Ein auf Reddit dokumentierter Vorfall zeigt, dass der Thermal Grizzly WireView Pro eine drohende Überhitzung zwar korrekt erkannte, die wiederholten Warnmeldungen jedoch ignoriert wurden. Am Ende schmolz der 12V-2×6-Stromanschluss einer GeForce RTX 5090 dennoch.
Laut dem Besitzer arbeitete der WireView Pro zunächst problemlos. Erst nach einem Plattformwechsel auf ein ASUS ROG Z890 Apex mit Intel Core Ultra 7 270K Plus begann das Überwachungstool bei hoher GPU-Auslastung regelmäßig Alarm zu schlagen. Eine Sichtprüfung des Steckers zeigte zunächst keine Auffälligkeiten. Statt der Ursache weiter nachzugehen, reduzierte der Nutzer die Leistungsaufnahme der Grafikkarte über MSI Afterburner, wodurch die Warnungen teilweise verschwanden. Selbst nach dem Ausbau eines PCIe-Riser-Kabels und dem direkten Einbau der Grafikkarte blieben die Alarme bestehen.

Der Defekt trat schließlich während einer Spielsession von STALKER GAMMA auf. Als der Nutzer an den PC zurückkehrte, bemerkte er den Geruch von geschmolzenem Kunststoff. Fotos zeigen deutliche Hitzeschäden am WireView Pro sowie am 12V-2×6-Anschluss.
Thermal Grizzly reagierte auf den Vorfall und ersetzte das Gerät im Rahmen der Garantie durch den neuen WireView Pro 2. Nach Angaben des Nutzers funktionierte das Überwachungssystem wie vorgesehen und warnte mehrfach vor dem Ausfall.
Die genaue Ursache des Schadens ist bislang ungeklärt. Der Vorfall verdeutlicht jedoch, dass wiederholte Warnmeldungen von Überwachungssystemen ernst genommen und die betroffenen Komponenten umgehend überprüft werden sollten – insbesondere bei leistungsstarken Grafikkarten mit 12V-2×6-Stromanschluss.





