Sony hat ein Patent für ein KI-System eingereicht, das elektronische Geräte künftig automatisch auf Softwarefehler prüfen und diese möglicherweise selbst beheben könnte. Auch PlayStation-Konsolen werden ausdrücklich als möglicher Einsatzbereich genannt.
Das Konzept sieht einen Cloud-Server vor, der verbundene Geräte überwacht. Wird ein Problem erkannt, soll ein Large Language Model ein speziell auf den Fehler zugeschnittenes Diagnoseprogramm erstellen. Anschließend könnte das System die ermittelte Lösung automatisch auf das Gerät übertragen oder den Fehler zur späteren Analyse an einen Techniker weiterleiten.
Das Patent beschränkt sich dabei nicht auf PlayStation. Auch Fernseher, Kameras und Kopfhörer werden als mögliche Einsatzbereiche genannt. Ziel wäre es unter anderem, Fehler automatisch zu erkennen und dadurch Supportaufwand sowie Fehlermeldungen für Nutzer zu reduzieren.

Allerdings bringt ein solches System auch Risiken mit sich. Besonders kritisch wäre die Möglichkeit, dass KI-generierter Code direkt auf Firmware-Ebene eingesetzt wird. Ohne umfangreiche Prüfungen könnten fehlerhafte oder falsch interpretierte Änderungen erhebliche Probleme verursachen.
Zudem wurde der Patentantrag bereits vom zuständigen Prüfer des US-Patentamts (USPTO) zurückgewiesen. Ob Sony das Konzept in der aktuellen Form weiterverfolgen kann und ob daraus letztlich überhaupt ein Produkt entsteht, ist daher offen.
Sony hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche ungewöhnliche Patente angemeldet, darunter Konzepte für Geruchseffekte in Spielen oder eine Technologie zur Simulation von Geruch und Geschmack mittels Ultraschall. Auch das KI-basierte Selbstreparatur-System bleibt damit zunächst eine interessante technische Idee.
*Quelle: Patentlyze, via TweakTown




