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Sharkoon BW9000-W im Test

Vor kurzem hatten wir mit der K20 und der M51+ zwei Peripheriegeräte in Form einer Tastatur und einer Maus von Sharkoon hier bei uns im Test. Dass der Hersteller außer günstigen Eingabegeräten und Headsets auch Gehäuse für den gehobeneren Preisbereich im Portfolio hat, ist dabei vielen nicht bekannt. Mit dem Sharkoon BW9000-W testen wir heute ein solches und bringen euch näher, was es bietet und wie es sich im Vergleich zu seinen Mitbewerbern von Cooler Master und Co. schlägt.

Für die Bereitstellung des Testsamples und dem uns damit entgegengebrachten Vertrauen bedanken wir uns herzlich bei Sharkoon. Wir hoffen weiterhin auf eine vertrauensvolle und ergiebige Zusammenarbeit.

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Autor: Alexander Löwe (L10n)​

Verpackung / Lieferumfang / Technische Daten

Verpackung:

Sharkoon verpackt das BW9000-W wie, viele andere Hersteller, in einem Recyclingkarton mit schwarzem Aufdruck. Im Elektronikfachgeschäft sind so durch eine Zeichnung und eine Explosionszeichnung, sowie Erklärungstexte häufig alle Fragen geklärt. Auch die innere Verpackung weicht nicht vom bewährten Standartschema ab:
So ist das Gehäuse in einer Plastikhülle vor Staub und durch Styroporhalterungen durch anderweitige Schäden geschützt. Dem Case ist selbstverständlich durch diese Vorsichtsmaßnahmen nichts auf dem Transportweg passiert. Alle Zubehörteile befinden sich in einer kleinen Schachtel und die Lüfter sind bereits vormontiert.

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Lieferumfang:

Natürlich enthält der Lieferumfang mehr als ausreichend Schrauben und Befestigungsmaterial. Die mit Zeichnungen bestückte Anleitung erklärt auch unerfahrenen Usern alle Schritte mehr als ausführlich.

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Technische Daten:

Abmessungen (L x B x H): 48,0 x 21,0 x 49,0 cm
Mainboard: Mini-ITX, Micro-ATX, ATX
Max. Länge Grafikkarte: 29,3/43,0 cm
Max. Höhe CPU-Kühler: 16,5 cm
Max. Länge Netzteil: 26,0 cm
Max. Höhe Radiator inkl. Lüfter (oben): 5,5 cm
Max. Höhe Radiator inkl. Lüfter (Front): 6,5 cm
Gehäusefront: 2x 140-mm-Lüfter (vorinstalliert) oder Radiator (optional)
Gehäuserückseite: 1x 120-mm-LED-Lüfter (vorinstalliert)
Gehäuseoberseite: 3x 120-mm-Lüfter oder 2x 140-mm-Lüfter (Optional) oder Radiator (optional)

Detailansicht Außen

Understatement oder nicht? Beim Sharkoon BW9000-W kann man sich entscheiden, welche Seite man wählt. Durch auffällige Lüftersteuerungen mit Display und Farbige Lüfter (teilweise bereits verbaut) kann der User das eigentlich ganz unscheinbare Gehäuse in ein Lichterspiel verwandeln. Genau umgekehrt ist natürlich auch ein Rechenmonster im Knechtkleid möglich – Sharkoon überlässt dem User alle Möglichkeiten.

Vorderseite:

Hervorragend eingepasst befinden sich zwei unscheinbare Laufwerksblenden in der Frontplatte. Unscheinbar ist deshalb gut, da in der Zeit von Glasfaserleitungen und 8 Terrabyte Festplatten häufig keine DVD oder BluRay Laufwerke mehr verbaut werden.
An der fast schon üblichen Stelle darf natürlich auch das Herstellerlogo in einem etwas helleren Grauton nicht fehlen.
Fast noch wichtiger sind die Seitlich eingefassten Lüftungsgitter: Hier kann der optional erhältliche 280mm Radiator die zur Kühlung essenzielle Luft von draußen einsaugen.

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Top:

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Wer einen dicken Radiator auf der oberseite Verbauen möchte, kann die Lüfter gerne auf der Außenseite des Gehäuses verbauen, da sich das magnetische Lüftergitter problemlos entfernen und so auch einfach reinigen lässt.
Im ganz vorne angesiedelten User-Input-Bereich können jeweils zwei USB-2.0 und USB-3.0 Geräte, sowie ein Headset mit dem Computer verbunden werden. Selbstverständlich befinden sich hier auch der Power-Button und der Reset-Taster, sowie die Power-LED.

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Rückseite:

Wie bei den meisten aktuellen Gehäusen befindet sich auch beim Sharkoon BW9000-W die Netzteil-Öffnung im unteren Teil der Rückseite. Darüber sind die sieben PCI-Blenden, sowie das I/O-Panel und ein „nur“ großer 120mm Lüfterplatz angesiedelt. Bei einem Wasserkühlungsgehäuse wie dem BW9000-W sind selbstverständlich auch zwei Schlauchdurchlässe integriert.

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Seitenteile:

Hier gibt es nichts besonderes zu erzählen, außer dass die Fensteröffnung optimal positioniert ist: Der Blick auf die teure Hardware ist vollständig gegeben, unschöne Festplatten oder Laufwerke sind erfreulicherweise nicht direkt sichtbar.

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Boden:

Die Unterseite ist nicht mit normalen Hifi-Ähnlichen Füßen ausgestattet, sondern führt die Linie des Gehäuses weiter, indem die Füße quasi nach unten gebogen sind. Das ist ähnlich wie beim Bitfenix Prodigy, nur in einer stabilen Variante. Außerdem ist das Lüftungsgitter unter dem Netzteil für eine einfache Reinigung herausnehmbar.

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Detailansicht Innen / Installation / Betrieb

Vorderseite:

Klar ersichtlich geht der Trend in modulare HDD- und ODD-Cages. So auch beim Sharkoon BW9000-W: Es gibt zwei getrennte HDD-Cages für insgesamt acht Festplatten, sowie einen fest installierten 5,25″ (ODD)-Cage. So kann je nach Bedarf sehr viel Platz für beispielsweise lange Grafikkarten oder Wasserkühlungspumpen frei werden. Die HDDs werden auf herausnehmbaren Schlitten befestigt und dort natürlich durch Gummipuffer entkoppelt.

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Mainboardtray:

Mit etwa 20mm Abstand zwischen Tray und Seitenwand ist natürlich mehr als ausreichend Platz für eine ordentliche Verkabelung. Außerdem spendiert Sharkoon dem neuen BW9000-W äußerst große Ausschnitte.

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Installation / Betrieb:

Unser bei diesem Review verwendetes Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:

Prozessor: Intel Core i5 4570
Mainboard: MSI Z97 SLI Krait-Edition
Grafikkarte: keine
RAM: Corsair Vengeance 1600 Mhz CL9
HDD: Samsung Spinpoint F1 750GB 7200 U/Min
PSU: Seasonic Platinum Series 850 Watt

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Wie gewohnt verläuft der Einbau der Hardware sehr einfach. Sowohl hinter dem Mainboard-Tray, als auch im Gehäuse selbst könnten sehr viel mehr Kabel als die von uns verwendeten Kabel untergebracht werden.
Die Lüfter sind, frei von Fehlern: So ist bei voller Drehzahl zwar ein leichtes Rauschen der Luftströmung zu hören, klackern ist jedoch bei jeglicher Entfernung und auch offenem Case nicht zu vernehmen. Einziges Manko: Die blaue Beleuchtung des rückseitigen Lüfters lässt sich nicht ausschalten.

Fazit

Wie schon bei den kürzlich getesteten Eingabegeräten zeigt Sharkoon nun auch mit dem BW9000-W, dass Qualität und günstig keine Gegensätze sind. Für etwa 70€ (Stand: 01/2016) erhaltet ihr ein wirklich hochwertiges Gehäuse im schlichten Look, der durch ein paar Änderungen auch sehr auffällig werden kann. Durch ein großzügig bemessenes Platzangebot und die drei Lüfterplätze an der Obeseite ist eine Wasserkühlung ohne große Probleme mit dem BW9000-W vereinbar. Diese kann dann durch das optimal positionierte Fenster bei der Arbeit begutachtet werden.

Pro:
– viel Platz (auch hinter dem Tray)
– gutes Kabalmanagement
– sehr gut gelungenes, schlichtes Design
– innovativ

Contra:
– keine 140mm Lüfter hinten
– Lüfter-LEDs nicht abschaltbar

Insgesamt sind wir sehr zufrieden vom Sharkoon BW9000-W und vergeben in der Gesamtwertung gerne satte 9,2 von 10 Punkten. Obendrauf erhält das BW9000-W unsere begehrten Gold und Preis-/Leistung Awards.

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