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Sharkoon M51+

Wer kennt es nicht: Die Maus geht kaputt, es ist gerade wenig Geld übrig, also greift man zu einem günstigen Modell. Sharkoon vertritt diese Sparte mit so zahlreichen Produkten, wie kein anderer Hersteller. Wer jetzt denkt, dass Sharkoon nur Abfäll aus China verkauft liegt aber gehörig falsch, denn das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt bei diesem Hersteller immer.
Um das zu beweisen haben wir heute das Topmodel von Sharkoon, die M51+ im Test. Mit 8200 DPI und 42€ startet Sharkoon die Kampfansage.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei unserem Partner Sharkoon für die Bereitstellung des Testsamples bedanken und freuen uns auch weiterhin auf eine gute und lange Zusammenarbeit.

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Autor: Alexander Löwe (L10n)​

Verpackung:

Praktisch: Ohne die Sharkoon M51 aus der Verpackung zu nehmen, kann sie bereits nach dem Öffnen der Vorderklappe des bunt bedruckten Kartons betrachtet werden. Dort befindet sich die Maus in einer paßgenauen und transparenten Plastikform, wie es bei Peripheriegeräten häufig der Fall ist. Alle relevanten Informationen über die Leistungen sind übersichtlich in und auf der Verpackung neben zahlreichen Illustrationen ersichtlich.

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Lieferumfang:

Für heutige Verhältnisse fällt der Lieferumfang deutlich üppiger aus als beim Durchschnitt: Neben den üblichen zwei Elementen, einem multilingualen Quick Start Guide und der Maus selbst ist auch eine praktische Transporttasche für Lanpartys, ein extra Set Glides, ein Türschild, eine Treiber-CD und der M10 Gaming Bungee Hub mit an Bord. Natürlich ist die Maus Plug & Play und wenn kein Laufwerk vorhanden ist, kann die optionale Konfigurationssoftware kann hier heruntergeladen werden. Vorteil: So erhaltet ihr immer die neueste, zu eurem Betriebssystem passende Software und vermeidet Kompatiblitätsprobleme.

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Technische Daten:

  • Sensor: Avago ADNS-9800 (8200 dpi)
  • USB-Polling Rate: 1000 Hz
  • Profilspeicher: 5 Profile
  • Lift-Off Distanz: 1-5mm
  • Programmierbare Tasten: 11 (mit Omron-Gaming-Switches für linke und rechte Maustaste)
  • Material: Kunststoff
  • Kabel: 1,8m textilumflochten, vergoldeter USB-Stecker
  • Beleuchtung: RGB-Beleuchtung + DPI-Anzeige
  • Abmessungen: 126 x 88,1 x 41,8 mm
  • Gewicht: 150g (mit sechs optionalen 5g Gewichte)

Detailansicht

M51:

Mit der M51 zeigt uns Sharkoon, dass auch andere Farben als rot mit schwarz harmonieren. Gelb ist die Akzentfarbe, die hier verwendet wird. Außerdem schmücken einige hochglanz Elemente das Äußere der Maus.

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Auch die Beleuchtung hat einen hohen Stellenwert bei einer aktuellen Gaming-Maus. Deshalb spendiert der Hersteller der M51 eine einstellbare RGB-Region mit dem Sharkoon Logo und eine gelbe DPI-Anzeige aus vier Elementen, die die vier verschiedenen DPI-Stufen darstellen.

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Die asymetrische Formgebung kann als Vor- und Nachteil gesehen werden: Rechtshänder erhalten eine viel angenehmer zu greifende Maus, Linkhänder hingegen gehen meist leider leer aus, da sich eine solche Version kaum für einen Hersteller lohnt.

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Dank insgesamt sieben Tasten können verschiedenste Shortcuts oder Makros direkt ausgeführt werden, ohne die rechte Hand zur Tastatur zu bewegen. Bei den Rechts- und Linksklick-Tasten verbaute der Hardware Experte hochwertige Omron Mikrotaster aus Japan, um einen optimalen Druckpunkt und eine lange Lebensdauer gewährleisten zu können.

Auf der Unterseite sorgen vier Glides für eine möglichst geringe Reibung. Außerdem befindet sich hier die Klappe für die sechs Gewichte. Diese Kontruktion wirkt leider nicht so hochwertig wie die Oberseite der Maus.

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Nicht zu vergessen ist, dass die Maus durch ein gelb gesleevtes Kabel mit dem Computer verbunden. Dies sieht natürlich nicht nur gut aus, sondern schützt das eigentliche Kabel vor Brüchen und sonstigen Beschädigungen. Außerdem befindet sich am Ende ein gold vergoldeter USB 2.0 Stecker, der für eine stabile und schnelle Datenübertragung sorgt.

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MB10 Gaming Bungee Hub:

Im Grunde ist der MB10 eine Kabelhalterung mit Gummiarm, damit das Mauskabel nirgends Festhängt oder hinter dem Schreibtisch landet und die Maus mit sich zieht. Zusätzlich kann man natürlich die Maus selbst und drei weitere USB-Geräte einstecken.

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Die Stromversorgung wird durch zwei gelbe USB-Kabel gewährleistet: Ein dickeres Kabel mit Mini-USB Stecker für Strom und Daten und ein dünnes für zusätzliche Stromversorgung.
Optisch aufgehübscht wird die ganze Kombination neben den gelben USB-Kabeln durch einen gelb leutenden Shark Zone Schriftzug. [/nextpage]

Praxistest und Software

Praxistest:

Für unseren Praxistest wird die Sharkoon M51 in den verschiedensten Anwendungsbereichen verwendet: Spiele, Windows-Alltag und Bildbearbeitung. Als Untergrund verwendeten wir das hochwertige Func Surface 1030 L Gaming-Mauspad.

Wie schon bei der CM Storm Ventus X sind die Vertreter im heutigen Test für den Bereich Spiele Counter-Strike Global Offensive, World of Warcraft und League of Legends. Alles für die Sharkoon M51 natürlich kein Problem, auch wenn ich (mit meinen kleinen Händen) die ganz linke und die ganz rechte Zusatztasten schlecht erreichen konnte.
Besonders positiv ist uns der Gaming Bungee Hub aufgefallen, da er das Mauskabel wirklich frei beweglich vor dem Mauspad hält. Auch die Form der Maus gefällt uns sehr gut. Die geforderte Präzision und Geschwindigkeit werden durch den Avago Sensor hervorragend aufgenommen und auch die Glide-Pads leisten sehr gute Arbeit.

Im Windows-Alltag ist der häufige Wechsel der rechten Hand zwischen Tastatur und Maus sehr entscheidend. Somit muss eine schnelle Ortung der Maustasten möglich sein, die bei der Sharkoon M51 durchaus gegeben ist. Dabei sind die großen Haupttasten, sowie die durch Erhöhungen markierten Nebentasten eine große Hilfe. Leider lässt sich auch im Windowsbetrieb die rechte Seitentaste nicht ohne weiteres erreichen. Die ganz linke Taste hingegen bereitet uns keine Probleme, da hier nicht jede Millisekunde zählt. Auch die etwas entspanntere Haltung trägt dazu bei.

Bei der Bildbearbeitung kommt Gimp zum Einsatz, eine kostenlose Alternative zu Adobe’s Photoshop. Wie bereits erwartet, zeigte die Sharkoon M51 auch hier keine Schwächen, denn wie im Gaming-Bereich ist auch bei der Bildbearbeitung die Präzision sehr wichtig. Unterstützend zeigten sich die gleichmäßig gleitenden Pads der Maus, denn nur so können beispielsweise Bildmasken sauber gezeichnet werden. Die verschiedenen Profile, die wir mittels DPI-Switch wechseln, sind besonders bei Masken sehr von Vorteil.

Software:

Für die Konfiguration ist natürlich die hauseigene Software von Nöten. Diese kann natürlich von der beigelegten CD installiert werden, sofern ein CD- / DVD- oder BluRay Laufwerk vorhanden ist. Natürlich könnt ihr auch die neueste Version hier herunterladen.

Nach der recht einfachen Installation wird direkt nach einem Neustart des Systems gefragt. Außnahmsweise ist dies wirklich notwendig, um die Maus konfigurieren zu können.

Ist die Software geöffnet, so kann man sofort die Aufteilung erkennen: Oben drei Tabs „Main Control“, „Advanced Settings“ und „Color Control“. Unten lassen sich die Profile verwalten.
Da alles wirklich selbsterklärend ist, lassen wir die Bilder für sich sprechen:

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Fazit

Für sage und schreibe 42€ (Stand 12/2015) bietet die Sharkoon M51+ weit mehr als man bei diesem Preis erwartet. Neben dem hervorragenden Avago ADNS-9800 mit 8200 DPI bringt sie Omron-Switches für die beiden Haupttasten und neun weitere, ebenfalls programmierbare Tasten mit. Außer der Maus mit im Lieferumfang ist der MB10 Bungee Gaming Hub, eine Kabelführung und USB-Hub in einem. Erstaunlich ist ebenfalls, dass es Sharkoon noch dazu als nahezu einziger Hersteller heutzutage schafft, eine Treiber-CD mitzuliefern.
Die einzigen zwei Negativpunkte wären die etwas billige Verarbeitung der Klappen-Schalter-Kombination für die Gewichte und die teils schlechte Erreichbarkeit zweier Zusatztasten.
Das außergewöhnlich gute Handling macht dies dank der etwas stärker geschwungenen Form wieder wett.

Wer also eine günstige, auffallende und vor allem hervorragend funktionierende Gaming Maus sucht, ist mit der M51+ bestens aufgehoben. Sharkoon hat uns in diesem Test definitiv bewiesen, dass gut auch günstig geht!

Pro:
+ ausgefallenes Design
+ Handling
+ großer Lieferumfang
+ MB10 Gaming Bungee Hub
+ sehr guter Sensor
+ Gewicht anpassbar
+ Preis

Kontra:
– billige Verarbeitung der Gewichtsklappen-Konstruktion
– eine Nebentaste mit kleinen Händen schlecht erreichbar

Durch den sehr günstigen Preis und die extrem guten Leistungen mit nur kleinen Abstrichen verdient sich die Sharkoon M51+ 9,1 Punkte und damit den Gold- und Preis-Leistungs Award. Herzlichen Glückwunsch, Sharkoon!

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