000Mhz und den Latenzen von 15-15-15-15 durch die verschiedenen Benchmarks laufen lassen. Was bei unseren Testläufen zu erreichen war, sollen die folgenden Tabellen veranschaulichen.

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Der Speicher überzeugt durchweg mit hohen, leistungsstarken Performancewerten. Ob und wie sich das Kit übertakten lässt, wollen wir auf der folgenden Seite darstellen. Zwar sind die Timings von 15-15-15-15 für den Alltag nicht stabil genug, zum Benchen aber allemal.

Overclocking

Der recht hohe Takt von 3200MHz ist durchweg beeindruckend und vor allem stabil. Bis auf die schärferen Timings konnten wir dem Kit keine höheren Taktraten entlocken. Wir konnten einen stabilen Maximaltakt von 3280MHz erreichen. Zwar konnten wir auch hier die Latenzen weiter anziehen, aber bei 16-16-16-36 und dem genannten Takt war der Höchstwert erreicht.

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Bei der demonstrierten Performance sei die Frage erlaubt, warum sich Panram so lange Zeit mit der Rolle als Erstausstatter und Zulieferer begnügt hat. Nicht auszudenken, wo Panram heute wäre, wenn man sich schon früher der Herstellung hochpotenter Speicherriegel gewidmet hätte.

Fazit

Ein Kit, das mit 379,90 € (Stand 26.Februar) einen Preis aufruft, der über dem einer CPU für den Sockel X99 liegt, wird wohl eher eine kleine Zahl von Kunden ansprechen. Jedoch ist beim Sockel 2011-3 nicht umsonst die Rede von einem Sockel für Enthusiasten. Mit einem Takt von 3200MHz ist das Panram Ninja-V eines der potentesten Kits, das zurzeit zu bekommen ist. Dazu hat das Kit durchaus auch noch etwas Spielraum bei den Latenzen. Die scharfen Timings, welche durch Feinjustierung zu erreichen sind, beeindrucken durchweg und lassen die Hoffnung offen, dass mit neueren BIOS-Versionen vielleicht auch noch etwas am Takt zu erreichen ist. Wunder erwarten wird allerdings nicht.

Leider geht unserem Kit bei 3280MHz die Puste aus, die schärferen Timings entschädigen dies zwar ein wenig, jedoch sind wir in Sachen Overclocking etwas ernüchtert.

Für das hohe Potential bei den Latenzen erhält das Kit unseren begehrten Gold Award, für das Overclockingverhalten hat das Kit leider keinen Award verdient.

Pro:
+ Design
+ Verarbeitung
+ Potential für hohe Latenzen

Contra:
– Nur ein XMP-Profil
– Hoher Preis

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Für das bereitgestellte Testsample gilt unser besonderer Dank Caseking! Wir freuen uns auf eine weiterhin enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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