webweites

PC-Spiele vs. Mobile Games: Wer macht das Rennen?

Für die meisten Gamer bestand der Konflikt schon immer zwischen PC- und Konsolen-Spielen, aber jetzt kommt ein neuer Faktor hinzu: das Mobile Gaming. Mobile Spiele kombinieren einfaches Spieledesign mit klarer Grafik. Und mit der intuitiveren und leistungsfähigeren Smartphone-Technologie werden auch die Spielmöglichkeiten auf Mobilgeräten immer attraktiver. Auch auf dem deutschen Spielemarkt dominieren Mobile Games mittlerweile – noch vor PC- und Konsolen-Spielen. Aber kann das Mobile Gaming jemals den PC- und Konsolenmarkt erobern?

Mobile Gaming auf dem Vormarsch

Der Branchenverband Game veröffentlichte kürzlich eine Statistik zu den beliebtesten Spiele-Plattformen der Deutschen im Jahr 2018 – die Berechnungen basierten auf Grundlage des Marktforschungsunternehmens GfK. Auf dem ersten Platz steht mit 18,6 Millionen Spielern das Smartphone – eine Steigerung von 400.000 Spielern im Vergleich zum Vorjahr. 16,7 Millionen der Befragten besitzt eine Konsole. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Zahl damit um 700.000 Besitzer. Geschrumpft auf 13,4 Millionen (im Vorjahr waren es noch 17,3 Millionen) ist allerdings die Anzahl von PC-Spielern. Ebenso weniger wurden die Nutzer von Tablets mit nur noch 10,9 Millionen Spielern im Vergleich zum Vorjahr mit 11,5 Millionen. Gerade im Online-Entertainmentbereich und im Online-Wettbereich wird Mobile Gaming mittels Smartphone bei vielen Nutzern in Deutschland immer beliebter. Zu den Genres, die gerne online gespielt werden, zählen neben RPGs und Puzzlespielen auch Slot-Spiele. Denn die einfach zu verstehende Spielstruktur sind für viele Spieler einer der Anreize, sich in Sachen Mobile Gaming mit Online Casinos zu beschäftigen. Hier bieten Unternehmen wie Gambling.com Deutschland mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Spielen an, mit unterschiedlichen Themenwelten und Schwierigkeitsgraden für jeden Geschmack. Wo aber liegen nun eigentlich die Vor- und Nachteilen den Bereichen Mobile und PC-Gaming?

Immer noch ein Klassiker: Konsolen-Spiele. Foto: Pixabay

Spielerlebnis und Peripheriegeräte

Sowohl PC-Spiele als auch Mobile-Spiele sind in Bezug auf Peripheriegeräte und Spielerlebnis gleichberechtigt. Es gibt mittlerweile Controller für Smartphones und Tablets, mit denen man spielen kann. Gleiches gilt für PC-Spiele, bei denen man einen Controller anschließen kann. Ebenso kann man Tastaturen und sogar eine Maus zum Spielen an sein Smartphone anschließen. Unabhängig von der Spieleplattform werden Gaming-Peripheriegeräte immer innovativer, um dem Spieler noch mehr Komfort und Qualität bieten zu können.

Kosten

Ein großer Nachteil, den PC- und Konsolen-Spieler beim Vergleich von mobilen Spielen und traditionellen Videospielen haben, sind die Spielkosten – der Preis für Videospiele auf PCs und Konsolen ist oftmals viel höher als für mobile Spiele. Nicht nur, dass die meisten Menschen bereits ein gamingfähiges Smartphone besitzen, auch mobile Anwendungen sind auf den meisten Geräten im Allgemeinen kompatibel. Mit dem Aufkommen der Indie-Szene und den Fortschritten bei der Finanzierung von Unternehmen mittels Crowdfunding und Outsourcing ist die Spieleentwicklung auf herkömmlichen Plattformen um ein Vielfaches günstiger und damit sind die Spiele selbst erschwinglicher als Konsolenspiele. Darüber hinaus wenden viele Entwickler ein kostenloses Spielschema an, das durch sogenannte In-Game-Käufe unterstützt wird. Free 2 Play-Spiele wie „Candy Crush” und sogar die Online-Spielautomatenbranche haben bereits begonnen, sich in ähnlicher Weise auf diesen Ansatz einzulassen, und dies wird in Zukunft auch bei Konsolen- und PC-Spielen immer häufiger zu sehen sein. Mobile Spieleentwickler haben werbebasierte Einnahmen und Mikrotransaktionen auf eine Weise umgesetzt, die Konsolen-Spiele niemals können werden.

Bietet In-Game-Käufe für die App-Version an: „Candy Crush”. Foto: Pixabay

Grafik

Wenn es um die grafische Intensität geht, gibt es keinen Vergleich zwischen Mobile Games und PC- sowie Konsolen-Spielen. Handheld-Geräte wie zum Beispiel Nintendo Switch bieten zwar eine mobile Alternative, aber immer noch nicht genug Power, um auf dem PC- und Konsolenmarkt wirklich mithalten zu können – und das Smartphone verfügt über noch weniger Grafikleistung. Während in der Mobiltechnologie enorme Fortschritte zu verzeichnen sind und neue Geräte mit leistungsstärkeren Prozessoren und mehr RAM als je zuvor ausgestattet sind, können nur PCs und Konsolen für 4K-Imaging erforderliche Leistung liefern.

4K Gaming

Die PC-Gaming-Branche verlagert sich derzeit von einer Auflösung von 1080p auf eine Auflösung von 4K und kann trotz der rasanten Entwicklung des Mobile Gaming immer noch nicht mit der grafischen Leistungsfähigkeit eines PCs mithalten. Obwohl es in der Branche der mobilen Spiele enorme Updates und Fortschritte gibt, entwickeln sich PCs mit leistungsstärkeren CPUs, den neuesten 32-Kern-Prozessoren von AMD und mehr Rohleistung aus 32 GB DDR4-RAMs weiter. In dieser Kategorie ist der PC der klare Gewinner.

Kompatibilität

Die meisten heutigen Smartphone-Geräte, unabhängig von Marke oder Modell, sind mehr oder weniger mit einer Vielzahl mobiler Spiele kompatibel – auch mit den kommenden. Für das Spielen auf einem PC ist jedoch eine bestimmte Hardware erforderlich, um die neuesten Spiele reibungslos spielen zu können, geschweige denn die kommenden Spiele mit AAA-Titeln.

Für viele Deutsche schon fast nostalgisch: Spielen am PC. Foto: Pixabay

Gaming auf dem Handy und PC

Trotz der Verfügbarkeit und des Erfolgs mobiler Spiele bieten PC- und Konsolen-Spiele einige Vorteile, mit denen mobile Spiele nicht vergleichbar sind. Die mobile Natur von Smartphones eignet sich in erster Linie für vereinfachte Spiele, Puzzle-Spiele sowie für rundenbasierte Strategiespiele. Hardcore-Gamer hingegen fühlen sich zu Konsolen-Spielen und PC-Spielen wie dem Klassiker „Grand Theft Auto” oder dem Battle-Royal-Game „Fortnite” hingezogen. Eher weniger attraktiv scheinen hingegen Games deutscher Spiele-Hersteller zu sein, wie Daten des Branchenverbandes Game aus dem Jahr 2019 zeigen: Der Marktanteil im Inland ist auf 4,3 Prozent (2018) gesunken – ein Abwärtstrend, der bereits Jahre anhält. Angesichts der Tatsache, dass Spiele wie Fifa, Call of Duty und Red Dead Redemption 2 bei Konsolen- und PC-Spielern nach wie vor beliebt sind, muss der deutsche Gaming-Markt mehr tun, um seine Präsenz auf dem nationalen Spielemarkt zu stärken.

Fazit

Auch wenn Mobile Gaming in Deutschland immer beliebter wird, sieht die Zukunft der PC-Spiele keineswegs düster aus – auch wenn die Nutzerzahlen in Deutschland gesunken sind. Denn obwohl das Geschäft mit mobilen Spielen floriert, ist es noch ein langer Weg, um das Niveau der Konsolen- und PC-Spieleindustrie zu erreichen – aber nicht unmöglich. Letztendlich ist die Frage, welche Plattform für Games die bessere ist, immer noch subjektiv. Aber in Bezug auf Leistung ist der PC dem Smartphone immer noch überlegen. Hinzu kommen die noch ausstehende 4K-Fähigkeit für Smartphones und die wachsende Nachfrage nach eSports für PC-Spiele.

 

0