Mit dem Scuf Omega schickt der Hersteller einen Controller ins Rennen, der gezielt auf Profi‑ und Wettkampfspieler zugeschnitten ist und dabei kaum Kompromisse bei Verarbeitung und Funktion eingeht. Schon beim ersten Griff fällt die hochwertige Verarbeitung ins Auge, die griffigen Materialien und die klar definierten Tastenwege vermitteln sofort Kontrolle. Besonders für kompetitive Spieler sind die konfigurierbaren Paddles, austauschbaren Thumbsticks und die fein justierbare Trigger‑Mechanik entscheidende Argumente.
In der Praxis verspricht das Omega nicht nur bessere Performance in schnellen Gefechten, sondern auch ein spürbar individuelleres Spielgefühl. Darüber hinaus erlaubt das Zubehör eine einfache und modullare Anpassbarkeit, den Controller an das jeweilige Spielgenre anzupassen. Die ergonomische Form und das ausgewogene Gewicht tragen dazu bei, auch längere Sessions komfortabel zu überstehen, während die präzise Verarbeitung für eine hohe Langlebigkeit sorgt. Für Turnierspieler und ambitionierte Hobby-Gamer ist der Omega damit nicht nur ein Werkzeug zur Leistungssteigerung, sondern auch ein Statement für Professionalität und Individualität. Wie das alles in einem realen Szenario zutrifft, sehen wir uns im Test genauer an.
Verpackung, Inhalt, Daten
Verpackung
Da der Scuf Omega offiziell für Playstation und PC lizenziert ist, trägt die Verpackung die typischen Playstation-Farben Weiß und Dunkelblau. Frontal ist das Gamepad in Schwarz abgebildet, wobei die Markennamen Playstation und Scuf zu lesen sind. An der unteren Kante der Front ist die Modellbezeichnung und eine Produktbeschreibung in verschiedenen Sprachen aufgedruckt. Zudem wird auf die Kompatibilität für PS5 und PC hingewiesen. Die linke Seite der Verpackung zeigt ebenfalls die Kompatibilität zu PS5 und PC, wobei hier darauf hingewiesen wird, dass die Kompatibilität zum PC nicht durch Sony Interactive getestet wurde. Die rechte Seite der Verpackung zeigt eine Abbildung des kabellosen Performance-Controllers und zählt den Lieferumfang mithilfe von kleinen Logos auf.
Der Text auf der Rückseite wird in vielen verschiedenen Sprachen aufgeführt. Hier werden die Features mit kleinen Symbolen aufgezählt. Hinzu kommt eine Auflistung einiger technischer Daten ebenfalls in verschiedenen Sprachen. Die Ober- und Unterseite der Verpackung ist in tiefem Blau getaucht wobei auf der Unterseite auf die Kooperation zwischen der Handelsmarke Scuf von Corsair und Playstation von Sony eingegangen wird. Interessant ist noch der Hinweis zur einjährigen Garantie und einer Weiterleitung durch einen QR-Code zu den Quick Start Guides auf der Scuf-Homepage.
Inhalt

Beim Öffnen der Verpackung kommt uns eine schwarze Scuf-Hartschale mit dem Markenlogo für den mobilen Einsatz des Gamepads entgegen. Das Zubehör ist zum einen in einer Kartonform und zum anderen in der Hartschale untergebracht. Zusammengefasst befindet sich im Lieferumfang Folgendes:
- 1x Scuf Omega Gamepad
- 1x Hardcase Transporttasche
- 1x 2m USB-A- auf USB-C-Kabel
- 1x USB Dongle
- 1x Turnier-Kabelschloss
- 1x Zusatzdaumenstick hoch
- 1x Zusatzdaumenstick mittelhoch
- 1x Zusatzdaumenstick niedrig
- 1x Abdeckplatten für Seitentasten L/R
- 1x Abdeckplatten Innenpaddel L/R
Daten
| Technische Daten – Scuf Omega | |
|---|---|
| Bezeichnung | Scuf Omega Black |
| Kategorie | Wireless Performance Controller |
| Lizenzierung | Offiziell lizenzierter Controller für Playstation 5 |
| Plattformen | PS5, PC |
| Kompatibilität | PS5-Konsole, WIndows 10/11, iOS, Android |
| Verbidnung | Kabellos (Dongle) Bluetooth USB-C-Kabel |
| Polling-Rate | 1000 Hz über USB-C und kabellos über Dongle (am PC) |
| Audio-Anschluss | 3,5 mm |
| Reichweite | Bis zu 10 m |
| Gewicht | 285 g |
| Maße | 164 x x115 x 64 mm (L x B x H) |
| Rückseite | Vier hintere Paddles |
| Zusatztasten | Fünf G-Keys, zwei SAX-Tasten |
| G-Keys | Fünf Tasten am Controller: drei für Audio-Steuerung, zwei frei belegbar |
| Trigger | Verstellbare Instant-Trigger |
| Thumbsticks | Endurance TMR-Thumbsticks |
| Stick-Technik laut Produktbeschreibung | Magnetische Präzision, um Stick-Drift vorzubeugen |
| Schalter | Mechanische Omron-Schalter |
| App-Unterstützung | Scuf Mobile App für iOS und Android |
| Besonderheiten | 1x 2 m gesleevtes USB-C-Kabel mit Spezialdesign 3x zusätzliche konkave und konvexe Thumbsticks 1x Transport-Hardcase |
| Preis | 239,99 Euro |
Details
Gamepad


Das uns vorliegende Scuf Omega Gamepad ist die Black-Version und hat leicht graue Akzente auf dem Touchpad, den Tasten und diversen Schriftzügen. Die Oberfläche ist größtenteils aus einem matten Kunststoff gefertigt, wobei die Unterseite teilweise gummiert ist, was für einen griffigen Halt in der Hand sorgt. Die matte Oberfläche verhindert jedoch keine Fingerabdrücke. Nach dem Auspacken empfinden wir leider einen etwas unangenehmen Geruch, der mit der Zeit leicht nachlässt. Es dauert eine Weile, bis der Geruch vollständig verschwindet. Von Oben betrachtet, heben sich die Pfeiltasten auf der linken Seite, Dreieck, Viereck, Kreis und Kreuz auf der rechten Seite vom Design ab, da diese glänzend gehalten sind. Die Schaltflächen, die PS-Taste, sowie die Touch-Fläche bleiben jedoch matt. Auch die Daumensticks sind oberhalb matt gehalten. Im Inneren sind die Daumensticks wieder glänzend aber der Rand der Daumensticks besitzt ein geriffeltes Design, das an eine Carbon-Optik erinnert, haptisch jedoch deutlich zu spüren ist und für stabilere Haptik sorgt. Frontal unter den Daumensticks befindet sich eine glänzende Oberfläche mit fünf eingelassenen G-Tasten mit Beschriftung und Symbolik. Unter den G-Tasten befindet sich außerdem ein Klinkenanschluss. Zuletzt sind noch zwei Schriftzüge an der linken Innenhand und an der rechten Außenhand erwähnenswert.

Auf der Rückseite fällt sofort der gummierte Performance-Griff auf, der eine ungleichmäßige und somit optisch ansehnliche Hexagon-Optik aufweist. Mittig befinden sich zwei weitere Tasten und zwei Paddel, die allesamt dezent beschriftet sind. Die zusätzlichen Tasten an der Rückseite besitzen ebenfalls die oben erwähnte Optik, die an Carbon erinnert. Bei genauer Betrachtung der Unterseite fallen die Hebel der Trigger auf, die eine Umschaltung zwischen Tasten- und Hebelfunktion von L2 und R2 erlauben, die als Sofortauslöser betitelt werden. Dies führt uns zur Rückseite des Scuf Omega Gamepads.

Die Bumper und die Trigger besitzen wie die Daumensticks und die Rücktasten das carbonartige Design. Auch die Rücktasten sind mit L1, L2, R1 und R2 dezent beschriftet. Wie wir an der Unterseite festgestellt haben, können wir die Trigger bzw. L2 und R2 mithilfe der Hebel auf Sofortauslöser umschalten. Mittig an der Rückseite befindet sich ein USB-C-Anschluss mit drei kleinen Passlöchern für das Turnier-Kabelschloss, sodass die Kabelverbindung nicht ohne Weiteres getrennt werden kann. Zuletzt befindet sich neben dem USB-C-Anschluss noch ein Scuf-Schriftzug mit Logo.
Am oberen Teil des Gamepads befinden sich zusätzlich jeweils eine weitere Taste pro Seite. Diese sind mit S1 links und S2 rechts beschriftet und können mit der Handfläche oder dem Zeigefinger betätigt werden. Das Design der schwarzen Version ist also eher dezent und unserer Meinung nach hübsch, aber auch ein Magnet für leichte Fettschlieren von den Händen.
Hardcase
Das Hardcase ist nach dem Scuf Omega geformt und besitzt ebenfalls ein eher schlichtes Design. Es ist komplett Schwarz mit einem auf der Oberseite aufgetragenen Scuf-Logo. Der kleine Reißverschluss trägt einen Scuf-Schriftzug und hat wie das Logo eine gummierte-silikonartige Oberfläche für festen Griff. Die Oberfläche ist straff und rau, das Innere hingegen ist eher glatt. Dort wo das Gamepad platziert wird, ist eine vorgefertigte Form in einem hexagonalen Muster bezogen. Das Innere ist ebenfalls komplett schwarz gehalten. Beim Hardcase hätten wir uns noch zusätzlichen Platz für Zubehör gewünscht. Das Zubehör kann man zwar in das Hardcase zum Gamepad dazu werfen, beim Transport fliegt es aber im Hardcase lose herum.
Zubehör
Das Zubehör im Lieferumfang umfasst ein zwei Meter langes USB-A- auf USB-C-Kabel mit schwarzer Stoff-Ummantelung, dem dezent-angelehnten Carbon-Design und orange Akzente. Zudem liegt ein Turnier-Kabelschloss bei, Zusatzdaumensticks in drei verschiedenen Größen und Abdeckplatten für die Seitentasten sowie Innenpaddel für die jeweils linke und die rechte Seite. Das zusätzliche Zubehör ist toll, jedoch wissen wir nicht recht, wo wir es platzieren sollen, solange es nicht benötigt wird – so landet es entweder lose in dem Hardcase oder verschwindet in der Schublade.
Einrichtung und Einstellung in der SCUF-App
Für den Anfang starten wir mit der SCUF-App, die wir über den Apple-Store für IOS oder über den Google Play Store für Android herunterladen. In unserem Fall nutzen wir das Android-Betriebssystem. Nach der Installation der SCUF-App werden wir durch eine ausführliche, verständliche und durch Bilder sowie Animationen gestützte Einrichtung durchgeführt.

Während der Einrichtung werden wir gebeten die Front des Scuf Omega abzunehmen und den Drahtlosmodus zu aktivieren. Hierbei stellt sich heraus, dass die Front leicht und simpel vom Korpus abgehoben werden kann, da das Verdeck magnetisch gehalten wird. Zum Vorschein kommen sechs Magnete, Schrauben und Produktetikett. Die wichtigsten zwei Hebel in diesem Prozess kommen werden nun auch ersichtlich. Ein Hebel ist zum Umschalten der Verbindungsmodi drahtlos, Kabelmodus oder Bluetooth und ein Hebel zum Umschalten des PS5- oder PC-Modus. Wir stellen den Modus wie von der SCUF-App gewünscht auf den Drahtlosmodus und in dem Zuge auch auf den PC-Modus. So leicht wie die Abdeckung abzuheben war, so simpel wird diese auch wieder auf das Gamepad aufgeclipst.
Die SCUF-App ist übersichtlich aufgebaut und besitzt zum Vorteil der Bedienung nur wenige und großflächige Schaltflächen. In der Konfiguration erwarten uns sieben Rubriken zur Individualisierung des Scuf Omega Gamepads. Wir empfehlen hierbei in jeder Rubrik einen Blick in die Hilfestellung (das Fragezeichen rechts oben) zu riskieren, denn hier werden alle Einstellungen kurz und bündig sowie leicht verständlich erläutert. Mit der Hilfestellung ist die Individualisierung des Gamepads ein Leichtes, wobei die Rubrik „Zurück“ eher „Rückseite“ heißen sollte. Jedenfalls können in allen Rubriken erstmal vorgefertigte Profile aktiviert werden, die durch Blau, Rot und Grün signalisiert sind. Diese Profile entsprechen den vorgefertigten Einstellungen für Shooter (Blau), Sport (Rot) und Rennen (Grün).
Die Einstellungen innerhalb der App bieten ein Firmware-Update für den Drahtlosempfänger und den Controller Chip an. Zudem kann die Helligkeit eingestellt, der Ruhemodus eingestellt, die Abfragerate angepasst, die SOCD-Vorgabe individualisiert, der Empfänger gekoppelt, eine Kalibrierung durchgeführt und alle Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Alle Anpassungen in den Einstellungen sind ebenfalls leicht verständlich und selbsterklärend. Wir erachten die App als äußerst benutzerfreundlich und funktional aufgebaut.
Bei der Neuzuordnung von Tasten stehen uns drei Rubriken zur Verfügung: Gamepad, Tastatur und Audio. Bei Gamepad können wir die Standardbelegung eines Playstation-Controllers allen Tasten neu zuweisen. Bei der Tastatur stehen uns Modifikationen mit Shift, Steuerung, Alt und Win in Verbindung (oder auch ohne) mit Tasten und Funktionen einer Tastatur zur Verfügung. In der letzten Rubrik Audio können wir die Lautstärke, den Nebenton und das Mikrofon anpassen. An dieser Stelle fehlt uns leider die Einbindung in iCUE für den PC, denn wir würden auch gerne Makros vergeben oder Maustasten-Funktionen einbinden. So würden wir beispielsweise eine Autoklicker-Funktion durch die Maustaste mit einem Shortcut triggern wollen, dies ist leider nicht möglich.
Praxis

Der Scuf Omega liegt gut in der Hand und bietet durch die gummierten Griffe auf der Rückseite einen stabilen Halt. Die Tasten, Joysticks und Hebel sind leicht zu erreichen. Auch die Tasten auf der Rückseite sowie die SAX-Tasten sind gut ertast- und bedienbar. Hierbei ist das Gamepad sowohl für große als auch für kleinere Hände geeignet, größentechnisch hat es ein passendes Mittelmaß. Die G-Tasten sind wahlweise beleuchtet und können leicht mit den Daumen erreicht werden. Das Touchpad funktioniert einwandfrei, sodass keine Eingewöhnungsphase besteht, um einen Cursor zu bedienen, das Touchpad ist somit intuitiv gestaltet. Durch ein Drücken oder Halten des Touchpads wird ein Mausklick simuliert, was eine leichte Navigation erlaubt.
Die Tasten sind sehr „clicky“ und liefern ein angenehmes Feedback. Viele Knöfpe klicken dabei wie eine Maustaste, was eine sichere Betätigung der Tasten gewährleistet. L2 und R2 liefern einen angenehmen Widerstand, sodass ein Dosieren der Hebel erleichtert wird, man entwickelt hier schnell ein Gefühl. Das Umlegen der Sofortauslöser bewirken bei den Tasten L2 und R2 ebenfalls ein klickiges Feedback.
Anders verhält sich der Widerstand der Joysticks zum Widerstand der L2 bzw. R2 Tasten. Die Joysticks sind relativ leichgängig und können im Widerstand nicht eingestellt werden. Hier bleibt nur eine Eingewöhnungsphase, was nicht heißt, dass die Bedienung der Joysticks schlecht ist. Im Gegenteil, die Bedienung der Joysticks lässt in allen Richtungen eine kontrollierbare Steuerung und Dosierung zu. Die sogenannten TMR-Thumbsticks verwenden eine berührungslose und magnetische Sensorik, was eine hohe Präzision in der Bedienung erzielt und den Verschleiß auf ein Minimum reduziert. Somit ist Stickdrift so gut wie Geschichte, aber auch die App sorgt dem entgegen. In der App können die Thumbsticks neu kalibriert werden, sodass die Ausgangswerte wiederhergestellt werden können.
Zur weiteren physischen Individualisierung können die Joysticks und das Touchpad getauscht werden. Die seitlichen SAX-Tasten und die inneren Paddels an der Rückseite können durch Abdeckungen ausgetauscht und als Tasten deaktiviert werden. Warum auch immer man die zusätzlichen Tasten entfernen möchte, die Möglichkeit besteht. Zudem wird in der Anleitung beschrieben, wie der Akku getauscht werden kann. Das suggeriert eine Langlebigkeit des Scuf Omega Gamepads.
Gaming
Kommen wir endlich zum Hauptthema des Scuf Omega – das Gaming! Alle Tasten, Hebel, Paddel und Joysticks funktionieren tadellos und präzise. Die Individualisierung der Tasten erlaubt eine angepasste Bedienung zu verschiedenen Games. Die konkaven und konvexen, sowie in der Höhe verschiedenen Thumbsticks bieten hier viel Flexibilität. Tastenzuweisungen werden problemlos erkannt, angenommen und reaktionsschnell ausgeführt. Ob Shooter, Rennspiele, gemütliche Coops oder RPGs, das Spielen mit dem Scuf Omega macht einfach Spaß. Das Handling des Gamepads ist angenehm und intuitiv, sodass sich die Konzentration auf das aktuelle Spiel fokussiert. Unterstützt wird die volle Kontrolle durch das Zubehör. Für einen Shooter kann beispielsweise der große Joystick für präzises Zielen verwendet werden. Auch wenn eine gewisse Eingewöhnungsphase für die Seitentasten und die Paddels auf der Rückseite nötig ist, nach den zusätzlichen Tasten möchte man diese nicht mehr missen. So muss der Daumen bei Bewegungen nicht mehr vom Stick genommen werden, um Aktionen wie beispielsweise Springen durchzuführen, man behält die volle Kontrolle. Zudem unterstützt das Touchpad hauptsächlich in der Menüsteuerung aber auch in Spielsituationen, in denen ein Cursor einen Vorteil bietet. Leider gibt es keine Gyro-Steuerung für präzise Eingaben durch Neigung, dieses Feature hätten wir uns bei so einem Preis gewünscht. Trotzdem sorgt die 1K-Polling-Rate für eine extrem niedrige Latenz in Verbindung mit dem PC. Am PC wird der Scuf Omega jedoch oft als XBox-Controller erkannt. Die Bedienung funktioniert zwar problemlos, die angezeigten Aktionen im Spiel suggerieren aber eine Steuerung durch beispielsweise X, Y, A und B statt Viereck, Dreieck, X und Kreis. Nach etwas aktiver Eingewöhnung, stellt dies aber auch kein Problem dar. Das Gamepad animiert uns jedenfalls auch ältere Spiele auszugraben und mit einer präzisen Steuerung erneut zu spielen. Zudem harmoniert der Steam-Big-Picture Modus mit dem Gamepad gut, was den PC von einer Working-Station in eine Gaming-Station verwandelt und leichte Steuerung und Navigation erlaubt. Aber auch innerhalb der Working-Station ist die Bedienung vor allem durch das Touchpad einfach, da dies den Cursor der Maus übernimmt. Besonders für Einzelspieler-Spiele und Story-Games vermissen wir jedoch eine Vibrationsfunktion. Scuf hat hier komplett auf Vibrationsmotoren verzichtet, um Gewicht zu sparen und konzentrierte Spieler nicht abzulenken (man könnte Vibrationen aber auch deaktivierbar gestalten).
Beleuchtung
RGB-Fans kommen hier auch auf ihre Kosten. An der Vorderseite sind die G-Tasten beleuchtet und mit einer RGB-Leiste ergänzt. Über die Scuf-App können hier sieben verschiedene Effekte eingestellt werden. Hierbei kann auch die Geschwindigkeit und die Richtung, sowie die Farben der Beleuchtung angepasst werden. Wer diese Beleuchtung nicht benötigt, kann die Beleuchtung auch deaktivieren oder in der Helligkeit anpassen.
Audio
Wir verbinden den Scuf Omega über den Drahtlos-Dongle mit dem PC und schließen ein ROG DELTA II über die Klinke an das Gamepad an. Über das Audio sind wir sehr verblüfft, denn die Qualität ist erstklassig. Höhen, Tiefen und Mitten kommen sehr gut an. Musik hören ist ein Genuss und die Parameter lassen sich am PC wie gewohnt über die Systemsteuerung für Ein- und Ausgabe anpassen. Gaming-Audio lässt sich wie gewohnt orten und genießen. Auch die Qualität des Mikrofons lässt sich in bester Qualität übertragen. Die Gesprächspartner würden nie vermuten, dass der Soundtreiber über ein Gaming Controller geregelt wird.
Akku
Der Akku verspricht eine aktive Spielzeit von 17 Stunden, was von Nutzung und Beleuchtung abhängt. Diese Zeit können wir hochgerechnet bestätigen. Der Vorteil beim Akku des Omega ist, dass dieser austauschbar ist. Die Anleitung des Scuf Omega liefert hierbei sogar eine Erklärung zum Tausch, was für eine langlebige Nutzung des gesamten Gamepads spricht. Beim Anstecken über USB-C zeigt die LED-Beleuchtung den Stand des Akkus an, der auch in der App schnell und genau in Prozent kontrolliert werden kann.
Fazit
Der Scuf Omega bietet viele Features wie Paddles an der Rückseite, konfigurierbare Tasten, zusätzliche G-Tasten, seitliche Aktionstasten, eine einfache Individualisierung über eine smarte und simple Mobile-App in Verbindung mit mechanischen Omron-Schaltern. Dennoch ist der Preis recht hoch, bei dem neben dem Touch-Pad noch eine Gyro-Steuerung herzlichst willkommen gewesen wäre. Auch eine Integration über iCUE für Makros und weitere Tastenzuweisungen wären erwünscht. In der Praxis spielt das Gamepad seine Stärken durch guten und stabilen Halt in der Hand, vor allem durch die Gummigriffe an der Rückseite aus. Das Umschalten der Trigger auf Sofortauslösung und die klickigen Omron-Tasten sorgen für ein Gefühl der vollen Kontrolle. Die übersichtliche und leicht verständliche Einführung und Konfiguration der Scuf-App runden das Paket ab. Auch die RGB-Enthusiasten kommen durch eine anpassbare Beleuchtung auf ihre Kosten. Anschließend ist eine individuelle physische Anpassung durch magnetischen Korpus und leicht entfernbaren Tasten möglich.
Das Omega-Modell weiß, was es abbilden möchte, es soll ein Performance Gamepad ohne Zusatzgewicht oder Ablenkung durch Vibrationsmotoren sein. Dies unterstreichen die rückseitigen Paddels, sowie die seitlichen SAX-Tasten für eine intuitive und schnelle Bedienung mit einer 1.000 Hz Polling-Rate am PC. Zudem ist das Audio über den Klinkenanschluss in Ein- und Ausgabequalität integriert, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Am Ende steht auch ein langanhaltender und austauschbarer Akku zur Verfügung. In diesem Sinne sprechen wir für das Gesamtpaket eine Empfehlung aus.
Pro:
+ Hochwertige Verarbeitung
+ Rutschfeste Gummigriffe
+ Magnetisch abnehmbarer Korpus
+ Benutzerfreundliche SCUF-App
+ Simple Einrichtung
+ Individualisierbare Beleuchtung
+ Ausführliche Anleitung
+ Zusätzliche Tasten
+ Einfaches Customizing
+ Erstklassiges Audio über Klinke
Kontra:
– Hoher Preis
– Hardcase hat keinen expliziten Platz für Zubehör
– Keine iCUE-Einbindung
– Keine individuellen Makros
– Keine Gyro-Steuerung
– Kein Vibrationfeature



















































































































