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Thermalright Macho Direct

Vielen wird der Thermalright Macho als sehr potenter und gleichzeitig günstiger Kühler von Begriff sein. Bisher war er in verschiedenen Ausführungen, die sich durch Größe und Design unterscheiden erhältlich. Mit der Direct Version verbessert der Hersteller Thermalright die Wärmeübertragung, indem die Heatpipes direkten Kontakt zum Heatspreader der CPU haben. Der Preis bleibt dabei wie gewohnt auf einem relativ günstigen Niveau von ca. 40€ (Stand: 12/2015).
Wie sich der Macho schlägt und ob er auch weiterhin das Alpha-Männchen in seinem Preissegment darstellen kann, werden wir auf den Folgenden Seiten herausfinden.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei unserem Partner PC-Cooling für die Bereitstellung des Samples und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

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Autor: Alexander (Li10)

Verpackung:

Mit vielen Informationen und Awards beschmückt, macht die schwarz-rote Verpackung des Macho Direct auf ihren Inhalt aufmerksam. Gewähren wir nun einen Blick in das Innere, so erblicken wir zunächst eine weiße Zubehörschachtel. Darunter befindet sich der Lüfter und die Bedienungsanleitung. Der Kühler selbst wird auf der Ober- und Unterseite durch passgenaue Schaumstoffscheiben befestigt.
Alles hat einen festen Halt und ist gut geschützt. Folglich hat der Thermalright Macho Direct den Transport zu uns problemlos überstanden und ist in einem 1A Zustand bei uns angekommen.

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Lieferumfang:

Im Lieferumfang des großen True Spirit ist alles vorhanden, was benötigt wird. Obwohl nur ein Lüfter mitgeliefert wird, sind auch Klammern für einen weiteren dabei. Ansonsten sind natürlich eine Montageanleitung in mehreren Sprachen, sowie Wärmeleitpaste dabei. Außerdem liefert Thermalright auch einen langen Schraubenzieher mit, ohne den wir den Kühler nicht hätten montieren können.

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Technische Daten:

Länge: 152 mm
Breite: 129 mm
Höhe: 158 mm
Lüfter: 140 mm
Förderleistung: 28,7 – 125 m³/h
Gewicht: 660g
Material: Hybrid
Heatpipe: 5 x 6 mm Direct Touch

Detailansicht

Besonders der Thermalright Macho HR-02 und auch der optisch sehr ähnliche Thermalright Macho Direct sind ein gutes Beispiel für „form follows function“. Ohne irgend welche Zierelemente schafft es der Hersteller, dem Kühler einen gewissen RAW-Look zu verschaffen. Quasi werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Möglichst günstiger Preis und trotzdem sehr ansprechender Look.

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Insgesamt fünf Heatpipes verlaufen im Kühler und haben auf direkten Kontakt zum Heatspreader der CPU. Dadurch können wir uns auf schöne Ergebnisse im Praxistest freuen.
Auf der Unterseite sind sie in einen Aluminiumblock eingegossen, der die Hitze auch zwischen den Heatpipes verteilt, um Heatspots besser bewältigen zu können.

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Die Lamellen des Macho Direct bestehen ebenfalls aus Aluminium und halten ihren Abstand durch kleine Ausstanzungen. Dies wird auch als Design-Element benutzt.
Wer sich fragt, wozu das Loch im Heatsink ist: Hier kommt der Schraubenzieher hindruch, wenn wir den Kühler am Board befestigen.

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Praxistest

Einbau

Im großen und ganzen ist der Einbau recht einfach und ohne Komplikationen verlaufen. Auch wenn ihr einen PC zum ersten mal von innen seht, werdet ihr dank der Anleitung auf keinerlei Probleme stoßen. Außerdem könnt ihr euch an die Bilder von unserem Einbau anlehnen:

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Der Kühler wurde so gebaut, dass er nicht mit hohen Heatspredern kollidiert. Unser Corsair Vengance 8GB 1600Mhz CL9 Kit konnte problemlos montiert werden.

Testergebnisse:

Beim Test des Thermalright Macho Direct verwenden wir zum ersten mal das neue Haswell-Testsystem. Daher können wir leider keine Vergleichstemperaturen liefern.

Testsystem:
Prozessor: Intel Core i5 4570
Mainboard: MSI Z97S SLI Krait Edition
Arbeitsspeicher: 8GB Corsair Vengeance 1600 CL9
Grafikkarte: Intel HD 4600
Festplatte: Samsung Spinpoint F1 750GB

Zum Messen der Temperaturen verwenden wir den CPUID HWMonitor und für den Stresstest prime95.

Im Idle erreichen wir einen Temperaturunterschied zur Umgebung von 4 °C, ein guter Wert, wie wir finden. Dabei bleibt der Lüfter selbstverständlich sehr leise.
Wird die CPU mit prime95 belastatet, haben wir ein Delta-T von 27 °C, ein ebenfalls sehr guter Wert. Daraus können wir folgern, dass das Gesamtkonzept des Thermalright Macho Direct sehr gut funktioniert und ihn in Sachen Kühlleistung eindeutig weiterempfehlen.

Fazit

Wieder einmal beweist Thermalright, dass die Firma einiges an Know How im Kühlerbau besitzt. Das beweist nicht nur die sehr gute Kühlleistung, sondern auch die Konstruktion des Kühlers: Kollisionen mit RAM- oder Mainboard-Kühler sind ausgeschlossen und auch der Einbau ist einfach. Wenn ihr also einen sehr guten Kühler mit einem sehr guten Preis- / Leistungsverhältnis im RAW-Look sucht, seid ihr mit dem Thermalright Macho Direct bestens bedient.

Pro:
– Leise
– Kühlleistung (bei Referenzbelüftung)
– Hohe Heatspreader möglich
– Einfacher Einbau

Contra:
– Nichts

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Wenn wir nun alles in einer Punktzahl zusammenfassen, kommen wir auf 8,5 Punkte. Somit bekommt der Thermalright Macho Direct unseren Silber- und Preis-Leistungs-Award.​

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