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Scythe FUMA CPU Kühler

„….sollten die Abmessungen kompakter gehalten werden, ohne Abstriche bei der Leistung zu machen.“

So die einleitenden Worte zum Release des Fumas auf der Herstellerseite.
Bezogen auf den indirekten Vorgänger (Mine2) sind die Maße tatsächlich geschrumpft.
Doch wie steht es um die versprochene Leistung und wie sieht es mit der Lautstärke aus?
Und ob der Fuma wie auch der Ninja 4 oder andere Kühler des Herstellers für eine simple Montage und doch preiswerte Verarbeitung steht, finden wir in unserem Test heraus.
Mit einem Preis von ~43 € zählt er zur Mittelklasse und sollte für viele potentielle Kunden sehr attraktiv sein.

Bevor wir uns dem eigentlichem Test widmen, geht ein großes Dankeschön für die Bereitstellung des Samples an die Firma Scythe.

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Autor: ricoroci

Verpackung

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Der relativ kompakte Fuma kommt in einer soliden, bedruckten Verpackung, welche mit allen nötigen Informationen ausgestattet ist. Das Cover des Kartons ist mit einer Art Nebel und asiatischen Schriftzeichen bedruckt, was einen sehr interessanten Auftritt garantiert.

Beim ersten Öffnen sind die Lamellen des Kühlers, die Box mit Zubehör und die Lüfter sofort sichtbar, also keine Mogelpackung, die gesamte Umverpackung hat Inhalt.
Der Tower ist zusätzlich mit einem Pappdeckel zum leichteren Entnehmen bestückt, was sehr gefällt. Die Lüfter stecken in Papplaschen und haben kein Spiel in ihrer Lage.


Lieferumfang

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CPU Kühler, 2x 120 mm Slip Stream 120 PWM in exklusiven Farben, Wärmeleitpaste, Y PWM Adapter, 4x Lüfterklammern, Halterungen für diverse Intel und AMD Sockel.

Technische Daten

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Die niedrige Grundlautstärke der Lüfter und die geringe Höhe des Kühlers sollen die entscheidenden Argumente für den Fuma sein, abwarten ob sich Ersteres bestätigt. Erfreulich ist, dass bei der Wahl und Bestückung der Lüfter dem Käufer die freie Wahl gelassen wird; Egal ob ein, zwei oder drei Lüfter, Halteklammern und Montagemöglichkeiten sind genug vorhanden. Das relativ hohe Gewicht resultiert durch die verwendeten Materialen viel Kupfer und Aluminium-Lamellen, welche ebenfalls eher in der Oberklasse zu finden sind. Wie fast jeder aktuelle CPU Kühler ist auch der Scythe Fuma mit den weit verbreiteten Intel und AMD Sockeln kompatibel.

Erster Eindruck

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Nach dem Auspacken merken wir, dass zumindest das Versprechen der Größe eingehalten wurde. Da er kaum größer als ein 120 mm Lüfter ist, eignet sich dieser Kühler hervorragend für leistungsstarke HTPC’s. Die Verarbeitung ist für das Preissegment sehr sehr gut und auch die optischen Aspekte wissen uns zu überzeugen.

Detailansicht

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Bei genauerer Betrachtung fällt der Vollkupferblock ins Auge, welcher direkt mit den Heatpipes verbunden und vernickelt ist. Die Lamellen des Kühlers sind leicht versetzt und angewinkelt, somit wird das Maximale aus der Größe des Fumas geholt, ohne den Preis oder das Gewicht in die Höhe zu treiben. Die Lüfter machen auch optisch einen vernünftigen Eindruck, zudem gibt es die Slip Stream 120 PWM in dieser Farbe nur beiliegend bei diesem Kühler. Falls man mit den Spezifikationen der Standardlüfter nicht zu frieden ist, lassen sich diese auch einfach gegen Modelle anderer Hersteller tauschen.

Montage

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Nun kommen wir zur Montage des Kühlers, welche sich durch die etwas unübersichtliche Anleitung komplizierter gestaltet als sie sein müsste. Die eigentlich sehr einfache Montage, besteht aus insgesamt sechs Schrauben, vier für den Sockel und zwei für die Brücken am CPU-Kühler. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste tut ihr übriges. Sehr löblich ist die wirklich einfache Montage, welche, nach dem die Anleitung durchblickt wurde, selbst Laien in sehr sehr kurzer Zeit fehlerfrei durchführen können. Da der Kühler für kleinere Gehäuse mit wenig Volumen ausgelegt ist, kann dieser in allen vier verschiedenen Richtungen montiert werden. Dadurch ist einem freie Hand beim gestallten des Gehäuse Air-Flows gelassen. Im Eingebauten Zustand fällt auf, dass ähnlich wie beim R1 nur sehr wenig Platz zur darunterliegenden Grafikkarte vorhanden sind, sprich hohe bzw. aktive GPU Backplates sind in dieser Kombination nicht möglich und die RAM Höhe ist wie bei vielen aktuellen Doppel-Turm Kühlern sehr begrenzt (35 mm).

Praxistest

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Bevor der Fuma sich den anderen Kühlern im Vergleich stellen muss, werden wir ihn erstmal in Einzelbehandlung nehmen. Zuerst einmal haben wir die Grundlautstärke (34,0 dB(A)) des Testeraumes aufgenommen, sämtliche Uhren, und andere Störgeräusche wurden entfernt um eine einwandfreie Messung zu garantieren. Im Desktopbetrieb (34,1 dB(A)) ist der Kühler unhörbar, was wirklich sehr beeindruckt. Daran gibt es nicht auszusetzen, im Gegenteil, unser Gehäuse hat noch nie einen so leisen Kühler im Idle-Modus gesehen!

Unter Volllast, sprich 100 % Drehzahl der beiden Lüfter, sieht die Sache leider etwas anders aus.Mit 44,6 dB(A) zählt er leider nicht zu den Leisetretern unter den CPU-Kühlern. Ein deutliches Rauschen und Lüftergeräusche trügen das Bild zusätzlich.

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Auch im Vergleich mit den anderen Kühlern bestätigt sich unser erster Eindruck.
Im Leerlauf ist er der leiseste Kühler und schlägt selbst den Riesen Cryorig R1 Ultimate. Allerdings bestätigt sich auch unser Eindruck gegenüber der Vollast. Er liegt zwar noch ein gutes Stück unter dem Standard von Intel, allerdings auch weit über der Oberklasse, irgendwo muss sich der Preisunterschied bemerkbar machen. Was die Temperaturen betrifft ordnet er sich im gesunden Mittelfeld ein, was zu erwarten war.

Fazit

Wir sind sehr gespalten;

ordentliche Kühlleistung, geringe Lautstärke im Desktopbetrieb und solide Verarbeitung treffen auf hohe Maximallautstärke, unübersichtliche Anleitung und trotz kleinen Maßen nur geringe RAM Kompatibilität.

Für den Preis bietet der Fuma zwar genau das was man erwartet, allerdings auch nicht mehr.
Glücklicherweise lässt sich mit einer angepassten Lüfterlautstärke die Lautstärke auf einen ordentlichen Wert drücken und das größte Gegenargument fällt weg.

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PRO

+ gute Kühlleistung
+ klasse Verarbeitung
+ im Leerlauf sehr geringe Lautstärke…

CONTRA

…aber ohne angepasster Lüfterkurve unter Volllast relativ laut
– Anleitung etwas unübersichtlich gestaltet

Aufgrund der vernünftigen Leistung (7/10), der sehr guten Verarbeitung (10/10) und dem für das Gebotene, angemessenen Preis, vergeben wir den Preis-Leistung Award.
Ebenfalls vergeben wir aufgrund der guten Durchschnittswertung (8,5/10) zurecht den Silber Award.

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2 Kommentare
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clove31
clove31
5 Jahre zuvor

haben die auch AIO ?

Drayygo
5 Jahre zuvor

Es gab 2012 in Japan mal die Scythe Apsalus 3… Allerdings hat sie ihren Weg nach Europa nie angetreten. Es gibt allerdings genug andere Hersteller von AIOs, die ich empfehlen könnte (Antec, Eisberg, Eisbaer, Raijintek z.B)