Aktuelle Tests & Specials auf Hardware-InsideCPU Kühler

Silverstone AR07 – Argon Series

Anfang des Jahres hat Silverstone zwei Kühler released, den Silverstone AR-07 und den Silverstone AR-08. Während der AR-08 eher für kleinere Systeme gedacht ist, ist die Zielgruppe des AR-07 mit seinem 140mm Lüfter bei den Übertaktern und Silent-Fetischisten zu finden.

Wir bedanken uns bei Silverstone für das Bereitstellen des Samples und das damit entgegengebrachte Vertrauen.
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Autor: Patrick (Drayygo)

Verpackung:

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Passend zum Lüfter präsentiert sich die Verpackung in verschiedenen Blautönen, unterbrochen von technischen Daten und Detailaufnahmen der Besonderheiten wie die Direct – Touch – Heatpipes.
Ein Blick ins Innere gewährt uns Sicht auf den Kühler, den Lüfter sowie das mitgelieferte Zubehör in Form einer Universal-Backplate für Intel-CPUs, 4 Lüfterklemmen für einen Push/Pull Betrieb, etwas Wärmeleitpaste, Montageklammern für AMD/Intel und die dazugehörigen Schrauben.
Zum Entkoppeln der Lüfter hat Silverstone noch Gummi-Klebepads beigefügt, ebenfalls ausreichend für 2x 140mm Versionen.

Technische Daten:

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Detailansicht:

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Mit dem AR-07 erfindet Silverstone optisch das Rad nicht neu, sondern setzt auf altbewährte, schlichte silberne Finnen ohne unnötigen Schnickschnack und hat damit einen einfachen, aber ästhetischen Kühler geschaffen.

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Einzig auffällig am AR-07 selbst sind die teilweise verflochten ausgeschnittenen „Diamond-Edge-“ Lamellen, die lt. Silverstone den Airflow und die Performance verbessern sollen.
Optisch sind sie auf jeden Fall schonmal eine Aufwertung, wie sich diese im Performancetest
bemerkbar machen wird sich später zeigen.

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Im Gegensatz zum pragmatischen Design des Kühlers ist der mitgelieferte 140mm Lüfter mit seinem kräftigen Blauton ein echter Eye-Catcher.
Was uns ebenso positiv auffällt, ist das schwarz gesleevede 4Pin Anschlusskabel.

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Der Kühler besitzt drei 8mm Kupferheatpipes, die in die Aluminiumbodenplatte gepresst wurden, um direkten Kontakt zum Heatspreader der CPU zu haben, eine Technik auch bekannt als „heatpipe direct touch , kurz HDT“.
Diese Variante der Bodenplatte ist allgemein kontrovers diskutiert, da bei „HDT“ größere Lücken bzw. Unebenheiten zu finden sind als bei plangeschliffenen Kupferplatten/Nickelplatten.

Einbau:

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Der Einbau ging sehr schnell und leicht vonstatten. Bei AMD-Sockeln muss man das Retention-Modul entfernen, die Backplate abnehmen, die Silverstone – Backplate mithilfe der mitgelieferten Rändelschrauben montieren. Danach die Halteklammern am Kühlerboden festschrauben und über die Gewinde der Rändelschrauben legen. Als letzten Schritt noch mit den passenden Muttern alles handfest anziehen und man ist fertig. Bei Intel-Sockeln funktioniert das Ganze quasi identisch, nur fällt selbstverständlich der Schritt mit dem Retention-Modul weg. Dies alles ist auch in bebilderter Form im Handbuch oder online zu finden, leider gab es bei unserem Sample allerdings kein Handbuch.

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Im eingebauten Zustand fällt einem direkt einer der Pluspunkte des AR-07 auf: Er blockiert keine RAM-Slots, ist also für User mit hohen RAM-Kühlern optimal.

Praxistest:

Verwendete Komponenten:

AMD A10 7890K
ASRock A88M-G/3.1
8GB Corsair Dominator 1600MHz
BeQuiet L7 530W
1TB WD Green

Zum Ermitteln der CPU Temperatur benutzen wir das Programm : HWiNFO64 und CoreTemp.
Um die CPU möglichst stark zu belasten, lassen wir sie mit dem Programm Prime95 im Modus SmallFFTs Primzahlen berechnen und geben dabei das DeltaT (Temperaturunterschied zur Umgebungstemperatur) an.
Damit die Abwärme noch ein wenig gesteigert wird, haben wir im zweiten Prime95 Durchlauf den A10 auch noch auf 4,5GHz.

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Bei einer konstanten Umgebungstemperatur von 18°C und einem offenen Aufbau erreichte der Silverstone AR07 im Idle ein respektables DELTA-T von 5°. Bei maximaler CPU-Last (Prime95 Small FFTs, 30min Run)
haben wir ein maximales DELTA-T von 26° gemessen. Nach dem Übertakten der APU stieg die Maximaltemperatur bei unserem Volllast-Test auf 52°C, ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.
Selbst unter widrigen Bedingungen, also einer übertakteten CPU mit 100% Auslastung verrichtete der Silverstone AR07 seine Arbeit nahezu unhörbar. Da unsere Tests mit einem offenen Aufbau vollzogen wurden, kann man davon ausgehen, dass der Lüfter in einem geschlossenen oder gar gedämmten Gehäuse absolut unhörbar ist.

Fazit:

Einmal mehr beweist uns Silverstone, dass sie hervorragende PC-Hardware herstellen können.
Der Silverstone AR07 ist ein Paradebeispiel für einen guten, schlichten CPU-Lüfter, der genau das macht,
was man von ihm erwartet: gut und leise kühlen. Wer also keinen Bedarf an LED-Schnickschnack oder sonstigen, sich nicht auf die Leistung auswirkenden Besonderheiten hat, der sollte sich diesen Kühler zulegen.
Vor allem in Verbindung mit seinem ziemlich günstigen Preis von aktuell ~43€ ist er einer der P/L-Hits in der
CPU-Kühlungsszene.

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Pro:

+ kein RAM-Slot wird verdeckt
+ sehr leiser Betrieb
+ gute Kühlleistung
+ einfache Montage

Contra:

– NICHTS

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Aufgrund der oben genannten Vorteile vergeben wir eine Wertung von 9 Punkten, und damit verbunden den
Gold sowie den Preis/Leistungsaward.

Mein Name ist Patrick Ermisch, ich bin 31 Jahre alt und schon seit etlichen Jahren ein hardwarebegeisterter Bastler. Zu meinen weiteren Hobbys gehöre...