Der mittlerweile bekannte Fehler rund um den AMD Ryzen 7 7800X3D sorgt erneut für Schlagzeilen. Wie UNIKO’s Hardware berichtet, ist ein weiterer Prozessor angeschwollen und hat dabei auch das verwendete ASUS ROG Crosshair X670E Hero beschädigt.
Auf Bildern des betroffenen Systems ist eine deutliche Wölbung an der Unterseite des Ryzen 7 7800X3D zu erkennen. Sowohl der Prozessor als auch der CPU-Sockel weisen starke Verfärbungen auf. Zudem wurden mehrere Sockel-Pins in der Mitte verbogen beziehungsweise beschädigt. Vermutlich entstand der Schaden durch den Druck des aufgeblähten Prozessors.

Auffällig ist außerdem eine offenbar leicht veränderte Position einer Kerbe am CPU-Sockel. Welche BIOS-Version auf dem Mainboard installiert war, ist allerdings nicht bekannt – und genau diese Information wäre für die Bewertung des Vorfalls wichtig.
Problem seit 2023 bekannt
Die ersten Fälle dieser Art wurden bereits im April 2023 bekannt. Damals waren mehrere Ryzen-7000-X3D-Prozessoren betroffen, darunter der 7800X3D und 7950X3D. AMD führte die Schäden auf eine zu hohe SoC-Spannung zurück.
Als Gegenmaßnahme wurden AGESA-Updates veröffentlicht, welche die SoC-Spannung auf AM5-Mainboards auf 1,30 Volt begrenzen sollten.
Trotz dieser Maßnahmen sind entsprechende Fälle jedoch nicht vollständig verschwunden. Erst kürzlich wurde von einem weiteren ausgefallenen 7800X3D auf einem MSI PRO X870-P WIFI berichtet – trotz aktuellem BIOS und aktiviertem EXPO. Auch Ryzen-7-9800X3D-Prozessoren waren bereits von ähnlichen Schäden betroffen.

BIOS und SoC-Spannung überprüfen
Besitzer eines Ryzen 7 7800X3D sollten daher sicherstellen, dass das aktuellste BIOS installiert ist. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die SoC-Spannung, insbesondere bei aktiviertem EXPO.
Ob der aktuelle Schaden tatsächlich auf eine zu hohe Spannung zurückzuführen ist oder eine andere Ursache dahintersteckt, lässt sich ohne weitere Informationen – insbesondere zur verwendeten BIOS-Version – derzeit nicht abschließend beurteilen.
*Quelle und Bilder: Techpowerup





