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Plantronics RIG 800 HD im Test


Praxis

Installation

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Der Anschluss des RIG 800HD an den Computer ist sehr simpel, es wird einfach der Sender mit dem Computer verbunden, anschließend wird die Taste auf den Sender betätigt und das Headset über den Schieberegler eingeschaltet. Schon nach wenigen Sekunden ertönt eine Stimme, welche darüber informiert, dass das Headset eingeschaltet und verbunden ist. Die Sprachausgabe erfolgt dabei in englischer Sprache. Die Installation einer Software ist nicht notwendig, wer aber die Dolby Atmos Funktion nutzen will, sollte über den Windows Store die kostenlose Dolby Access App herunterladen. Über diese kann dann Dolby Atmos, nach einlösen des beiliegenden Codes, heruntergeladen werden.

Dolby Atmos

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Bei Dolby Atmos handelt es sich um eine besondere Raumklangtechnik (Surround-Sound). Doch wie erzeugt ein Headset mit nur zwei Treibern einen Raumklang, der sonst nur mit mehreren Lautsprechern möglich ist? Vereinfacht gesagt handelt es sich um virtuellen Raumklang, dabei werden die einzelnen Tonquellen durch eine Software so modifiziert, dass der Nutzer den Eindruck mehrerer Tonquellen bekommt. Um den Klang etwas zu verfeinern, wird die Dolby Atmos Technologie darauf eingesetzt. Dolby Atmos für Kopfhörer kann über die Soundeigenschaften von Windows ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Klang

Die Beschreibung des Klangs eines Lautsprechers, Kopfhörers oder Headset ist immer eine schwierige Angelegenheit, denn jeder Mensch hört etwas anders. Was für den einen gut klingt, ist es für wieder andere nicht. Wir werden das Headset in den typischen Disziplinen wie Counter Strike:Global Offensive und Overwatch testen. Und wie erwartet macht das Headset hier eine gute Figur. In CS:GO erleben wir eine gute akustische Ortbarkeit von Schritten und Waffen. Schalten wir Dolby Atmos ein, so bekommen wir das Gefühl, dass die Ortbarkeit noch ein wenig zunimmt. Explosionen und Schüsse kommen uns im Vergleich zu anderen Headset etwas schwach vor, die Stärken des Headsets liegen eher bei den hohen und mittleren Tönen. Das merken wir auch beim Musik hören, die für viele Gaming Headset typische Badewannencharakteristik mit überspitzten Höhen und überbetonten Bässen finden wir beim RIG 800HD nicht. Wer etwas in den Genuss von Bass kommen möchte, kommt nicht um hohe Pegel herum, wo das Headset dann speziell beim Musik hören etwas mehr Spaß macht. Für die Gesundheit der Ohren ist das auf die Dauer natürlich nichts.

Mikrofon

Tragekomfort

Die Ergonomie des RIG 800HD sucht seines gleichen, denn schon in der Werkseitigen Position ist der Verstell Bereich des Kopfbügels äußerst großzügig. Wem das aber nicht ausreichen sollte, der kann den Verstellbereich mit wenigen Handgriffen verkleinern oder vergrößern. Auf der Seite der Schläfe sitzt das Headset sehr gut und auch auf dem hinteren Bereich des Schädels sitzt das Headset nahtlos auf. Selbst bei den aktuellen, sommerlichen Temperaturen konnten wir es unter den Ohrpolstern gut aushalten. Die Schalter und Drehregler direkt an der Rückseite der linken Ohrmuschel ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert jedoch nach kurzer Eingewöhnung sehr intuitiv.

Plantronics gibt eine Reichweite von 10 m an und das können wir auch so bestätigen. In unserer ca. 90 qm großen Testumgebung mit mehreren Räumen und teilweise Betonwänden dazwischen hatten wir nie Empfangsprobleme. Daran änderten auch Schnurlos- und Mobiltelefone nicht, lediglich die Mikrowelle führte zu Störungen. Und auch die Akkulaufzeit von rund 24 Stunden können wir dem Headset bestätigen, logischerweise nicht bei voller Lautstärke.