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Raidmax Monster II im Test

Pünktlich zum neuen Jahr beglückt uns Raidmax mit einem neuem ATX Tower – dem Monster II. Aber wie viel Monster steckt in dem Gehäuse und wie wird es sich in unserem Testparcours schlagen? – Das verraten wir euch in dem folgenden Review.

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Unser Dank für die Bereitstellung des Gehäuses geht an unseren Partner PC-Cooling.de.

Verpackung, Inhalt, Daten

Verpackung

Das Monster II kommt in einem braunen Karton aus Wellpappe welcher mit einigen Abbildungen des Produktes und einigen Informationen bedruckt ist.

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Lieferumfang

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Neben dem Gehäuse befindet sich noch etwas Zubehör zur Montage in der Verpackung.
Das Zubehör befindet sich in einer kleinen Schachtel welche sich in einer der HDD-Halterungen befindet.

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In dieser Schachtel befinden sich:

  • 1x Montage-Hilfe für Mainboard Halterungen
  • 5x Netzteil-Schrauben
  • 9x Mainboard-Schrauben
  • 10x Kabelbinder
  • 12x 3,5″ HDD-Schrauben
  • 20x 2,5″ HDD/SSD-Schrauben

Daten

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Das Monster II hat für dieses Preissegment erstaunlich viel zu bieten.

Details

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Auf den ersten Blick macht das Monster II einen recht kompakten Eindruck auf uns.
Durch die ungewöhnliche Struktur an Front und Deckel wird dieser Eindruck aber etwas gemindert.
Bei genauer Betrachtung kamen einige pfiffige Lösungen zum Vorschein, so verschwinden beispielsweise sämtliche Festplatten (2,5″ wie auch 3,5″) und das Netzteil unter einer Abdeckung.



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Auf den zweiten Blick fällt uns das Hochglanz schwarze Design an der Front auf, welches mit vertikalen Linien versehen ist. Durch diese Linien werden die Lüftungsschlitze kaschiert, so dass sie kaum auffallen.

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Hinter der Frontabdeckung finden wir neben den zwei Schächten für 5,25″ Geräte auch zwei Einbauplätze für Lüfter. Es können zwei 120 mm oder zwei 140 mm Lüfter verbaut werden.
Ab Werk ist hier ein 140 mm Lüfter verbaut welcher im Betrieb blau leuchtet.
Zudem hat Raidmax das Monster II mit einem recht feinen Staubfilter ausgestattet.

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Wer auf eine Wasserkühlung setzt kann hier auch einen 240 mm oder einen 280 mm Radiator verbauen.
Nimmt mann den Käfig für die 5,25″ Schächte heraus, so kann sogar ein 360 mm Radiator verbaut werden.
Die Radiatoren dürfen bis zu 30 mm dick sein (ohne Lüfter).

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Auf der Oberseite finden wir ein ähnliches Oberflächendesign wie an der Front.
Hier hat Raidmax dem Monster II weitere Designelemente spendiert, an denen man das Gehäuse sogar tragen kann.

Auf eines der Elemente befindet sich das I/O Panel mit zwei USB 3.0, zwei 3,5 mm Klinanschlüsse für Kopfhörer und Mikro, den Ein-/Ausschalter sowie Reset Schalter und Betriebs LED.

Die Verkleidung der Oberseite lässt sich entfernen indem man sie nach vorne schiebt.
Dadurch löst sich die Verkleidung so, dass man sie einfach abheben kann.

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Wenn man die Abdeckung entfernt findet man die Einbauplätze für die Lüfter der Oberseite. Hier können wahlweise zwei 120 mm oder zwei 140 mm montiert werden. Zum Schutz vor Staub wurde auch hier ein Filter angebracht, welcher durch Magnetstreifen am Gehäuse haftet.

Der Einbau eines Radiators ist hier nicht möglich, da dieser sonst mit den Anschlüssen und Kühlern des Mainboards kollidiert.

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Auf der Rückseite finden wir Platz für das I/O Shiel des Mainboard sowie Plätze für bis zu 7 Erweiterungskarten.
Hier befindet sich der zweite mitgelieferte Lüfter. Dabei handelt es sich um ein unbeleuchtetes, schwarzes 140 mm Modell.
Ganz unten findet man noch den Einbauplatz für das Netzteil.

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Auf der Unterseite finden wir die großen Beine des Raidmax Monster II. Hierbei hat Raidmax das Design der Elemente des Gehäusedeckels wieder aufgenommen.
Dadurch entsteht viel Platz zwischen Gehäuseboden und dem Untergrund.
Zudem sorgen zwei breite Einlagen aus Gummi für einen sicheren Stand.

In der Nähe des vorderen Elementes befinden sich vier Bohrungen, welche mit Gummis versehen sind.
Im Gehäuse Inneren befindet sich über diesen Bohrungen exakt der Festplattenkäfig.
Die Bohrungen dienen der Befestigung der untersten 3,5″ Festplatte.

Unterhalb des hinteren Elementes befindet sich die Lüftungsöffnung für das Netzteil.
Die Öffnung ist mit einem Staubschutz ausgestattet, der sich wie eine Schublade nach hinten herausziehen lässt.

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Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich nichts weißter außer einem Seitenteil ganz aus Stahl.
Das Blech sowie die Lackierung sind gut verarbeitet. Das Seitenteil verwindet sich kaum.

Richtig interessant wird es aber hinter dem Seitenteil, denn so gelangen wir an die Einbauplätze für die Festplatten und das Netzteil sowie ausreichend Platz um ein gutes Kabelmanagement zu bewerkstelligen.

An der Seitenwand im vorderen Teil des Gehäuses befinden sich zwei Aufnahmen, in die man jeweils ein 2,5″ Laufwerk einsetzen kann. Im unteren Teil befinden sich insgesamt drei Aufnahmen für 3,5″ Laufwerke, wobei man in zwei der Aufnahmen auf 2,5″ Laufwerke verbauen kann.

Für das Netzteil sind am Gehäuseboden Abstandshalter eingesetzt, welch an der Oberseite mit einem Gummi versehen sind um Vibrationen zu minimieren.

Zudem finden wir hier eine sehr große Öffnung in dem Mainboard Träger.
So kann man auch sehr einfach große Backplates von CPU Kühlern wechseln.
Im Gegensatz zu anderen Gehäusen gibt es keine klassischen Kabeldurchführungen, sondern einen Schlitz der seitlich sitzt und viel Platz für Kabel und Stecker bietet.

Außerdem werden hier die Kabel für das I/O Panel geführt.
Die Kabel werden mit den entsprechenden Anschlüssen des Mainboards verbunden.

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Auf der linken Seite befindet sich ein Seitenteil mit einem Sichtfenster.
Das Seitenteil besteht aus Stahl und die bei der Scheibe handelt es sich um Plexi.

Im Inneren der linken Seite wird es auch wieder interessant, denn hier finden wir erstaunlich viel Platz vor.
So findet hier ein ATX Mainboard bequem Platz und es können „Monster“ Grafikkarten mit bis zu 400 mm eingebaut werden.

Das Netzteil und die Festplatten im unteren Bereich werden von einem Blech verdeckt.
Dabei ist die Verblendung seitlich geöffnet, so dass die Frontlüfter die Festplatten mit frischer Luft versorgen können.
Die Abdeckung weist einige Öffnungen für die Durchführung von Kabeln auf. Insbesondere dort wo üblicherweise die Anschlüsse für Audio, USB und I/O zu finden sind.
Aber auch eine Kabeldurchführung für die Stromversorgung von Grafikkarten ist vorhanden.

Im oberen Teil finden wir die Halterung für 5,25″ Laufwerke. Die Halterung verfügt über Schnellverschlüsse, so das 5,25″ Laufwerke ohne Werkzeug montiert werden können.
Die Halterung lässt sich entfernen indem man vier Kreuzschlitzschrauben entfernt.
Dadurch kann an der Innenseite ein 360 mm Radiator verbaut werden.

Praxis

Testsystem

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In das Monster II bauen wir ein übliches Mittelklasse System, wie man es aktuell heute oft vorfindet.

Installation

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Bevor es an den eigentlichen Einbau ging haben wir erst einmal das Mainboard vorbereitet.
So bestückten wir das Mainboard mit CPU nebst Kühler und dem Arbeitsspeicher.

Das I/O Shiel auf der Gehäuserückseite passte perfekt, jedoch waren speziell an der Öffnung für das I/O Shield die Kanten etwas scharf. Ansonsten passte das Mainboard perfekt in das Raidmax Monster II.

Alle Kabel passen bequem durch die Aussparungen und Durchführungen des Raidmax Monster II.
Besonders gut klappt das Verlegen der Kabel durch die Halterungen für die Kabelbinder.

Wir haben eine 2,5″ SSD in die obere Aufnahme geschraubt, dafür werden pro Halterung vier von den HDD-Schrauben für 2,5″ Laufwerke benötigt.
In diese Aufnahmen sollte man nach Möglichkeit nur SSD Datenträger verbauen, da die Aufnahme über keine Gummis verfügt die eventuell auftretende Vibrationen mindern.

In den Festplattenkäfig haben wir zwei konventionelle 3,5″ Festplatten verbaut.
Die Festplatten werden in einer Art Schublade verschaubt, welche dann in den Käfig eingeschoben wird.
Die Schubladen bestehen aus Stahlblech und verfügen an den Verschraubungen über Gummitüllen, durch die Vibrationen minimiert werden. Pro Festplatte sind vier der HDD-Schrauben für 3,5″ Laufwerke nötig.

Das Netzteil haben wir gemäß Anleitung mit dem Lüfter nach unten zeigend verbaut.
Dadurch zieht das Netzteil frische Luft von außen und befördert die warme Luft an der Gehäuse Rückseite wieder raus.
Das Netzteil muss von der Seite eingesetzt werden, was etwas fummelig ist, besonders wenn das Netzteil etwas länger ist.

Zum Schluss setzen wir nun die Grafikkarte ein und verschließen das Raidmax Monster II – jetzt konnte der Rechner in Betrieb gehen.

Praxis

In der Praxis kam es zu keinen unerwarteten Problemen.
Mit CPU Luftkühlung und der Standard Konfiguration an Lüftern, welche wir über das Mainboard per Temperatur Target steuerten kamen wir im Idle Betrieb auf eine CPU Temperatur von 35 Grad bei einer Raumtemperatur von 26 Grad.
In aufwendigen Spielen wie „The Witcher 3“ oder „Battlefield 4“ blieb die Temperatur mit 57 bis 59 Grad im grünen Bereich.

Von der Geräuschkulisse sind die mitgelieferten Lüfter in Ordnung, so lange man diese nicht auf 100% betreibt. Deutlich hörbar werden die Gehäuselüfter ab 70% Leistung.
Vibrationen durch die Lüfter oder Festplatten konnten wir nicht feststellen, hier scheinen die Dämpfungsmechanismen sehr gut zu funktionieren.

Fazit

Das Monster II hat uns positiv überrascht.
Für den Preis knapp 70 Euro bietet es sehr viel und steht in einigen Dingen teureren Gehäusen in nichts nach.
Das Monster II kommt in einem recht schlichten Design und verbirgt seine Monstereigenschaften in seinem Inneren.

Die Verarbeitungsqualität ist im Allgemeinen als gut zu bezeichnen, wobei man aber leider die eine oder andere scharfe Kante findet. Optisch sehr ansprechend ist die Abdeckung des Netzteils, die für einen aufgeräumten Innenraum sorgt. Gefallen hat uns zudem, dass es zwischen dem Mainboardträger und der rechten Seitenwand viel Platz zum Verstaunen von Kabeln gibt.

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Pro:

  • Unsichtbare Montage von Festplatten/SSD
  • Möglichkeit Kabel zu ordnen
  • Netzteil Abdeckung
  • Platz für sehr lange Grafikkarten
  • Wasserkühlung möglich
  • Staubfilter
  • Einfache Montage/Demontage
  • Stabile Bleche
  • Niedriger Preis

Contra:

  • Teils scharfe Kanten
  • Netzteil Montage
  • Kein USB 2.0 im I/O Panel

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Für das Raidmax Monster II vergeben wir 7,5 Punkt von 10.