Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideGehäuseKomponenten

Raidmax Viper GX II im Test

[nextpage title=“Einleitung“ ]
Raidmax ist ein renommierter Hersteller für Gehäuse, Lüfter und Netzteile. Seit Jahren sticht Raidmax mit seinen ungewöhnlichen Gehäuse Designs hervor und ist vor allem in der Modding-Szene ein Tipp.
Mit dem Viper GX II wird ein Facelift des erfolgreichen giftig-grünen Viper GX auf den Markt gebracht. Wie sein Vorgänger bietet es viel Platz für Festplatten, Wasserkühlung und ein Kabelmanagement an. Der Preis liegt bei knapp 70 € und ist somit ein Gehäuse der gehobenen Mittelklasse. Wird es sich etablieren können oder wurde an einigen Stellen gespart? Unser Test wird dies klären.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns herzlich bei pc-cooling.de. Wir hoffen auf eine weiterhin gute und ergiebige Zusammenarbeit.

[​IMG]

Autor: ChirpingR0se (Nicole)
[/nextpage]
[nextpage title=“Verpackung / Lieferumfang“ ]

[​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

Geliefert wird das Gehäuse in einer eher unscheinbaren braunen Pappkartonage. Auf der Vorderseite wird mittels Artwork einer Viper im Hintergrund das Gehäuse inszeniert. Wirft man nun einen Blick auf die Rückseite, erhält man einen ersten Eindruck über das Interieur des Gehäuses. Hier werden bereits eine Highlights dargeboten, wie die USB 3.0 Anschlüsse auf dem Frontpanel und einem Modular anpassbaren HDD Rack.
Die beiden Seiten wirken dahingehend etwas unspektakulärer und geben uns viel mehr die technischen Daten des Gehäuses preis.

Öffnet man nun die Kartonage erhält man das Gehäuse, umfasst in einer Hülle mit dem Logo und Schriftzug von Raidmax, sicher geschützt zwischen zwei Styroporschalen.
In einem beigelegten kleinen Pappkarton befindet sich das mitgelieferte Zubehör. Dieses weist folgenden Umfang auf:

3 x „Rail Slides“ (Einschübe/Schienen) für 3,5“ Festplatten
4 x Rail Slides für 2,5“ Festplatten
9 x Klettbänder, in drei verschiedenen Größen
1 x Gehäuse Speaker
1 x Benutzerhandbuch
Diverse Schrauben

Technische Daten

[​IMG]
[/nextpage]
[nextpage title=“Design und Erster Eindruck“ ]

[​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

Nachdem wir das Gehäuse aus seiner schützenden Verpackungen genommen haben, ist uns ein leichter Plastikgeruch aufgefallen. Dieser Geruch ist zunächst vertretbar, da dieser sich nach einiger Zeit verflüchtigt hatte. Herrührt der Geruch durch die Abdeckung auf der Gehäuse Oberseite und von der Frontblende, diese sind gänzlich aus Plastik.
Farblich ist das Gehäuse eher schlicht gehalten, ein einfaches Schwarz mit ein paar orangenen Applikationen auf der Vorderseite.
Auf der Oberseite befindet sich eine abnehmbare Blende mit eingelassenen Lüftungsschlitzen. Die dort befindlichen USB 3.0, Audio Anschlüsse und Einschub für eine 2,5“ SATA Festplatte, werden mit passenden Plastikkappen geschützt. Wird nun die Abdeckung entfernt, sieht man dort eine Halterungen zur Installation eines kompakten Radiators oder von zwei 120 mm Lüftern.
Nebst der Abdeckung der Oberseite, ist auch die Frontblende abnehmbar. Zusätzlich bietet diese eine Tür, um an die drei dahinter liegenden 5,25“ Schächte zu gelangen. Die Frontblende bietet als Highlight mehrere orangefarbene Applikationen und einer Vertiefung mit Mesh-Einsatz. Entfernt man die Frontblende kommt dahinter ein vorinstallierter durchsichtiger 120 mm Lüfter zum Vorschein. Auf der linken Seite trumpft das Viper GX II mit einem weiteren Design-Highlight, einem kleinen dunkel getönten Plexiglasfenster mit Wabenoptik. Der Unterseite hat Raidmax dem Gehäuse vier größere Standfüße aus Plastik spendiert, zusätzlich sind die unteren Luftdurchlässe mit zwei abnehmbaren Filtern geschützt.

[​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

Um das Gehäuse zu öffnen müssen jeweils zwei Schrauben, welche mit Plastik ummantelt sind, zunächst entfernt werden. Anschließend lässt sich die Tür an einem umklappbaren Griff herausnehmen. Im oberen linken Bereich ist ein zweiter 120 mm Lüfter vorinstalliert. Unter diesem befinden sich die Slot-Blenden. Auch hier wurde wieder als Material Plastik gewählt.
Bereits vormontiert wurden die Abstandshalterungen für ein ATX-Mainboard, ohne Werkzeug lassen sich diese leider nicht mehr lösen. Überflüssige Schrauben können daher nicht ohne Probleme entfernt werden. Im vorderen Bereich befinden sich die Einbaukäfige für die Festplatten. Oberhalb befinden sich drei 5,25“ Einbauschächte für Laufwerke, es werden jedoch keine Einbaurahmen auf 3,5“ oder 2,5“ mitgeliefert. In der Mitte befindet sich ein herausnehmbares Blech um Grafikkarten mit eine Länge von bis zu 415 mm einbauen zu können. Der Ausbau des Bleches erfolgt ohne Probleme und ohne Werkzeug, denn es müssen nur zwei Schrauben mit der Hand gelöst werden. Braucht man den Platz nicht für eine Grafikkarte, so können an dieser Stelle bis zu vier 2,5“ Festplatten, mit den mitgelieferten Schienen eingebaut werden. Darunter befindet sich der Käfig für drei 3,5“ Festplatten.

Der Anblick des Gehäuse erinnert in entfernter weise eher an die eines Transfomers, als an eine Schlange. Inder tat, selbst Raidmax wirbt auf Ihrer Produktseite des Viper GX II mit einem Artwork eines Roboters oder eines futuristischen Kampfanzuges.

Insgesamt konnte uns Raidmax mit dem Design und der Ausstattung bereits überzeugen. Jedoch wirkt es durch die Wahl des Materials Plastik und des Stahlbleches nicht allzu hochwertig.

[/nextpage]

[nextpage title=“Verarbeitung“ ]

[​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

Mit einem Gewicht von 6,1 kg ist das Viper GX II eher ein „Leichtgewicht“, als Material wurde dünneres Stahlblech verwendet. Wir haben unsere Bedenken, dass sich dieses dünne Blech beim Einbau oder durch eine Unachtsamkeit schnell verbiegen könnte.

Wie wir zuvor bereits erwähnt haben, ist es möglich die obere Abdeckung und die Frontblende zu entfernen. Beide Blenden werden mit sechs Stiften am Metallgehäuse gehalten. Damit diese gelöst werden können, drückt man einen zusammen und schiebt diesen nach oben. Wir empfehlen zunächst vorne oder hinten anzufangen. Leider sind alle Stifte zum Teil schwer zu greifen oder sind nicht ganz zugänglich. Auch ließen sich diese nur mit einiger Kraft zusammendrücken und hochschieben. Dieses Problem trat jedoch nur beim allerersten entfernen auf, wiederholtes lösen erfolgte unkomplizierter.
Hat man es nun geschafft beide Blenden zu entfernen, steht man vor einem gänzlich „nackten“ Metallgehäuse. An dem von uns erhaltenen Modell mussten wir leider grobe Verarbeitungsfehler feststellen. Zum einen wären dort die schärferen Kanten an den oberen Halterungen für Lüfter/Radiatoren. Sowie ein leicht eingedrückten SATA Einschub auf der Vorderseite.

Die Verarbeitung des Viper GX II konnte uns aufgrund unserer Bedenken nicht überzeugen.

Testsystem

Das von uns verwendete Testsystem ist wie folgt aufgebaut:

[​IMG]

[/nextpage]
[nextpage title=“Installation und Test“ ]

[​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

Begonnen wird mit dem Einbau des Mainboards. Hierkommt ein AsRock 970 Extreme 3 2.0 mit einem AMD FX-8320 und einem bereits montierten be quiet! Shadow Rock LP und 8 GB GeiL RAM Kit zum Einsatz. Mit den mitgelieferten Schrauben, wird dieses fest an seinem neuen Platz gehalten. Wir wählen hier bereits den oberen CPU-Lüfter Pin am Mainboard, als Anschluss für den hinteren Gehäuselüfter aus. Dieser hat ein verkürztes Kabel, wodurch der vorgesehene Pin für Gehäuselüfter nicht verwendet werden kann. Als nächstes schließen wir die Kabel für Power, Reset, HDD- und Power LED sowie SATA des Frontpanels an. Gleichzeitig verwenden wir die mitgelieferten Klettbänder um eine ordentliche Kabelführung zu realisieren. Um die Kabel zu fixieren befindet sich, an mehrere Stellen, auf der Rückseite Ösen zum Durchführen der Kletten.

Für das Netzteil wählen wir, aufgrund der Staubfilter auf der Unterseite, die Einbauweise mit einer nach unten gerichteten Luft zufuhr. Beim Befestigen können wir leider nur drei der vier vorgegeben Löcher nutzen. Auch ein Drehen des Netzteils macht dies nicht möglich, eines der Löcher ist einige Millimeter versetzt. Dennoch wird auch ein fester Halt mit nur drei Schrauben gewährleistet. Ebenso wie beim Mainboard, finden wir hier gleichermaßen Verwendung für ein Kabelmanagement. Der vordere Gehäuselüfter wird nun von uns direkt an das Netzteil angeschlossen. Hier mussten wir einen Verarbeitungsfehler feststellen. Die Pins des Molex Anschluss sind locker und beim Anschließen ist es passiert, dass ein Pin verbogen wurde. Dieser konnte wieder begradigt werden und mit erhöhtem Kraftaufwand konnte der Anschluss erfolgen.

Widmen wir uns indes dem Anschließen der Grafikkarten. Wir verwenden zwei Radeon R9 270X der Hersteller MSI und ASUS. Beide Grafikkarten haben eine Länge von ca. 270 mm und können ohne Probleme installiert werden. Zuletzt werden zwei Festplatten, eine 2,5“ und eine 3,5“ eingebaut. Für die Installation dieser nutzen wir jeweils zwei Schienen. Diese Schienen werden in die Schraublöcher der Festplatten geklippt. Die Schienen sitzen zum Teil fest an der Festplatte, wiederum andere Schienen sind eher wackelig. Hat man die Festplatten in ihre vorgesehenen Plätze geschoben, haben diese einen festen Halt und wackeln nicht.

Bei der Installation aller Komponenten ist es uns, wie zu vor bedenkt, passiert, dass wir den Boden des Gehäuses leicht verbogen haben. Konnten diesen jedoch wieder begradigen.

Test

Die Knöpfe für Power und Reset lassen sich schwergängig betätigen und erzeugen einen lauten Tastenton. USB 3.0 und Audioanschlüsse funktionieren fehlerfrei. Auch der vordere Einschub für eine 2,5“ Festplatte ist lobenswert. Festplatten lassen sich gut einsetzen und wieder herausnehmen.
Nachdem wir den Rechner eingeschaltet haben, erstrahlt der vordere Gehäuselüfter in einem satten Orangeton. Kurze Zeit später, bemerken wir erneut einen Plastikgeruch, welcher den Gehäuselüftern entstammt. Wenige Stunden später verflüchtigte dieser sich wieder.

Neben diesen Äußerlichkeiten zählt zu einem guten Gehäuse auch der Airflow. Dank dem Kabelmanagement, Staubfiltern und mitgelieferten Gehäuselüftern konnten wir im Idle eine CPU Temperatur von 35 °C und im Load eine Temperatur von 56 °C messen. Das Mainboard wies im Idle eine Temperatur von 32°C und im Load eine Temperatur von 43 °C auf. Neben den moderaten Temperaturen, war im Idle und im Load kaum ein großer Unterschied in der Lautstärker zu vermessen, hierbei konnte das Gehäuse ein wenig „trumpfen“ und weist eine angenehme Gesamtlautstärke auf.

[​IMG]

[/nextpage]

[nextpage title=“Fazit“ ]

Es wurde viel bemängelt, aber auch vieles gelobt am Raidmax Viper GX II. So weiß das ungewöhnliche Design des „Transformers“ zugefallen. Hierbei sollten vor allem Modder angesprochen werden. Auch konnte das Viper GX II mit viel Platz und dem anpassbaren Interieur bei uns punkten. Das Gehäuse enttäuschte in puncto Verarbeitung und Material. Das viele Plastik und das dünne Stahlblech konnten nicht überzeugen.
Wenn man sich die Vielfalt an Gehäusen am Markt anschaut, auch jene die im Preis deutlich die Marke der 70 € übersteigen, so kann das Viper GX eindeutig mit dem gebotenen Platzangebot und Austattung allemal mithalten.

Vorteile

+ Design
+ Viel Platz für Festplatten
+ Kabelmanagement
+ WaKü geeignet
+ Angenehme Lautstärke

Nachteile

– Viel Plastik, wirkt nicht hochwertig
– Leichter Plastikgeruch
– Verarbeitung (ua. Lüfter Anschluss)
– Material zu dünn

[​IMG]

Aufgrund dessen erhält das Raidmax Viper GX II eine Gesamtbewertung von 6,5 von 10 Punkten und hat somit unseren Bronze Award verdient. Für das ungewöhnliche Design vergeben wir zusätzlich unseren Design Award.

[​IMG] [​IMG]
[/nextpage]