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Speedlink Gamepad Torid vs. Strike NX

Speedlink gehört zu einer der bekanntesten Hersteller für Gaming Peripherie wie Mäuse, Tastaturen, Gamepads und Headsets. Speedlink richtet sich mit seinen Produkten vor allem an Preisbewusste käuferInnen, die nicht immer das nötige Kleingeld für einen der großen namenhafte Hersteller haben. So findet man unter anderem auch Gamepads für den PC oder Konsole im Sortiment, die viele an die altbekannten der großen Hersteller erinnern.

Heute haben wir gar zwei solcher Gamepads zum Vergleich im Test, das Speedlink Torid Wireless und das Speedlink Strike NX Wireless. Sind beide Gamepads gleichwertig oder bleibt eines auf der Strecke? Unser Test wird dies klären.

Für die Bereitstellung des Testsamples und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns herzlich bei Speedlink. Wir hoffen auf eine weiterhin gute und ergiebige Zusammenarbeit.

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Autor: ChirpingR0se (Nicole)​

Verpackung und Lieferumfang

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Beide Gamepads werden in einer ähnlichen Kartonage geliefert. Hierbei wird jeweils auf der Frontseite das Gamepad an sich mittels Artwork inszeniert, während diverse kleinere „Logos“ die Eigenschaften der Gamepads, wie Range, „Force Vibration“, Playtime (Akku) oder die Kompatibilität zu PC oder PS3 anpreisen. Auf den Seiten werden jeweils Informationen und die „Highlights“ der Gamepads jeweils einmal in Englisch und einmal in Deutsch beschrieben. Die Rückseite gibt hingegen in verschiedenen Sprachen noch einmal die Eckdaten der Gamepads wieder, auch hier sind wieder die Logos von der Frontseite zusehen. Zusätzlich werden hier der Lieferumfang und die Kompatibilität zu verschiedenen Windows Plattformen angegeben.

Beide Gamepads wurden ähnlich verpackt, beide befinden sich zum Schutz in einer passgenauen Plastikschale. In beiden Verpackungen befindet sich ein ähnlicher Lieferumfang:

Speedlink Torid

· Wireless Gamepad
· Nano Receiver
· USB Ladekabel
· CD mit Treibern
· Schnellinstallationsanleitung

Speedlink Strike NX

· Wireless Gamepad
· USb Receiver
· USB Ladekabel
· Schnellinstallationsanleitung

Erster Eindruck

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Nachdem wir beide Gamepads aus ihrer Kartonage geholt haben, widmen wir uns zunächst dem Speedlink Torid. Bei diesem fällt uns auf, dass das Design einem Xbox Controller nahegelegt ist. Allerdings, nachdem wir das Gamepad in den Händen halten, bemerkten wir eine deutliche Ähnlichkeit. Es liegt genauso wie sein „Vorbild“ gut in den Händen, ist aber deutlich kleiner und leichter. Außerdem hat Speedlink das Torid mit seitlichen Gummierungen ausgestattet. Neben der „Speedlink-Taste“ in der Mitte, weist das Torid das Standard Layout mit zwei Analog-Sticks, einem Steuerkreuz, vier Schultertasten, den Tasten „A“, „B“, „X“, „Y“, Back- und Starttasten auf. Zusätzlich wurde dem Torid noch eine „Turbo“-Taste spendiert. Wir unterziehen den Tasten einen kurzen Funktionstest – Alle Tasten sind gut erreichbar und können leicht gedrückt werden, während die Analaogsticks leichtgängig sind und nicht verkanten.

Wenn wir uns nun das Strike NX betrachten, fällt uns auf dass dieses ein wenig an die altbekannten Playstation Controller erinnert. Im Gegensatz zum Torid ist das Strike NX einiges breiter und läuft spitzer zu, wodurch die Haptik gewöhnungsbedürftig ist. Wie das Torid hat auch weist das Strike NX das gleiche Standard Layout auf. Anstatt jedoch diesem einen großen „Home“-Button zu spendieren, wurde hier ein dezenterer kleiner „Mode“-Button zwischen den Tasten Back- und Start verwendet. Bei unserem kurzen Funktionstest, lassen sich alle Tasten problemlos bedienen, sind jedoch deutlich schwergängiger und der Druckpunkt der Tasten fühlt sich „gedämpfter“ an.

So unterschiedlich beide Gamepads auch sein mögen, bei der Verarbeitung hat Speedlink eine Glanzleistung dargeboten. Keinerlei Kanten oder Ecken sind vorhanden und bei dem Betätigen der Tasten knarzt nichts.

Installation

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Beide Gamepads weisen eine Kompatibilität zu verschiedenen Versionen wie Windows XP, Vista, 7 und 8 auf. Auch soll eine Umschaltugn zwischen den beiden Technologien XInput und DirectInput möglich sein. Wir werden der Kompatibilität mit einer Installation von Windows 7 64bit nachgehen.

Während das Strike NX via Plug & Play funktioniert, sind für das Torid Treiber erforderlich. Auf der Seite von Speedlink kann die aktuelle Version V1.0 heruntergeladen werden.
Nach der Installation des Treibers verbinden wir das Gamepad Torid mittels Betätigung der „Speedlink“-Taste mit dem Nano Empfänger in einem USB 2.0 Anschluss. Prompt meldet sich der Controller als „Xbox 360 Controller for Windows“ in der Systemsteuerung unter Geräte und Drucker. Wir befinden uns nun im DirectInput Modus, daran erkennbar, dass die LED unter der Turbotaste nicht leuchtet. Um nun in den XInput Modus zu gelangen, drückt man die Speedlinktaste ca. 4 Sekunden lang, bis der LED-Ring anfängt zu blinken und der Windows-Sound für ein neues Gerät ertönt. Anschließend leuchtet die LED unter der Turbotaste und wir befinden uns im XInput Modus. In der Systemsteuerung wird dieser nun als „Speedlink Torid“ aufgeführt.
Auch den USB Empfänger des Strike NX schließen wir über einen USB 2.0 Anschluss an. Dieser meldet sich daraufhin auch als „Xbox 360 Controller for Windows“ in der Systemsteuerung. Wir befinden uns auch hier im DirectInput Modus. Um den Modus auf den XInput zu wechseln, muss die „Mode“-Taste für ca. 7 Sekunden gedrückt gehalten werden. Die roten LEDs fangen an zu blinken und der Windows-Sound für ein Gerät ist zu hören. Anschließend wird das Gamepad als „Controller For Windows“ angezeigt.

Nachdem die Gamepads ohne Probleme von Windows erkannt wurden, testen wir diese nun noch an einer Playstation 3 mit der aktuellen Firmware Version 4.70. Das Speedlink Torid wird im Gegensatz zum Strike NX mit einer PS3 Kompatibilität beschrieben. In unserem Test wurden beide Gamepads ohne Probleme erkannt und konnten verwendet werden.

Test

Als Erstes unterziehen wir dem Speedlink Torid unseren Tests. Wir verbinden das Torid mit seinem Nano Empfänger und befinden uns als Erstes im XInput Modus.Nach Anschluss starten wir nun den Big-Picture Modus von Steam und müssen feststellen dass keinerlei Eingaben des Gamepads akzeptiert werden. Daraufhin versetzten wir das Gamepad in den DirectInput Modus. In diesem Modus funktioniert das Navigieren im Steam Big-Picture Modus ohne Probleme.
Nachdem ersten vier Stunden Dauertest konnte uns das Gamepad hinsichtlich der Haptik und Komfort überzeugen. Dank der seitlichen Gummierungen rutscht man nicht ab und bei Rennspielen wie GRID 2, sind die Tasten gut zu bedienen und durch die leichtgängigen Analog-Sticks lassen sich Wagen sehr präzise und genau Steuern. Einen weiteren Dauertest unterziehen wir den Controller in den beiden von uns bevorzugten Ego-Shootern BioShock Infinite und Borderlands 2. In diesen Spielen haben wir die Turbotaste getestet. Ein nettes Gimmick ist diese schon, denn durch diese kann man einfach ein schnelles „Dauerfeuer“ auf Gegner eröffnen. Leider ist die Position eher fehlplatziert, denn zum Aktivieren muss diese gedrückt gehalten werden und man lässt vom rechten Analog-Stick los (Kamerabewegen) – Dadurch kann man die Kamera nicht mehr neu positionieren und ggf. das „Ziel“ Ändern. Auch ist uns aufgefallen, dass der rechte Analogstick hier eher langsamer ist und nachzieht. Das ändern der Empfindlichkeit in den Einstellungen der Spiele, hat ein wenig Besserung gebracht. Jedoch kommt das Gamepad niemals an die Genauigkeit einer Maus heran.
Nach längerer Spielzeit, mit pausen, lag das Torid Gamepad zu jederzeit komfortable in den Händen und bescherte uns keinen „krampf“ in den Fingern.

Mit dem Speedlink Strike NX führen wir dieselben tests wie mit dem Torid durch. Hier starten wir nachdem verbinden des Gamepads mit seinem USB Empfänger sofort im DirectInput Modus und können den Steam Big-Picture Modus und alle getesteten Spiele ohne Probleme bedienen. In GRID 2 empfinden wir die hinteren Triggertasten (Gas und Bremse) als etwas schwergängiger, genauso wie die Steuerung des Wagens. Uns fällt es schwerer hier den Wagen präzise zu lenken. Im Gegensatz ist die Steuerung und Präzession deutlich komfortabler in Ego-Shootern, da wir hier nicht die Kontrolle über den rechten Analogstick verlieren und Zielgenauer treffen.
Nach einer längeren Spielzeit mussten wir zunächst das Gamepad für einige Minuten aus der Hand legen. Durch sein eher „kantigeres“ design liegt es nicht optimal in der Hand und wir griffen deutlich fester zu, als beim Torid.

Die angegebene Akkuleistung mit 10 Stunden für das Torid und 8 Stunden für das Strike NX wurden eingehalten und hielten sogar etwas länger durch.

Fazit

Mit beiden Gamepads hat Speedlink alles richtig gemacht und wird unter den Preisbewussten Spielern für Kopfzerbrechen sorgen, den eine Entscheidung welches Gamepad am besten ist, ist nicht eindeutig. Trotz kleineren Mangels an der Turbotaste trumpft das Torid mit einer ausgezeichneten Handhabung, langer Akku Laufzeit und Präzession. Das Strike NX ist wiederum für all diejenigen ausgelegt, die mit leichtgängigen Tasten und Analogsticks eher wenig anfangen können.

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Vorteile Torid

+ Seitliche Gummierungen
+ Leichtbewegliche und präzise Analog-Sticks
+ Lange Akku Laufzeit
+ Verwendbar an PS3

Nachteile Torid

– Turbotaste schwer erreichbar

Aufgrund dessen vergeben wir dem Speedlink Torid Gamepad unseren Gold Award mit einer Gesamtbewertung von 9,0 von 10 Punkten.

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Vorteile Strike NX

+ Wechsel zwischen XInput und DirectInput
+ Verwendbar an PS3
+ Lange Akku Laufzeit
+ Geringes Gewicht

Neutral

+- Tasten und Stick Bedienung (Druckpunkt) gewöhnungsbedürftig (schwergängig)

Nachteile Strike NX

– Handhabung gewöhnungsbedürftig

Dahingegen erhält das Speedlink Strike NX Gamepad eine Gesamtbewertung von 8,0 von 10 Punkten und somit unseren Silber Award.

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